Kommunalwahl Datenpanne in OWL: Wahlergebnisse über Stunden nicht abrufbar Lemgo. Bei der Übermittlung der regionalen Ergebnisse der Kommunalwahl in NRW kam es am Sonntagabend in den Kreisen Herford, Minden-Lübbecke und Lippe zu erheblichen Problemen. Die Panne sorgte dafür, dass die Wahlergebnisse von 39 Kreisen und Kommunen über mehrere Stunden auf der Internetseite des kommunalen Rechenzentrums Minden-Ravensberg/Lippe (Krz) nicht abgerufen werden konnten. Das sorgte nicht nur bei der Übermittlung der Ergebnisse auf mt.de und bei der Präsentation der Wahlergebnisse in den Kreis- und Rathäusern für Verzögerungen, sondern auch für Unzufriedenheit in der Bevölkerung, da über Stunden keine oder veraltete Wahlergebnisse zur Verfügung standen. Aus einer Fehleranalyse des Informatik-Dienstleisters in Lemgo geht hervor, dass die für die Kommunalwahl bereitgestellten Sicherheitsmechanismen des Internetproviders in Verbindung mit einzelnen Problemen mit der Infrastruktur des Krz zu Verzögerungen und teilweise sogar zu Abbrüchen bei der Ergebnispräsentation geführt haben. Zudem kam es nach Angaben des Krz aufgrund der hohen Anzahl an Zugriffen von außen, insbesondere über mobile Endgeräte, zu zeitweisen Überlastungen der Systeme. Obwohl das Krz nach eigener Aussage mit dem hohen Interesse gerechnet hat. „Daher hat sich auch das für die Nutzer uneinheitliche Bild von zum Teil nur sporadisch erreichbaren Internetseiten der Kommunen und vor allem der zentralen Wahlergebnisserver ergeben", heißt es in einer Mitteilung der Krz. Versuche bis weit in die Nacht hinein, die Probleme zu lösen, haben laut Krz trotz diverser Lösungsalternativen der zuständigen Mitarbeiter des Krz und der OWL-IT zu keiner vollständigen Besserung geführt. „Wir bitten um Entschuldigung für diese äußerst unangenehme Situation", erklärt das Krz. „Die weitergehende Fehleranalyse erfolgt gemeinsam mit Spezialisten, unter anderem des Internetproviders und des Softwareherstellers, um die Wiederholung solcher Beeinträchtigungen für die kommende Stichwahl ausschließen zu können." Der Kreis Lippe fordert nach Angaben von Sprecher Steffen Adams eine Aufklärung des Problems. "Wir suchen zudem das Gespräch mit dem Krz. Pressestellen und die Verwaltung müssen handlungsfähig sein und die aktuellen Ergebnisse einsehen und kommunizieren können." Adams stellt jedoch klar, dass zwar die Information der Öffentlichkeit durch die Datenpanne gestört war, die Wahl aber nicht rechtlich gefährdet war. "Das Wahlamt konnte ohne Störung mit dem Fachprogramm arbeiten und die Schnellmeldungen aus den Gemeinden und Städten im Kreis Lippe weiterverarbeiten, so dass auch die weiteren Ergebnisse der Bürgermeister und Ratswahlen veröffentlicht werden konnten", erklärt Steffens. "Daher war nicht die Übermittlung der Wahlergebnisse gestört, sondern vielmehr die Anzeige der Schnellmeldungen aus den Wahlbezirken." Basis für die Anzeige der Ergebnisse der Landrats- und Kreistagswahl ist das Fachprogramm Votemanager, das landesweit eingesetzt wird und so auch dem Kreis Lippe durch das Krz als Dienstleistung bereitgestellt wird. Das Krz in Lemgo ist seit 1972 der Informatik-Dienstleister der Kreise Herford, Minden-Lübbecke und Lippe sowie aller 36 kreisangehörigen Kommunen. Als kommunaler Zweckverband hat das Krz die Aufgabe, digitale Anwendungen für die Kommunalverwaltungen zu entwickeln und zu warten .
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Datenpanne in OWL: Wahlergebnisse über Stunden nicht abrufbar

