Kreis Herford/Kreis Minden-Lübbecke 1. Mai: "Querdenkern und Rechten überlassen wir nicht den Platz!" Rechtsextreme haben bundesweit mehrere Kundgebungen zum 1. Mai angemeldet. Die Gerichte lassen einige zu, einige nicht. Arbeitnehmervertreter haben eine klare Meinung. Ingo Müntz Kreis Herford/Kreis Minden-Lübbecke. Der 1. Mai ist der sogenannte Tag der Arbeiterbewegung. Doch immer wieder versuchen rechtsextrem orientierte Menschen, Bewegungen oder Parteien, symbolträchtige Tage wie den 1. Mai oder den 9. November mit Kundgebungen zu besetzen. Während in Hamburg eine Kundgebung von "Die Rechte" verboten wurde, kann in Essen die NPD einen Umzug durchführen. Hoffentlich passiert das nicht in OWL "Ich hoffe, dass wir solche Situationen in OWL nicht bekommen", sagt Feride Ciftci vom Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB). Die Gewerkschaftssekretärin ist für die Maikundgebung in Herford mit verantwortlich. "Wir stellen uns klar geben Demokratiefeinde, gegen Parteien wie Die Rechte oder die AfD. Und am 1. Mai werden wir weder Rechten noch Querdenkern den Platz überlassen. Denn wir sind auch das Sprachrohr für die Menschen, die als systemrelevant gelten!" Einzige Kundgebung im Kreis Herford Für die Kreise Herford und Minden-Lübbecke habe der DGB im Vorfeld der Maikundgebungen seit jeher ein gutes Verhältnis zur Polizei. "Die Kundgebung in Herford ist die einzige. Früher waren wir auch in Bünde und Löhne. Das geht allerdings aufgrund der Corona-Situation nicht", sagt Ciftci. "Im Gegensatz zu den immer wieder aufkommenden Querdenken-Demonstrationen akzeptieren wir notwendige Hygienekonzepte und Abstände." Aktiv gegen Störer Natürlich sei es möglich, dass sich Störer in die Kundgebung drängen. "Wie vor einigen Jahren, als AfDler massiv gestört haben. Unsere Ordner sind da gut geschult und arbeiten mit der Polizei zusammen. Die Störer werden dann ausgeschlossen. Zudem seien die Gewerkschaftsmitglieder auch gut für Auseinandersetzungen geschult. "Auch bei Tarifverhandlungen oder ähnlichen Vorgängen geht es ja auch nicht immer zimperlich zu. Wir lassen es definitiv nicht zu, dass uns die Veranstaltung abgenommen wird." Mahnwache in Minden Dennoch fällt auf, dass immer wieder Querdenker oder Corona-Leugner oder Mischungen dieser Gruppen in den Kreisen öffentlichkeitswirksam Präsenz zeigen. Doch Feride Ciftci hält das für eine andere Qualität. "Wie gesagt - wir respektieren Vorgaben und setzen diese konsequent um. Um den Marktplatz in Herford am 1. Mai nicht zu überfüllen, haben wir nicht so stark mobilisiert, wie in den Vorjahren. Darum haben wir maximal 200 Menschen bei der Polizei angekündigt. Auch in Minden wird der 1. Mai klein ausfallen. Dort gibt es ab 11 Uhr eine Mahnwache am Johanniskirchhof."
Kreis Herford/Kreis Minden-Lübbecke

1. Mai: "Querdenkern und Rechten überlassen wir nicht den Platz!"

So sahen 2018 Maikundgebungen aus. In diesem Jahr wird das überschaubarer - aber sie finden statt. © Archiv: Christian Weische

Kreis Herford/Kreis Minden-Lübbecke. Der 1. Mai ist der sogenannte Tag der Arbeiterbewegung. Doch immer wieder versuchen rechtsextrem orientierte Menschen, Bewegungen oder Parteien, symbolträchtige Tage wie den 1. Mai oder den 9. November mit Kundgebungen zu besetzen. Während in Hamburg eine Kundgebung von "Die Rechte" verboten wurde, kann in Essen die NPD einen Umzug durchführen.

Hoffentlich passiert das nicht in OWL

"Ich hoffe, dass wir solche Situationen in OWL nicht bekommen", sagt Feride Ciftci vom Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB). Die Gewerkschaftssekretärin ist für die Maikundgebung in Herford mit verantwortlich. "Wir stellen uns klar geben Demokratiefeinde, gegen Parteien wie Die Rechte oder die AfD. Und am 1. Mai werden wir weder Rechten noch Querdenkern den Platz überlassen. Denn wir sind auch das Sprachrohr für die Menschen, die als systemrelevant gelten!"

Anke Unger, Peter Kleint, Friedel Böhse, Siegbert Ruppel, Feride Ciftci und Hermann Janszen (alle DGB Kreis Herford, v.l.) laden zur Kundgebung am ersten Mai auf dem Herforder Rathausplatz ein. - © Alexandra Golfinger
Anke Unger, Peter Kleint, Friedel Böhse, Siegbert Ruppel, Feride Ciftci und Hermann Janszen (alle DGB Kreis Herford, v.l.) laden zur Kundgebung am ersten Mai auf dem Herforder Rathausplatz ein. - © Alexandra Golfinger
Einzige Kundgebung im Kreis Herford

Für die Kreise Herford und Minden-Lübbecke habe der DGB im Vorfeld der Maikundgebungen seit jeher ein gutes Verhältnis zur Polizei. "Die Kundgebung in Herford ist die einzige. Früher waren wir auch in Bünde und Löhne. Das geht allerdings aufgrund der Corona-Situation nicht", sagt Ciftci. "Im Gegensatz zu den immer wieder aufkommenden Querdenken-Demonstrationen akzeptieren wir notwendige Hygienekonzepte und Abstände."

Aktiv gegen Störer

Natürlich sei es möglich, dass sich Störer in die Kundgebung drängen. "Wie vor einigen Jahren, als AfDler massiv gestört haben. Unsere Ordner sind da gut geschult und arbeiten mit der Polizei zusammen. Die Störer werden dann ausgeschlossen. Zudem seien die Gewerkschaftsmitglieder auch gut für Auseinandersetzungen geschult. "Auch bei Tarifverhandlungen oder ähnlichen Vorgängen geht es ja auch nicht immer zimperlich zu. Wir lassen es definitiv nicht zu, dass uns die Veranstaltung abgenommen wird."

Mahnwache in Minden

Dennoch fällt auf, dass immer wieder Querdenker oder Corona-Leugner oder Mischungen dieser Gruppen in den Kreisen öffentlichkeitswirksam Präsenz zeigen. Doch Feride Ciftci hält das für eine andere Qualität. "Wie gesagt - wir respektieren Vorgaben und setzen diese konsequent um. Um den Marktplatz in Herford am 1. Mai nicht zu überfüllen, haben wir nicht so stark mobilisiert, wie in den Vorjahren. Darum haben wir maximal 200 Menschen bei der Polizei angekündigt. Auch in Minden wird der 1. Mai klein ausfallen. Dort gibt es ab 11 Uhr eine Mahnwache am Johanniskirchhof."

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