Der Mühlenkreis ist Schlusslicht bei den Impfungen Nicole Bliesener Kreis Minden-Lübbecke. 1.445 Bewohner und Mitarbeiter in Senioren- Altenheimen sind im Mühlenkreis bisher geimpft worden. Das teilt die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) mit. Die Zahl teilt sich in 687 Bewohner und 758 Mitarbeiter - also in 48 Prozent bei den Senioren und 52 Prozent bei den Mitarbeitern. Damit ist der Kreis Minden-Lübbecke Schlusslicht im ostwestfälischen Vergleich. Die meisten Menschen wurden seit dem Impfstart am 27. Dezember bisher im Kreis Paderborn (3.621) mit der ersten Schutzimpfung geimpft, gefolgt vom Kreis Lippe (3.104), Bielefeld (2.783) und dem Kreis Gütersloh (2.890). Im Nachbarkreis Herford sind bislang 2.612 Menschen in Senioreneinrichtungen gegen das Corona-Virus geimpft worden. Tatsächlich könne die Zahl der Geimpften im Mühlenkreis aber auch aktuell bereits höher sein, beschwichtigt Vanessa Pudlo. Dafür führt die Sprecherin der KVWL drei Gründe an: Zwischen der Impfung und der Rückmeldung an die KVWL könne es zu Verzögerungen kommen, zweitens sei die Zeitspanne zwischen der Bestellung und der tatsächlichen Impfung nicht immer gleich und drittens sei auch der Bedarf, den die Pflegeheime melden, nicht überall gleich. Doch diese Argumente könnten nicht nur im Mühlenkreis, sondern auch in den anderen ostwestfälischen Kreisen für tatsächlich höhere Impfzahlen sprechen. Über die Menge der verteilten Impfdosen macht die KVWL indes keine Angaben. "Das ist Sache des NRW-Gesundheitsministeriums", so Pudlo. Die KVWL nimmt die Bestellungen aus den Pflegeheimen an und bestellt die Impfdosen beim Ministerium. Und das wiederum liefert den Impfstoff in die Kreise. Eine am Montagmittag gestellte NW-Anfrage, wie viele Impfdosen in der vergangenen Woche für Einrichtungen im Kreis Minden-Lübbecke bestellt wurden, hat das Ministerium bis zum Abend nicht beantwortet. Um das Prozedere zu verbessern und die Impfungen im Kreis zu beschleunigen, wird in dieser Woche bei der Kreisverwaltung eine Koordinierungsstelle eingerichtet, die die Impfdosenbestellungen aus den Pflegeeinrichtungen bündelt und an die KVWL weiterleitet. Dies hatte Kreissozialdezernent Hans-Joerg Deichholz in der vergangenen Woche mitgeteilt. Währenddessen geht die KVWL laut Pressemitteilung davon aus, dass bis Ende Januar alle Heime mit der ersten Schutzimpfung versorgt sein werden, parallel dazu starte in den nächsten Tagen in vielen Einrichtungen die zweite Impfrunde. „Mit der Impfung in den Alten- und Pflegeheimen sind wir einen wichtigen Schritt bei der Bekämpfung des Virus weitergekommen. Damit haben wir die erste Etappe bald geschafft", sind auch Volker Schrage, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der KVWL, und Thomas Müller, KVWL-Vorstand, überzeugt. Während die Impfbereitschaft bei den Beschäftigten der Pflegeheime im Kreis derzeit bei knapp über 50 Prozent liegt, die diese in den Mühlenkreiskliniken und dem Herz- und Diabeteszentrum deutlich höher. Knapp 70 Prozent der Mitarbeiter aller fünf Standorte der Mühlenkreiskliniken haben ihre Bereitschaft erklärt, sich gegen das Corona-Virus impfen zu lassen. "Und kommen immer noch Meldungen hinzu", sagt MKK-Sprecher Christian Busse auf Anfrage der NW. Auch das Herz- und Diabeteszentrum NRW geht von einer hohen Impfbereitschaft seiner rund 2.300 Mitarbeiter aus. "Unsere Mitarbeiter fühlen sich gegenüber den vielen immunsupprimierten Transplant-Patienten, die im HDZ NRW behandelt werden, verpflichtet und sind mehrheitlich vom Nutzen der Impfung überzeugt. Deshalb gehen wir im HDZ NRW von einer hohen Impfbereitschaft aus", teilt HDZ-Sprecherin Anna Reiss auf Anfrage mit. Auch den Bedarf an Impfdosen habe das HDZ NRW über die Bezirksregierung an das Ministerium gemeldet. Bereits Mitte Dezember hatten die Krankenhäuser im Land aus dem NRW-Gesundheitsministerium den Hinweis erhalten, die Impfbereitschaft ihrer Mitarbeiter abzufragen. "Dem sind wir nachgekommen", so Busse. An seinen insgesamt fünf Standorten in Bad Oeynhausen (Krankenhaus und Auguste-Viktoria-Klinik), Minden, Lübbecke und Rahden beschäftigt der Gesundheitskonzern insgesamt rund 5.100 Mitarbeiter, mehr als 3.500 Mitarbeiter aus allen Abteilungen haben ihre Bereitschaft signalisiert und sich bereits registriert. Der Bedarf ist dem Ministerium. "Auch wir haben unsere Mitarbeiter nach den Vorgaben des Ministeriums priorisiert", so Busse. Geimpft werden zunächst Mitarbeiter der Corona-Stationen, der Intensivstationen, der Notaufnahmen sowie im HDZ Mitarbeiter aus dem Bereich der Transplantationsmedizin. Beide, das HDZ NRW wie auch die Mühlenkreiskliniken, haben eigene Impfzentren für ihre Mitarbeiter eingerichtet. "Wir haben auf einer ehemaligen Intensiv-Station eine Impfeinheit vorbereitet, in der dreizügig geimpft werden kann", erklärt HDZ-Sprecherin Anna Reiss. Und bei den Mühlenkreiskliniken wartet im Johannes-Wesling-Klinikum in Minden eine Impfstraße mit vier bis fünf Impfzimmern auf den Impfstart. Und der soll - wie mehrfach berichtet - am 18. Januar sein.

