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Test für Katastrophenschutz: So erhalten Sie die Warn-SMS am 8. Dezember Alexander Graßhoff Bielefeld. Hochwasser, Stürme, Waldbrände: In Szenarien wie diesen ist es wichtig, die Bevölkerung schnell zu informieren. Um im Katastrophenfall künftig noch mehr Menschen zu erreichen, wird am 8. Dezember, dem bundesweiten Warntag, erstmalig auch die Cell-Broadcast-Methode getestet. Dabei geht eine Warnung an alle Mobilfunkgeräte, die in einer Funkzelle eingewählt sind, sich also in Reichweite eines Sendemasts befinden. Begleitet von einem penetranten Tonsignal soll eine Testnachricht auf dem Handy-Bildschirm erscheinen – unabhängig von den bekannten Warn-Apps Nina und Katwarn sowie der App für SMS. Auf diese Weise sollen auch Menschen erreicht werden, die keine der Warn-Apps auf ihrem Handy installiert haben. Doch damit das eigene Mobilgerät die Cell-Broadcast-Nachricht anzeigen kann, sind einige Vorkehrungen zu treffen. Zunächst sollte das Gerät angeschaltet und aktuelle System-Updates installiert sein, erklärt die Verbraucherzentrale NRW. Ist das Gerät nur mit dem WLAN und nicht mit dem Mobilfunknetz verbunden, kann es die Warnmeldungen nicht empfangen. Das Gerät sollte sich nicht im Flugmodus befinden. Zudem sollte der Empfang von Notfallbenachrichtigungen aktiviert sein. Unterschiedliche Einstellungen bei Apple und Android Wichtig dabei: Meldungen über Cell Broadcast können prinzipiell mit unterschiedlichen Warnstufen verschickt werden. Welche Stufe eine Nachricht bekommt, entscheiden die Leitstellen von Feuerwehr und Polizei, die die Nachrichten aussenden. In den Einstellungen von Handys lassen sich zwar Warnungen bestimmter Stufen unterbinden. Die Verbraucherzentrale rät jedoch, die Möglichkeit zum Empfang von Warnmeldungen nicht einzuschränken oder gar abzuschalten. Die entsprechenden Einstellungen lassen sich überprüfen. Das Vorgehen unterscheidet sich jedoch je nach Betriebssystem. Apple/iOS Laut Apple empfangen iPhones die Warnmeldungen automatisch. Ein Zugriff auf die Einstellungen ist über "Mitteilungen" im Bereich "Einstellungen" möglich, erklärt die Verbraucherzentrale. Dort lässt sich der Bereich "Cell Broadcast Warnungen" ansteuern. Android Bei Android-Geräten kann sich das Vorgehen je nach Hersteller unterscheiden. Laut Verbraucherzentrale finden sich die Einstellungen aber meist in der App, mit der SMS verschickt und geöffnet werden. Über das dortige Menü kann auf die Einstellungen zugegriffen werden. Hier gibt es bei einigen Geräten den Eintrag "Notfallbenachrichtigungsverlauf". Sollte die Schaltfläche dort nicht zu finden sein, ist der Zugriff auf die Notfallbenachrichtigungen wahrscheinlich über das erweiterte Menü ("erweitert", "weitere Einstellungen") möglich. Im dortigen Bereich zu den Warnnachrichten kann ausgewählt werden, ob das Gerät generell Warnungen empfangen soll, und wenn ja, in welchen Kategorien. Das gilt für ältere Handy-Modelle Laut Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) können aus technischen Gründen nicht alle Handys Warnungen über Cell Broadcast empfangen. Auf einer Informationsseite zum Cell Broadcast listet das BBK Modelle auf, die entsprechende Warnungen empfangen können. Ältere Mobilgeräte, die eigentlich keine Updates mehr erhalten, müssten von den Herstellern "ertüchtigt" werden, schreibt das BBK. Das Update des Betriebssystems sei dafür wichtig. Umfrage des BBK Wer am 8. Dezember keine Nachricht über Cell Broadcast erhält oder anderweitig Rückmeldung geben will, kann dazu an einer Umfrage des BBK teilnehmen. Laut dem Amt ist der Fragebogen auf der Internetseite warnung-der-bevoelkerung.de zu finden sowie auf der Startseite der Warn-App Nina. Auch auf den Internetseiten und Social-Media-Kanälen des BBK sollen Rückmeldungen möglich sein.
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Test für Katastrophenschutz: So erhalten Sie die Warn-SMS am 8. Dezember

