Bauernmarkt in Bad Oeynhausen fällt aus Heidi Froreich Bad Oeynhausen (nw). Nach dem Oktoberfest wird nun auch der für den 10. und 11. Oktober geplante Herbst- und Bauernmarkt abgesagt. „Wir können nicht für den ausreichenden Infektionsschutz sorgen“, nennt Beate Krämer, Geschäftsführerin der Staatsbad GmbH und in dieser Funktion auch Veranstalterin des Marktes, auf Nachfrage als Grund. Dabei gehe es ihr nicht nur um die Verantwortung für die Besucher und Aussteller. Den Ausschlag für die Absage habe letztlich die An- und Abreise zum Veranstaltungsort gegeben. Ursprünglich sollte der Bauernmarkt durch einen verkaufsoffenen Sonntag begleitet werden. Auch der fällt aus. „Die Absage des Herbst-und Bauernmarktes betrübt mich sehr. Wir haben über Wochen nach einer Möglichkeit gesucht, den Markt durchzuführen“,erklärt Beate Krämer. Geplant war unter anderem eine Einzäunung des Marktgeländes und eine beschränkte Besucherzahl, die durch Ausgabe von Chips kontrolliert werden sollte. Etwa 500 Gäste hätten unter Einhaltung der gesetzlichen Abstandsregelungen gleichzeitig Einlass erhalten können. Alle anderen Interessenten hätten an den Eingängen warten müssen. „Bei solch langen Menschenschlangen können wir nicht die Verantwortung übernehmen“, räumt sie ein. In den vergangenen Jahren strömten bis zu 20.000 Besucher zu den 80 Marktständen, da habe man eben zu Stoßzeiten mit der gleichzeitigen An und Abreise mehrerer Tausend Gäste rechnen müssen. Und für die gebe es gerade in der Innenstadt eben zu wenig Platz. „Die guten Erfahrungen mit dem Kunsthandwerkermarkt konnten wir leider nicht nutzen“, bedauert sie, räumt aber auch ein, dass diese Veranstaltung längst nicht so viele Besucher locke wie der Bauernmarkt. Am 19. und 20. September durften etwa 40 Aussteller im Kurpark ihre Waren präsentieren, bis zu 500 Besucher auf das eingezäunte Gelände vor der Wandelhalle. Ein Infektionsfall wurde nicht bekannt. Ob die Absage des Herbstund Bauernmarktes nun auch zugleich das Aus für den Weihnachtsmarkt bedeutet? Beate Krämer will sich insoweit nicht festlegen, kündigt eine mögliche Entscheidung für die nächste Woche an, wenn die neuen Corona-Regelungen der Landesregierung bekannt seien. Im übrigen hält sie die Veranstaltungen nicht für vergleichbar, auch wenn beide Besuchermagneten in der Innenstadt sind: „Beim Weihnachtsmarkt steht die Gastronomie im Mittelpunkt“. Da gebe es eben noch ganz andere Probleme zu lösen. Die Absage des Herbst- und Bauernmarktes bedeutet zugleich auch das Aus für den verkaufsoffenen Sonntag am 13. Oktober. Für Tim Schütte, Vorsitzenden der Initiative Bad Oeynhausen, ist das eine herbe Enttäuschung: „Gerade in diesem Jahr wäre der verkaufsoffene Sonntag wichtig gewesen, nicht zuletzt um die Einkaufsmöglichkeiten in der Innenstadt einmal mehr in den Fokus zu rücken.“

Bauernmarkt in Bad Oeynhausen fällt aus

Beim Herbst- und Bauernmarkt im vergangenen Jahr herrschte dichtes Gedränge. Das wäre in Coronazeiten gefährlich. Foto: Heidi Froreich © Heidi Froreich

Bad Oeynhausen (nw). Nach dem Oktoberfest wird nun auch der für den 10. und 11. Oktober geplante Herbst- und Bauernmarkt abgesagt. „Wir können nicht für den ausreichenden Infektionsschutz sorgen“, nennt Beate Krämer, Geschäftsführerin der Staatsbad GmbH und in dieser Funktion auch Veranstalterin des Marktes, auf Nachfrage als Grund. Dabei gehe es ihr nicht nur um die Verantwortung für die Besucher und Aussteller. Den Ausschlag für die Absage habe letztlich die An- und Abreise zum Veranstaltungsort gegeben. Ursprünglich sollte der Bauernmarkt durch einen verkaufsoffenen Sonntag begleitet werden. Auch der fällt aus.

„Die Absage des Herbst-und Bauernmarktes betrübt mich sehr. Wir haben über Wochen nach einer Möglichkeit gesucht, den Markt durchzuführen“,erklärt Beate Krämer. Geplant war unter anderem eine Einzäunung des Marktgeländes und eine beschränkte Besucherzahl, die durch Ausgabe von Chips kontrolliert werden sollte. Etwa 500 Gäste hätten unter Einhaltung der gesetzlichen Abstandsregelungen gleichzeitig Einlass erhalten können. Alle anderen Interessenten hätten an den Eingängen warten müssen. „Bei solch langen Menschenschlangen können wir nicht die Verantwortung übernehmen“, räumt sie ein.

In den vergangenen Jahren strömten bis zu 20.000 Besucher zu den 80 Marktständen, da habe man eben zu Stoßzeiten mit der gleichzeitigen An und Abreise mehrerer Tausend Gäste rechnen müssen. Und für die gebe es gerade in der Innenstadt eben zu wenig Platz. „Die guten Erfahrungen mit dem Kunsthandwerkermarkt konnten wir leider nicht nutzen“, bedauert sie, räumt aber auch ein, dass diese Veranstaltung längst nicht so viele Besucher locke wie der Bauernmarkt. Am 19. und 20. September durften etwa 40 Aussteller im Kurpark ihre Waren präsentieren, bis zu 500 Besucher auf das eingezäunte Gelände vor der Wandelhalle. Ein Infektionsfall wurde nicht bekannt.

Ob die Absage des Herbstund Bauernmarktes nun auch zugleich das Aus für den Weihnachtsmarkt bedeutet? Beate Krämer will sich insoweit nicht festlegen, kündigt eine mögliche Entscheidung für die nächste Woche an, wenn die neuen Corona-Regelungen der Landesregierung bekannt seien. Im übrigen hält sie die Veranstaltungen nicht für vergleichbar, auch wenn beide Besuchermagneten in der Innenstadt sind: „Beim Weihnachtsmarkt steht die Gastronomie im Mittelpunkt“. Da gebe es eben noch ganz andere Probleme zu lösen. Die Absage des Herbst- und Bauernmarktes bedeutet zugleich auch das Aus für den verkaufsoffenen Sonntag am 13. Oktober. Für Tim Schütte, Vorsitzenden der Initiative Bad Oeynhausen, ist das eine herbe Enttäuschung: „Gerade in diesem Jahr wäre der verkaufsoffene Sonntag wichtig gewesen, nicht zuletzt um die Einkaufsmöglichkeiten in der Innenstadt einmal mehr in den Fokus zu rücken.“

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