Erster Fall in der Region: Häftling in OWL-Gefängnis hat Corona Lukas Brekenkamp Bielefeld/Herzebrock. Nun hat das Coronavirus auch in OWL die Gefängnismauern überwunden - zumindest die des offenen Vollzugs in Herzebrock, einer Außenstelle der JVA Bielefeld-Senne. Wie der stellvertretende Leiters Jens Seidler bestätigte, wurde ein Häftling positiv auf das Coronavirus getestet - die Mithäftlinge stehen nun vorerst unter Quarantäne. Besonders bitter: Eigentlich sollten die strengen Corona-Regeln im offenen Vollzug der JVA Bielefeld-Senne an diesem Wochenende gelockert werden. Laut NRW-Justizministerium handelt es sich bei dem Mann um den ersten Corona-Infizierten in einem OWL-Gefängnis. Wie Seidler bestätigte, sei der Häftling tagsüber einer Arbeit nachgegangen. Angestellt war er demnach als Elektroniker bei einem Subunternehmen des Fleischkonzerns Tönnies. Vermutlich dort habe sich der Mann infiziert. Bei Tönnies ist aktuell bei mehreren Arbeitern das Coronavirus nachgewiesen worden. 64 Mitgefangene in Quarantäne "Wir sind gut vorbereitet", versichert Seidler. Der Erkrankte wurde demnach separiert und in einer Quarantänestation in Ummeln untergebracht. In der Außenstelle Herzebrock finden nun regelmäßig Corona-Tests statt. Ärgerlich ist die aktuelle Situation besonders für die 64 Mitgefangenen der Außenstelle Herzebrock. Zum Wochenende sollten die Corona-Regeln in den JVAs zumindest etwas gelockert werden. In Bielefeld-Senne etwa dürfen die Häftlinge nach mehreren Wochen die Anstalt zum Spazieren oder Einkaufen verlassen - für zwei Stunden in der Woche. Auch Angehörige dürfen sie in der Zeit laut Seidler besuchen und zum ersten mal seit langer Zeit sehen. Die Insassen in Herzebrock müssen sich nun jedoch noch etwas gedulden. Ein Mann, der nach eigenen Angaben in der Außenstelle Herzebrock inhaftiert ist, beschreibt: „Wir haben uns gefreut, die Kinder und Frauen darauf vorbereitet und jetzt findet es wieder nicht statt. Es ist zum verzweifeln."

Erster Fall in der Region: Häftling in OWL-Gefängnis hat Corona

In einem OWL-Gefängnis gibt es den ersten Corona-Fall. © Pixabay (Symbolbild)

Bielefeld/Herzebrock. Nun hat das Coronavirus auch in OWL die Gefängnismauern überwunden - zumindest die des offenen Vollzugs in Herzebrock, einer Außenstelle der JVA Bielefeld-Senne. Wie der stellvertretende Leiters Jens Seidler bestätigte, wurde ein Häftling positiv auf das Coronavirus getestet - die Mithäftlinge stehen nun vorerst unter Quarantäne.

Besonders bitter: Eigentlich sollten die strengen Corona-Regeln im offenen Vollzug der JVA Bielefeld-Senne an diesem Wochenende gelockert werden. Laut NRW-Justizministerium handelt es sich bei dem Mann um den ersten Corona-Infizierten in einem OWL-Gefängnis.

Wie Seidler bestätigte, sei der Häftling tagsüber einer Arbeit nachgegangen. Angestellt war er demnach als Elektroniker bei einem Subunternehmen des Fleischkonzerns Tönnies. Vermutlich dort habe sich der Mann infiziert. Bei Tönnies ist aktuell bei mehreren Arbeitern das Coronavirus nachgewiesen worden.

64 Mitgefangene in Quarantäne

"Wir sind gut vorbereitet", versichert Seidler. Der Erkrankte wurde demnach separiert und in einer Quarantänestation in Ummeln untergebracht. In der Außenstelle Herzebrock finden nun regelmäßig Corona-Tests statt.

Ärgerlich ist die aktuelle Situation besonders für die 64 Mitgefangenen der Außenstelle Herzebrock. Zum Wochenende sollten die Corona-Regeln in den JVAs zumindest etwas gelockert werden. In Bielefeld-Senne etwa dürfen die Häftlinge nach mehreren Wochen die Anstalt zum Spazieren oder Einkaufen verlassen - für zwei Stunden in der Woche. Auch Angehörige dürfen sie in der Zeit laut Seidler besuchen und zum ersten mal seit langer Zeit sehen. Die Insassen in Herzebrock müssen sich nun jedoch noch etwas gedulden.

Ein Mann, der nach eigenen Angaben in der Außenstelle Herzebrock inhaftiert ist, beschreibt: „Wir haben uns gefreut, die Kinder und Frauen darauf vorbereitet und jetzt findet es wieder nicht statt. Es ist zum verzweifeln."

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