Auto prallt gegen Bückeburger Bahnhofsvorhalle – Mann schwer verletzt Bückeburg (szlz). Bei einem spektakulären Verkehrsunfall am Bückeburger Bahnhof ist am Dienstagvormittag ein 73 Jahre alter Mann aus Rinteln schwer verletzt worden. Der Mann war mit seinem VW Golf offenbar ungebremst gegen einen Pfeiler des Säuleneingangs des Bahnhofs geprallt. Durch die Wucht des heftigen Aufpralls brach der Pfeiler auseinander, eine Hälfte kippte um, die andere steht bedrohlich schief. Lange tiefe Risse ziehen sich durch das historische und denkmalgeschützte Bauwerk. Nach Angaben von Baufachberater Reinhard Faudt vom Technischen Hilfswerk Bückeburg ist ein Teil der rundbogigen Vorhalle einsturzgefährdet. „Würde die zweite schrägstehende Sandsteinsäule wegbrechen, wird es zu einem Teileinsturz des Daches kommen", meint der THW-Fachmann. Bei einer zweiten Begutachtung am Nachmittag stellte Faudt gemeinsam mit einem Notfallmanager der Deutschen Bahn Gefährliches fest – die schräg stehende Sandsteinsäule zerbröselt langsam unter dem Druck. Ein Abstützen des Gebäudes sei daher zu gefährlich. Heute soll die Säule mit schwerem Gerät unter dem Dach weggezogen werden. Um 9.25 Uhr war der erste Notruf bei der Leitstelle in Stadthagen eingegangen. Aufgrund der zunächst unklaren Lage schickte der Disponent umgehend zwei Rettungswagen der DRK-Wachen Bückeburg und Stadthagen sowie den in Hannover stationierten Rettungshubschrauber „Christoph 4" zum Bahnhof. Kurz drauf rückte auch die Feuerwehr Bückeburg-Stadt mit Blaulicht und Sirene zum Bahnhof aus. Die Notfallsanitäter kümmerten sich sofort um den Verletzten, der sich noch im Auto befand. Feuerwehrleute sperrten währenddessen den Bahnhofsvorplatz für die Landung des Rettungshubschraubers ab. „Wir haben mit einem Schaumrohr den Brandschutz bei der Landung und beim Start des Hubschraubers sichergestellt", sagt Tobias Blazek vom Presseteam der Feuerwehr Bückeburg-Stadt. Wenig später landeten die Luftretter mit einer orangeroten Maschine des Bundesinnenministeriums auf dem Vorplatz. Das Notarztteam brachte den Schwerverletzten später mit einem Rettungswagen nach Minden zum Johannes-Wesling-Klinikum. Die Ehrenamtlichen der Feuerwehr Bückeburg-Stadt machten zudem ausgelaufene Kraftstoffe mit Bindemitteln unschädlich und klemmten die Batterien der Unfallwagen ab. „Auf diese Weise verhindern wir, dass ein Feuer ausbricht", erklärt Blazek. Nach ersten Ermittlungen der Polizei war der 73-Jährige mit seinem VW Golf auf der Jetenburger Straße in Richtung Bahnhof unterwegs, als er plötzlich die Kontrolle verlor. „Die Unfallursache ist noch völlig unklar", sagt Oberkommissar Tobias Büsing. „Den Spuren nach ist der Mann vermutlich über einen Bushaltesteig und einen Bordstein gefahren, bevor der Wagen gegen den Pfeiler geprallt ist", sagt Büsing. Bundes- und Landespolizisten sowie Feuerwehrleute sperrten den Bereich vor der einsturzgefährdeten Vorhalle weiträumig ab. Nach Angaben von THW-Baufachberater Faudt muss das Gebäude abgestützt werden. Der Bahnverkehr wurde durch den Unfall nicht eingeschränkt.

