Symbolfoto - © Peter Steffen
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Lastwagenfahrer steht nach Tod eines Elfjährigen vor Gericht

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Ein Lastwagenfahrer muss sich nach dem Tod eines Elfjährigen in Hannover vor Gericht verantworten. Der Prozess wegen möglicher fahrlässiger Tötung gegen den Mann beginne am Dienstag, teilte das Amtsgericht Hannover mit. Ein elf Jahre alter Junge war im April von einem Lastwagen überrollt und getötet worden.

Das Kind war laut Anklage mit einem Fahrrad auf dem rechts neben der Fahrbahn befindlichen Radweg unterwegs. Hinter ihm fuhr seine Mutter. Als die Ampel für Radfahrer und Fußgänger grün gezeigt hat, war der Junge losgefahren. Auch die Ampel für Rechtsabbieger hat demnach gleichzeitig grünes Licht gezeigt. Der zum Zeitpunkt des Unfalls 36 Jahre alte Angeklagte beschleunigte daraufhin mit seinem Sattelzug auf etwa 14 Kilometer pro Stunde und ist laut Anklage ohne anzuhalten nach rechts in die Straße abgebogen, die der Junge gerade überqueren wollte. Dabei habe er den vorfahrtsberechtigten geradeaus fahrenden Jungen nicht beachtet, hieß es. Der Junge wurde von einem der vorderen Reifen des Lastwagens überrollt und starb noch am Unfallort.

Um schwere Unfälle mit Fußgängern und Radfahrern zu vermeiden, fordern einige Politiker und Verbände einen verbindlichen Abbiege-Assistenten für Lastwagen. Diese Systeme warnen den Fahrer, falls ein Zusammenstoß droht, oder leiten notfalls eine Vollbremsung ein. Auch der ADAC empfiehlt schon seit längerem, «dass Lkw-Hersteller die Entwicklung von Fahrerassistenzsystemen zu den wichtigsten Szenarien weiter vorantreiben».

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Lastwagenfahrer steht nach Tod eines Elfjährigen vor GerichtHannover (dpa) - Ein Lastwagenfahrer muss sich nach dem Tod eines Elfjährigen in Hannover vor Gericht verantworten. Der Prozess wegen möglicher fahrlässiger Tötung gegen den Mann beginne am Dienstag, teilte das Amtsgericht Hannover mit. Ein elf Jahre alter Junge war im April von einem Lastwagen überrollt und getötet worden. Das Kind war laut Anklage mit einem Fahrrad auf dem rechts neben der Fahrbahn befindlichen Radweg unterwegs. Hinter ihm fuhr seine Mutter. Als die Ampel für Radfahrer und Fußgänger grün gezeigt hat, war der Junge losgefahren. Auch die Ampel für Rechtsabbieger hat demnach gleichzeitig grünes Licht gezeigt. Der zum Zeitpunkt des Unfalls 36 Jahre alte Angeklagte beschleunigte daraufhin mit seinem Sattelzug auf etwa 14 Kilometer pro Stunde und ist laut Anklage ohne anzuhalten nach rechts in die Straße abgebogen, die der Junge gerade überqueren wollte. Dabei habe er den vorfahrtsberechtigten geradeaus fahrenden Jungen nicht beachtet, hieß es. Der Junge wurde von einem der vorderen Reifen des Lastwagens überrollt und starb noch am Unfallort. Um schwere Unfälle mit Fußgängern und Radfahrern zu vermeiden, fordern einige Politiker und Verbände einen verbindlichen Abbiege-Assistenten für Lastwagen. Diese Systeme warnen den Fahrer, falls ein Zusammenstoß droht, oder leiten notfalls eine Vollbremsung ein. Auch der ADAC empfiehlt schon seit längerem, «dass Lkw-Hersteller die Entwicklung von Fahrerassistenzsystemen zu den wichtigsten Szenarien weiter vorantreiben».