Kein "Koma-Saufen" mehr an Externsteinen Landesverband geht gegen wilde Feiern vor Horn-Bad Meinberg (lnw). Alkoholexzesse und wilde Feiern mit mehreren tausend Besuchern an den weltberühmten Externsteinen im Teutoburger Wald soll es künftig nicht mehr geben. Mit einem ganzen Bündel an Maßnahmen soll das "Partyvolk" künftig ferngehalten werden. Die eigentlichen Esoteriker und echten Fans der Kultstätte seien aber weiterhin willkommen, sagte Stephan Radeck von der Denkmalsstiftung des Landesverbands Lippe gestern. Besonders zur Walpurgisnacht am 30. April und der Sommersonnenwende am 20./21. Juni sei es in den vergangenen Jahren immer wieder zu Alkoholexzessen, Übergriffen gegen Ordnungskräfte und Vandalismus gekommen.Natur- und kulturhistorisch einmaliges Denkmal"Die Externsteine sind ein natur- und kulturhistorisch einmaliges Denkmal von europäischem Rang", betonte Landrat Friedel Heuwinkel. An der markanten, bis zu fast 50 Meter hoch aufragenden Sandstein-Formation haben sich bereits vor rund 12 000 Jahren Menschen aufgehalten, wie Funde beweisen. Im Laufe der Zeit wurden Treppen und Räume in den Fels geschlagen, Inschriften und Zeichen angebracht. Esoteriker sagen den Felsen eine ungewöhnlich starke Erdstrahlung nach."Schillerndes Publikum" gehört zur KultstätteSeit rund 25 Jahren habe es an diesen Terminen friedliche Feiern mit einigen Dutzend Teilnehmern an den Externsteinen gegeben, sagte Radeck. In den vergangenen Jahren seien es aber bis zu 3500 gewesen. Hunderte Zelte seien im Naturschutzgebiet aufgebaut worden. Die Behörden haben das nicht genehmigt, aber toleriert.Erstmals zur diesjährigen Walpurgisnacht soll darum der Parkplatz vor den Externsteinen gesperrt werden. "Die Besucher müssen dann etwa zwei bis drei Kilometer Fußmarsch in Kauf nehmen." Zelte, Alkohol und Lagerfeuer werden verboten. "Wir haben nichts gegen Esoteriker, Druiden und Wünschelrutengänger. Sie können hier tanzen und musizieren." Das "schillernde Publikum" gehöre zu der Kultstätte. "Aber ganze Horden mit Alkoholvorräten in Bollerwagen werden wir nicht zulassen."

Kein "Koma-Saufen" mehr an Externsteinen

Horn-Bad Meinberg (lnw). Alkoholexzesse und wilde Feiern mit mehreren tausend Besuchern an den weltberühmten Externsteinen im Teutoburger Wald soll es künftig nicht mehr geben. Mit einem ganzen Bündel an Maßnahmen soll das "Partyvolk" künftig ferngehalten werden.

Die eigentlichen Esoteriker und echten Fans der Kultstätte seien aber weiterhin willkommen, sagte Stephan Radeck von der Denkmalsstiftung des Landesverbands Lippe gestern. Besonders zur Walpurgisnacht am 30. April und der Sommersonnenwende am 20./21. Juni sei es in den vergangenen Jahren immer wieder zu Alkoholexzessen, Übergriffen gegen Ordnungskräfte und Vandalismus gekommen.

Natur- und kulturhistorisch einmaliges Denkmal
"Die Externsteine sind ein natur- und kulturhistorisch einmaliges Denkmal von europäischem Rang", betonte Landrat Friedel Heuwinkel. An der markanten, bis zu fast 50 Meter hoch aufragenden Sandstein-Formation haben sich bereits vor rund 12 000 Jahren Menschen aufgehalten, wie Funde beweisen. Im Laufe der Zeit wurden Treppen und Räume in den Fels geschlagen, Inschriften und Zeichen angebracht. Esoteriker sagen den Felsen eine ungewöhnlich starke Erdstrahlung nach.

"Schillerndes Publikum" gehört zur Kultstätte
Seit rund 25 Jahren habe es an diesen Terminen friedliche Feiern mit einigen Dutzend Teilnehmern an den Externsteinen gegeben, sagte Radeck. In den vergangenen Jahren seien es aber bis zu 3500 gewesen. Hunderte Zelte seien im Naturschutzgebiet aufgebaut worden. Die Behörden haben das nicht genehmigt, aber toleriert.

Erstmals zur diesjährigen Walpurgisnacht soll darum der Parkplatz vor den Externsteinen gesperrt werden. "Die Besucher müssen dann etwa zwei bis drei Kilometer Fußmarsch in Kauf nehmen." Zelte, Alkohol und Lagerfeuer werden verboten. "Wir haben nichts gegen Esoteriker, Druiden und Wünschelrutengänger. Sie können hier tanzen und musizieren." Das "schillernde Publikum" gehöre zu der Kultstätte. "Aber ganze Horden mit Alkoholvorräten in Bollerwagen werden wir nicht zulassen."

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