Ab in den Garten und auf den Balkon! Darum sollten Sie sich jetzt draußen kümmern Julia Kleinschmidt Minden (mt). Draußen lacht die Frühlingssonne - also nichts wie los und den eigenen Garten für die warme Jahreszeit auf Vordermann bringen! Und auch, wer zu Hause über einen Balkon verfügt, kann jetzt schon die Voraussetzungen für die eigene, kleine Wohlfühloase schaffen. Der Rasen Wunderbar grün soll er ausschauen, gleichmäßig und natürlich möglichst ohne Moos und kahle Stellen. Damit das gelingt, benötigt der Rasen insbesondere im Frühjahr die erste ordentliche Portion Pflege. Sobald sich die letzten Fröste verzogen haben, kann es losgehen: Zunächst steht das Mähen auf dem Programm - aber bitte nicht zu kurz! Danach freut sich das Grün über eine Belüftung. Das geht - insbesondere bei kleineren Flächen - mit einem schlichten Rechen oder Handvertikutierer. Wer möchte, kann natürlich auch auf einen elektrischen Vertikutierer zurückgreifen. Fachleute raten allerdings, den Rasen dabei nicht zu tief einzuschneiden. Für kräftiges Grün sorgt eine anschließende Düngung. Nur bitte nicht zu viel und möglichst gleichmäßig, ansonsten könnte der Rasen dies übel nehmen. Wichtig im Anschluss ist ausreichend Feuchtigkeit. Die Beete Nicht nur der Rasen benötigt im Frühjahr viel Aufmerksamkeit, natürlich auch die Beete. Bei bereits bepflanzten Flächen kann man vorsichtig den Boden auflockern und Kompost untermischen. Mit Stiefmütterchen, Hornveilchen und Co. wartet in den Gärtnereien, Bau- und Gartenmärkten in diesen Wochen eine Vielzahl an Pflanzen darauf, Garten oder Balkon zu verschönern. So manche Gewächshauspflanze reagiert jedoch empfindlich auf letzte Nachtfröste. Das sollten Hobbygärtner berücksichtigen, bevor sie sie ins Freie setzen. Wer zeitig plant, der bringt erste Frühlingsboten wie Tulpen-, Narzissen- oder Krokuszwiebeln bereits im Herbst in den Boden ein. So sorgen sie früh im Jahr für frische Farbtupfer. Das gilt fürs Blumenbeet ebenso wie für Kübel und Kästen auf dem Balkon. Frische Kräuter runden jedes Mahl zu Hause ab. Schnittlauch, Petersilie, Rosmarin & Co. in vorgezogenen Töpfen aus dem Gewächshaus sollten aber besser erst im Mai eingepflanzt werden, rät zum Beispiel der Provinzialverband Rheinischer Obst- und Gemüsebauern. Solange können sie zu Hause zum Beispiel auf der Fensterbank "Platz nehmen". Empfindlich können auch Gemüsepflanzen reagieren, etwa Tomaten und Paprika. Daher sollte man mit dem Auspflanzen möglichst bis nach den Eisheiligen (11. bis 15. Mai) warten. Robuster und daher für ein früheres Auspflanzen geeignet sind dagegen zum Beispiel Kohlrabi, Radieschen oder Blumenkohl. Kübelpflanzen, Obstbäume, Sträucher und Hecken Wer Kübelpflanzen im Winter eingelagert hat, sollte sie langsam wieder an mehr Licht und geänderte Temperaturverhältnisse gewöhnen und nicht sofort ins Freie stellen - vor allem jene, die ihr Laub im Herbst abgeworfen haben. Das geht zum Beispiel am Fenster oder - falls vorhanden - im Wintergarten. Bei milden Temperaturen darf es tagsüber auch schon mal für ein paar Stunden ins Freie gehen. Direkte Sonneneinstrahlung sollte zu Beginn jedoch vermieden werden. Eis mit frischen Himbeeren? Apfeltorte? Wer Obstbäume oder auch Beerensträucher noch jetzt im Frühjahr pflanzen möchte, der sollte sich sputen und dies möglichst bis Ende April erledigt haben. Ideale Pflanzzeit ist ansonsten der Herbst. Sträucher schneiden: Wann der beste Zeitpunkt für einen Rückschnitt von Gehölzen ist, wird unter Fachleuten viel diskutiert. Häufig gehörter Rat: Frühblühende Sträucher wie etwa die Forsythie werden direkt nach der Blüte zurückgeschnitten. Für Sommer- oder Herbstblüher gilt dagegen: Rückschnitte am besten im Spätherbst bis zum zeitigen Frühjahr. Die Terrasse oder den Balkon reinigen Ein gemütlicher Treffpunkt im Freien - nur leider sehen Balkon und Terrasse im Frühling oft immer noch schwer mitgenommen aus. Hier helfen zunächst einmal die Basics: Unkraut rupfen und die Fläche ordentlich abfegen. Aber was tun bei hartnäckigem Schmutz und Grünbelag? Für viele steht der Griff zum Hochdruckreiniger an erster Stelle. Die Reinigung ist schnell und effektiv, zusätzliche Reinigungsmittel werden nicht benötigt. Dennoch ist Vorsicht geboten: Denn auf empfindlichen Oberflächen kann diese Methode bei zu hohem Druck mitunter Schaden anrichten; das gilt auch bei der Reinigung von Holzterrassen. Hier spielt zum Beispiel auch der Unterschied zwischen harten und weichen Hölzern eine Rolle. Im Handel sind unterschiedlichste Reinigungsprodukte für Balkon und Terrasse erhältlich - hier sollte man allerdings darauf achten, für welche Untergründe sie geeignet sind. Und auch die Frage nach der Umweltverträglichkeit der Inhaltsstoffe sollten Garten- und Balkonbesitzer mit einem Blick auf die Etiketten klären. Als mühsam und arbeitsintensiv, dafür aber als umweltfreundlich gilt die klassische Methode mit Schrubber, Bürste und Schmierseife. Möbel für draußen flott machen Auch Garten- und Balkonmöbel können im Frühjahr meist eine Reinigung gebrauchen, bevor sie wieder zum Einsatz kommen. Tische und Stühle aus Kunststoff freuen sich über eine Reinigung mit Bürste, Tuch und einem milden Reinigungsmittel. Bei hartnäckigen Verschmutzungen lohnt ein Versuch mit Hausmitteln, zum Beispiel handelsüblicher Zahnpasta: Die Paste mit etwas Wasser mischen und auf den Fleck auftragen. Danach mit einem feuchten Tuch abwischen. Bei Möbeln aus Holz reichen ein Baumwolltuch (keine Mikrofaser) und eine Lauge mit Naturseife. Um das Holz zu pflegen und die Farben aufzufrischen, kommt von Zeit zu Zeit ein Pflegeöl zum Einsatz. Sind Tisch und Stühle stärker verwittert, können sie vorsichtig mit Schmirgelpapier bearbeitet werden. Den Abrieb sorgfältig erst mit dem Sauger, dann mit einem Tuch entfernen und die Möbel hinterher einölen. Pigmentierte Öle enthalten einen UV-Schutz.

