Münster

Mieterbund: NRW braucht 80.000 neue Wohnungen pro Jahr

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In Nordrhein-Westfalen fehlen nach Einschätzung des Deutschen Mieterbunds Zehntausende Wohnungen. Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa - © (c) Copyright 2018, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
In Nordrhein-Westfalen fehlen nach Einschätzung des Deutschen Mieterbunds Zehntausende Wohnungen. Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa (© (c) Copyright 2018, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten)

Münster (dpa/lnw). In Nordrhein-Westfalen fehlen nach Einschätzung des Deutschen Mieterbunds Zehntausende Wohnungen. «Um den tatsächlichen Bedarf zu decken, müssen rund 80.000 Wohnungen jährlich erreichtet werden», sagte der Landesvorsitzende Hans-Jochem Witze laut Mitteilung am Freitag in Münster. 2017 seien aber nur 48.300 Wohnungen fertiggestellt und 2018 Baugenehmigung für 55.000 Einheiten erteilt worden. Nicht jede Genehmigung führe tatsächlich zum Wohnungsbau, denn in einigen Gebieten in NRW «scheinen Grundstücke mit Baurecht Handelsware und Spekulationsobjekte zu sein».

Angesichts des Mangels und deutlich steigender Mieten müssten immer mehr Haushalte mehr als die «kritischen» 30 Prozent ihres Einkommens für Wohnkosten ausgeben, betonte Witze. Drastisch sei die Entwicklung in der Rheinschiene, in den Uni-Städten Aachen, Münster, Dortmund und Siegen, aber zunehmend auch in der Region zwischen Bielefeld, Paderborn und Lippstadt sowie in zahlreichen münsterländischen Gemeinden. Beim «Mietertag NRW» des Verbands am Samstag in Münster sollen Wohnungsnot und der Ausbau von Mieterrechten im Fokus stehen. Zudem wird der Vorstand neu gewählt.

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MünsterMieterbund: NRW braucht 80.000 neue Wohnungen pro JahrMünster (dpa/lnw). In Nordrhein-Westfalen fehlen nach Einschätzung des Deutschen Mieterbunds Zehntausende Wohnungen. «Um den tatsächlichen Bedarf zu decken, müssen rund 80.000 Wohnungen jährlich erreichtet werden», sagte der Landesvorsitzende Hans-Jochem Witze laut Mitteilung am Freitag in Münster. 2017 seien aber nur 48.300 Wohnungen fertiggestellt und 2018 Baugenehmigung für 55.000 Einheiten erteilt worden. Nicht jede Genehmigung führe tatsächlich zum Wohnungsbau, denn in einigen Gebieten in NRW «scheinen Grundstücke mit Baurecht Handelsware und Spekulationsobjekte zu sein». Angesichts des Mangels und deutlich steigender Mieten müssten immer mehr Haushalte mehr als die «kritischen» 30 Prozent ihres Einkommens für Wohnkosten ausgeben, betonte Witze. Drastisch sei die Entwicklung in der Rheinschiene, in den Uni-Städten Aachen, Münster, Dortmund und Siegen, aber zunehmend auch in der Region zwischen Bielefeld, Paderborn und Lippstadt sowie in zahlreichen münsterländischen Gemeinden. Beim «Mietertag NRW» des Verbands am Samstag in Münster sollen Wohnungsnot und der Ausbau von Mieterrechten im Fokus stehen. Zudem wird der Vorstand neu gewählt.