Der Mühlenkreis ist Schlusslicht bei den Impfungen

Arzthelferin Henrike Schmidt erläuterte Landrätin Anna Bölling beim Impfstart, welche Schritte notwendig sind. © Joern Spreen-Ledebur

Kreis Minden-Lübbecke. 1.445 Bewohner und Mitarbeiter in Senioren- Altenheimen sind im Mühlenkreis bisher geimpft worden. Das teilt die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) mit. Die Zahl teilt sich in 687 Bewohner und 758 Mitarbeiter - also in 48 Prozent bei den Senioren und 52 Prozent bei den Mitarbeitern. Damit ist der Kreis Minden-Lübbecke Schlusslicht im ostwestfälischen Vergleich.

Die meisten Menschen wurden seit dem Impfstart am 27. Dezember bisher im Kreis Paderborn (3.621) mit der ersten Schutzimpfung geimpft, gefolgt vom Kreis Lippe (3.104), Bielefeld (2.783) und dem Kreis Gütersloh (2.890). Im Nachbarkreis Herford sind bislang 2.612 Menschen in Senioreneinrichtungen gegen das Corona-Virus geimpft worden.

Tatsächlich könne die Zahl der Geimpften im Mühlenkreis aber auch aktuell bereits höher sein, beschwichtigt Vanessa Pudlo. Dafür führt die Sprecherin der KVWL drei Gründe an: Zwischen der Impfung und der Rückmeldung an die KVWL könne es zu Verzögerungen kommen, zweitens sei die Zeitspanne zwischen der Bestellung und der tatsächlichen Impfung nicht immer gleich und drittens sei auch der Bedarf, den die Pflegeheime melden, nicht überall gleich. Doch diese Argumente könnten nicht nur im Mühlenkreis, sondern auch in den anderen ostwestfälischen Kreisen für tatsächlich höhere Impfzahlen sprechen.

Über die Menge der verteilten Impfdosen macht die KVWL indes keine Angaben. "Das ist Sache des NRW-Gesundheitsministeriums", so Pudlo. Die KVWL nimmt die Bestellungen aus den Pflegeheimen an und bestellt die Impfdosen beim Ministerium. Und das wiederum liefert den Impfstoff in die Kreise. Eine am Montagmittag gestellte NW-Anfrage, wie viele Impfdosen in der vergangenen Woche für Einrichtungen im Kreis Minden-Lübbecke bestellt wurden, hat das Ministerium bis zum Abend nicht beantwortet.

