2G-plus in Schaumburg: Ab Mittwoch gilt die Corona-Testpflicht auch für Geimpfte Landkreis Schaumburg (szlz). Ab Mittwoch dieser Woche - dem 1. Dezember - müssen sich in Schaumburg auch Geimpfte und Genesene bei Veranstaltungen im Innenraum testen lassen, wie die SZLZ berichtet. Es gilt dann die „Warnstufe 2“ und somit in vielen Bereichen des privaten und öffentlichen Lebens die Regel 2G-plus. Die Corona-Verordnung des Landes Niedersachsen sieht einen klaren Ablauf für diese Verschärfung der Corona-Regeln vor: Entscheidend sind der landesweit festgestellte Leitindikator „Hospitalisierung“ mit einem Grenzwert von 6 und die regionale Sieben-Tage-Inzidenz der Neuinfektionen mit einem Grenzwert von 100. Liegen diese beiden Werte in einer Region an fünf Tagen in Folge über den angegebenen Grenzwerten, wird dort die nächste Warnstufe ausgerufen. Am Montag, 29. November, ist genau dieses Szenario im Landkreis eingetreten: Zusätzlich zur Inzidenz, die aktuell bei 185,6 liegt, überschreitet nun auch der landesweite Hospitalisierungswert seit fünf Tagen die genannte Schwelle. Formell in Kraft treten die Regeln dann laut Verordnung zwei Tage darauf, also am Mittwoch. Die Kreisverwaltung muss die „Warnstufe 2“ per Allgemeinverfügung feststellen. Diese ist im Kreishaus in Stadthagen aktuell in Arbeit. 2G-plus in Fitnessstudios, Restaurants, Diskos und vielem mehr Die Folge: Veranstaltungen im Innenbereich dürfen nur noch unter der 2G-plus-Regel stattfinden. Das betrifft Kultur-, Sport- und Freizeiteinrichtungen, Diskotheken, Gastronomie, Beherbergung und körpernahe Dienstleistungen. Das bedeutet, dass nur Geimpfte und Genesene Zugang haben – und diese müssen zusätzlich zu einem Impf- oder Genesenennachweis einen aktuellen negativen Corona-Test vorlegen. Ein Selbsttest zu Hause reicht dafür nicht aus. Weiterhin gilt (wie schon in Warnstufe 1), dass durchgängig Maske getragen und Abstand gehalten werden muss. Neu ist, dass die Masken zwingend FFP2 sein müssen. Ausgenommen bleibt der Einzelhandel. Auch für Gottesdienste gibt es derzeit keine Einschränkungen. Für die Universitäten gilt nach jüngsten Angaben der Landesregierung weiter 3G. Regeln in Schaumburg auf dem Prüfstand Die Kreisverwaltung in Schaumburg wird diese Regeln nun auf den Landkreis übertragen. „Man kann angesichts der aktuellen Situation nicht vorsichtig genug sein“, sagt Erster Kreisrat Klaus Heimann, auch mit Blick auf die neue „Omikron“-Variante. „Uns war erst einmal wichtig, dass relativ früh 2G kam, auch in Hinblick auf die Weihnachtsmärkte. Ein wichtiger Schritt, mit Maskenpflicht in etlichen Bereichen.“ 2G-plus verschärfe diese „präventive Maßnahme“ nun noch einmal. Spielraum bei der Umsetzung hätte man nur in „einer absoluten Ausnahmesituation“ gehabt, sagt Heimann - sprich: wenn sich die Neuinfektionen klar auf einen Bereich hätten eingrenzen lassen. In Schaumburg sei das Geschehen aber nach wie vor diffus und über den gesamten Kreis verteilt. Welche Möglichkeiten der Verschärfung sich darüber hinaus böten, sei ebenfalls Teil der Überlegungen, so Heimann. Er schränkt aber ein: „Aber es stehen ja schon etliche Einschränkungen in der Verordnung.“ Nur vier Regionen in Niederachsen ohne Verschärfung der Corona-Regeln und 2G-plus Die Warnstufe 2 ist nach § 3 (Abs. 2) in den niedersächsischen Regionen durch die Kommune durch Allgemeinverfügung festzustellen. Dies wird nahezu in allen Kommunen von Niedersachsen der Fall sein. Hiervon nicht betroffen sind derzeit nur noch die Landkreise Heidekreis, Holzminden und Nienburg sowie die Stadt Osnabrück, die noch nicht fünf Tage in Folge bei der Sieben-Tage-Inzidenz den Wert 100 überschritten haben. Bei der Ermittlung des Fünftagesabschnitts zählen Sonn- und Feiertage nicht mit, unterbrechen aber auch nicht die Zählung der Werktage. Der entscheidende Hospitalisierungswert, der sich auf die Neuaufnahme von Infizierten im Krankenhaus bezieht, hatte mit 6,3 am vergangenen Mittwoch den Grenzwert für diese Warnstufe 2 erstmals überschritten und liegt seitdem deutlich über der entscheidenden Marke 6,0. Wann gilt die Warnstufe nicht mehr? Erreicht einer der beiden Indikatoren „Hospitalisierung“ oder „Neuinfizierte“ an fünf aufeinander folgenden Werktagen den Wertebereich einer Warnstufe nicht mehr, stellt der Landkreis oder die kreisfreie Stadt per Allgemeinverfügung den Tag fest, an dem die entsprechende Warnstufe aufgehoben wird. Dies ist in der Regel ab dem übernächsten Tag nach Ablauf des Fünftagesabschnitts der Fall.

