Brandstifter legt in Hameln drei Feuer in einer Stunde Ulrich Behmann Hameln (szlz). Ein Brandstifter hat am frühen Dienstagmorgen in Hameln Polizei und Feuerwehr auf Trab gehalten. Auf seinem Weg vom Langen Wall zur Reginastraße legte der Unbekannte innerhalb von nur einer Stunde an drei Stellen Feuer. Folge: meterhohe Flammen, große Hitze, giftiger schwarzer Rauch. Zudem bestand in zwei Fällen die Gefahr, dass die Feuer auf Gebäude und Garagen übergreifen. Alle verfügbaren Einheiten des Einsatz- und Streifendienstes beteiligten sich an einer Fahndung. Nach dem letzten Feuer, das um 2.18 Uhr an der Reginastraße/Marienstraße entdeckt worden war, fiel Kommissaren in Tatortnähe ein offenbar stark alkoholisierter Mann auf. Er wurde überprüft. Der 34 Jahre alte Hamelner ist aus polizeilicher Sicht ein unbeschriebenes Blatt. Er sei in Verdacht geraten, die Brände gelegt zu haben, sagte Oberkommissarin Stephanie Heineking-Kutschera. Der Tatverdächtige habe zudem ein Feuerzeug dabei gehabt. Er wurde aufgrund seines Alkoholisierungsgrades „und zur Verhinderung möglicher weiterer Straftaten“ vorübergehend in Gewahrsam genommen und zur Wache gefahren. Dort verbrachte der Mann den Rest der Nacht in einer Zelle des Polizeigewahrsams. „Der Verdächtige sei am frühen Vormittag erkennungsdienstlich behandelt und danach entlassen worden“, sagte Stephanie Heineking-Kutschera – und fügte hinzu: „Der Hamelner wollte sich zu den Bränden nicht äußern.“ Die Ermittler wollen nun Fotos auswerten, die eine Überwachungskamera an der Deisterstraße gemacht hat. Die Nachforschungen sind noch in vollem Gange; es gilt die Unschuldsvermutung. Das erste Feuer war um 1.26 Uhr gemeldet worden. An der Elisabeth-Selbert-Schule (Langer Wall) stand ein mit Altpapier gefüllter 1100-Liter Container in Flammen. Die Strahlungshitze war so groß, dass zwei weitere große Rollcontainer, die direkt am Gebäude standen, schmolzen. Löschmannschaften der Feuerwehr-Wachbereitschaft waren rasch zur Stelle, verhinderten mit reichlich Wasser Schlimmeres. Der Trupp, der das Feuer bekämpfte, hatte sich angesichts der giftigen Brandgase mit schwerem Atemschutz ausgerüstet. Um 1.50 Uhr brannte es dann an der Deisterstraße. Nach Angaben der Polizei wurden dort sechs Müll- und Papiercontainer durch Feuer und Hitze beschädigt. Die Löschmannschaften waren noch im Einsatz, als sie über Funk von der Leitstelle angesprochen wurden. Die Polizei hatte ein drittes Feuer gemeldet – diesmal brannte es im Bereich Reginastraße/Marienstraße. Da die Wachbereitschaft noch an der Deisterstraße beschäftigt war, wurden die Freiwilligen der Schwerpunktfeuerwehr Hameln alarmiert. Die Mitglieder der in Hameln und Rohrsen stationierten Züge 2 und 4 wurden aus dem Schlaf gerissen. Sie zogen sich rasch an, eilten zu ihren Feuerwehrhäusern und besetzten ihre Löschfahrzeuge. Die Besatzung eines Rettungswagens der Feuerwache Hameln erreichte in der Zwischenzeit den Brandort. Mit einem Pulverlöscher hätten die beiden Notfallsanitäter die Flammen in Schach gehalten, sagte Brandrat Thomas Breitkopf. Wenig später sei das Hilfeleistungslöschfahrzeug, das an der Deisterstraße im Einsatz gewesen war, am Brandort eingetroffen. Brandamtmann Eugen Steiger vom Einsatzführungsdienst ließ vorsorglich ehrenamtliche Kräfte in der Wache an der Ruthenstraße warten. Der Einsatzleiter rechnete damit, dass es ein weiteres Mal brennen wird. Zwischenzeitlich nahmen Polizisten einen Verdächtigen in Gewahrsam. Den Rest der Nacht blieb es ruhig.

