Auszeit von Zuhause: Kinder genießen trotz Auflagen Öffnung des Rehrener Jugendzentrums Kerstin Lange Rehren (szlz). „Ohhhh jaaa“, antwortet der zehnjährige Alexandros aus tiefstem Herzen auf die Frage, ob er froh ist, dass das Jugendzentrum „LOFT“ in Rehren wieder geöffnet hat. Die Masken würden zwar nerven, aber eigentlich sei alles gut. Man könne auch mit Abstand miteinander spielen. „Endlich haben wir wieder eine Auszeit von Zuhause“, stellte Alexandros fest. Seit einer Woche ist das „LOFT“ wieder geöffnet, aber eben völlig anders als vor Corona. „Die Kinder und Jugendlichen müssen sich anmelden, denn wir haben nur Platz für acht Kinder und uns zwei Betreuer. Sonst haben sich hier mindestens doppelt so viele Kinder getroffen“, erklären Jugendpflegerin Anne Petersen und Betreuer Sven Bethge. Bevor die Räume des Jugendzentrums betreten werden dürfen, müssen die Hände gewaschen und desinfiziert werden. „Dafür haben wir neue Seifenspender und Handtuchspender bekommen“, so Bethge. Der Handtuchspender macht Geräusche, wenn er ein neues Stück Baumwolltuch nachzieht. „Wenn das jemand nicht benutzt, dann hören wir das“, stellte Bethge fest. Zwar würden sich die Kinder und Jugendlichen gut an alle Vorgaben halten, aber ab und zu auch mal etwas vergessen. Fast wie bestellt kommt der zehnjährige Yannik aus dem Computerspielraum – ohne Maske. Bethge räuspert sich nur ein wenig, und schon weiß Yannik Bescheid. „Ups, Maske vergessen“, stellt er fest, macht kehrt und kommt mit Maske zurück. „Wenn wir oder die Kinder auf einem Platz sitzen, dann können die Masken abgenommen werden, aber wer sich in den Räumen bewegt muss Maske tragen“, sagt Petersen. Abgesehen von dem neuen Handtuchspender sind die notwendigen Corona-Schutzmaßnahmen wenig umweltbewusst. „Wir dürfen den Kindern nichts zu Essen oder Trinken reichen. Sie müssen es sich selbst nehmen. Getränke gibt es in Plastikbechern, die nur einmal benutzt werden dürfen und dann weggeworfen werden“, so Petersen. Die Verwechslungsgefahr sei zu groß. „Trotz allem können wir hier gut spielen. Fußball oder Basketball draußen, Kicker oder Spiele mit der X-Box drinnen“, erzählt Alexandros. Zuhause habe er in den vergangenen Wochen fast nur am PC „gezockt“. „Was soll man sonst auch machen“, so der Zehnjährige. Geöffnet ist das „LOFT“ dienstags von 14.30 bis 18.30 Uhr, mittwochs von 15 bis 18.30 und donnerstags von 15 bis 20 Uhr. „Manchmal auch länger. Das ergibt sich“, stellte die Jugendpflegerin fest. Die Öffnungszeiten würden gut zu den derzeitigen Schultagen passen. „Die Kinder gehen ja an unterschiedlichen Tagen zur Schule und so müssen wir nicht zu vielen Kindern absagen, sondern können ihre Besuche im Jugendzentrum verteilen“, erklärt Petersen. Trotzdem hofft sie selbstverständlich, ebenso wie die Kinder und Jugendlichen, dass es für die Jugendarbeit bald wieder mehr Möglichkeiten gibt. „Derzeit sind wir auch auf die Räume hier beschränkt, denn wir können mit den Kindern nirgends hinfahren. Wir dürfen nämlich höchstens zwei Kinder mit ins Auto nehmen. Das schränkt unsere Aktivitäten schon ein. Anmelden kann man sich für den Besuch im Jugendzentrum per Handy (0159-04150034) oder per E-Mail an: apetersen@auetal.de.

