Espelkamp ABC-Alarm für Espelkamp ausgelöst: Kabelbrand auf Industriebrache sorgt für Großeinsatz Die Helfer sind mit einem Großaufgebot unterwegs. Das sind die Gründe. Karsten Schulz Espelkamp. Die Feuerwehr musste am Montagnachmittag zu einem Großeinsatz ausrücken und war bis in die Abendstunden im Einsatz. Vorsorglich hatten die Kräfte ABC-Alarm ausgelöst. Bei Sanierungsarbeiten hatte sich auf der alten Krause-Industriebrache zwischen der Beuthener Straße und dem Hindenburgring ein Unfall ereignet: Offenbar bei Baggerarbeiten wurde ein Rohr zerstört. Danach trat eine Flüssigkeit aus, die Feuer fing. Das war der Grund, ABC-Alarm für das gesamte Stadtgebiet auszurufen. Es stellte sich jedoch heraus, dass die Bevölkerung durch die Qualmwolke zu keinem Zeitpunkt gefährdet war. Qualmwolke bewegte sich Richtung Innenstadt Sofort wurden alle weiteren Arbeiten auf dem Grundstück gestoppt und die Feuerwehr alarmiert. Innerhalb weniger Minuten war die gesamte Espelkamper Feuerwehr und der ABC-Gefahrentrupp der Berufsfeuerwehr Minden im Einsatz. Die wichtige Beuthener Straße wurde vom Kreisverkehr der Isenstedter aus bis zur Einfahrt des Hindenburgring vollständig gesperrt. Zeitweise waren bis zu 100 Feuerwehrkräfte mit insgesamt 17 Fahrzeugen im Einsatz. Feuerwehrleute untersuchten den Unglücksort Nachdem die Sanierungsarbeiten gestoppt waren, verließ der Baggerfahrer umgehend sein Fahrzeug, um sich keinen weiteren Gefahren auszusetzen. Mit schwerem Atemschutzgerät ausgestattet, untersuchten anschließend Mitglieder der Espelkamper Feuerwehr den Unglücksort. Anschließend betätigte sich ein Feuerwehrmann als Baggerführer und versuche das zerstörte Kabel vom Erdreich zu befreien. Dies erzeugte jedoch weitere Qualmwolken, auch Glutnester waren zu erkennen. Gemeinsam mit dem ABC-Zug der Mindener Berufsfeuerwehr gelang es nach einigen Stunden den Kabelbrand zu löschen. Sanierungsarbeiten dauern wahrscheinlich noch länger Sofort nach dem Vorfall wurde auch die Stadtverwaltung informiert, darunter auch Wirtschaftsförderer Günter Segelhorst und André Köster vom Gebäudemanagement. Sie begleiten seit etwa sechs Monaten - so lange dauern die Sanierungsarbeiten auf dem ehemaligen Krause-Gelände bislang - die Arbeiten. Segelhorst machte im Gespräch mit nw.de deutlich, dass nach dieser langen Zeit die Arbeiten eigentlich zum Abschluss gebracht werden sollten. Sie konzentrierten sich zuletzt auf die Zuleitung einer alten Fernwärmeleitung aus der Krause-Zeit, die noch beseitigt werden sollten. Die Reste dieser Leitung waren auch bereits fein aufeinander gestapelt - auf dem Gelände gelagert worden, bis der Bagger auf die bislang unbekannte Leitung traf und sie zerriss. Wirtschaftsförderer informiert am Mittwoch im Ausschuss Im Hauptausschuss am Mittwoch, 29. September, wollte der Wirtschaftsförderer eigentlich bekanntgeben, wie hoch die inzwischen auf mehrere Millionen Euro angewachsenen Sanierungskosten für den Krause-Untergrund angewachsen sind. "Das kann ich nach diesem Vorfall ja wohl wieder vergessen", sagte Segelhorst angesichts des Unglücks. Die Lösch-und Aufräumarbeiten zwischen Hindenburgring und Beuthener Straße erstrecken sich noch bis in die Abendstunden.
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ABC-Alarm für Espelkamp ausgelöst: Kabelbrand auf Industriebrache sorgt für Großeinsatz

