Aufwendige Rettungsaktion in Bückeburg: Mann steckt mit Finger im Tankstutzen fest Leonhard Behmann Bückeburg (szlz). Kurioser Einsatz im Bückeburger Ortsteil Müsingen: Ein Mann steckte am Montagvormittag mit dem Zeigefinger im Tankstutzen seines Autos fest, die Rückschlagklappe hatte sich bereits tief in das Fleisch eingeschnitten. Gegen 11.40 Uhr ging ein Notruf bei der Leitstelle ein – sofort fuhren ehrenamtliche Kräfte der Feuerwehren Müsingen und Bückeburg-Stadt sowie Retter des Roten Kreuzes mit Blaulicht und Sirene zur Hannoverschen Straße. Der Mann habe seinen Ford Ranger mit Benzin betanken wollen. Doch es habe offenbar Probleme gegeben, sagt Ortsbrandmeister Tobias Rütemann. „Um nachzuschauen, warum das Tanken nicht funktioniert, hat der Mann einen Finger in den Tankstutzen seines Autos gesteckt“, berichtet Rüthemann, der die Leitung des nicht alltäglichen Einsatzes übernommen hatte. Die Rückschlagkappe verhinderte, dass der Autofahrer seinen Zeigefinger wieder aus dem Tank ziehen konnte. Die dünne Tankabdeckung aus Blech habe sich tief in den Finger eingeschnitten, er sei dadurch angeschwollen. Die Befreiung des Mannes aus seiner misslichen Lage gestaltete sich schwierig. Mit Steckschlüsseln und Schraubenziehern montierten Rettungsmannschaften zunächst unter dem Pick-up den Einfüllstutzen vom Tank ab. Mit Schneidwerkzeug musste zudem eine Dichtung durchtrennt werden. Notfallsanitäter des Roten Kreuzes betreuten den Mann während der gesamten Aktion. Feuerwehrleute kürzten wenig später mit einer Eisensäge den Tankstutzen, ehe sie mit einem Seitenschneider das Metallrohr in Längsrichtung aufschneiden und weiten konnten. Danach erst konnten Notfallsanitäter die Verletzung des Mannes behandeln. Mit einem Rettungswagen wurde der Autofahrer wenig später zur Notaufnahme des Klinikums Schaumburg in Vehlen gebracht. Weil durch das Abmontieren des Tankstutzens größere Mengen Benzin aus Geländewagen ausliefen, stellten Feuerwehrleute vorsichtshalber den Brandschutz an der Tankstelle sicher. Mit Wannen fingen Ehrenamtliche Kraftstoff auf, ausgelaufenes Benzin auf der Tankstelle machten die Freiwilligen mit einem Bindemitteln unschädlich. Das Auto war nicht mehr fahrbereit.

Aufwendige Rettungsaktion in Bückeburg: Mann steckt mit Finger im Tankstutzen fest

Rettungsmannschaften der Feuerwehr montieren den Tankstutzen ab, um den Verletzten aus seiner misslichen Lage zu befreien. Foto: © Leonhard Behmann/szlz

Bückeburg (szlz). Kurioser Einsatz im Bückeburger Ortsteil Müsingen: Ein Mann steckte am Montagvormittag mit dem Zeigefinger im Tankstutzen seines Autos fest, die Rückschlagklappe hatte sich bereits tief in das Fleisch eingeschnitten. Gegen 11.40 Uhr ging ein Notruf bei der Leitstelle ein – sofort fuhren ehrenamtliche Kräfte der Feuerwehren Müsingen und Bückeburg-Stadt sowie Retter des Roten Kreuzes mit Blaulicht und Sirene zur Hannoverschen Straße.

Der Mann habe seinen Ford Ranger mit Benzin betanken wollen. Doch es habe offenbar Probleme gegeben, sagt Ortsbrandmeister Tobias Rütemann. „Um nachzuschauen, warum das Tanken nicht funktioniert, hat der Mann einen Finger in den Tankstutzen seines Autos gesteckt“, berichtet Rüthemann, der die Leitung des nicht alltäglichen Einsatzes übernommen hatte. Die Rückschlagkappe verhinderte, dass der Autofahrer seinen Zeigefinger wieder aus dem Tank ziehen konnte. Die dünne Tankabdeckung aus Blech habe sich tief in den Finger eingeschnitten, er sei dadurch angeschwollen.

Die Befreiung des Mannes aus seiner misslichen Lage gestaltete sich schwierig. Mit Steckschlüsseln und Schraubenziehern montierten Rettungsmannschaften zunächst unter dem Pick-up den Einfüllstutzen vom Tank ab. Mit Schneidwerkzeug musste zudem eine Dichtung durchtrennt werden. Notfallsanitäter des Roten Kreuzes betreuten den Mann während der gesamten Aktion.

Feuerwehrleute kürzten wenig später mit einer Eisensäge den Tankstutzen, ehe sie mit einem Seitenschneider das Metallrohr in Längsrichtung aufschneiden und weiten konnten. Danach erst konnten Notfallsanitäter die Verletzung des Mannes behandeln. Mit einem Rettungswagen wurde der Autofahrer wenig später zur Notaufnahme des Klinikums Schaumburg in Vehlen gebracht.

Weil durch das Abmontieren des Tankstutzens größere Mengen Benzin aus Geländewagen ausliefen, stellten Feuerwehrleute vorsichtshalber den Brandschutz an der Tankstelle sicher. Mit Wannen fingen Ehrenamtliche Kraftstoff auf, ausgelaufenes Benzin auf der Tankstelle machten die Freiwilligen mit einem Bindemitteln unschädlich. Das Auto war nicht mehr fahrbereit.

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