Ran an den Ofen! Diese Leckereien können Sie auch ohne Hefe backen Julia Kleinschmidt Minden (mt). Selbstgemacht schmeckt doch am besten! Ist nicht gerade jetzt ein guter Zeitpunkt, die ganze Familie - und natürlich sich selbst! - mal wieder kulinarisch zu verwöhnen? Insbesondere beim Backen gilt die Devise: Wissen, was drin ist! Sie selbst entscheiden beim Rühren oder Kneten, welche Zutaten Sie gerne verwenden möchten. Nicht zuletzt macht Selberbacken einfach Spaß. Also: Ran an den Ofen und los geht's ... In Zeiten von Hamsterkäufen zählt Hefe zu den besonders begehrten Zutaten - dabei spielt es offenbar keine Rolle, ob es sich um Trocken- oder Frischhefe handelt. Aber keine Sorge, es geht auch ohne. Viele Backwaren kommen sowieso von vornherein ohne Hefe aus, etwa der Rührteig - um nur ein Beispiel zu nennen. Zu den Grundzutaten wie Mehl, Eier, Butter oder Margarine, Zucker, Vanillezucker und Milch gehört hier das Backpulver. Die Zubereitung gelingt schnell und unkompliziert. Doch selbst bei klassischen Hefe-Rezepten wie frischen Brötchen & Co. gibt es Alternativen. Hier lassen sich zum Beispiel Backpulver, Weinsteinbackpulver oder das gute alte Natron als Treibmittel einsetzen. Eine Vielzahl an Rezepten zum Stöbern findet sich etwa unter www.chefkoch.de. Bei kräftigen Broten, zum Beispiel aus Roggenteig, reicht Hefe als Treibmittel allein nicht aus. Hier bildet ein Sauerteig die Grundlage. Den gibt es fertig zu kaufen oder lässt sich zu Hause mit etwas Geduld auch selbst herstellen. Jede Menge Anleitungen dazu gibt es im Netz, zum Beispiel unter https://www.innungsbaecker.de/sauerteig. Die Regale mit Weizenmehl im Supermarkt waren leer? Wie wär's denn mal mit Dinkelmehl oder einer Vollkorn-Variante? Hier einige Anregungen für alle, die mal wieder Lust aufs Backen haben: Sonntagsbrötchen: In den klassischen Teig gehören in der Regel Weizenmehl, Hefe, Zucker, Wasser und Salz. Sind Hefe und Weizenmehl vergriffen, gibt es leckere Varianten zum Beispiel mit Dinkel und Backpulver. Weitere Zutaten für dieses Rezept sind Skyr, Eier, Milch und Salz. Herzhafte Teigtaschen: Eine prima Möglichkeit zur Resteverwertung sind Teigtaschen. Zum Mittagessen lassen sie sich zum Beispiel mit Schinken, Käse und Tomaten füllen, auch verschiedenste Gemüsesorten schmecken lecker. Als Grundlage kann ein Mürbeteig dienen. Für etwa zehn bis zwölf Taschen benötigt man hier 300 Gramm Mehl,1/2 Teelöffel Salz, ein Ei, 150 Gramm kalte Butter und etwas kaltes Wasser. Den Teig verkneten und kühl stellen. Danach mit etwas Mehl oder zwischen Frischhaltefolie ausrollen und mit einem Glas oder einer kleinen Schüssel Kreise ausstechen. Nach Belieben füllen, die Ränder mit Wasser bestreichen und zusammenklappen; zum Schluss mit etwas mit Milch verquirltem Ei bestreichen und backen. Wem das alles zu lange dauert, der kann zum Beispiel auf Blätterteig aus der Tiefkühltruhe zurückgreifen. Süße Teigtaschen: Zum Kaffee lassen sich Teigtaschen natürlich auch mit süßen