Grabungshelfer Andre Jepsen steht hinter einer Kelle an einer archäologischen Fundstelle. Archäologen untersuchen ein 1000 Quadratmeter großes Areal auf dem Gelände des archäologischen Varusschlacht-Museums Kalkriese. Dort wird seit Jahren zu Hintergründen der historischen Schlacht zwischen dem römischen Feldherrn Varus und seinem germanischen Widersacher Hermann im Jahr 9 nach Christus geforscht. Foto: Friso Gentsch/dpa - © (c) Copyright 2018, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
Grabungshelfer Andre Jepsen steht hinter einer Kelle an einer archäologischen Fundstelle. Archäologen untersuchen ein 1000 Quadratmeter großes Areal auf dem Gelände des archäologischen Varusschlacht-Museums Kalkriese. Dort wird seit Jahren zu Hintergründen der historischen Schlacht zwischen dem römischen Feldherrn Varus und seinem germanischen Widersacher Hermann im Jahr 9 nach Christus geforscht. Foto: Friso Gentsch/dpa (© (c) Copyright 2018, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten)

Forscher untersuchen Wallanlagen in Kalkriese

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Bramsche-Kalkriese (dpa/lni). Die archäologischen Grabungen in Kalkriese sollen in diesem Jahr weitere Erkenntnisse über eine Wall-Graben-Anlage bringen, die in den vergangenen zwei Jahren entdeckt wurde. Ein bis zu 1000 Quadratmeter großes Grabungsareal soll bis zum Sommer untersucht werden, teilte das Museum Kalkriese am Donnerstag mit. Auf dem Gelände vermuten Wissenschaftler den Schauplatz der historischen Varus-Schlacht zwischen Germanen und Römern im Jahr neun nach Christus, die mit einer verheerenden Niederlage der antiken Großmacht endete.

Um die archäologischen Funde besser interpretieren zu können, soll zusammen mit dem Institut für Geographie der Universität Osnabrück auch die Landschaftsgeschichte in den Blick genommen werden. «Mit der jetzigen Kampagne versuchen wir den Schlachtverlauf und den Ort besser zu verstehen, um so das Bild über die Geschehnisse vor 2000 Jahren besser fassen zu können», sagte der wissenschaftliche Leiter Salvatore Ortisi laut Mitteilung.

Die Wissenschaftler untersuchen bereits die ersten Funde, etwa einen Schlüssel an einem römischen Fingerring. Viele Funde wurden im Block, also zusammen mit dem umgebenden Erdreich, geborgen. Damit sollen die Fundzusammenhänge besser untersucht werden können. Zum Teil sind die Funde militärische, zum Teil zivile Gegenstände.

Nach wie vor gehen die Wissenschaftler davon aus, dass die Spuren auf ein Geschehen im Zusammenhang mit der Varus-Schlacht hindeuten. Die Grabungen laufen noch bis Mitte Juni.

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Forscher untersuchen Wallanlagen in KalkrieseBramsche-Kalkriese (dpa/lni). Die archäologischen Grabungen in Kalkriese sollen in diesem Jahr weitere Erkenntnisse über eine Wall-Graben-Anlage bringen, die in den vergangenen zwei Jahren entdeckt wurde. Ein bis zu 1000 Quadratmeter großes Grabungsareal soll bis zum Sommer untersucht werden, teilte das Museum Kalkriese am Donnerstag mit. Auf dem Gelände vermuten Wissenschaftler den Schauplatz der historischen Varus-Schlacht zwischen Germanen und Römern im Jahr neun nach Christus, die mit einer verheerenden Niederlage der antiken Großmacht endete. Um die archäologischen Funde besser interpretieren zu können, soll zusammen mit dem Institut für Geographie der Universität Osnabrück auch die Landschaftsgeschichte in den Blick genommen werden. «Mit der jetzigen Kampagne versuchen wir den Schlachtverlauf und den Ort besser zu verstehen, um so das Bild über die Geschehnisse vor 2000 Jahren besser fassen zu können», sagte der wissenschaftliche Leiter Salvatore Ortisi laut Mitteilung. Die Wissenschaftler untersuchen bereits die ersten Funde, etwa einen Schlüssel an einem römischen Fingerring. Viele Funde wurden im Block, also zusammen mit dem umgebenden Erdreich, geborgen. Damit sollen die Fundzusammenhänge besser untersucht werden können. Zum Teil sind die Funde militärische, zum Teil zivile Gegenstände. Nach wie vor gehen die Wissenschaftler davon aus, dass die Spuren auf ein Geschehen im Zusammenhang mit der Varus-Schlacht hindeuten. Die Grabungen laufen noch bis Mitte Juni.