Brandstifter legt in Hameln drei Feuer in einer Stunde

Langer Wall – meterhohe Flammen lodern nachts an der Elisabeth-Selbert-Schule. Die Strahlungshitze ist so groß, dass große Rollcontainer aus Kunststoff, die direkt an der Gebäudewand stehen, flüssig werden. Foto: Feuerwehr © feuerwehr

Hameln (szlz). Ein Brandstifter hat am frühen Dienstagmorgen in Hameln Polizei und Feuerwehr auf Trab gehalten. Auf seinem Weg vom Langen Wall zur Reginastraße legte der Unbekannte innerhalb von nur einer Stunde an drei Stellen Feuer. Folge: meterhohe Flammen, große Hitze, giftiger schwarzer Rauch. Zudem bestand in zwei Fällen die Gefahr, dass die Feuer auf Gebäude und Garagen übergreifen.

Alle verfügbaren Einheiten des Einsatz- und Streifendienstes beteiligten sich an einer Fahndung. Nach dem letzten Feuer, das um 2.18 Uhr an der Reginastraße/Marienstraße entdeckt worden war, fiel Kommissaren in Tatortnähe ein offenbar stark alkoholisierter Mann auf. Er wurde überprüft. Der 34 Jahre alte Hamelner ist aus polizeilicher Sicht ein unbeschriebenes Blatt. Er sei in Verdacht geraten, die Brände gelegt zu haben, sagte Oberkommissarin Stephanie Heineking-Kutschera. Der Tatverdächtige habe zudem ein Feuerzeug dabei gehabt. Er wurde aufgrund seines Alkoholisierungsgrades „und zur Verhinderung möglicher weiterer Straftaten“ vorübergehend in Gewahrsam genommen und zur Wache gefahren. Dort verbrachte der Mann den Rest der Nacht in einer Zelle des Polizeigewahrsams. „Der Verdächtige sei am frühen Vormittag erkennungsdienstlich behandelt und danach entlassen worden“, sagte Stephanie Heineking-Kutschera – und fügte hinzu: „Der Hamelner wollte sich zu den Bränden nicht äußern.“ Die Ermittler wollen nun Fotos auswerten, die eine Überwachungskamera an der Deisterstraße gemacht hat. Die Nachforschungen sind noch in vollem Gange; es gilt die Unschuldsvermutung.

Das erste Feuer war um 1.26 Uhr gemeldet worden. An der Elisabeth-Selbert-Schule (Langer Wall) stand ein mit Altpapier gefüllter 1100-Liter Container in Flammen. Die Strahlungshitze war so groß, dass zwei weitere große Rollcontainer, die direkt am Gebäude standen, schmolzen. Löschmannschaften der Feuerwehr-Wachbereitschaft waren rasch zur Stelle, verhinderten mit reichlich Wasser Schlimmeres.

Der Trupp, der das Feuer bekämpfte, hatte sich angesichts der giftigen Brandgase mit schwerem Atemschutz ausgerüstet.

Um 1.50 Uhr brannte es dann an der Deisterstraße. Nach Angaben der Polizei wurden dort sechs Müll- und Papiercontainer durch Feuer und Hitze beschädigt. Die Löschmannschaften waren noch im Einsatz, als sie über Funk von der Leitstelle angesprochen wurden. Die Polizei hatte ein drittes Feuer gemeldet – diesmal brannte es im Bereich Reginastraße/Marienstraße. Da die Wachbereitschaft noch an der Deisterstraße beschäftigt war, wurden die Freiwilligen der Schwerpunktfeuerwehr Hameln alarmiert.

Die Mitglieder der in Hameln und Rohrsen stationierten Züge 2 und 4 wurden aus dem Schlaf gerissen. Sie zogen sich rasch an, eilten zu ihren Feuerwehrhäusern und besetzten ihre Löschfahrzeuge. Die Besatzung eines Rettungswagens der Feuerwache Hameln erreichte in der Zwischenzeit den Brandort. Mit einem Pulverlöscher hätten die beiden Notfallsanitäter die Flammen in Schach gehalten, sagte Brandrat Thomas Breitkopf. Wenig später sei das Hilfeleistungslöschfahrzeug, das an der Deisterstraße im Einsatz gewesen war, am Brandort eingetroffen. Brandamtmann Eugen Steiger vom Einsatzführungsdienst ließ vorsorglich ehrenamtliche Kräfte in der Wache an der Ruthenstraße warten. Der Einsatzleiter rechnete damit, dass es ein weiteres Mal brennen wird. Zwischenzeitlich nahmen Polizisten einen Verdächtigen in Gewahrsam. Den Rest der Nacht blieb es ruhig.

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