Cannabis-Plantage Sachsenhagen: Polizei durchsucht weiteres Wohnhaus Verena Gehring Hameln/Sachsenhagen (dwz). Nach dem Fund der Cannabis-Plantage in der ehemaligen Tennishalle in Sachsenhagen dauern die Ermittlungen gegen die fünf Tatverdächtigen weiter an. Derweil werden die Dimensionen der Anlagen, aber auch der sichergestellten Pflanzen immer deutlicher. Dem Vernehmen nach dauerte es mehrere Tage, bis Polizisten die etwa 4000 Pflanzen abgeerntet und schließlich aus der Halle geräumt haben. Das Abernten ist nötig, um den THC-Gehalt der Blüten zu bestimmen. Anschließend werden sie nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft bei der örtlich zuständigen Stelle vernichtet. Derweil wird die Tennishalle an der Straße Am Ziegenbach – unweit von Grundschule und Kindergarten – als Tatort von einem Sicherheitsdienst bewacht. Das bestätigte auch das ständige Landeskriminalamt (LKA) Niedersachsen auf Anfrage. Wie berichtet, hatten Spezialeinsatzkräfte die Drogenplantage am 6. Mai hochgenommen. Vor Ort nahmen die Beamten vier Männer fest, später erfolgte eine fünfte Festnahme. Die Tatverdächtigen sind im Alter von 21 bis 61 Jahren. Offenbar führte ein Hinweis zu der professionell betriebenen Anlage. „Die Professionalität der Täter zeigte sich nicht nur in der Dimension der 2.500 Quadratmeter großen Halle, sondern insbesondere an der eingesetzten Technik“, teilt eine LKA-Sprecherin mit. Es seien Systeme zur Beleuchtung, Bewässerung und Belüftung der Plantagen installiert gewesen, die optimale Bedingungen zur professionellen Aufzucht der inzwischen sichergestellten Pflanzen geboten hätten. „Im Vergleich zu anderen Plantagen ist die kriminelle Energie der Täter als hoch einzustufen“, heißt es weiter. Aufhorchen lässt auch der geschätzte Verkaufswert des sichergestellten Cannabis: Nach Angaben des LKA handelt es sich dabei um etwa vier Millionen Euro. Damit zählt der Fund zu einem der größten in Niedersachsen. Wie die Behörde auf Anfrage mitteilte, wurde auch ein Wohnhaus durchsucht. Wo, sagen die Verantwortlichen mit Hinweis auf die laufenden Ermittlungen nicht. Auch in Sachen Herkunft der fünf Beschuldigten schweigt das LKA. Die Männer sitzen seit ihrer Festnahme in Untersuchungshaft. Der Tatvorwurf: bandenmäßiger Handel mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge. Das Gesetz sieht dafür eine Freiheitsstrafe nicht unter fünf Jahren vor.

Cannabis-Plantage Sachsenhagen: Polizei durchsucht weiteres Wohnhaus

Nach dem Fund der Cannabis-Plantage in der ehemaligen Tennishalle in Sachsenhagen dauern die Ermittlungen gegen die fünf Tatverdächtigen weiter an. Symbolfoto: Christian Charisius/dpa © christian charisius/dpa

Hameln/Sachsenhagen (dwz). Nach dem Fund der Cannabis-Plantage in der ehemaligen Tennishalle in Sachsenhagen dauern die Ermittlungen gegen die fünf Tatverdächtigen weiter an. Derweil werden die Dimensionen der Anlagen, aber auch der sichergestellten Pflanzen immer deutlicher.

Dem Vernehmen nach dauerte es mehrere Tage, bis Polizisten die etwa 4000 Pflanzen abgeerntet und schließlich aus der Halle geräumt haben. Das Abernten ist nötig, um den THC-Gehalt der Blüten zu bestimmen. Anschließend werden sie nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft bei der örtlich zuständigen Stelle vernichtet.

Derweil wird die Tennishalle an der Straße Am Ziegenbach – unweit von Grundschule und Kindergarten – als Tatort von einem Sicherheitsdienst bewacht. Das bestätigte auch das ständige Landeskriminalamt (LKA) Niedersachsen auf Anfrage.

Wie berichtet, hatten Spezialeinsatzkräfte die Drogenplantage am 6. Mai hochgenommen. Vor Ort nahmen die Beamten vier Männer fest, später erfolgte eine fünfte Festnahme.

Die Tatverdächtigen sind im Alter von 21 bis 61 Jahren. Offenbar führte ein Hinweis zu der professionell betriebenen Anlage. „Die Professionalität der Täter zeigte sich nicht nur in der Dimension der 2.500 Quadratmeter großen Halle, sondern insbesondere an der eingesetzten Technik“, teilt eine LKA-Sprecherin mit.

Es seien Systeme zur Beleuchtung, Bewässerung und Belüftung der Plantagen installiert gewesen, die optimale Bedingungen zur professionellen Aufzucht der inzwischen sichergestellten Pflanzen geboten hätten. „Im Vergleich zu anderen Plantagen ist die kriminelle Energie der Täter als hoch einzustufen“, heißt es weiter.

Aufhorchen lässt auch der geschätzte Verkaufswert des sichergestellten Cannabis: Nach Angaben des LKA handelt es sich dabei um etwa vier Millionen Euro. Damit zählt der Fund zu einem der größten in Niedersachsen. Wie die Behörde auf Anfrage mitteilte, wurde auch ein Wohnhaus durchsucht. Wo, sagen die Verantwortlichen mit Hinweis auf die laufenden Ermittlungen nicht.

Auch in Sachen Herkunft der fünf Beschuldigten schweigt das LKA. Die Männer sitzen seit ihrer Festnahme in Untersuchungshaft. Der Tatvorwurf: bandenmäßiger Handel mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge. Das Gesetz sieht dafür eine Freiheitsstrafe nicht unter fünf Jahren vor.

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