Bückeburgs Kindertagesstätten im „eingeschränkten“ Normalbetrieb Raimund Cremers Bückeburg (szlz). Seit Montag ist auch in den Bückeburger Krippen, Kindergärten und dem Hort der eingeschränkte Normalbetrieb angelaufen. Das heißt, dass alle Kinder wieder in ihre Einrichtung kommen können. Allerdings gibt es Einschränkungen. Nach Angaben des Bürgermeisters ist der Betrieb gut angelaufen. Wegen der Rückkehr zum Betrieb wird die Stadt ab dem 1. Juli wieder die seit März ausgesetzten Kindergarten- und Essengebühren erheben. Kinder müssen in ihrer jeweiligen Gruppe betreut werden und dürfen mit Kindern anderer Gruppen nicht in Kontakt treten. Abstandsregeln innerhalb der Gruppen und eine Maskenpflicht für die Kinder gibt es nicht. Das Personal ist teilweise mit Visieren ausgestattet. Für Risikopersonal sind in Absprache mit dem Betriebsarzt Vorkehrungen getroffen worden. „Das Hochfahren ist gut angelaufen“, teilten Bürgermeister Reiner Brombach und der zuständige Fachgebietsleiter Christian Schütte im Rahmen eines Pressegesprächs mit, auf dem sie ebenfalls verkündeten, dass die Stadt ab dem 1. Juli wieder die Gebühren für alle Einrichtungen erheben wird. Eltern als auch Kinder seien glücklich, dass die Betreuung wieder angelaufen ist. Bisher seien keine größeren Probleme ans Rathaus gemeldet worden. Die Einrichtungen hätten zwei Wochen Zeit gehabt, ihre Wiedereröffnung vorzubereiten. Während die meisten Eltern Kinder wieder in die Einrichtungen schicken, sehen einige Eltern noch davon ab, ihre Sprösslinge in die Einrichtungen zu bringen. Im Kindergartenbereich und dem Hort liegt die Rückkehrerquote nach Angaben Schüttes zwischen 89 und 100 Prozent, wie eine Umfrage der Stadtverwaltung bei den Einrichtungen ergeben hat. Im Krippenbereich liegt die Rückkehrerquote bei 77 Prozent und höher. Insbesondere Eltern der Julianen-Kindertagesstätte, wo viele jüngste Krippenkinder angemeldet sind, würden einige Eltern noch darauf verzichten, ihre Kinder abzugeben. Nichtsdestotrotz wird die Stadt mit Wirkung ab dem 1. Juli für alle angemeldeten Kinder wieder die seit März ausgesetzten Kindergartengebühren und Essengebühren erheben. Das hat der Verwaltungsausschuss in seiner Sitzung am Montagabend beschlossen. „Der Normalbetrieb ist angelaufen, alle haben die Möglichkeit, ihre Kinder in die Einrichtung zu schicken“, sagte der Bürgermeister. Er wies darauf hin, dass die Gebührenerhebung auch für die Eltern gilt, die ihre Kinder noch nicht in die Einrichtung schicken: „Wir halten sachlich und personell alles vor, dass jedes angemeldete Kind kommen kann.“ Die Stadt werde die Gebühren einziehen, das Nichtkommen dürfe nicht auf Kosten der Stadt gehen. Jede Eltern, die ihr Kind nicht schicken wollen und keine Gebühren zahlen wollen, stehe es offen, ihr Kind anzumelden. Bei einer Neuanmeldung müsse aber bedacht werden, dass der Platz weg sein könnte. Wenn Eltern aufgrund von Arbeitslosigkeit oder Teilzeitarbeit nicht mehr in der Lage seien, die Gebühren ganz oder teilweise zu tragen, verweist die Stadt auf ihnen zustehende Unterstützungsleistungen aus dem Bildungs- und Teilhabegesetz sowie der Wirtschaftlichen Jugendhilfe, die bei der Stadt beantragt werden können. Etwa 70.000 Euro hat es die Stadt jeden Monat gekostet, dass sie auf die Gebühren verzichtet hat. Darin enthalten sind nach Angaben des Bürgermeisters auch die Kosten der Freien Träger der Kindertagesstätte, die ihre Kosten nicht haben erstatten wollen. Für das Kindergartenjahr 2020/2021 kündigt sich nach Angaben Schüttes bereits eine hohe Auslastung der Einrichtungen an – sowohl bei den Städtischen Einrichtungen als auch bei denen der Freien Träger. Im Kindergartenbereich gebe es nur noch einige wenige Restplätze, auch im Krippenbereich ist die Nachfrage der Eltern ungebrochen, auch wenn hier nach Angaben Schüttes „noch mehr Luft ist“. Die Stadt wird daher ihre Pläne mit dem Bau einer weiteren Krippe mit vier Gruppen sowie eines Waldkindergartens weiter vorantreiben. Für die Krippe ist mittlerweile ein Grundstück an der Ecke von Steinberger Straße und Heinrich-Heine-Straße im südlichen Stadtgebiet erworben worden, wie der Bürgermeister bestätigte. Allerdings gebe es noch eine weitere Alternative. Knapp vier Millionen Euro sind dafür bereits in den mittelfristigen Finanzplanungen im Haushalt verankert, 300.000 Euro allein in diesem Jahr. „Mittelfristig streben wir im Krippenbereich eine Versorgungsquote von 70 Prozent an“, sagte der Bürgermeister. Für den Waldkindergarten sind nach Angaben Schüttes die Vorgespräche mit den zuständigen Behörden und Stellen abgeschlossen. Nun müsse das Thema in der Politik abschließend beraten werden. Grundsätzlich hatte sie bereits wie berichtet ihre Zustimmung zu einem Waldkindergarten gegeben.

