Gesundheitskarte für Flüchtlinge in NRW kann kommen Düsseldorf (dpa/lnw). Als erstes Flächenland führt Nordrhein-Westfalen eine Gesundheitskarte für Flüchtlinge ein. NRW-Gesundheitsministerin Barbara Steffens (Grüne) unterzeichnete am Freitag in Düsseldorf eine entsprechende Vereinbarung mit acht Krankenkassen. Wegen der Fristen kann die Karte in teilnehmenden Kommunen frühestens zum 1. Januar 2016 eingeführt werden. Über ihre Teilnahme müssen die Städte und Gemeinden selbst entscheiden. Dann können bei ihnen lebende Flüchtlinge eigenständig zum Arzt gehen. In Bremen und Hamburg gibt es bereits eine vergleichbares System.Steffens betonte, für die Versicherten der Krankenkassen habe die Regelung keine Folgen, denn für Krankenkosten von Flüchtlingen kämen weiterhin die Kommunen auf. «Es sind die Kosten, die Kommunen heute schon haben.» Die Erfahrungen in Bremen und Hamburg hätten gezeigt, dass die Zahl der Arztbesuche dort nicht gestiegen sei. Mit der Gesundheitskarte würden die Voraussetzungen zur Verbesserung der gesundheitlichen Versorgung von Flüchtlingen und zur Entlastung der Kommune geschaffen. Mit Einführung zahlen die Städte der jeweiligen Krankenkasse pro Flüchtling und Monat 200 Euro. «Das sind die Kosten, die heute schon anfallen», sagte Steffens.

Gesundheitskarte für Flüchtlinge in NRW kann kommen

Die nordrhein-westfälische Gesundheitsministerin Barbara Steffens (Bündnis90/Die Grünen) beantwortet die Fragen von Journalisten. Nordrhein-Westfalen führt eine Gesundheitskarte für Flüchtlinge ein. Dazu unterschrieb das Land eine Rahmenvereinbarung mit acht Krankenkassen. © Foto: Federico Gambarini/dpa

Düsseldorf (dpa/lnw). Als erstes Flächenland führt Nordrhein-Westfalen eine Gesundheitskarte für Flüchtlinge ein. NRW-Gesundheitsministerin Barbara Steffens (Grüne) unterzeichnete am Freitag in Düsseldorf eine entsprechende Vereinbarung mit acht Krankenkassen. Wegen der Fristen kann die Karte in teilnehmenden Kommunen frühestens zum 1. Januar 2016 eingeführt werden. Über ihre Teilnahme müssen die Städte und Gemeinden selbst entscheiden. Dann können bei ihnen lebende Flüchtlinge eigenständig zum Arzt gehen. In Bremen und Hamburg gibt es bereits eine vergleichbares System.

Steffens betonte, für die Versicherten der Krankenkassen habe die Regelung keine Folgen, denn für Krankenkosten von Flüchtlingen kämen weiterhin die Kommunen auf. «Es sind die Kosten, die Kommunen heute schon haben.» Die Erfahrungen in Bremen und Hamburg hätten gezeigt, dass die Zahl der Arztbesuche dort nicht gestiegen sei. Mit der Gesundheitskarte würden die Voraussetzungen zur Verbesserung der gesundheitlichen Versorgung von Flüchtlingen und zur Entlastung der Kommune geschaffen. Mit Einführung zahlen die Städte der jeweiligen Krankenkasse pro Flüchtling und Monat 200 Euro. «Das sind die Kosten, die heute schon anfallen», sagte Steffens.

Copyright © Mindener Tageblatt 2022
Texte und Fotos von MT.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.