Social Distancing: Alleinsein als eine Chance begreifen Lena Breuer Minden (mt). Die Welt steht Kopf und alles um uns herum hat sich innerhalb kürzester Zeit verändert. Den täglichen Gang ins Büro hat das Homeoffice ersetzt, der Sportkurs am Abend wurde gegen einige Fitnessübungen Zuhause oder eine Runde Joggen eingetauscht und auch die Treffen mit Freunden oder der Familie sind bis auf unbestimmte Zeit fast gänzlich ausgesetzt. Alle diese Maßnahmen haben ein Ziel: räumliche Distanzierungen zu schaffen. Besonders alleinlebende Menschen leiden unter der sozialen Isolation. Doch es gibt eine gute Nachricht – Alleinsein hat auch seine guten Seiten. Einsamkeit vs. Alleinsein Um zu verstehen, welche Chancen sich durch das Alleinsein bieten, gilt es zu begreifen, dass ein großer Unterschied zwischen Einsamkeit und dem Alleinsein herrscht. Einsamkeit entsteht bei Isolation und Kontaktarmut. Im Gegensatz zum Alleinsein kann das Gefühl der Einsamkeit jedoch auch in Gesellschaft seinen Weg zu uns finden: Unverständnis oder Ausgrenzung anderer können Gründe dafür sein. Alleinsein jedoch bedeutet umgekehrt nicht, einsam zu sein. Denn auch wer räumlich isoliert ist, kann sich anderen Menschen trotzdem verbunden fühlen. Schlechtes Gewissen Ade Ein Termin jagt den nächsten, oft nicht nur im Beruf. Zu Arbeitsmeetings gesellen sich gesellschaftliche Anlässe, Sportkurse und Treffen mit Freunden und Familie. Wie gerne hätte man da nicht mal den ein oder anderen Termin abgeblasen und sich einfach nur Zeit für sich genommen? Genau diese Zeit kommt jetzt: Denn was ein Fluch ist, kann auch ein Segen sein. Da da das gesellschaftliche Leben stillsteht, kann man sich mit gutem Gewissen die Zeit für sich nehmen, die einem sonst so oft gefehlt hat. Eigene Bedürfnisse wahrnehmen Viele in unserer Gesellschaft haben verlernt allein zu sein, verlernt sich mit sich selbst zu beschäftigen, verlernt die eigenen Bedürfnisse wahrzunehmen. Auch wenn es sich erst mal befremdlich und vielleicht unangenehm anfühlt, ist es eine Chance sich selbst besser kennenzulernen. Also warum die freie Zeit nicht nutzen und einfach mal ganz tief in sich hineinhorchen: Was möchte ich eigentlich und wonach steht mir in diesem Moment der Sinn? Neue Hobbys entdecken Langeweile muss nicht unbedingt ein Nachteil sein. Jetzt ist endlich die Zeit da, um neue Dinge auszuprobieren und zu entdecken, die vorher nie Priorität hatten. Wie wäre es zum Beispiel mit einem Online-Nähkurs? Vielleicht entdeckt der ein oder andere in diesen Tagen auch seinen grünen Daumen. Tipp: Einfach mal andere Sachen ausprobieren, die normalerweise nicht zum alltäglichen Leben gehören. Mehr Zeit zum Träumen Im hohen Gras liegen und die Wolken beim Vorbeiziehen beobachten. Jeden einzelnen Sonnenstrahl im Gesicht spüren. Oder sogenannte Luftschlösser in der Fantasie bauen. Ob mit offenen oder geschlossenen Augen – um sich die schönsten Orte der Welt (ob real oder eben auch nicht) vorzustellen, braucht man niemanden außer sich selbst. Wenn die Einsamkeit kommt Mal nur mit sich zu sein hat also auch Vorteile. Manchmal schleicht sich aber trotzdem das Gefühl der Einsamkeit ein. Diese einfachen Tipps können dann helfen: Freunde oder Familie anrufen: egal ob mit oder ohne Bild. Schon die Stimme einer geliebten Person kann die Einsamkeit vertreiben. Sich ablenken: rätseln, puzzeln oder sich von einer Serie oder einem Film berieseln lassen. Die Ablenkung vertreibt die schlechten Gedanken und gibt eine Pause zum Durchatmen. Bewegung: Ein Spaziergang an der frischen Luft, ein paar Fitnessübungen in den eigenen vier Wänden oder eine Fahrradtour durch die Natur – durch sportliche Betätigungen werden Glückshormone im Körper freigesetzt. Entspannungsübungen: Durch Yoga, Meditation und Co kann ein Abstand zu seinen Gefühlen gewonnen werden. Das wiederum hilft dabei, eine Situation objektiver betrachten zu können. Um dann im Endeffekt festzustellen: So schlimm ist es doch gar nicht mit mir allein zu sein.

