80 Lübbecker radeln für mehr Mitsprache Lübbecke (mig). Einen „großen Erfolg“ fuhr die Lübbecker „Initiative pro Fahrrad“ bei ihrer erstmals ausgerichteten „Rudel-Radel“-Aktion ein. Rund 80 Teilnehmer sollten „mehr Sichtbarkeit“ erzielen, wie Petra Spona vom Organisationsteam mitteilte. Um 18 Uhr starteten die 80 Teilnehmer in zwei größeren Gruppen die rund einstündige Tour. Man habe „Präsenz“ zeigen wollen, erklärte Spona und forderte: „Es wird Zeit, dass sich nicht nur in Lübbecke etwas für Radfahrer, aber natürlich auch für Fußgänger, tut.“ Bei der Verkehrsplanung hätten Radfahrer und Fußgänger einen geringeren Stellenwert, als der Autofahrer, Parkraum genieße Priorität. Wenige Autofahrer hätten laut Spona den nötigen Abstand nicht eingehalten, viele verhielten sich jedoch freundlich. Spona wertet die Aktion als Erfolg: „Wir haben gezeigt, dass nicht nur Einzelne über die Zustände der Radwege meckern, sondern, dass es viele sind.“ Darüberhinaus hätten viele ältere Teilnehmer gemerkt, wie angenehm es sein kann, in der Gruppe und auf der Straße zu fahren. „Alleine trauen sich manche, vor allem ältere Radfahrer nicht auf der Straße zu fahren, auch wenn sie das dürften“, weiß Spona. Mitgefahren sind an diesem Tag auch die Bürgermeisterkandidaten Kathrin Böhning (Lübbecke, CDU) und Florian Craig (Espelkamp, Grüne). Craig, der selber jeden Tag auf dem Rad unterwegs ist, machte deutlich: „Es reicht eben nicht, einfach mal irgendwo einen Radweg zu bauen“, und erneuerte die Forderung nach einem Radschnellweg von Rahden über Espelkamp nach Lübbecke. „Aktuell gibt es leider einen Zwang zum Auto.“ Der ÖPNV müsse auch in den ländlichen Gebieten wieder weiter ausgebaut werden.

80 Lübbecker radeln für mehr Mitsprache

Der Startschuss zur Kundgebung der "Initiative pro Fahrrad" startete am Lübbecker Marktplatz. © Foto: Michael Grundmeier

Lübbecke (mig). Einen „großen Erfolg“ fuhr die Lübbecker „Initiative pro Fahrrad“ bei ihrer erstmals ausgerichteten „Rudel-Radel“-Aktion ein. Rund 80 Teilnehmer sollten „mehr Sichtbarkeit“ erzielen, wie Petra Spona vom Organisationsteam mitteilte.

Um 18 Uhr starteten die 80 Teilnehmer in zwei größeren Gruppen die rund einstündige Tour. Man habe „Präsenz“ zeigen wollen, erklärte Spona und forderte: „Es wird Zeit, dass sich nicht nur in Lübbecke etwas für Radfahrer, aber natürlich auch für Fußgänger, tut.“ Bei der Verkehrsplanung hätten Radfahrer und Fußgänger einen geringeren Stellenwert, als der Autofahrer, Parkraum genieße Priorität. Wenige Autofahrer hätten laut Spona den nötigen Abstand nicht eingehalten, viele verhielten sich jedoch freundlich. Spona wertet die Aktion als Erfolg: „Wir haben gezeigt, dass nicht nur Einzelne über die Zustände der Radwege meckern, sondern, dass es viele sind.“ Darüberhinaus hätten viele ältere Teilnehmer gemerkt, wie angenehm es sein kann, in der Gruppe und auf der Straße zu fahren. „Alleine trauen sich manche, vor allem ältere Radfahrer nicht auf der Straße zu fahren, auch wenn sie das dürften“, weiß Spona.

Mitgefahren sind an diesem Tag auch die Bürgermeisterkandidaten Kathrin Böhning (Lübbecke, CDU) und Florian Craig (Espelkamp, Grüne). Craig, der selber jeden Tag auf dem Rad unterwegs ist, machte deutlich: „Es reicht eben nicht, einfach mal irgendwo einen Radweg zu bauen“, und erneuerte die Forderung nach einem Radschnellweg von Rahden über Espelkamp nach Lübbecke. „Aktuell gibt es leider einen Zwang zum Auto.“ Der ÖPNV müsse auch in den ländlichen Gebieten wieder weiter ausgebaut werden.

Copyright © Mindener Tageblatt 2020
Texte und Fotos von MT.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.
Weiterlesen in Regionales