2G-Regel kommt in NRW landesweit - Mehr Einschränkungen für Ungeimpfte Ingo Kalischek,Björn Vahle Düsseldorf. In NRW gilt künftig landesweit die 2G-Regel. Das bedeutet, dass dann nur noch Genesene und Geimpfte Zugang zu Einrichtungen und Veranstaltungen haben werden. Das hat NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) am Dienstagnachmittag in Düsseldorf verkündet. Die 2G-Regel gilt bereits in Bayern und Sachsen. Wüst sagte bei einer Pressekonferenz, er werde sich in der Ministerpräsidentenkonferenz am Donnerstag für eine möglichst einheitliche Umsetzung in allen Bundesländern einsetzen. Im Anschluss an das Treffen will Wüst mit den kommunalen Spitzenverbänden die Umsetzung besprechen. Diese werde dann umgehend eingeleitet. Heißt: 2G kommt in NRW womöglich noch in dieser Woche. Das genaue Datum ist aber noch unklar. Gelten soll die 2G-Regel für Erwachsene im gesamten Freizeitbereich, also auch in der Gastronomie, auf Weihnachtsmärkten und bei Großveranstaltungen wie Fußballspielen. Betroffen sind also auch die OWL-Vereine aus Bundesliga und 2. Bundesliga, Arminia Bielefeld und der SC Paderborn. In besonders sensiblen Bereichen solle sogar 2G plus gelten - also aktuelle Tests auch für Geimpfte und Genesene. Das betreffe unter anderem Karnevalssitzungen und Diskotheken. Für Kinder sollen abweichende Regeln gelten. „Wir brauchen vergleichbare Maßnahmen in den Ländern, um die vierte Welle zu brechen", sagte Wüst zuvor. Das gelte beim Impfen, beim Testen und bei allem, was zusätzliche Sicherheit schaffe. „Deshalb werden wir über 2G-Regeln auch beim Bund-Länder-Treffen reden", kündigte der Vorsitzende der Ministerpräsidentenkonferenz an. Jetzt schafft er als NRW-Regierungschef bereits einen Tag zuvor Fakten. Auch die vom geschäftsführenden Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) vorgeschlagene Einführung einer 2G-plus-Regel, bei der Geimpfte und Genesene einen negativen Test vorlegen müssen, wenn sie an öffentlichen Veranstaltungen teilnehmen wollen, lehnte Wüst ab. „Der Staat sollte nicht denjenigen, die alles für den Gesundheitsschutz getan haben, jetzt als erstes die nächste Pflicht auferlegen." SPD-Landesparteichef Thomas Kutschaty sagte, seine Partei habe sich bereits seit längerem für die 2G-Regel ausgesprochen. Kutschaty hatte die Schließung der Impfzentren als falsch kritisiert, diese hätten offen bleiben müssen. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts vom Dienstag ist in NRW die Zahl der innerhalb von sieben Tagen gemeldeten Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner erneut deutlich gestiegen. Die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz betrug demnach 176,6 (Montag: 167,0). NRW lag damit allerdings weiterhin deutlich unter dem für das ganze Bundesgebiet berechneten Wert von 312,4.
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2G-Regel kommt in NRW landesweit - Mehr Einschränkungen für Ungeimpfte

Joachim Stamp und Hendrik Wüst im Landtag NRW. © picture alliance / Flashpic

Düsseldorf. In NRW gilt künftig landesweit die 2G-Regel. Das bedeutet, dass dann nur noch Genesene und Geimpfte Zugang zu Einrichtungen und Veranstaltungen haben werden. Das hat NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) am Dienstagnachmittag in Düsseldorf verkündet. Die 2G-Regel gilt bereits in Bayern und Sachsen.

Wüst sagte bei einer Pressekonferenz, er werde sich in der Ministerpräsidentenkonferenz am Donnerstag für eine möglichst einheitliche Umsetzung in allen Bundesländern einsetzen. Im Anschluss an das Treffen will Wüst mit den kommunalen Spitzenverbänden die Umsetzung besprechen. Diese werde dann umgehend eingeleitet. Heißt: 2G kommt in NRW womöglich noch in dieser Woche. Das genaue Datum ist aber noch unklar.

Gelten soll die 2G-Regel für Erwachsene im gesamten Freizeitbereich, also auch in der Gastronomie, auf Weihnachtsmärkten und bei Großveranstaltungen wie Fußballspielen. Betroffen sind also auch die OWL-Vereine aus Bundesliga und 2. Bundesliga, Arminia Bielefeld und der SC Paderborn. In besonders sensiblen Bereichen solle sogar 2G plus gelten - also aktuelle Tests auch für Geimpfte und Genesene. Das betreffe unter anderem Karnevalssitzungen und Diskotheken. Für Kinder sollen abweichende Regeln gelten.

„Wir brauchen vergleichbare Maßnahmen in den Ländern, um die vierte Welle zu brechen", sagte Wüst zuvor. Das gelte beim Impfen, beim Testen und bei allem, was zusätzliche Sicherheit schaffe. „Deshalb werden wir über 2G-Regeln auch beim Bund-Länder-Treffen reden", kündigte der Vorsitzende der Ministerpräsidentenkonferenz an. Jetzt schafft er als NRW-Regierungschef bereits einen Tag zuvor Fakten.

Auch die vom geschäftsführenden Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) vorgeschlagene Einführung einer 2G-plus-Regel, bei der Geimpfte und Genesene einen negativen Test vorlegen müssen, wenn sie an öffentlichen Veranstaltungen teilnehmen wollen, lehnte Wüst ab. „Der Staat sollte nicht denjenigen, die alles für den Gesundheitsschutz getan haben, jetzt als erstes die nächste Pflicht auferlegen."

SPD-Landesparteichef Thomas Kutschaty sagte, seine Partei habe sich bereits seit längerem für die 2G-Regel ausgesprochen. Kutschaty hatte die Schließung der Impfzentren als falsch kritisiert, diese hätten offen bleiben müssen.

Nach Angaben des Robert Koch-Instituts vom Dienstag ist in NRW die Zahl der innerhalb von sieben Tagen gemeldeten Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner erneut deutlich gestiegen. Die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz betrug demnach 176,6 (Montag: 167,0). NRW lag damit allerdings weiterhin deutlich unter dem für das ganze Bundesgebiet berechneten Wert von 312,4.

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