Kind wirft Stein von Brücke auf A30 und trifft Lkw Stefan Boscher Bünde (NW). Die Polizei hat ein Kind erwischt, das am Mittwoch einen Stein von einer Brücke auf die A30 bei Bünde geworfen und einem Lastwagenfahrer damit einen gehörigen Schrecken eingejagt hat. Die Tat ereignete sich nach Angaben der Polizei gegen 18.05 Uhr am Mittwochabend. Zu diesem Zeitpunkt war ein 47-Jähriger aus Langen mit seinem Sattelzug auf der A30 in Richtung Osnabrück unterwegs. Zwischen den Anschlussstellen Bünde und Bruchmühlen warf ein zunächst Unbekannter, der Teil einer größeren Menschengruppe war, von der „Skaterbrücke", nahe des Autohofes Bünde, einen etwa Tischtennisball großen Stein auf die Autobahn und traf die Windschutzscheibe des Sattelzuges. Kein "dummer Jungenstreich" Der Fahrer des Sattelzuges, der Gefahrgut geladen hatte, reagierte nach Angaben der Polizei „besonnen und gedankenschnell". Er machte nur wenige Meter vor ihm fahrende Beamte der Autobahnpolizeiwache Herford durch Lichthupe auf sich aufmerksam und beide Fahrzeuge hielten wenig später hintereinander an. Im Laufe des folgenden Gesprächs bemerkten die Beamten, dass der 47-Jährige unter Schock stand. Sie betreuten das Opfer, bis ihm eine Weiterfahrt möglich war. Polizisten der Autobahnpolizei fahndeten zusammen mit Beamten der Polizeiwache Bünde nach der Personengruppe. Nach kurzer Zeit erwischten sie sechs Kinder und Jugendlichen im Alter von 12 bis 14 Jahren. Ein Kind gestand die Tat. Die Gruppe wurde zur Polizeiwache Bünde gebracht. Dort holten die Eltern ihre Kinder ab. Ein Verfahren wegen Gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr ist eingeleitet. Der Sachschaden wird auf rund 2.500 Euro geschätzt. Die Polizei warnt in diesem Zusammenhang: „Das Werfen von Gegenständen auf Fahrbahnen, Fahrzeuge oder gar Personen ist kein ,dummer Jungenstreich’, sondern kann lebensgefährlich sein."

Kind wirft Stein von Brücke auf A30 und trifft Lkw

Einsatz auf der A30 (Symbolfoto). © Ulf Hanke

Bünde (NW). Die Polizei hat ein Kind erwischt, das am Mittwoch einen Stein von einer Brücke auf die A30 bei Bünde geworfen und einem Lastwagenfahrer damit einen gehörigen Schrecken eingejagt hat.

Die Tat ereignete sich nach Angaben der Polizei gegen 18.05 Uhr am Mittwochabend. Zu diesem Zeitpunkt war ein 47-Jähriger aus Langen mit seinem Sattelzug auf der A30 in Richtung Osnabrück unterwegs. Zwischen den Anschlussstellen Bünde und Bruchmühlen warf ein zunächst Unbekannter, der Teil einer größeren Menschengruppe war, von der „Skaterbrücke", nahe des Autohofes Bünde, einen etwa Tischtennisball großen Stein auf die Autobahn und traf die Windschutzscheibe des Sattelzuges.

Kein "dummer Jungenstreich"

Der Fahrer des Sattelzuges, der Gefahrgut geladen hatte, reagierte nach Angaben der Polizei „besonnen und gedankenschnell". Er machte nur wenige Meter vor ihm fahrende Beamte der Autobahnpolizeiwache Herford durch Lichthupe auf sich aufmerksam und beide Fahrzeuge hielten wenig später hintereinander an. Im Laufe des folgenden Gesprächs bemerkten die Beamten, dass der 47-Jährige unter Schock stand. Sie betreuten das Opfer, bis ihm eine Weiterfahrt möglich war.

Polizisten der Autobahnpolizei fahndeten zusammen mit Beamten der Polizeiwache Bünde nach der Personengruppe. Nach kurzer Zeit erwischten sie sechs Kinder und Jugendlichen im Alter von 12 bis 14 Jahren. Ein Kind gestand die Tat. Die Gruppe wurde zur Polizeiwache Bünde gebracht. Dort holten die Eltern ihre Kinder ab.

Ein Verfahren wegen Gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr ist eingeleitet. Der Sachschaden wird auf rund 2.500 Euro geschätzt. Die Polizei warnt in diesem Zusammenhang: „Das Werfen von Gegenständen auf Fahrbahnen, Fahrzeuge oder gar Personen ist kein ,dummer Jungenstreich’, sondern kann lebensgefährlich sein."

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