Sachen füllen, etwa mit Obst, Kompott oder Marmelade. Rührteig-Klassiker: Warum nicht mal wieder Marmorkuchen oder ein saftiger Nusskuchen? Die Zubereitung ist einfach und beim Kauf der Zutaten sollte es auch zu Corona-Zeiten keine Problem geben. Süß und gesund: Obstkuchen geht immer. Vielleicht haben Sie noch Äpfel im Keller gelagert? Die lassen sich prima zum Backen verwenden. Wenn Sie deshalb aber nicht extra einen Supermarkt aufsuchen möchten, können Sie auch mit Dosenobst tolle Kuchen zaubern, etwa den "Spiegeleikuchen" mit Quarkcreme und Pfirsichen oder Omas versunkenen Kirschkuchen - ein Rührteig mit Sauerkirschen. Biskuitteig: Das Grundrezept für einen Obstboden kommt klassischerweise ohne Hefe aus. Hier haben die meisten ihr eigenes "Hausrezept", zum Beispiel 150 Gramm Mehl, 150 Gramm Zucker, 3 Eier, 1 Prise Salz, 2 Teelöffel Backpulver, ein Päckchen Vanillezucker. Damit der Teig gelingt, die Eier trennen - die Eiweiße steif schlagen und zum Schluss unter die fertig gerührten Zutaten geben. Alternativ zum Weizenmehl schmeckt auch Dinkel prima - oder gesunde Vollkornvarianten wie Weizen- oder Dinkelvollkorn. Unter den Obstbelag passt sehr gut ein Vanillepudding. Knusperboden mit Keksen, Cornflakes & Co.: Eine tolle Grundlage für einen Kuchen mit Cremetopping ist ein Knusperboden ohne Mehl, den Sie noch nicht einmal backen müssen. Grundlage sind etwa 200 bis 250 Cornflakes oder Kekse wie zum Beispiel Butterkekse oder Löffelbiskuits. Sie werden in einen Plastikbeutel gefüllt, mit einem Nudelholz zerkleinert und im Anschluss mit ca. 100 Gramm geschmolzener Butter oder Schokolade vermengt. Die Masse in eine gefettete Springform füllen, mit einem Löffel platt drücken und kalt stellen - fertig! Waffelteig: Auch hier gilt in der Regel - jede Familie hat "ihr" Rezept. Ein Vorschlag: 125 Gramm weiche Butter, 100 Gramm Zucker, ein Päckchen Vanillezucker, drei Eier, 1/2 Teelöffel Backpulver, 1/4 Liter Milch und 250 Gramm Mehl (Weizen oder Dinkel). Dazu schmeckt Marmelade, Sahne oder ein leckeres Fruchtkompott (zum Beispiel Kirsche oder Apfel) Muffins - die Allrounder: Für Muffins gibt es eine schier endlose Rezeptvielfalt. Wer es statt süß lieber herzhaft mag, kann die leckeren kleinen Kuchen auch zum Abenbrot backen. Zum Beispiel mit Schinken, Käse, Ziegenkäse, Spinat und, und, und ... Kekse - nicht nur zu Weihnachten: Als süße Nascherei zum Kaffee oder Tee schmecken Kekse rund ums Jahr - zum Beispiel Friesenkekse. In den Teig gehören 250 Gramm Mehl, 150 Gramm Butter, 100 Gramm Zucker, ein Eigelb, eine Prise Salz, 1 Messerspitze Muskat sowie die Schale einer abgeriebenen Orange. Aus den Zutaten einen Mürbeteig kneten, zu einer Rolle formen und mindestens eine Stunde in den Kühlschrank stellen. Ein zweites Eigelb verrühren, die Rolle damit bestreichen und in ca. einer halben Tasse Hagelzucker wenden. Zum Schluss die Rolle in Scheiben schneiden und bei 200 Grad im Ofen etwa zwölf Minuten backen bis sie schön hellbraun sind.