Ab in den Garten und auf den Balkon! Darum sollten Sie sich jetzt draußen kümmern

Minden (mt). Draußen lacht die Frühlingssonne - also nichts wie los und den eigenen Garten für die warme Jahreszeit auf Vordermann bringen! Und auch, wer zu Hause über einen Balkon verfügt, kann jetzt schon die Voraussetzungen für die eigene, kleine Wohlfühloase schaffen.

Der Rasen

Wunderbar grün soll er ausschauen, gleichmäßig und natürlich möglichst ohne Moos und kahle Stellen. Damit das gelingt, benötigt der Rasen insbesondere im Frühjahr die erste ordentliche Portion Pflege. Sobald sich die letzten Fröste verzogen haben, kann es losgehen:

  • Zunächst steht das Mähen auf dem Programm - aber bitte nicht zu kurz! Danach freut sich das Grün über eine Belüftung. Das geht - insbesondere bei kleineren Flächen - mit einem schlichten Rechen oder Handvertikutierer. Wer möchte, kann natürlich auch auf einen elektrischen Vertikutierer zurückgreifen. Fachleute raten allerdings, den Rasen dabei nicht zu tief einzuschneiden.
  • Für kräftiges Grün sorgt eine anschließende Düngung. Nur bitte nicht zu viel und möglichst gleichmäßig, ansonsten könnte der Rasen dies übel nehmen. Wichtig im Anschluss ist ausreichend Feuchtigkeit.

Die Beete

Nicht nur der Rasen benötigt im Frühjahr viel Aufmerksamkeit, natürlich auch die Beete.

  • Bei bereits bepflanzten Flächen kann man vorsichtig den Boden auflockern und Kompost untermischen.
  • Mit Stiefmütterchen, Hornveilchen und Co. wartet in den Gärtnereien, Bau- und Gartenmärkten in diesen Wochen eine Vielzahl an Pflanzen darauf, Garten oder Balkon zu verschönern. So manche Gewächshauspflanze reagiert jedoch empfindlich auf letzte Nachtfröste. Das sollten Hobbygärtner berücksichtigen, bevor sie sie ins Freie setzen. Wer zeitig plant, der bringt erste Frühlingsboten wie Tulpen-, Narzissen- oder Krokuszwiebeln bereits im Herbst in den Boden ein. So sorgen sie früh im Jahr für frische Farbtupfer. Das gilt fürs Blumenbeet ebenso wie für Kübel und Kästen auf dem Balkon.
  • Frische Kräuter runden jedes Mahl zu Hause ab. Schnittlauch, Petersilie, Rosmarin & Co. in vorgezogenen Töpfen aus dem Gewächshaus sollten aber besser erst im Mai eingepflanzt werden, rät zum Beispiel der Provinzialverband Rheinischer Obst- und Gemüsebauern. Solange können sie zu Hause zum Beispiel auf der Fensterbank "Platz nehmen".
  • Empfindlich können auch Gemüsepflanzen reagieren, etwa Tomaten und Paprika. Daher sollte man mit dem Auspflanzen möglichst bis nach den Eisheiligen (11. bis 15. Mai) warten. Robuster und daher für ein früheres Auspflanzen geeignet sind dagegen zum Beispiel Kohlrabi, Radieschen oder Blumenkohl.

