Corona-Demo in Bielefeld: Wilde Auseinandersetzungen auf dem Kesselbrink Charlotte Mahncke,Dennis Rother Bielefeld (nw). Mehr als 100 Teilnehmer haben sich auf dem Bielefelder Kesselbrink aktuell am Samstagnachmittag zu einer Demo gegen die derzeitigen Corona-Schutzregeln zusammengefunden. Auch Dutzende Gegendemonstranten sind vor Ort - sie stehen mit dem Rücken zur Bühne. Es kommt zu Wortgefechten, die Polizei ist im Einsatz, die Stimmung ist deutlich angespannter als in der Vorwoche. Wie berichtet, hat die umstrittene Gruppe "Grundrechte OWL" erneut zum Protest aufgerufen gehabt. Die Stadt genehmigte auf dem zentralen Platz eine Veranstaltung mit 150 Menschen. Im abgesperrten Bereich mittig auf dem Kesselbrink müssen 1,5 Meter Mindestabstand zwischen den Teilnehmern eingehalten werden. Rund 20 Einsatzkräfte der Polizei sind mit acht Streifenwagen angerückt - nicht zuletzt wegen eines Vorfalls in der Vorwoche. Ein Mann ist überfallen worden, der Täter wird nach einer Hausdurchsuchung im linksextremen Milieu vermutet. Polizei sucht Unruhestifter Redner und Rednerinnen betonen nun am Samstag seit 16.30 Uhr, dass es sich um um eine friedliche Kundgebung ohne Gewalt handele. Es seien "besorgte Bürger" vor Ort, die sich "um die Zukunft der Kinder Gedanken machen". Einmal mehr heißt es auf der Bühne beziehungsweise dem Mini-Podium per Mikrofon-Ansprache, dass man sich weder links noch rechts eingruppieren wolle. Abseits des abgesperrten Bereichs haben sich unterdessen Gegner aus dem linken Spektrum mit Plakaten positioniert. Teils rufen die Gegendemonstranten lautstark in Richtung Bühne - und aus dem abgesperrten Bereich wird lautstark geantwortet. Es kommt zu regelrechtem Herumgeschreie, was wiederum die Einsatzkräfte der Polizei auf den Plan ruft. Unruhestifter werden von den Beamten unterbrochen und zurechtgewiesen. Eingreifen musste die Polizei bislang nicht - das Geschehen auf dem Kesselbrink wird allerdings gefilmt. Gegen 17.30 Uhr kommt es dann plötzlich zu einem Polizeieinsatz in der Nähe des Volksbank-Gebäudes abseits des eigentlichen Geschehens. Mehrere Beamte setzen eine Person augenscheinlich fest, es kommt zu einer Durchsuchung. Details zu den Vorwürfen gibt es zunächst nicht. Weitere Informationen folgen.

Corona-Demo in Bielefeld: Wilde Auseinandersetzungen auf dem Kesselbrink

© Sarah Jonek

Bielefeld (nw). Mehr als 100 Teilnehmer haben sich auf dem Bielefelder Kesselbrink aktuell am Samstagnachmittag zu einer Demo gegen die derzeitigen Corona-Schutzregeln zusammengefunden. Auch Dutzende Gegendemonstranten sind vor Ort - sie stehen mit dem Rücken zur Bühne. Es kommt zu Wortgefechten, die Polizei ist im Einsatz, die Stimmung ist deutlich angespannter als in der Vorwoche.

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Wie berichtet, hat die umstrittene Gruppe "Grundrechte OWL" erneut zum Protest aufgerufen gehabt. Die Stadt genehmigte auf dem zentralen Platz eine Veranstaltung mit 150 Menschen. Im abgesperrten Bereich mittig auf dem Kesselbrink müssen 1,5 Meter Mindestabstand zwischen den Teilnehmern eingehalten werden. Rund 20 Einsatzkräfte der Polizei sind mit acht Streifenwagen angerückt - nicht zuletzt wegen eines Vorfalls in der Vorwoche. Ein Mann ist überfallen worden, der Täter wird nach einer Hausdurchsuchung im linksextremen Milieu vermutet.

Polizei sucht Unruhestifter

Redner und Rednerinnen betonen nun am Samstag seit 16.30 Uhr, dass es sich um um eine friedliche Kundgebung ohne Gewalt handele. Es seien "besorgte Bürger" vor Ort, die sich "um die Zukunft der Kinder Gedanken machen". Einmal mehr heißt es auf der Bühne beziehungsweise dem Mini-Podium per Mikrofon-Ansprache, dass man sich weder links noch rechts eingruppieren wolle.

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© Charlotte Mahncke

Abseits des abgesperrten Bereichs haben sich unterdessen Gegner aus dem linken Spektrum mit Plakaten positioniert. Teils rufen die Gegendemonstranten lautstark in Richtung Bühne - und aus dem abgesperrten Bereich wird lautstark geantwortet. Es kommt zu regelrechtem Herumgeschreie, was wiederum die Einsatzkräfte der Polizei auf den Plan ruft. Unruhestifter werden von den Beamten unterbrochen und zurechtgewiesen. Eingreifen musste die Polizei bislang nicht - das Geschehen auf dem Kesselbrink wird allerdings gefilmt.

Gegen 17.30 Uhr kommt es dann plötzlich zu einem Polizeieinsatz in der Nähe des Volksbank-Gebäudes abseits des eigentlichen Geschehens. Mehrere Beamte setzen eine Person augenscheinlich fest, es kommt zu einer Durchsuchung. Details zu den Vorwürfen gibt es zunächst nicht.

Weitere Informationen folgen.

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