Um das Prozedere zu verbessern und die Impfungen im Kreis zu beschleunigen, wird in dieser Woche bei der Kreisverwaltung eine Koordinierungsstelle eingerichtet, die die Impfdosenbestellungen aus den Pflegeeinrichtungen bündelt und an die KVWL weiterleitet. Dies hatte Kreissozialdezernent Hans-Joerg Deichholz in der vergangenen Woche mitgeteilt.

Währenddessen geht die KVWL laut Pressemitteilung davon aus, dass bis Ende Januar alle Heime mit der ersten Schutzimpfung versorgt sein werden, parallel dazu starte in den nächsten Tagen in vielen Einrichtungen die zweite Impfrunde. „Mit der Impfung in den Alten- und Pflegeheimen sind wir einen wichtigen Schritt bei der Bekämpfung des Virus weitergekommen. Damit haben wir die erste Etappe bald geschafft", sind auch Volker Schrage, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der KVWL, und Thomas Müller, KVWL-Vorstand, überzeugt.

Während die Impfbereitschaft bei den Beschäftigten der Pflegeheime im Kreis derzeit bei knapp über 50 Prozent liegt, die diese in den Mühlenkreiskliniken und dem Herz- und Diabeteszentrum deutlich höher. Knapp 70 Prozent der Mitarbeiter aller fünf Standorte der Mühlenkreiskliniken haben ihre Bereitschaft erklärt, sich gegen das Corona-Virus impfen zu lassen. "Und kommen immer noch Meldungen hinzu", sagt MKK-Sprecher Christian Busse auf Anfrage der NW. Auch das Herz- und Diabeteszentrum NRW geht von einer hohen Impfbereitschaft seiner rund 2.300 Mitarbeiter aus.

"Unsere Mitarbeiter fühlen sich gegenüber den vielen immunsupprimierten Transplant-Patienten, die im HDZ NRW behandelt werden, verpflichtet und sind mehrheitlich vom Nutzen der Impfung überzeugt. Deshalb gehen wir im HDZ NRW von einer hohen Impfbereitschaft aus", teilt HDZ-Sprecherin Anna Reiss auf Anfrage mit. Auch den Bedarf an Impfdosen habe das HDZ NRW über die Bezirksregierung an das Ministerium gemeldet.

Bereits Mitte Dezember hatten die Krankenhäuser im Land aus dem NRW-Gesundheitsministerium den Hinweis erhalten, die Impfbereitschaft ihrer Mitarbeiter abzufragen. "Dem sind wir nachgekommen", so Busse. An seinen insgesamt fünf Standorten in Bad Oeynhausen (Krankenhaus und Auguste-Viktoria-Klinik), Minden, Lübbecke und Rahden beschäftigt der Gesundheitskonzern insgesamt rund 5.100 Mitarbeiter, mehr als 3.500 Mitarbeiter aus allen Abteilungen haben ihre Bereitschaft signalisiert und sich bereits registriert. Der Bedarf ist dem Ministerium. "Auch wir haben unsere Mitarbeiter nach den Vorgaben des Ministeriums priorisiert", so Busse.

Geimpft werden zunächst Mitarbeiter der Corona-Stationen, der Intensivstationen, der Notaufnahmen sowie im HDZ Mitarbeiter aus dem Bereich der Transplantationsmedizin.

Beide, das HDZ NRW wie auch die Mühlenkreiskliniken, haben eigene Impfzentren für ihre Mitarbeiter eingerichtet. "Wir haben auf einer ehemaligen Intensiv-Station eine Impfeinheit vorbereitet, in der dreizügig geimpft werden kann", erklärt HDZ-Sprecherin Anna Reiss. Und bei den Mühlenkreiskliniken wartet im Johannes-Wesling-Klinikum in Minden eine Impfstraße mit vier bis fünf Impfzimmern auf den Impfstart. Und der soll - wie mehrfach berichtet - am 18. Januar sein.

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