Bluttat am Bahnhof Opfer in Lebensgefahr Horn-BadMeinberg (lz). Nach einem Messerangriff am Bahnhof in Horn schwebt das 19-jährige Opfer weiter in Lebensgefahr. Die Eltern seiner 16-jährigen Ex-Freundin, die ihn attackiert haben sollen, sitzen in U-Haft. Der Deutsche türkischer Herkunft und seine Ehefrau hatten den Ex-Freund ihrer Tochter am Freitagnachmittag lebensgefährlich verletzt. Die 16-jährige Tochter ist seit Ende Mai in der Türkei bei der Tante.Viele Fragen bleiben für die Ermittler noch zu klären. Zum Beispiel, wer welche Nacktfotos des Mädchens ins Internet gestellt hat. Zurzeit kursiert ein Foto der 16-Jährigen in Unterwäsche im Netz. Der Vater hatte am Tag vor der Bluttat Anzeige gegen Unbekannt erstattet.Tragödie hatte sich angebahntDie Tragödie hatte sich offenbar angebahnt. 2011 lernten sich die beiden Schüler kennen, berichtete der Onkel des Mädchens. Er sagte, seine Familie habe die Beziehung unter bestimmten Bedingungen akzeptiert. Als bekannt wurde, dass das Paar eine intime Beziehung führte, sei es dann aber zum Streit gekommen.Die Familie erhebt zum Teil schwere Vorwürfe gegen das Opfer. Grund für das Treffen am Bahnhof sei gewesen, dass seine Nichte mit Nacktfotos erpresst worden sei. Dort sei die Situation eskaliert. Oberstaatsanwalt Christopher Imig bewertet die Situation anders. "Die Eltern sind sofort auf den unbewaffneten Jungen losgegangen."Schon im Februar hatten die Eltern geklagt, das Kreisjugendamt habe der Familie "ohne Grund" die Tochter weggenommen. Klaus Lükermann, Fachgebietsleiter im Jugendamt, schildert den Fall rückblickend anders: "Das Mädchen hatte vorgetragen, massiv von den Eltern geschlagen worden zu sein, und um Inobhutnahme gebeten."

Bluttat am Bahnhof

Horn-BadMeinberg (lz). Nach einem Messerangriff am Bahnhof in Horn schwebt das 19-jährige Opfer weiter in Lebensgefahr. Die Eltern seiner 16-jährigen Ex-Freundin, die ihn attackiert haben sollen, sitzen in U-Haft.

Der Deutsche türkischer Herkunft und seine Ehefrau hatten den Ex-Freund ihrer Tochter am Freitagnachmittag lebensgefährlich verletzt. Die 16-jährige Tochter ist seit Ende Mai in der Türkei bei der Tante.

Viele Fragen bleiben für die Ermittler noch zu klären. Zum Beispiel, wer welche Nacktfotos des Mädchens ins Internet gestellt hat. Zurzeit kursiert ein Foto der 16-Jährigen in Unterwäsche im Netz. Der Vater hatte am Tag vor der Bluttat Anzeige gegen Unbekannt erstattet.

Tragödie hatte sich angebahnt

Die Tragödie hatte sich offenbar angebahnt. 2011 lernten sich die beiden Schüler kennen, berichtete der Onkel des Mädchens. Er sagte, seine Familie habe die Beziehung unter bestimmten Bedingungen akzeptiert. Als bekannt wurde, dass das Paar eine intime Beziehung führte, sei es dann aber zum Streit gekommen.

Die Familie erhebt zum Teil schwere Vorwürfe gegen das Opfer. Grund für das Treffen am Bahnhof sei gewesen, dass seine Nichte mit Nacktfotos erpresst worden sei. Dort sei die Situation eskaliert. Oberstaatsanwalt Christopher Imig bewertet die Situation anders. "Die Eltern sind sofort auf den unbewaffneten Jungen losgegangen."

Schon im Februar hatten die Eltern geklagt, das Kreisjugendamt habe der Familie "ohne Grund" die Tochter weggenommen. Klaus Lükermann, Fachgebietsleiter im Jugendamt, schildert den Fall rückblickend anders: "Das Mädchen hatte vorgetragen, massiv von den Eltern geschlagen worden zu sein, und um Inobhutnahme gebeten."

Copyright © Mindener Tageblatt 2020
Texte und Fotos von MT.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.
Weiterlesen in Regionales