30.000 Euro Belohnung: Neue Bewegung im Mordfall Frauke Liebs Paderborn/Leipzig. Die Hoffnung, dass der Mord an ihrer Tochter 14 Jahre nach der Tat doch noch aufgeklärt wird, hat Ingrid Liebs nie aufgegeben. Jetzt wendet sich die Mutter der 2006 getöteten Schwesternschülerin Frauke Liebs mit einem eindringlichen Appell an mögliche Mitwisser. „Sollten Sie Beihilfe geleistet haben oder sollte sich Ihnen jemand anvertraut haben, so ist das verjährt", sagt Ingrid Liebs. „Bitte geben Sie ihr Wissen preis, auch anonym." Der Mord an der 21-Jährigen, die während der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in Paderborn verschwand und rund drei Monate später tot aufgefunden wurde, ließ auch einen Unternehmer aus Leipzig nicht los. Anfang Juni habe er Kontakt zu ihr aufgenommen und seine Hilfe angeboten, berichtet Ingrid Liebs. Auf 30.000 Euro habe der 37-Jährige, der anonym bleiben möchte, die bisher ausgesetzte Belohnung von Familie und Staatsanwaltschaft aufgestockt. Außerdem habe er den Aufbau einer neuen Internetseite, die den Fall erläutert, in Auftrag gegeben. Auf den ungeklärten Mordfall sei er zufällig gestoßen. Die Mutter hofft, dass nun endlich wieder Bewegung in den Fall kommt. Frauke Liebs verschwand am 20. Juni 2006 auf dem Heimweg vom Irish Pub „The Auld Triangle" in der Paderborner Libori Galerie. Bis zum 27. Juni, so die Vermutung der Ermittler, wurde die 21-Jährige von ihrem Entführer festgehalten und durfte sporadisch Kontakt zu ihren Angehörigen aufnehmen. Diese Telefonate wurden von verschiedenen Industriegebieten in Paderborn aus geführt. Am 4. Oktober wird ihre Leiche schließlich in der Nähe von Lichtenau gefunden. Obwohl der Fall auch in zahlreichen Fernsehsendungen Thema war, bleiben viele Frage ungeklärt. So zum Beispiel wo sich das Handy, eine Armbanduhr, eine Handtasche und die EC- und Gesundheitskarte von Frauke Liebs befinden. Außerdem möchte Ingrid Liebs wissen, wem damals verdächtige Personen, Fahrzeuge oder Räumlichkeiten aufgefallen sind. Hinweise, auch anonym, können über die Internetseite www.frauke-liebs.de abgegeben werden. „Etwa 10.000 Menschen haben die Seite inzwischen besucht", berichtet der Unternehmer. Unter den eingegangenen Hinweisen sei auch schon ein wirklich ernst zu nehmender. „Ich habe die Hoffnung, dass der Internetauftritt dazu verhilft, die Tat endlich aufzuklären."

30.000 Euro Belohnung: Neue Bewegung im Mordfall Frauke Liebs

Am oder um den 27. Juni 2006 wurde Frauke Liebs ermordet. Sie ist auf dem Friedhof Lübbecke beigesetzt. © Hans Günther Meyer

Paderborn/Leipzig. Die Hoffnung, dass der Mord an ihrer Tochter 14 Jahre nach der Tat doch noch aufgeklärt wird, hat Ingrid Liebs nie aufgegeben. Jetzt wendet sich die Mutter der 2006 getöteten Schwesternschülerin Frauke Liebs mit einem eindringlichen Appell an mögliche Mitwisser. „Sollten Sie Beihilfe geleistet haben oder sollte sich Ihnen jemand anvertraut haben, so ist das verjährt", sagt Ingrid Liebs. „Bitte geben Sie ihr Wissen preis, auch anonym."

Der Mord an der 21-Jährigen, die während der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in Paderborn verschwand und rund drei Monate später tot aufgefunden wurde, ließ auch einen Unternehmer aus Leipzig nicht los. Anfang Juni habe er Kontakt zu ihr aufgenommen und seine Hilfe angeboten, berichtet Ingrid Liebs. Auf 30.000 Euro habe der 37-Jährige, der anonym bleiben möchte, die bisher ausgesetzte Belohnung von Familie und Staatsanwaltschaft aufgestockt. Außerdem habe er den Aufbau einer neuen Internetseite, die den Fall erläutert, in Auftrag gegeben. Auf den ungeklärten Mordfall sei er zufällig gestoßen. Die Mutter hofft, dass nun endlich wieder Bewegung in den Fall kommt.

Frauke Liebs verschwand am 20. Juni 2006 auf dem Heimweg vom Irish Pub „The Auld Triangle" in der Paderborner Libori Galerie. Bis zum 27. Juni, so die Vermutung der Ermittler, wurde die 21-Jährige von ihrem Entführer festgehalten und durfte sporadisch Kontakt zu ihren Angehörigen aufnehmen. Diese Telefonate wurden von verschiedenen Industriegebieten in Paderborn aus geführt. Am 4. Oktober wird ihre Leiche schließlich in der Nähe von Lichtenau gefunden.

Auch 14 Jahre später ist der Mörder von Frauke Liebs auf freiem Fuß. - © RTL II
Auch 14 Jahre später ist der Mörder von Frauke Liebs auf freiem Fuß. - © RTL II

Obwohl der Fall auch in zahlreichen Fernsehsendungen Thema war, bleiben viele Frage ungeklärt. So zum Beispiel wo sich das Handy, eine Armbanduhr, eine Handtasche und die EC- und Gesundheitskarte von Frauke Liebs befinden. Außerdem möchte Ingrid Liebs wissen, wem damals verdächtige Personen, Fahrzeuge oder Räumlichkeiten aufgefallen sind. Hinweise, auch anonym, können über die Internetseite www.frauke-liebs.de abgegeben werden.

„Etwa 10.000 Menschen haben die Seite inzwischen besucht", berichtet der Unternehmer. Unter den eingegangenen Hinweisen sei auch schon ein wirklich ernst zu nehmender. „Ich habe die Hoffnung, dass der Internetauftritt dazu verhilft, die Tat endlich aufzuklären."

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