Bückeburgs Kindertagesstätten im „eingeschränkten“ Normalbetrieb

Seit Montag dürfen die Kinder wieder ihre Einrichtung besuchen und den Verkehr am Kreisel Kreuzbreite beobachten. © Foto: Cremers

Bückeburg (szlz). Seit Montag ist auch in den Bückeburger Krippen, Kindergärten und dem Hort der eingeschränkte Normalbetrieb angelaufen. Das heißt, dass alle Kinder wieder in ihre Einrichtung kommen können. Allerdings gibt es Einschränkungen. Nach Angaben des Bürgermeisters ist der Betrieb gut angelaufen. Wegen der Rückkehr zum Betrieb wird die Stadt ab dem 1. Juli wieder die seit März ausgesetzten Kindergarten- und Essengebühren erheben.

Kinder müssen in ihrer jeweiligen Gruppe betreut werden und dürfen mit Kindern anderer Gruppen nicht in Kontakt treten. Abstandsregeln innerhalb der Gruppen und eine Maskenpflicht für die Kinder gibt es nicht. Das Personal ist teilweise mit Visieren ausgestattet. Für Risikopersonal sind in Absprache mit dem Betriebsarzt Vorkehrungen getroffen worden.

„Das Hochfahren ist gut angelaufen“, teilten Bürgermeister Reiner Brombach und der zuständige Fachgebietsleiter Christian Schütte im Rahmen eines Pressegesprächs mit, auf dem sie ebenfalls verkündeten, dass die Stadt ab dem 1. Juli wieder die Gebühren für alle Einrichtungen erheben wird. Eltern als auch Kinder seien glücklich, dass die Betreuung wieder angelaufen ist. Bisher seien keine größeren Probleme ans Rathaus gemeldet worden. Die Einrichtungen hätten zwei Wochen Zeit gehabt, ihre Wiedereröffnung vorzubereiten.