Kübelpflanzen, Obstbäume, Sträucher und Hecken

  • Wer Kübelpflanzen im Winter eingelagert hat, sollte sie langsam wieder an mehr Licht und geänderte Temperaturverhältnisse gewöhnen und nicht sofort ins Freie stellen - vor allem jene, die ihr Laub im Herbst abgeworfen haben. Das geht zum Beispiel am Fenster oder - falls vorhanden - im Wintergarten. Bei milden Temperaturen darf es tagsüber auch schon mal für ein paar Stunden ins Freie gehen. Direkte Sonneneinstrahlung sollte zu Beginn jedoch vermieden werden.
  • Eis mit frischen Himbeeren? Apfeltorte? Wer Obstbäume oder auch Beerensträucher noch jetzt im Frühjahr pflanzen möchte, der sollte sich sputen und dies möglichst bis Ende April erledigt haben. Ideale Pflanzzeit ist ansonsten der Herbst.
  • Sträucher schneiden: Wann der beste Zeitpunkt für einen Rückschnitt von Gehölzen ist, wird unter Fachleuten viel diskutiert. Häufig gehörter Rat: Frühblühende Sträucher wie etwa die Forsythie werden direkt nach der Blüte zurückgeschnitten. Für Sommer- oder Herbstblüher gilt dagegen: Rückschnitte am besten im Spätherbst bis zum zeitigen Frühjahr.

Die Terrasse oder den Balkon reinigen

Ein gemütlicher Treffpunkt im Freien - nur leider sehen Balkon und Terrasse im Frühling oft immer noch schwer mitgenommen aus. Hier helfen zunächst einmal die Basics: Unkraut rupfen und die Fläche ordentlich abfegen. Aber was tun bei hartnäckigem Schmutz und Grünbelag?

  • Für viele steht der Griff zum Hochdruckreiniger an erster Stelle. Die Reinigung ist schnell und effektiv, zusätzliche Reinigungsmittel werden nicht benötigt. Dennoch ist Vorsicht geboten: Denn auf empfindlichen Oberflächen kann diese Methode bei zu hohem Druck mitunter Schaden anrichten; das gilt auch bei der Reinigung von Holzterrassen. Hier spielt zum Beispiel auch der Unterschied zwischen harten und weichen Hölzern eine Rolle.
  • Im Handel sind unterschiedlichste Reinigungsprodukte für Balkon und Terrasse erhältlich - hier sollte man allerdings darauf achten, für welche Untergründe sie geeignet sind. Und auch die Frage nach der Umweltverträglichkeit der Inhaltsstoffe sollten Garten- und Balkonbesitzer mit einem Blick auf die Etiketten klären.
  • Als mühsam und arbeitsintensiv, dafür aber als umweltfreundlich gilt die klassische Methode mit Schrubber, Bürste und Schmierseife.

Möbel für draußen flott machen

Auch Garten- und Balkonmöbel können im Frühjahr meist eine Reinigung gebrauchen, bevor sie wieder zum Einsatz kommen.

  • Tische und Stühle aus Kunststoff freuen sich über eine Reinigung mit Bürste, Tuch und einem milden Reinigungsmittel. Bei hartnäckigen Verschmutzungen lohnt ein Versuch mit Hausmitteln, zum Beispiel handelsüblicher Zahnpasta: Die Paste mit etwas Wasser mischen und auf den Fleck auftragen. Danach mit einem feuchten Tuch abwischen.
  • Bei Möbeln aus Holz reichen ein Baumwolltuch (keine Mikrofaser) und eine Lauge mit Naturseife. Um das Holz zu pflegen und die Farben aufzufrischen, kommt von Zeit zu Zeit ein Pflegeöl zum Einsatz. Sind Tisch und Stühle stärker verwittert, können sie vorsichtig mit Schmirgelpapier bearbeitet werden. Den Abrieb sorgfältig erst mit dem Sauger, dann mit einem Tuch entfernen und die Möbel hinterher einölen. Pigmentierte Öle enthalten einen UV-Schutz.
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