14 Tage Distanzunterricht: Corona-Infektion einer Schülerin der Europaschule Bad Oeynhausen trifft ganzen Oberstufen-Jahrgang Nicole Bliesener Bad Oeynhausen (nw). An der Europaschule befindet sich seit vergangenen Freitag ein kompletter Jahrgang der Oberstufe in Quarantäne, nachdem die Corona-Infektion einer Schülerin bekannt geworden war. „Für die Schülerinnen und Schüler dieser Jahrgangsstufe muss nun während der 14-tägigen Quarantäne Distanzunterricht angeboten werden“, sagt Kreissozialdezernent Hans-Joerg Deichholz auf Nachfrage. Auch an anderen Schulen und Kitas im Kreisgebiet gibt es vereinzelte Corona-Fälle, wie Kreissprecherin Sabine Ohnesorge mitteilte. Doch an keiner Einrichtung musste ein gesamter Jahrgang in Quarantäne geschickt werden. „Das liegt daran, dass die unmittelbaren Kontakte der betreffenden Person nicht mehr nachzuvollziehen waren“, erklärt Deichholz. Wohl auch, weil die Sitznachbarn im Kurssystem häufig wechseln. Als unmittelbare Kontaktpersonen oder Kontakte ersten Grades gelten im Unterricht die direkten Sitznachbarn und die Person, die direkt vor der infizierten Person saß. Nun also muss der komplette Jahrgang zu Hause bleiben. Auch wenn die Schüler nun zwei Wochen lang ihr Zuhause nicht mehr verlassen sollen, getestet werde die gesamte Jahrgangsstufe jedoch nicht. „Die aktuellen Vorgaben des Robert-Koch-Instituts besagen, dass nur Schüler mit Symptomen und die direkten Kontaktpersonen vom Gesundheitsamt getestet werden“, so Deichholz. „Und diese Tests werden auch vom Gesundheitsamt bezahlt.“ Das sei vor ein paar Wochen noch anders gewesen, aber nun habe das RKI die Teststrategie geändert. „Wir halten uns an die aktuell gültige Richtlinie“, fügt der Sozialdezernent hinzu. Die Schulleitungen seien grundsätzlich dazu aufgefordert worden, die engen Kontaktpersonen zu ermitteln, sollten ihnen Infektionen von Schülerinnen und Schülern bekannt werden. „Wir sind bei der Unterbrechung der Infektionsketten auf die Unterstützung der Schulen angewiesen“, fügt Deichholz hinzu. In vom Gesundheitsamt verordneter Quarantäne befinden sich derzeit mehr als 2.000 Menschen im Kreisgebiet. „Bei der Verfolgung der Kontaktpersonen hängen wir immer noch einen Tag hinterher“, sagt Deichholz. Angesichts der dramatisch steigenden Infektionszahlen hatte die Kreisverwaltung Anfang November noch einmal mehr Personal für die Kontaktverfolgung abgestellt. Seit vergangener Woche wird der Kreis zusätzlich von zehn Soldaten unterstützt. Mehr als 100 Mitarbeitende der Kreisverwaltung sind derzeit mit der Kontaktverfolgung, dem Informieren der Infizierten und der Menschen in Quarantäne befasst. „Aus allen Bereichen helfen Mitarbeiter mit, aber dabei darf ihre eigentliche Arbeit nicht zum Erliegen kommen“, sagt Deichholz. Mitarbeiter des Jugendamts würden sich beispielsweise um die Reiserückkehrer kümmern, Mitarbeiter der Erziehungsberatungsstelle unterstützen ihre Kollegen am Bürgertelefon, nennt der Kreissozialdezernent Beispiele. „Ich bin wirklich stolz darauf, dass unsere Mitarbeiter so mitziehen“, so Deichholz abschließend.

14 Tage Distanzunterricht: Corona-Infektion einer Schülerin der Europaschule Bad Oeynhausen trifft ganzen Oberstufen-Jahrgang

An der Europaschule Bad Oeynhausen ist nach einem Corona-Fall ein kompletter Oberstufenjahrgang in Quarantäne geschickt worden. Foto: nw © nn

Bad Oeynhausen (nw). An der Europaschule befindet sich seit vergangenen Freitag ein kompletter Jahrgang der Oberstufe in Quarantäne, nachdem die Corona-Infektion einer Schülerin bekannt geworden war. „Für die Schülerinnen und Schüler dieser Jahrgangsstufe muss nun während der 14-tägigen Quarantäne Distanzunterricht angeboten werden“, sagt Kreissozialdezernent Hans-Joerg Deichholz auf Nachfrage.

Auch an anderen Schulen und Kitas im Kreisgebiet gibt es vereinzelte Corona-Fälle, wie Kreissprecherin Sabine Ohnesorge mitteilte. Doch an keiner Einrichtung musste ein gesamter Jahrgang in Quarantäne geschickt werden. „Das liegt daran, dass die unmittelbaren Kontakte der betreffenden Person nicht mehr nachzuvollziehen waren“, erklärt Deichholz. Wohl auch, weil die Sitznachbarn im Kurssystem häufig wechseln. Als unmittelbare Kontaktpersonen oder Kontakte ersten Grades gelten im Unterricht die direkten Sitznachbarn und die Person, die direkt vor der infizierten Person saß.

Nun also muss der komplette Jahrgang zu Hause bleiben. Auch wenn die Schüler nun zwei Wochen lang ihr Zuhause nicht mehr verlassen sollen, getestet werde die gesamte Jahrgangsstufe jedoch nicht. „Die aktuellen Vorgaben des Robert-Koch-Instituts besagen, dass nur Schüler mit Symptomen und die direkten Kontaktpersonen vom Gesundheitsamt getestet werden“, so Deichholz. „Und diese Tests werden auch vom Gesundheitsamt bezahlt.“ Das sei vor ein paar Wochen noch anders gewesen, aber nun habe das RKI die Teststrategie geändert. „Wir halten uns an die aktuell gültige Richtlinie“, fügt der Sozialdezernent hinzu.

Die Schulleitungen seien grundsätzlich dazu aufgefordert worden, die engen Kontaktpersonen zu ermitteln, sollten ihnen Infektionen von Schülerinnen und Schülern bekannt werden. „Wir sind bei der Unterbrechung der Infektionsketten auf die Unterstützung der Schulen angewiesen“, fügt Deichholz hinzu.

In vom Gesundheitsamt verordneter Quarantäne befinden sich derzeit mehr als 2.000 Menschen im Kreisgebiet. „Bei der Verfolgung der Kontaktpersonen hängen wir immer noch einen Tag hinterher“, sagt Deichholz. Angesichts der dramatisch steigenden Infektionszahlen hatte die Kreisverwaltung Anfang November noch einmal mehr Personal für die Kontaktverfolgung abgestellt. Seit vergangener Woche wird der Kreis zusätzlich von zehn Soldaten unterstützt.

Mehr als 100 Mitarbeitende der Kreisverwaltung sind derzeit mit der Kontaktverfolgung, dem Informieren der Infizierten und der Menschen in Quarantäne befasst. „Aus allen Bereichen helfen Mitarbeiter mit, aber dabei darf ihre eigentliche Arbeit nicht zum Erliegen kommen“, sagt Deichholz. Mitarbeiter des Jugendamts würden sich beispielsweise um die Reiserückkehrer kümmern, Mitarbeiter der Erziehungsberatungsstelle unterstützen ihre Kollegen am Bürgertelefon, nennt der Kreissozialdezernent Beispiele. „Ich bin wirklich stolz darauf, dass unsere Mitarbeiter so mitziehen“, so Deichholz abschließend.

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