Auszeit von Zuhause: Kinder genießen trotz Auflagen Öffnung des Rehrener Jugendzentrums

Trotz der Maskenpflicht können die Kinder im Jugendzentrum nun wieder nach Herzenslust spielen. © Foto: Lange

Rehren (szlz). „Ohhhh jaaa“, antwortet der zehnjährige Alexandros aus tiefstem Herzen auf die Frage, ob er froh ist, dass das Jugendzentrum „LOFT“ in Rehren wieder geöffnet hat.

Die Masken würden zwar nerven, aber eigentlich sei alles gut. Man könne auch mit Abstand miteinander spielen.

„Endlich haben wir wieder eine Auszeit von Zuhause“, stellte Alexandros fest.

Seit einer Woche ist das „LOFT“ wieder geöffnet, aber eben völlig anders als vor Corona. „Die Kinder und Jugendlichen müssen sich anmelden, denn wir haben nur Platz für acht Kinder und uns zwei Betreuer. Sonst haben sich hier mindestens doppelt so viele Kinder getroffen“, erklären Jugendpflegerin Anne Petersen und Betreuer Sven Bethge. Bevor die Räume des Jugendzentrums betreten werden dürfen, müssen die Hände gewaschen und desinfiziert werden.

„Dafür haben wir neue Seifenspender und Handtuchspender bekommen“, so Bethge. Der Handtuchspender macht Geräusche, wenn er ein neues Stück Baumwolltuch nachzieht. „Wenn das jemand nicht benutzt, dann hören wir das“, stellte Bethge fest. Zwar würden sich die Kinder und Jugendlichen gut an alle Vorgaben halten, aber ab und zu auch mal etwas vergessen.

Fast wie bestellt kommt der zehnjährige Yannik aus dem Computerspielraum – ohne Maske. Bethge räuspert sich nur ein wenig, und schon weiß Yannik Bescheid. „Ups, Maske vergessen“, stellt er fest, macht kehrt und kommt mit Maske zurück.

„Wenn wir oder die Kinder auf einem Platz sitzen, dann können die Masken abgenommen werden, aber wer sich in den Räumen bewegt muss Maske tragen“, sagt Petersen.

Abgesehen von dem neuen Handtuchspender sind die notwendigen Corona-Schutzmaßnahmen wenig umweltbewusst. „Wir dürfen den Kindern nichts zu Essen oder Trinken reichen. Sie müssen es sich selbst nehmen. Getränke gibt es in Plastikbechern, die nur einmal benutzt werden dürfen und dann weggeworfen werden“, so Petersen. Die Verwechslungsgefahr sei zu groß.

„Trotz allem können wir hier gut spielen. Fußball oder Basketball draußen, Kicker oder Spiele mit der X-Box drinnen“, erzählt Alexandros. Zuhause habe er in den vergangenen Wochen fast nur am PC „gezockt“. „Was soll man sonst auch machen“, so der Zehnjährige.

Geöffnet ist das „LOFT“ dienstags von 14.30 bis 18.30 Uhr, mittwochs von 15 bis 18.30 und donnerstags von 15 bis 20 Uhr.

„Manchmal auch länger. Das ergibt sich“, stellte die Jugendpflegerin fest. Die Öffnungszeiten würden gut zu den derzeitigen Schultagen passen. „Die Kinder gehen ja an unterschiedlichen Tagen zur Schule und so müssen wir nicht zu vielen Kindern absagen, sondern können ihre Besuche im Jugendzentrum verteilen“, erklärt Petersen.

Trotzdem hofft sie selbstverständlich, ebenso wie die Kinder und Jugendlichen, dass es für die Jugendarbeit bald wieder mehr Möglichkeiten gibt. „Derzeit sind wir auch auf die Räume hier beschränkt, denn wir können mit den Kindern nirgends hinfahren. Wir dürfen nämlich höchstens zwei Kinder mit ins Auto nehmen. Das schränkt unsere Aktivitäten schon ein.

Anmelden kann man sich für den Besuch im Jugendzentrum per Handy (0159-04150034) oder per E-Mail an: apetersen@auetal.de.

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