Über die Internetseite des Kommunalen Rechenzentrums Minden-Ravensberg/Lippe konnten am Wahlabend über Stunden keine Wahlergebnisse abgerufen werden. © Carolin Nieder-Entgelmeier

Lemgo. Bei der Übermittlung der regionalen Ergebnisse der Kommunalwahl in NRW kam es am Sonntagabend in den Kreisen Herford, Minden-Lübbecke und Lippe zu erheblichen Problemen. Die Panne sorgte dafür, dass die Wahlergebnisse von 39 Kreisen und Kommunen über mehrere Stunden auf der Internetseite des kommunalen Rechenzentrums Minden-Ravensberg/Lippe (Krz) nicht abgerufen werden konnten. Das sorgte nicht nur bei der Übermittlung der Ergebnisse auf mt.de und bei der Präsentation der Wahlergebnisse in den Kreis- und Rathäusern für Verzögerungen, sondern auch für Unzufriedenheit in der Bevölkerung, da über Stunden keine oder veraltete Wahlergebnisse zur Verfügung standen.

Aus einer Fehleranalyse des Informatik-Dienstleisters in Lemgo geht hervor, dass die für die Kommunalwahl bereitgestellten Sicherheitsmechanismen des Internetproviders in Verbindung mit einzelnen Problemen mit der Infrastruktur des Krz zu Verzögerungen und teilweise sogar zu Abbrüchen bei der Ergebnispräsentation geführt haben.

Zudem kam es nach Angaben des Krz aufgrund der hohen Anzahl an Zugriffen von außen, insbesondere über mobile Endgeräte, zu zeitweisen Überlastungen der Systeme. Obwohl das Krz nach eigener Aussage mit dem hohen Interesse gerechnet hat. „Daher hat sich auch das für die Nutzer uneinheitliche Bild von zum Teil nur sporadisch erreichbaren Internetseiten der Kommunen und vor allem der zentralen Wahlergebnisserver ergeben", heißt es in einer Mitteilung der Krz.

Versuche bis weit in die Nacht hinein, die Probleme zu lösen, haben laut Krz trotz diverser Lösungsalternativen der zuständigen Mitarbeiter des Krz und der OWL-IT zu keiner vollständigen Besserung geführt. „Wir bitten um Entschuldigung für diese äußerst unangenehme Situation", erklärt das Krz. „Die weitergehende Fehleranalyse erfolgt gemeinsam mit Spezialisten, unter anderem des Internetproviders und des Softwareherstellers, um die Wiederholung solcher Beeinträchtigungen für die kommende Stichwahl ausschließen zu können."

Der Kreis Lippe fordert nach Angaben von Sprecher Steffen Adams eine Aufklärung des Problems. "Wir suchen zudem das Gespräch mit dem Krz. Pressestellen und die Verwaltung müssen handlungsfähig sein und die aktuellen Ergebnisse einsehen und kommunizieren können."

Adams stellt jedoch klar, dass zwar die Information der Öffentlichkeit durch die Datenpanne gestört war, die Wahl aber nicht rechtlich gefährdet war. "Das Wahlamt konnte ohne Störung mit dem Fachprogramm arbeiten und die Schnellmeldungen aus den Gemeinden und Städten im Kreis Lippe weiterverarbeiten, so dass auch die weiteren Ergebnisse der Bürgermeister und Ratswahlen veröffentlicht werden konnten", erklärt Steffens. "Daher war nicht die Übermittlung der Wahlergebnisse gestört, sondern vielmehr die Anzeige der Schnellmeldungen aus den Wahlbezirken."

Basis für die Anzeige der Ergebnisse der Landrats- und Kreistagswahl ist das Fachprogramm Votemanager, das landesweit eingesetzt wird und so auch dem Kreis Lippe durch das Krz als Dienstleistung bereitgestellt wird.

Das Krz in Lemgo ist seit 1972 der Informatik-Dienstleister der Kreise Herford, Minden-Lübbecke und Lippe sowie aller 36 kreisangehörigen Kommunen. Als kommunaler Zweckverband hat das Krz die Aufgabe, digitale Anwendungen für die Kommunalverwaltungen zu entwickeln und zu warten

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