Corona-Warn-App: Auch auf dem Lande nützlich Noah Brümmelhorst Lübbecker Land (nw). Das Lübbecker Land ist ohne Frage eine schöne Region – weitläufig, grün und ruhig. Dennoch lässt sie auch Corona nicht kalt. Aber wie nützlich ist die neue Corona-Warn-App auf dem Land, wenn man doch längst nicht so viel Kontakt zu anderen Menschen hat, wie in den Großstädten? Auf Anfrage erklärt die Pressestelle der Bundesregierung, dass die App in allen Regionen in Deutschland nützlich und einsetzbar sei. „Unabhängig davon, ob man auf dem Land oder in der Stadt lebt, funktioniert die App und hilft dabei, Infektionsketten zu unterbrechen“, sagt eine Regierungssprecherin dieser Zeitung. Für das Infektionsrisiko – und damit die Nutzung der App – sei nämlich nicht nur die Anzahl der Menschen, denen man begegnet, wichtig, sondern auch der Abstand, den man bei den Begegnungen halten konnte, wie auch die Dauer der Begegnung. All das würde die App registrieren. „Auch wenn man auf dem Land tatsächlich weniger Menschen begegnen sollte, gibt es auf jeden Fall genügend Gelegenheiten, bei denen man sich für einige Zeit nahe kommt – beim Bäcker, beim gemeinsamen Unterstützen des örtlichen Vereins oder in der Schlange an der Kasse beim Einkaufen“, so die Regierungssprecherin weiter. Und wie ist es, wenn man auf dem platten Land kein Netz hat? Die App funktioniert über die Datenübertragungsmöglichkeit „Bluetooth“, die beim Smartphone eingestellt sein muss. Bluetooth funktioniert auch ohne Mobilfunknetz. Immer wenn sich Nutzer der App begegnen, tauschen ihre Smartphones über Bluetooth automatisch verschlüsselte Zufallscodes aus. Diese Zufallscodes sagen den Handys nur, dass sich zwei Menschen begegnet haben, wie lange ihre Begegnung gedauert hat und wie groß der Abstand war. Sie verraten weder Namen noch Standorte, so die Datenschutzrichtlinien der App. „Die Nutzer werden also nie erfahren, dass ihre Smartphones einen Code ausgetauscht haben, ihre Identität bleibt geheim“, versichert die Regierungssprecherin. Hat sich ein Nutzer nachweislich infiziert, kann er seine eigenen Zufallscodes anonym allen anderen Nutzern zur Verfügung stellen. Völlig unabhängig davon, wo er lebt. Die App der anderen Nutzer findet dann den Code, den das Handy damals mit dem Smartphone des Infizierten ausgetauscht hat und informiert, dass dieser Kontakt bestand. Auch die so Informierten bleiben dabei jederzeit anonym, heißt es von der Bundesregierung. Damit das Gesundheitsamt des Kreises eventuelle Anfragen so schnell und gut wie möglich bearbeiten kann, werden Bürger gebeten, sich – wenn die App „Erhöhtes Risiko“ anzeigt – per E-Mail: Infektionsschutz@minden-luebbecke.de oder über das Bürger-Telefon unter 0571 / 807 15999 zu melden.

Corona-Warn-App: Auch auf dem Lande nützlich

Die Warn-App auf de, Handy zeigt an, ob ein Risiko einer Infektion besteht. Foto: Noah Brümmelhorst © Noah Brümmelhorst

Lübbecker Land (nw). Das Lübbecker Land ist ohne Frage eine schöne Region – weitläufig, grün und ruhig. Dennoch lässt sie auch Corona nicht kalt. Aber wie nützlich ist die neue Corona-Warn-App auf dem Land, wenn man doch längst nicht so viel Kontakt zu anderen Menschen hat, wie in den Großstädten?

Auf Anfrage erklärt die Pressestelle der Bundesregierung, dass die App in allen Regionen in Deutschland nützlich und einsetzbar sei. „Unabhängig davon, ob man auf dem Land oder in der Stadt lebt, funktioniert die App und hilft dabei, Infektionsketten zu unterbrechen“, sagt eine Regierungssprecherin dieser Zeitung.

Für das Infektionsrisiko – und damit die Nutzung der App – sei nämlich nicht nur die Anzahl der Menschen, denen man begegnet, wichtig, sondern auch der Abstand, den man bei den Begegnungen halten konnte, wie auch die Dauer der Begegnung. All das würde die App registrieren. „Auch wenn man auf dem Land tatsächlich weniger Menschen begegnen sollte, gibt es auf jeden Fall genügend Gelegenheiten, bei denen man sich für einige Zeit nahe kommt – beim Bäcker, beim gemeinsamen Unterstützen des örtlichen Vereins oder in der Schlange an der Kasse beim Einkaufen“, so die Regierungssprecherin weiter.

Und wie ist es, wenn man auf dem platten Land kein Netz hat? Die App funktioniert über die Datenübertragungsmöglichkeit „Bluetooth“, die beim Smartphone eingestellt sein muss. Bluetooth funktioniert auch ohne Mobilfunknetz. Immer wenn sich Nutzer der App begegnen, tauschen ihre Smartphones über Bluetooth automatisch verschlüsselte Zufallscodes aus. Diese Zufallscodes sagen den Handys nur, dass sich zwei Menschen begegnet haben, wie lange ihre Begegnung gedauert hat und wie groß der Abstand war. Sie verraten weder Namen noch Standorte, so die Datenschutzrichtlinien der App. „Die Nutzer werden also nie erfahren, dass ihre Smartphones einen Code ausgetauscht haben, ihre Identität bleibt geheim“, versichert die Regierungssprecherin.

Hat sich ein Nutzer nachweislich infiziert, kann er seine eigenen Zufallscodes anonym allen anderen Nutzern zur Verfügung stellen. Völlig unabhängig davon, wo er lebt. Die App der anderen Nutzer findet dann den Code, den das Handy damals mit dem Smartphone des Infizierten ausgetauscht hat und informiert, dass dieser Kontakt bestand. Auch die so Informierten bleiben dabei jederzeit anonym, heißt es von der Bundesregierung.

Damit das Gesundheitsamt des Kreises eventuelle Anfragen so schnell und gut wie möglich bearbeiten kann, werden Bürger gebeten, sich – wenn die App „Erhöhtes Risiko“ anzeigt – per E-Mail: Infektionsschutz@minden-luebbecke.de oder über das Bürger-Telefon unter 0571 / 807 15999 zu melden.

Copyright © Mindener Tageblatt 2020
Texte und Fotos von MT.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.
0 Kommentare

Das Kommentieren ist nur mit einem Abo oder Tagespass möglich.

Weiterlesen in Regionales