Ran an den Ofen! Diese Leckereien können Sie auch ohne Hefe backen

© Foto: Steve Buissinne auf Pixabay

Minden (mt). Selbstgemacht schmeckt doch am besten! Ist nicht gerade jetzt ein guter Zeitpunkt, die ganze Familie - und natürlich sich selbst! - mal wieder kulinarisch zu verwöhnen? Insbesondere beim Backen gilt die Devise: Wissen, was drin ist! Sie selbst entscheiden beim Rühren oder Kneten, welche Zutaten Sie gerne verwenden möchten. Nicht zuletzt macht Selberbacken einfach Spaß. Also: Ran an den Ofen und los geht's ...

In Zeiten von Hamsterkäufen zählt Hefe zu den besonders begehrten Zutaten - dabei spielt es offenbar keine Rolle, ob es sich um Trocken- oder Frischhefe handelt. Aber keine Sorge, es geht auch ohne. Viele Backwaren kommen sowieso von vornherein ohne Hefe aus, etwa der Rührteig - um nur ein Beispiel zu nennen. Zu den Grundzutaten wie Mehl, Eier, Butter oder Margarine, Zucker, Vanillezucker und Milch gehört hier das Backpulver. Die Zubereitung gelingt schnell und unkompliziert.

Doch selbst bei klassischen Hefe-Rezepten wie frischen Brötchen & Co. gibt es Alternativen. Hier lassen sich zum Beispiel Backpulver, Weinsteinbackpulver oder das gute alte Natron als Treibmittel einsetzen. Eine Vielzahl an Rezepten zum Stöbern findet sich etwa unter www.chefkoch.de.

Bei kräftigen Broten, zum Beispiel aus Roggenteig, reicht Hefe als Treibmittel allein nicht aus. Hier bildet ein Sauerteig die Grundlage. Den gibt es fertig zu kaufen oder lässt sich zu Hause mit etwas Geduld auch selbst herstellen. Jede Menge Anleitungen dazu gibt es im Netz, zum Beispiel unter https://www.innungsbaecker.de/sauerteig.

Die Regale mit Weizenmehl im Supermarkt waren leer? Wie wär's denn mal mit Dinkelmehl oder einer Vollkorn-Variante?

Hier einige Anregungen für alle, die mal wieder Lust aufs Backen haben:

