Haft für Missbrauch einer Fünfjährigen Stefan Lyrath Bückeburg (Ly). Wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern hat die 1. Große Jugendkammer am Bückeburger Landgericht einen Stadthäger zu zwei Jahren und neun Monaten Haft verurteilt. Dreimal hatte der 47-Jährige das damals fünfjährige Mädchen, das mit seiner Mutter im selben Haus wohnte, im Intimbereich befummelt. Zum Teil tat er dies über der Kleidung, teilweise auch darunter.Vielleicht brauchte der Täter diesen „Kick“. Vielleicht fühlte er sich auch sicher, weil er dem Kind eingeimpft hatte, das gemeinsame „Geheimnis“ nicht zu verraten, weil es sonst „Ärger“ gebe - Ärger mit ihm. Richter Norbert Kütemeyer, Vorsitzender der Kammer, erkennt darin „gesteigerte kriminelle Energie“. Das Kind saß jeweils auf dem Schoß des Mannes.In das Urteil eingeflossen ist eine vorausgegangene Entscheidung des Amtsgerichts Stadthagen, das den Handwerker im vergangenen Sommer zu einer elfmonatigen Bewährungsstrafe verurteilt hatte, nachdem auf seinem Rechner rund 16 000 Dateien mit Kinderpornos gefunden worden waren.Mittlerweile gibt der Stadthäger zu, pädophile Neigungen zu haben, sich sexuell zu Kindern hingezogen zu fühlen. Mit einer Therapie, der Bewährungsauflage aus dem früheren Urteil, hat er begonnen. „Ich möchte, dass so etwas nicht wieder passiert“, sagt er zum Missbrauch der Fünfjährigen. Zunächst hatte der 47-Jährige versucht, die Taten zu leugnen, bevor ein erfahrener Vernehmungsbeamter ihm „klare Ansagen“ (Kütemeyer) machte und dazu riet, die sexuellen Übergriffe einzuräumen, vermutlich angesichts der Beweislage. Außerdem blieb dem Kind dadurch eine Aussage erspart.Vor Gericht blieb es bei dem Geständnis, für das sogar Opferanwalt Dietmar Weyland lobende Worte fand. Auch auf unangenehme Fragen, so Weyland, habe der Angeklagte bereitwillig Auskunft gegeben. Dennoch: „Das Mädchen trägt eine Last, die wir nur erahnen können.“ Wie die Mutter im Prozess berichtete, ist ihre Tochter ängstlich gegenüber Männern geworden und hat Probleme mit dem Sprechen.

Haft für Missbrauch einer Fünfjährigen

Bückeburg (Ly). Wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern hat die 1. Große Jugendkammer am Bückeburger Landgericht einen Stadthäger zu zwei Jahren und neun Monaten Haft verurteilt. Dreimal hatte der 47-Jährige das damals fünfjährige Mädchen, das mit seiner Mutter im selben Haus wohnte, im Intimbereich befummelt. Zum Teil tat er dies über der Kleidung, teilweise auch darunter.

Vielleicht brauchte der Täter diesen „Kick“. Vielleicht fühlte er sich auch sicher, weil er dem Kind eingeimpft hatte, das gemeinsame „Geheimnis“ nicht zu verraten, weil es sonst „Ärger“ gebe - Ärger mit ihm. Richter Norbert Kütemeyer, Vorsitzender der Kammer, erkennt darin „gesteigerte kriminelle Energie“. Das Kind saß jeweils auf dem Schoß des Mannes.

In das Urteil eingeflossen ist eine vorausgegangene Entscheidung des Amtsgerichts Stadthagen, das den Handwerker im vergangenen Sommer zu einer elfmonatigen Bewährungsstrafe verurteilt hatte, nachdem auf seinem Rechner rund 16 000 Dateien mit Kinderpornos gefunden worden waren.

Mittlerweile gibt der Stadthäger zu, pädophile Neigungen zu haben, sich sexuell zu Kindern hingezogen zu fühlen. Mit einer Therapie, der Bewährungsauflage aus dem früheren Urteil, hat er begonnen. „Ich möchte, dass so etwas nicht wieder passiert“, sagt er zum Missbrauch der Fünfjährigen. Zunächst hatte der 47-Jährige versucht, die Taten zu leugnen, bevor ein erfahrener Vernehmungsbeamter ihm „klare Ansagen“ (Kütemeyer) machte und dazu riet, die sexuellen Übergriffe einzuräumen, vermutlich angesichts der Beweislage. Außerdem blieb dem Kind dadurch eine Aussage erspart.

Vor Gericht blieb es bei dem Geständnis, für das sogar Opferanwalt Dietmar Weyland lobende Worte fand. Auch auf unangenehme Fragen, so Weyland, habe der Angeklagte bereitwillig Auskunft gegeben. Dennoch: „Das Mädchen trägt eine Last, die wir nur erahnen können.“ Wie die Mutter im Prozess berichtete, ist ihre Tochter ängstlich gegenüber Männern geworden und hat Probleme mit dem Sprechen.

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