Social Distancing: Alleinsein als eine Chance begreifen

Minden (mt). Die Welt steht Kopf und alles um uns herum hat sich innerhalb kürzester Zeit verändert. Den täglichen Gang ins Büro hat das Homeoffice ersetzt, der Sportkurs am Abend wurde gegen einige Fitnessübungen Zuhause oder eine Runde Joggen eingetauscht und auch die Treffen mit Freunden oder der Familie sind bis auf unbestimmte Zeit fast gänzlich ausgesetzt. Alle diese Maßnahmen haben ein Ziel: räumliche Distanzierungen zu schaffen. Besonders alleinlebende Menschen leiden unter der sozialen Isolation. Doch es gibt eine gute Nachricht – Alleinsein hat auch seine guten Seiten.

Einsamkeit vs. Alleinsein

Um zu verstehen, welche Chancen sich durch das Alleinsein bieten, gilt es zu begreifen, dass ein großer Unterschied zwischen Einsamkeit und dem Alleinsein herrscht. Einsamkeit entsteht bei Isolation und Kontaktarmut. Im Gegensatz zum Alleinsein kann das Gefühl der Einsamkeit jedoch auch in Gesellschaft seinen Weg zu uns finden: Unverständnis oder Ausgrenzung anderer können Gründe dafür sein. Alleinsein jedoch bedeutet umgekehrt nicht, einsam zu sein. Denn auch wer räumlich isoliert ist, kann sich anderen Menschen trotzdem verbunden fühlen.

Schlechtes Gewissen Ade

Ein Termin jagt den nächsten, oft nicht nur im Beruf. Zu Arbeitsmeetings gesellen sich gesellschaftliche Anlässe, Sportkurse und Treffen mit Freunden und Familie. Wie gerne hätte man da nicht mal den ein oder anderen Termin abgeblasen und sich einfach nur Zeit für sich genommen? Genau diese Zeit kommt jetzt: Denn was ein Fluch ist, kann auch ein Segen sein. Da da das gesellschaftliche Leben stillsteht, kann man sich mit gutem Gewissen die Zeit für sich nehmen, die einem sonst so oft gefehlt hat.

Eigene Bedürfnisse wahrnehmen

Viele in unserer Gesellschaft haben verlernt allein zu sein, verlernt sich mit sich selbst zu beschäftigen, verlernt die eigenen Bedürfnisse wahrzunehmen. Auch wenn es sich erst mal befremdlich und vielleicht unangenehm anfühlt, ist es eine Chance sich selbst besser kennenzulernen. Also warum die freie Zeit nicht nutzen und einfach mal ganz tief in sich hineinhorchen: Was möchte ich eigentlich und wonach steht mir in diesem Moment der Sinn?

Neue Hobbys entdecken

Langeweile muss nicht unbedingt ein Nachteil sein. Jetzt ist endlich die Zeit da, um neue Dinge auszuprobieren und zu entdecken, die vorher nie Priorität hatten. Wie wäre es zum Beispiel mit einem Online-Nähkurs? Vielleicht entdeckt der ein oder andere in diesen Tagen auch seinen grünen Daumen. Tipp: Einfach mal andere Sachen ausprobieren, die normalerweise nicht zum alltäglichen Leben gehören.

Mehr Zeit zum Träumen

Im hohen Gras liegen und die Wolken beim Vorbeiziehen beobachten. Jeden einzelnen Sonnenstrahl im Gesicht spüren. Oder sogenannte Luftschlösser in der Fantasie bauen. Ob mit offenen oder geschlossenen Augen – um sich die schönsten Orte der Welt (ob real oder eben auch nicht) vorzustellen, braucht man niemanden außer sich selbst.

Wenn die Einsamkeit kommt

Mal nur mit sich zu sein hat also auch Vorteile. Manchmal schleicht sich aber trotzdem das Gefühl der Einsamkeit ein. Diese einfachen Tipps können dann helfen:

  • Freunde oder Familie anrufen: egal ob mit oder ohne Bild. Schon die Stimme einer geliebten Person kann die Einsamkeit vertreiben.

  • Sich ablenken: rätseln, puzzeln oder sich von einer Serie oder einem Film berieseln lassen. Die Ablenkung vertreibt die schlechten Gedanken und gibt eine Pause zum Durchatmen.

  • Bewegung: Ein Spaziergang an der frischen Luft, ein paar Fitnessübungen in den eigenen vier Wänden oder eine Fahrradtour durch die Natur – durch sportliche Betätigungen werden Glückshormone im Körper freigesetzt.

  • Entspannungsübungen: Durch Yoga, Meditation und Co kann ein Abstand zu seinen Gefühlen gewonnen werden. Das wiederum hilft dabei, eine Situation objektiver betrachten zu können. Um dann im Endeffekt festzustellen: So schlimm ist es doch gar nicht mit mir allein zu sein.

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