Blutspuren gesichert: 38-Jähriger nach Gewaltdelikt in Hessisch Oldendorf unter Verdacht Ulrich Behmann Hessisch Oldendorf (dwz). Im Fall des jungen Mannes, der am Montagabend blutüberströmt auf einer Bank am Bahnhof Osterwald gefunden wurde, ermittelt das für Tötungsdelikte zuständige 1. Fachkommissariat des Zentralen Kriminaldienstes in Hameln wegen versuchten Totschlags. „Wenn das Opfer vernehmungsfähig ist, wird es noch einmal befragt“, sagte Oberkommissarin Stephanie Heineking-Kutschera. Der Schwerverletzte hatte Rettern noch erzählt, er sei von einer Gruppe von Männern geschlagen und getreten worden. Vor dem Eingang des Hauses, in dem der 24 Jahre alte Oldendorfer wohnt, waren Blutspuren gefunden worden. An der Wohnungstür eines Mieters, der in demselben Gebäude wohnt, fand sich eine Blutspur. Derzeit richten sich die Ermittlungen gegen einen 38-Jährigen. Den Namen dieses Verdächtigen hatte das Opfer genannt. Als der Oldendorfer hörte, dass nach ihm gefahndet wird, stellte er sich am Dienstag gegen 8 Uhr bei der Polizei in Hameln. Der Tatverdächtige befinde sich wieder auf freiem Fuß, sagte Heineking-Kutschera. Zunächst hatten Polizisten drei Männer (25, 43, 54) vorläufig festgenommen und vorübergehend in Gewahrsamszellen gesperrt. Die Befragungen hätten sich schwierig gestaltet, da es Sprachbarrieren gibt, sagte die Oberkommissarin. „Wenn das Opfer weitere Angaben machen kann, fügen wir die Puzzleteile zu einem Bild zusammen und beurteilen den Fall“, sagte die Sprecherin. Dann werde sich hoffentlich zeigen, wer an der Attacke beteiligt war. Derzeit sei noch vieles unklar. „Es gilt – wie immer – die Unschuldsvermutung“, sagte die Beamtin. Mit einer stark blutenden Kopfverletzung hatte sich der 24-Jährige am Montagabend von einem Wohnhaus an der Bahnhofstraße in Oldendorf zum 300 Meter weit entfernten Bahnhof Osterwald geschleppt und von dort eine Bekannte angerufen – die Frau wählte den Notruf. Das Gewaltopfer war kurz darauf von zwei Notarztteams behandelt und noch in der Nacht mit einem Intensivtransporthubschrauber nach Hannover geflogen worden. Das Motiv der Attacke ist weiter unbekannt. Es würden zahlreiche Spuren untersucht und ausgewertet, sagte Heineking-Kutschera. „Wir arbeiten mit Hochdruck an dem Fall.“

Blutspuren gesichert: 38-Jähriger nach Gewaltdelikt in Hessisch Oldendorf unter Verdacht

Vor und in einem Haus in Hessisch Oldendorf wurde Blut gefunden – Ermittlerinnen der Tatort-Gruppe sichern mögliche Spuren. ?Foto: Ulrich Behmann © Thomas Kühlmann

Hessisch Oldendorf (dwz). Im Fall des jungen Mannes, der am Montagabend blutüberströmt auf einer Bank am Bahnhof Osterwald gefunden wurde, ermittelt das für Tötungsdelikte zuständige 1. Fachkommissariat des Zentralen Kriminaldienstes in Hameln wegen versuchten Totschlags.

„Wenn das Opfer vernehmungsfähig ist, wird es noch einmal befragt“, sagte Oberkommissarin Stephanie Heineking-Kutschera. Der Schwerverletzte hatte Rettern noch erzählt, er sei von einer Gruppe von Männern geschlagen und getreten worden. Vor dem Eingang des Hauses, in dem der 24 Jahre alte Oldendorfer wohnt, waren Blutspuren gefunden worden. An der Wohnungstür eines Mieters, der in demselben Gebäude wohnt, fand sich eine Blutspur.

Derzeit richten sich die Ermittlungen gegen einen 38-Jährigen. Den Namen dieses Verdächtigen hatte das Opfer genannt. Als der Oldendorfer hörte, dass nach ihm gefahndet wird, stellte er sich am Dienstag gegen 8 Uhr bei der Polizei in Hameln. Der Tatverdächtige befinde sich wieder auf freiem Fuß, sagte Heineking-Kutschera.

Zunächst hatten Polizisten drei Männer (25, 43, 54) vorläufig festgenommen und vorübergehend in Gewahrsamszellen gesperrt. Die Befragungen hätten sich schwierig gestaltet, da es Sprachbarrieren gibt, sagte die Oberkommissarin.

„Wenn das Opfer weitere Angaben machen kann, fügen wir die Puzzleteile zu einem Bild zusammen und beurteilen den Fall“, sagte die Sprecherin. Dann werde sich hoffentlich zeigen, wer an der Attacke beteiligt war. Derzeit sei noch vieles unklar. „Es gilt – wie immer – die Unschuldsvermutung“, sagte die Beamtin.

Mit einer stark blutenden Kopfverletzung hatte sich der 24-Jährige am Montagabend von einem Wohnhaus an der Bahnhofstraße in Oldendorf zum 300 Meter weit entfernten Bahnhof Osterwald geschleppt und von dort eine Bekannte angerufen – die Frau wählte den Notruf. Das Gewaltopfer war kurz darauf von zwei Notarztteams behandelt und noch in der Nacht mit einem Intensivtransporthubschrauber nach Hannover geflogen worden. Das Motiv der Attacke ist weiter unbekannt. Es würden zahlreiche Spuren untersucht und ausgewertet, sagte Heineking-Kutschera. „Wir arbeiten mit Hochdruck an dem Fall.“

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