2G-plus in Schaumburg: Ab Mittwoch gilt die Corona-Testpflicht auch für Geimpfte

Symbolfoto: © Pixabay

Landkreis Schaumburg (szlz). Ab Mittwoch dieser Woche - dem 1. Dezember - müssen sich in Schaumburg auch Geimpfte und Genesene bei Veranstaltungen im Innenraum testen lassen, wie die SZLZ berichtet. Es gilt dann die „Warnstufe 2“ und somit in vielen Bereichen des privaten und öffentlichen Lebens die Regel 2G-plus.

Die Corona-Verordnung des Landes Niedersachsen sieht einen klaren Ablauf für diese Verschärfung der Corona-Regeln vor: Entscheidend sind der landesweit festgestellte Leitindikator „Hospitalisierung“ mit einem Grenzwert von 6 und die regionale Sieben-Tage-Inzidenz der Neuinfektionen mit einem Grenzwert von 100. Liegen diese beiden Werte in einer Region an fünf Tagen in Folge über den angegebenen Grenzwerten, wird dort die nächste Warnstufe ausgerufen.

Am Montag, 29. November, ist genau dieses Szenario im Landkreis eingetreten: Zusätzlich zur Inzidenz, die aktuell bei 185,6 liegt, überschreitet nun auch der landesweite Hospitalisierungswert seit fünf Tagen die genannte Schwelle. Formell in Kraft treten die Regeln dann laut Verordnung zwei Tage darauf, also am Mittwoch. Die Kreisverwaltung muss die „Warnstufe 2“ per Allgemeinverfügung feststellen. Diese ist im Kreishaus in Stadthagen aktuell in Arbeit.

2G-plus in Fitnessstudios, Restaurants, Diskos und vielem mehr

Die Folge: Veranstaltungen im Innenbereich dürfen nur noch unter der 2G-plus-Regel stattfinden. Das betrifft Kultur-, Sport- und Freizeiteinrichtungen, Diskotheken, Gastronomie, Beherbergung und körpernahe Dienstleistungen. Das bedeutet, dass nur Geimpfte und Genesene Zugang haben – und diese müssen zusätzlich zu einem Impf- oder Genesenennachweis einen aktuellen negativen Corona-Test vorlegen. Ein Selbsttest zu Hause reicht dafür nicht aus.

Weiterhin gilt (wie schon in Warnstufe 1), dass durchgängig Maske getragen und Abstand gehalten werden muss. Neu ist, dass die Masken zwingend FFP2 sein müssen.

Ausgenommen bleibt der Einzelhandel. Auch für Gottesdienste gibt es derzeit keine Einschränkungen. Für die Universitäten gilt nach jüngsten Angaben der Landesregierung weiter 3G.

Regeln in Schaumburg auf dem Prüfstand

Die Kreisverwaltung in Schaumburg wird diese Regeln nun auf den Landkreis übertragen. „Man kann angesichts der aktuellen Situation nicht vorsichtig genug sein“, sagt Erster Kreisrat Klaus Heimann, auch mit Blick auf die neue „Omikron“-Variante. „Uns war erst einmal wichtig, dass relativ früh 2G kam, auch in Hinblick auf die Weihnachtsmärkte. Ein wichtiger Schritt, mit Maskenpflicht in etlichen Bereichen.“

2G-plus verschärfe diese „präventive Maßnahme“ nun noch einmal.

Spielraum bei der Umsetzung hätte man nur in „einer absoluten Ausnahmesituation“ gehabt, sagt Heimann - sprich: wenn sich die Neuinfektionen klar auf einen Bereich hätten eingrenzen lassen. In Schaumburg sei das Geschehen aber nach wie vor diffus und über den gesamten Kreis verteilt.

Welche Möglichkeiten der Verschärfung sich darüber hinaus böten, sei ebenfalls Teil der Überlegungen, so Heimann. Er schränkt aber ein: „Aber es stehen ja schon etliche Einschränkungen in der Verordnung.“

Nur vier Regionen in Niederachsen ohne Verschärfung der Corona-Regeln und 2G-plus

Die Warnstufe 2 ist nach § 3 (Abs. 2) in den niedersächsischen Regionen durch die Kommune durch Allgemeinverfügung festzustellen. Dies wird nahezu in allen Kommunen von Niedersachsen der Fall sein. Hiervon nicht betroffen sind derzeit nur noch die Landkreise Heidekreis, Holzminden und Nienburg sowie die Stadt Osnabrück, die noch nicht fünf Tage in Folge bei der Sieben-Tage-Inzidenz den Wert 100 überschritten haben.

Bei der Ermittlung des Fünftagesabschnitts zählen Sonn- und Feiertage nicht mit, unterbrechen aber auch nicht die Zählung der Werktage.

Der entscheidende Hospitalisierungswert, der sich auf die Neuaufnahme von Infizierten im Krankenhaus bezieht, hatte mit 6,3 am vergangenen Mittwoch den Grenzwert für diese Warnstufe 2 erstmals überschritten und liegt seitdem deutlich über der entscheidenden Marke 6,0.

Wann gilt die Warnstufe nicht mehr?

Erreicht einer der beiden Indikatoren „Hospitalisierung“ oder „Neuinfizierte“ an fünf aufeinander folgenden Werktagen den Wertebereich einer Warnstufe nicht mehr, stellt der Landkreis oder die kreisfreie Stadt per Allgemeinverfügung den Tag fest, an dem die entsprechende Warnstufe aufgehoben wird. Dies ist in der Regel ab dem übernächsten Tag nach Ablauf des Fünftagesabschnitts der Fall.

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