Eine junge Frau hält ein Smartphone in der Hand. Am 8. Dezember, dem bundesweiten Warntag, soll zum ersten Mal das neue Warnsystem Cell Broadcast zum Einsatz kommen. Handybesitzer erhalten dann eine Testnachricht. © dpa/Fabian Sommer

Bielefeld. Hochwasser, Stürme, Waldbrände: In Szenarien wie diesen ist es wichtig, die Bevölkerung schnell zu informieren. Um im Katastrophenfall künftig noch mehr Menschen zu erreichen, wird am 8. Dezember, dem bundesweiten Warntag, erstmalig auch die Cell-Broadcast-Methode getestet. Dabei geht eine Warnung an alle Mobilfunkgeräte, die in einer Funkzelle eingewählt sind, sich also in Reichweite eines Sendemasts befinden.

Begleitet von einem penetranten Tonsignal soll eine Testnachricht auf dem Handy-Bildschirm erscheinen – unabhängig von den bekannten Warn-Apps Nina und Katwarn sowie der App für SMS. Auf diese Weise sollen auch Menschen erreicht werden, die keine der Warn-Apps auf ihrem Handy installiert haben. Doch damit das eigene Mobilgerät die Cell-Broadcast-Nachricht anzeigen kann, sind einige Vorkehrungen zu treffen.

Zunächst sollte das Gerät angeschaltet und aktuelle System-Updates installiert sein, erklärt die Verbraucherzentrale NRW. Ist das Gerät nur mit dem WLAN und nicht mit dem Mobilfunknetz verbunden, kann es die Warnmeldungen nicht empfangen. Das Gerät sollte sich nicht im Flugmodus befinden. Zudem sollte der Empfang von Notfallbenachrichtigungen aktiviert sein.

Unterschiedliche Einstellungen bei Apple und Android

Wichtig dabei: Meldungen über Cell Broadcast können prinzipiell mit unterschiedlichen Warnstufen verschickt werden. Welche Stufe eine Nachricht bekommt, entscheiden die Leitstellen von Feuerwehr und Polizei, die die Nachrichten aussenden. In den Einstellungen von Handys lassen sich zwar Warnungen bestimmter Stufen unterbinden. Die Verbraucherzentrale rät jedoch, die Möglichkeit zum Empfang von Warnmeldungen nicht einzuschränken oder gar abzuschalten.

Die entsprechenden Einstellungen lassen sich überprüfen. Das Vorgehen unterscheidet sich jedoch je nach Betriebssystem.

Apple/iOS

Laut Apple empfangen iPhones die Warnmeldungen automatisch. Ein Zugriff auf die Einstellungen ist über "Mitteilungen" im Bereich "Einstellungen" möglich, erklärt die Verbraucherzentrale. Dort lässt sich der Bereich "Cell Broadcast Warnungen" ansteuern.

Android

Bei Android-Geräten kann sich das Vorgehen je nach Hersteller unterscheiden. Laut Verbraucherzentrale finden sich die Einstellungen aber meist in der App, mit der SMS verschickt und geöffnet werden. Über das dortige Menü kann auf die Einstellungen zugegriffen werden. Hier gibt es bei einigen Geräten den Eintrag "Notfallbenachrichtigungsverlauf".

Sollte die Schaltfläche dort nicht zu finden sein, ist der Zugriff auf die Notfallbenachrichtigungen wahrscheinlich über das erweiterte Menü ("erweitert", "weitere Einstellungen") möglich. Im dortigen Bereich zu den Warnnachrichten kann ausgewählt werden, ob das Gerät generell Warnungen empfangen soll, und wenn ja, in welchen Kategorien.

Das gilt für ältere Handy-Modelle

Laut Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) können aus technischen Gründen nicht alle Handys Warnungen über Cell Broadcast empfangen. Auf einer Informationsseite zum Cell Broadcast listet das BBK Modelle auf, die entsprechende Warnungen empfangen können.

Ältere Mobilgeräte, die eigentlich keine Updates mehr erhalten, müssten von den Herstellern "ertüchtigt" werden, schreibt das BBK. Das Update des Betriebssystems sei dafür wichtig.

Umfrage des BBK

Wer am 8. Dezember keine Nachricht über Cell Broadcast erhält oder anderweitig Rückmeldung geben will, kann dazu an einer Umfrage des BBK teilnehmen. Laut dem Amt ist der Fragebogen auf der Internetseite warnung-der-bevoelkerung.de zu finden sowie auf der Startseite der Warn-App Nina. Auch auf den Internetseiten und Social-Media-Kanälen des BBK sollen Rückmeldungen möglich sein.

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