Bürgermeister prüft Feuerwerksverbot in Bad Oeynhausen Ulf Hanke Bad Oeynhausen. Die private Knallerei an Silvester und Neujahr verursacht jedes Jahr zahlreiche Verletzungen bei Menschen, Wolken aus Feinstaub und viele verängstige Haustiere. Und trotzdem wird jedes Jahr munter weitergeböllert, weil es so viel Spaß macht. Auf Antrag der Bürger für Bad Oeynhausen (BBO) hat der Stadtrat in seiner letzten Sitzung das heiße Thema angepackt – und sofort wieder fallen gelassen. Nach kurzer Debatte soll die Verwaltung zunächst die rechtlichen Möglichkeiten für Feuerwerksverbote abklären. „Wir werden das Thema prüfen", sagte Bürgermeister Achim Wilmsmeier – ohne sich für oder gegen die Knallerei auszusprechen. Auch der Antragsteller selbst vermied eine Festlegung, wenngleich im BBO-Antrag vor allem die negativen Seiten der Böllerei aufgezählt werden. „Feuerwerk", sagte Reiner Barg (BBO), „ist in der Bürgerschaft mittlerweile sehr umstritten." Der Stadtrat solle diese Auseinandersetzung aufgreifen und ein Konzept erarbeiten. Olaf Winkelmann (SPD) stimmte zu. Bisher sei das Thema „nur ansatzweise diskutiert" worden: „Die einen sagen so, die anderen so." Zunächst solle die Verwaltung die rechtlichen Möglichkeiten darstellen. Vielleicht könne das Thema auch im Bürgerdialog zum Klimaschutz aufgegriffen und nach der Coronakrise weitergeführt werden. Er hoffe dadurch auf Rückmeldungen zur Frage: Wie wird das diskutiert? Karl-Heinz Weigelt (Grüne) brachte feuerwerksfreie Zonen ins Spiel, in denen rund um die Kliniken und den Kurpark das Böllern verboten wäre. Gleiches müsste dann allerdings auch für das Parklichter-Feuerwerk gelten, so Weigelt: „Notfalls lassen wir es." Teil des BBO-Antrags war der Vorschlag eines erneuten Ratsbürgerentscheids zum Thema. Nach der Wasserenthärtung könnte Bad Oeynhausen dann wohl übers Feuerwerk abstimmen. Ob das bis zur Kommunalwahl am 13. September jedoch klappt, steht in den Sternen. Jetzt muss die Verwaltung erst einmal den Rechtsrahmen für Verbote ausloten.

Bürgermeister prüft Feuerwerksverbot in Bad Oeynhausen

Das professionelle Feuerwerk zu den Parklichtern ist jedes Mal ein Hingucker mitten im Kurpark. © Thorsten Gödecker

Bad Oeynhausen. Die private Knallerei an Silvester und Neujahr verursacht jedes Jahr zahlreiche Verletzungen bei Menschen, Wolken aus Feinstaub und viele verängstige Haustiere. Und trotzdem wird jedes Jahr munter weitergeböllert, weil es so viel Spaß macht. Auf Antrag der Bürger für Bad Oeynhausen (BBO) hat der Stadtrat in seiner letzten Sitzung das heiße Thema angepackt – und sofort wieder fallen gelassen.

Nach kurzer Debatte soll die Verwaltung zunächst die rechtlichen Möglichkeiten für Feuerwerksverbote abklären. „Wir werden das Thema prüfen", sagte Bürgermeister Achim Wilmsmeier – ohne sich für oder gegen die Knallerei auszusprechen.

Auch der Antragsteller selbst vermied eine Festlegung, wenngleich im BBO-Antrag vor allem die negativen Seiten der Böllerei aufgezählt werden. „Feuerwerk", sagte Reiner Barg (BBO), „ist in der Bürgerschaft mittlerweile sehr umstritten." Der Stadtrat solle diese Auseinandersetzung aufgreifen und ein Konzept erarbeiten.

Olaf Winkelmann (SPD) stimmte zu. Bisher sei das Thema „nur ansatzweise diskutiert" worden: „Die einen sagen so, die anderen so." Zunächst solle die Verwaltung die rechtlichen Möglichkeiten darstellen. Vielleicht könne das Thema auch im Bürgerdialog zum Klimaschutz aufgegriffen und nach der Coronakrise weitergeführt werden. Er hoffe dadurch auf Rückmeldungen zur Frage: Wie wird das diskutiert?

Karl-Heinz Weigelt (Grüne) brachte feuerwerksfreie Zonen ins Spiel, in denen rund um die Kliniken und den Kurpark das Böllern verboten wäre. Gleiches müsste dann allerdings auch für das Parklichter-Feuerwerk gelten, so Weigelt: „Notfalls lassen wir es."

Teil des BBO-Antrags war der Vorschlag eines erneuten Ratsbürgerentscheids zum Thema. Nach der Wasserenthärtung könnte Bad Oeynhausen dann wohl übers Feuerwerk abstimmen. Ob das bis zur Kommunalwahl am 13. September jedoch klappt, steht in den Sternen. Jetzt muss die Verwaltung erst einmal den Rechtsrahmen für Verbote ausloten.

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