Starke Rauchentwicklung am Nachmittag auf der Industriebrache. © Karsten Schulz

Espelkamp. Die Feuerwehr musste am Montagnachmittag zu einem Großeinsatz ausrücken und war bis in die Abendstunden im Einsatz. Vorsorglich hatten die Kräfte ABC-Alarm ausgelöst. Bei Sanierungsarbeiten hatte sich auf der alten Krause-Industriebrache zwischen der Beuthener Straße und dem Hindenburgring ein Unfall ereignet: Offenbar bei Baggerarbeiten wurde ein Rohr zerstört. Danach trat eine Flüssigkeit aus, die Feuer fing.

Das war der Grund, ABC-Alarm für das gesamte Stadtgebiet auszurufen. Es stellte sich jedoch heraus, dass die Bevölkerung durch die Qualmwolke zu keinem Zeitpunkt gefährdet war.

Qualmwolke bewegte sich Richtung Innenstadt

Sofort wurden alle weiteren Arbeiten auf dem Grundstück gestoppt und die Feuerwehr alarmiert. Innerhalb weniger Minuten war die gesamte Espelkamper Feuerwehr und der ABC-Gefahrentrupp der Berufsfeuerwehr Minden im Einsatz. Die wichtige Beuthener Straße wurde vom Kreisverkehr der Isenstedter aus bis zur Einfahrt des Hindenburgring vollständig gesperrt. Zeitweise waren bis zu 100 Feuerwehrkräfte mit insgesamt 17 Fahrzeugen im Einsatz.

Feuerwehrleute untersuchten den Unglücksort

Die Feuerwehr bespricht die Lage vor Ort. - © Karsten Schulz
Die Feuerwehr bespricht die Lage vor Ort. - © Karsten Schulz

Nachdem die Sanierungsarbeiten gestoppt waren, verließ der Baggerfahrer umgehend sein Fahrzeug, um sich keinen weiteren Gefahren auszusetzen. Mit schwerem Atemschutzgerät ausgestattet, untersuchten anschließend Mitglieder der Espelkamper Feuerwehr den Unglücksort. Anschließend betätigte sich ein Feuerwehrmann als Baggerführer und versuche das zerstörte Kabel vom Erdreich zu befreien. Dies erzeugte jedoch weitere Qualmwolken, auch Glutnester waren zu erkennen. Gemeinsam mit dem ABC-Zug der Mindener Berufsfeuerwehr gelang es nach einigen Stunden den Kabelbrand zu löschen.

Sanierungsarbeiten dauern wahrscheinlich noch länger

Sofort nach dem Vorfall wurde auch die Stadtverwaltung informiert, darunter auch Wirtschaftsförderer Günter Segelhorst und André Köster vom Gebäudemanagement. Sie begleiten seit etwa sechs Monaten - so lange dauern die Sanierungsarbeiten auf dem ehemaligen Krause-Gelände bislang - die Arbeiten. Segelhorst machte im Gespräch mit nw.de deutlich, dass nach dieser langen Zeit die Arbeiten eigentlich zum Abschluss gebracht werden sollten. Sie konzentrierten sich zuletzt auf die Zuleitung einer alten Fernwärmeleitung aus der Krause-Zeit, die noch beseitigt werden sollten. Die Reste dieser Leitung waren auch bereits fein aufeinander gestapelt - auf dem Gelände gelagert worden, bis der Bagger auf die bislang unbekannte Leitung traf und sie zerriss.

Wirtschaftsförderer informiert am Mittwoch im Ausschuss

Im Hauptausschuss am Mittwoch, 29. September, wollte der Wirtschaftsförderer eigentlich bekanntgeben, wie hoch die inzwischen auf mehrere Millionen Euro angewachsenen Sanierungskosten für den Krause-Untergrund angewachsen sind. "Das kann ich nach diesem Vorfall ja wohl wieder vergessen", sagte Segelhorst angesichts des Unglücks. Die Lösch-und Aufräumarbeiten zwischen Hindenburgring und Beuthener Straße erstrecken sich noch bis in die Abendstunden.

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