Auto prallt gegen Bückeburger Bahnhofsvorhalle – Mann schwer verletzt

Durch die Wucht des Aufpralls brach der Feiler auseinander, eine Hälfte kippte um, die andere steht bedrohlich schief. © Foto: Fabian Hahn

Bückeburg (szlz). Bei einem spektakulären Verkehrsunfall am Bückeburger Bahnhof ist am Dienstagvormittag ein 73 Jahre alter Mann aus Rinteln schwer verletzt worden. Der Mann war mit seinem VW Golf offenbar ungebremst gegen einen Pfeiler des Säuleneingangs des Bahnhofs geprallt. Durch die Wucht des heftigen Aufpralls brach der Pfeiler auseinander, eine Hälfte kippte um, die andere steht bedrohlich schief. Lange tiefe Risse ziehen sich durch das historische und denkmalgeschützte Bauwerk. Nach Angaben von Baufachberater Reinhard Faudt vom Technischen Hilfswerk Bückeburg ist ein Teil der rundbogigen Vorhalle einsturzgefährdet. „Würde die zweite schrägstehende Sandsteinsäule wegbrechen, wird es zu einem Teileinsturz des Daches kommen", meint der THW-Fachmann.

Bei einer zweiten Begutachtung am Nachmittag stellte Faudt gemeinsam mit einem Notfallmanager der Deutschen Bahn Gefährliches fest – die schräg stehende Sandsteinsäule zerbröselt langsam unter dem Druck. Ein Abstützen des Gebäudes sei daher zu gefährlich. Heute soll die Säule mit schwerem Gerät unter dem Dach weggezogen werden.

Um 9.25 Uhr war der erste Notruf bei der Leitstelle in Stadthagen eingegangen. Aufgrund der zunächst unklaren Lage schickte der Disponent umgehend zwei Rettungswagen der DRK-Wachen Bückeburg und Stadthagen sowie den in Hannover stationierten Rettungshubschrauber „Christoph 4" zum Bahnhof. Kurz drauf rückte auch die Feuerwehr Bückeburg-Stadt mit Blaulicht und Sirene zum Bahnhof aus. Die Notfallsanitäter kümmerten sich sofort um den Verletzten, der sich noch im Auto befand. Feuerwehrleute sperrten währenddessen den Bahnhofsvorplatz für die Landung des Rettungshubschraubers ab. „Wir haben mit einem Schaumrohr den Brandschutz bei der Landung und beim Start des Hubschraubers sichergestellt", sagt Tobias Blazek vom Presseteam der Feuerwehr Bückeburg-Stadt.

Wenig später landeten die Luftretter mit einer orangeroten Maschine des Bundesinnenministeriums auf dem Vorplatz. Das Notarztteam brachte den Schwerverletzten später mit einem Rettungswagen nach Minden zum Johannes-Wesling-Klinikum. Die Ehrenamtlichen der Feuerwehr Bückeburg-Stadt machten zudem ausgelaufene Kraftstoffe mit Bindemitteln unschädlich und klemmten die Batterien der Unfallwagen ab. „Auf diese Weise verhindern wir, dass ein Feuer ausbricht", erklärt Blazek.

Nach ersten Ermittlungen der Polizei war der 73-Jährige mit seinem VW Golf auf der Jetenburger Straße in Richtung Bahnhof unterwegs, als er plötzlich die Kontrolle verlor. „Die Unfallursache ist noch völlig unklar", sagt Oberkommissar Tobias Büsing. „Den Spuren nach ist der Mann vermutlich über einen Bushaltesteig und einen Bordstein gefahren, bevor der Wagen gegen den Pfeiler geprallt ist", sagt Büsing. Bundes- und Landespolizisten sowie Feuerwehrleute sperrten den Bereich vor der einsturzgefährdeten Vorhalle weiträumig ab. Nach Angaben von THW-Baufachberater Faudt muss das Gebäude abgestützt werden. Der Bahnverkehr wurde durch den Unfall nicht eingeschränkt.

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