Während die meisten Eltern Kinder wieder in die Einrichtungen schicken, sehen einige Eltern noch davon ab, ihre Sprösslinge in die Einrichtungen zu bringen. Im Kindergartenbereich und dem Hort liegt die Rückkehrerquote nach Angaben Schüttes zwischen 89 und 100 Prozent, wie eine Umfrage der Stadtverwaltung bei den Einrichtungen ergeben hat. Im Krippenbereich liegt die Rückkehrerquote bei 77 Prozent und höher. Insbesondere Eltern der Julianen-Kindertagesstätte, wo viele jüngste Krippenkinder angemeldet sind, würden einige Eltern noch darauf verzichten, ihre Kinder abzugeben.

Nichtsdestotrotz wird die Stadt mit Wirkung ab dem 1. Juli für alle angemeldeten Kinder wieder die seit März ausgesetzten Kindergartengebühren und Essengebühren erheben. Das hat der Verwaltungsausschuss in seiner Sitzung am Montagabend beschlossen. „Der Normalbetrieb ist angelaufen, alle haben die Möglichkeit, ihre Kinder in die Einrichtung zu schicken“, sagte der Bürgermeister. Er wies darauf hin, dass die Gebührenerhebung auch für die Eltern gilt, die ihre Kinder noch nicht in die Einrichtung schicken: „Wir halten sachlich und personell alles vor, dass jedes angemeldete Kind kommen kann.“ Die Stadt werde die Gebühren einziehen, das Nichtkommen dürfe nicht auf Kosten der Stadt gehen. Jede Eltern, die ihr Kind nicht schicken wollen und keine Gebühren zahlen wollen, stehe es offen, ihr Kind anzumelden. Bei einer Neuanmeldung müsse aber bedacht werden, dass der Platz weg sein könnte. Wenn Eltern aufgrund von Arbeitslosigkeit oder Teilzeitarbeit nicht mehr in der Lage seien, die Gebühren ganz oder teilweise zu tragen, verweist die Stadt auf ihnen zustehende Unterstützungsleistungen aus dem Bildungs- und Teilhabegesetz sowie der Wirtschaftlichen Jugendhilfe, die bei der Stadt beantragt werden können.

Etwa 70.000 Euro hat es die Stadt jeden Monat gekostet, dass sie auf die Gebühren verzichtet hat. Darin enthalten sind nach Angaben des Bürgermeisters auch die Kosten der Freien Träger der Kindertagesstätte, die ihre Kosten nicht haben erstatten wollen.

Für das Kindergartenjahr 2020/2021 kündigt sich nach Angaben Schüttes bereits eine hohe Auslastung der Einrichtungen an – sowohl bei den Städtischen Einrichtungen als auch bei denen der Freien Träger. Im Kindergartenbereich gebe es nur noch einige wenige Restplätze, auch im Krippenbereich ist die Nachfrage der Eltern ungebrochen, auch wenn hier nach Angaben Schüttes „noch mehr Luft ist“.

Die Stadt wird daher ihre Pläne mit dem Bau einer weiteren Krippe mit vier Gruppen sowie eines Waldkindergartens weiter vorantreiben. Für die Krippe ist mittlerweile ein Grundstück an der Ecke von Steinberger Straße und Heinrich-Heine-Straße im südlichen Stadtgebiet erworben worden, wie der Bürgermeister bestätigte. Allerdings gebe es noch eine weitere Alternative. Knapp vier Millionen Euro sind dafür bereits in den mittelfristigen Finanzplanungen im Haushalt verankert, 300.000 Euro allein in diesem Jahr. „Mittelfristig streben wir im Krippenbereich eine Versorgungsquote von 70 Prozent an“, sagte der Bürgermeister.

Für den Waldkindergarten sind nach Angaben Schüttes die Vorgespräche mit den zuständigen Behörden und Stellen abgeschlossen. Nun müsse das Thema in der Politik abschließend beraten werden. Grundsätzlich hatte sie bereits wie berichtet ihre Zustimmung zu einem Waldkindergarten gegeben.

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