  • Sonntagsbrötchen: In den klassischen Teig gehören in der Regel Weizenmehl, Hefe, Zucker, Wasser und Salz. Sind Hefe und Weizenmehl vergriffen, gibt es leckere Varianten zum Beispiel mit Dinkel und Backpulver. Weitere Zutaten für dieses Rezept sind Skyr, Eier, Milch und Salz.
  • Herzhafte Teigtaschen: Eine prima Möglichkeit zur Resteverwertung sind Teigtaschen. Zum Mittagessen lassen sie sich zum Beispiel mit Schinken, Käse und Tomaten füllen, auch verschiedenste Gemüsesorten schmecken lecker. Als Grundlage kann ein Mürbeteig dienen. Für etwa zehn bis zwölf Taschen benötigt man hier 300 Gramm Mehl,1/2 Teelöffel Salz, ein Ei, 150 Gramm kalte Butter und etwas kaltes Wasser. Den Teig verkneten und kühl stellen. Danach mit etwas Mehl oder zwischen Frischhaltefolie ausrollen und mit einem Glas oder einer kleinen Schüssel Kreise ausstechen. Nach Belieben füllen, die Ränder mit Wasser bestreichen und zusammenklappen; zum Schluss mit etwas mit Milch verquirltem Ei bestreichen und backen. Wem das alles zu lange dauert, der kann zum Beispiel auf Blätterteig aus der Tiefkühltruhe zurückgreifen.
  • Süße Teigtaschen: Zum Kaffee lassen sich Teigtaschen natürlich auch mit süßen Sachen füllen, etwa mit Obst, Kompott oder Marmelade.
  • Rührteig-Klassiker: Warum nicht mal wieder Marmorkuchen oder ein saftiger Nusskuchen? Die Zubereitung ist einfach und beim Kauf der Zutaten sollte es auch zu Corona-Zeiten keine Problem geben.
  • Süß und gesund: Obstkuchen geht immer. Vielleicht haben Sie noch Äpfel im Keller gelagert? Die lassen sich prima zum Backen verwenden. Wenn Sie deshalb aber nicht extra einen Supermarkt aufsuchen möchten, können Sie auch mit Dosenobst tolle Kuchen zaubern, etwa den "Spiegeleikuchen" mit Quarkcreme und Pfirsichen oder Omas versunkenen Kirschkuchen - ein Rührteig mit Sauerkirschen.
  • Biskuitteig: Das Grundrezept für einen Obstboden kommt klassischerweise ohne Hefe aus. Hier haben die meisten ihr eigenes "Hausrezept", zum Beispiel 150 Gramm Mehl, 150 Gramm Zucker, 3 Eier, 1 Prise Salz, 2 Teelöffel Backpulver, ein Päckchen Vanillezucker. Damit der Teig gelingt, die Eier trennen - die Eiweiße steif schlagen und zum Schluss unter die fertig gerührten Zutaten geben. Alternativ zum Weizenmehl schmeckt auch Dinkel prima - oder gesunde Vollkornvarianten wie Weizen- oder Dinkelvollkorn. Unter den Obstbelag passt sehr gut ein Vanillepudding.
  • Knusperboden mit Keksen, Cornflakes & Co.: Eine tolle Grundlage für einen Kuchen mit Cremetopping ist ein Knusperboden ohne Mehl, den Sie noch nicht einmal backen müssen. Grundlage sind etwa 200 bis 250 Cornflakes oder Kekse wie zum Beispiel Butterkekse oder Löffelbiskuits. Sie werden in einen Plastikbeutel gefüllt, mit einem Nudelholz zerkleinert und im Anschluss mit ca. 100 Gramm geschmolzener Butter oder Schokolade vermengt. Die Masse in eine gefettete Springform füllen, mit einem Löffel platt drücken und kalt stellen - fertig!
  • Waffelteig: Auch hier gilt in der Regel - jede Familie hat "ihr" Rezept. Ein Vorschlag: 125 Gramm weiche Butter, 100 Gramm Zucker, ein Päckchen Vanillezucker, drei Eier, 1/2 Teelöffel Backpulver, 1/4 Liter Milch und 250 Gramm Mehl (Weizen oder Dinkel). Dazu schmeckt Marmelade, Sahne oder ein leckeres Fruchtkompott (zum Beispiel Kirsche oder Apfel)
  • Muffins - die Allrounder: Für Muffins gibt es eine schier endlose Rezeptvielfalt. Wer es statt süß lieber herzhaft mag, kann die leckeren kleinen Kuchen auch zum Abenbrot backen. Zum Beispiel mit Schinken, Käse, Ziegenkäse, Spinat und, und, und ...
  • Kekse - nicht nur zu Weihnachten: Als süße Nascherei zum Kaffee oder Tee schmecken Kekse rund ums Jahr - zum Beispiel Friesenkekse. In den Teig gehören 250 Gramm Mehl, 150 Gramm Butter, 100 Gramm Zucker, ein Eigelb, eine Prise Salz, 1 Messerspitze Muskat sowie die Schale einer abgeriebenen Orange. Aus den Zutaten einen Mürbeteig kneten, zu einer Rolle formen und mindestens eine Stunde in den Kühlschrank stellen. Ein zweites Eigelb verrühren, die Rolle damit bestreichen und in ca. einer halben Tasse Hagelzucker wenden. Zum Schluss die Rolle in Scheiben schneiden und bei 200 Grad im Ofen etwa zwölf Minuten backen bis sie schön hellbraun sind.
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