Mindener Tageblatt

"So läuft das hier in Hollywood..."

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Die Muppets 2: Muppets Most Wanted: Kermit und Co. haben einen neuen Manager

Ist es nun Selbstironie oder Selbsterkenntnis? "Die Story geht weiter, so läuft das hier in Hollywood, obwohl ein jeder weiß: Eine Fortsetzung ist nie so gut", singen Kermit und Co. in einer schmissigen Revue-Nummer gleich zu Beginn ihres neuen Films.

Eine bunte Truppe mit Musik im Blut (von links): Gonzo, Fozzie Bär, Kermit der Frosch, Miss Piggy, Rowlf und Scooter. - © Foto: Walt Disney
Eine bunte Truppe mit Musik im Blut (von links): Gonzo, Fozzie Bär, Kermit der Frosch, Miss Piggy, Rowlf und Scooter. (© Foto: Walt Disney)

Sie sollen damit Recht behalten: An den direkten Vorgänger "Die Muppets" (2011) kommt "Muppets Most Wanted" leider nicht heran. Aber der war ja auch verdammt charmant ...

Seinen neuen Film beginnt Regisseur James Bobin exakt dort, wo sein vorheriger endete: Die Muppets haben wieder zusammengefunden und mit Puppenjunge Walter ein neues Mitglied. Und jetzt? Jetzt sollten die Muppets auf Welttournee gehen, drängt ihr neuer Manager Dominic (Ricky Gervais).

Der trägt den Nachnamen "Bösewicht" nicht ohne Grund: Eigentlich arbeitet der schmierige Schmeichler nämlich für Constantine, den gefährlichsten Frosch der Welt, der kurz zuvor aus dem Gulag ausgebrochen ist und dem beliebtesten Frosch der Welt erstaunlich ähnlich sieht.

Noch vor der ersten großen Bühnenshow wird Kermit von seinem Doppelgänger überfallen und seiner Identität beraubt. Während sich Kermit im sibirischen Gefangenenlager wiederfindet, geht Constantine an seiner Stelle mit den Muppets auf Tour - auf Diebestour, um genau zu sein. Ihm mehr oder weniger dicht auf der Spur: CIA-Adler Sam und sein Interpol-Kollege Jean Pierre Napoleon (Ty Burrell).

Dass der französische Ermittler mit dem charmanten Akzent sehr an Inspector Clouseau aus den Pink-Panther-Filmen erinnert, ist ganz sicher kein Zufall: Wie es sich für einen Muppets-Film gehört, ist auch "Muppets Most Wanted" gespickt mit Filmreferenzen, witzigen Seitenhieben aufs Showbusiness, netten kleinen Albernheiten und natürlich verschwenderisch vielen Promi-Gastauftritten. Mit dieser bewährten Mischung ließen sich 2011 immerhin 165 Millionen US-Dollar verdienen. "Wir haben schnell gemerkt, wie viel Begeisterung diese Figuren noch immer auslösen, deswegen wollten wir sie noch einmal ins Kino zurückholen", umschreibt Produzent Todd Lieberman blumig das, was seine plüschigen Stars mit den Worten "So läuft das hier in Hollywood" singend auf den Punkt bringen.

Nur waren es eben nicht allein die beliebten Figuren aus Jim Hensons Puppenkiste, die vor drei Jahren beim Publikum Euphorie auslösten. Vielmehr ließen sich die geneigten Zuschauer von der Begeisterung anstecken, die in jeder Minute von "Die Muppets" fühlbar war. Alle Beteiligten, allen voran Initiator, Co-Autor und Hauptdarsteller Jason Segel, schienen darauf zu brennen, Kermit und Co. nach jahrelanger Kinoabstinenz wieder auf die Leinwand zu helfen. "Die Muppets" war Herzenssache, ihre Fortsetzung dagegen Kopfsache.

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Mindener Tageblatt"So läuft das hier in Hollywood..."Die Muppets 2: Muppets Most Wanted: Kermit und Co. haben einen neuen ManagerIst es nun Selbstironie oder Selbsterkenntnis? "Die Story geht weiter, so läuft das hier in Hollywood, obwohl ein jeder weiß: Eine Fortsetzung ist nie so gut", singen Kermit und Co. in einer schmissigen Revue-Nummer gleich zu Beginn ihres neuen Films.Sie sollen damit Recht behalten: An den direkten Vorgänger "Die Muppets" (2011) kommt "Muppets Most Wanted" leider nicht heran. Aber der war ja auch verdammt charmant ...Seinen neuen Film beginnt Regisseur James Bobin exakt dort, wo sein vorheriger endete: Die Muppets haben wieder zusammengefunden und mit Puppenjunge Walter ein neues Mitglied. Und jetzt? Jetzt sollten die Muppets auf Welttournee gehen, drängt ihr neuer Manager Dominic (Ricky Gervais).Der trägt den Nachnamen "Bösewicht" nicht ohne Grund: Eigentlich arbeitet der schmierige Schmeichler nämlich für Constantine, den gefährlichsten Frosch der Welt, der kurz zuvor aus dem Gulag ausgebrochen ist und dem beliebtesten Frosch der Welt erstaunlich ähnlich sieht.Noch vor der ersten großen Bühnenshow wird Kermit von seinem Doppelgänger überfallen und seiner Identität beraubt. Während sich Kermit im sibirischen Gefangenenlager wiederfindet, geht Constantine an seiner Stelle mit den Muppets auf Tour - auf Diebestour, um genau zu sein. Ihm mehr oder weniger dicht auf der Spur: CIA-Adler Sam und sein Interpol-Kollege Jean Pierre Napoleon (Ty Burrell).Dass der französische Ermittler mit dem charmanten Akzent sehr an Inspector Clouseau aus den Pink-Panther-Filmen erinnert, ist ganz sicher kein Zufall: Wie es sich für einen Muppets-Film gehört, ist auch "Muppets Most Wanted" gespickt mit Filmreferenzen, witzigen Seitenhieben aufs Showbusiness, netten kleinen Albernheiten und natürlich verschwenderisch vielen Promi-Gastauftritten. Mit dieser bewährten Mischung ließen sich 2011 immerhin 165 Millionen US-Dollar verdienen. "Wir haben schnell gemerkt, wie viel Begeisterung diese Figuren noch immer auslösen, deswegen wollten wir sie noch einmal ins Kino zurückholen", umschreibt Produzent Todd Lieberman blumig das, was seine plüschigen Stars mit den Worten "So läuft das hier in Hollywood" singend auf den Punkt bringen.Nur waren es eben nicht allein die beliebten Figuren aus Jim Hensons Puppenkiste, die vor drei Jahren beim Publikum Euphorie auslösten. Vielmehr ließen sich die geneigten Zuschauer von der Begeisterung anstecken, die in jeder Minute von "Die Muppets" fühlbar war. Alle Beteiligten, allen voran Initiator, Co-Autor und Hauptdarsteller Jason Segel, schienen darauf zu brennen, Kermit und Co. nach jahrelanger Kinoabstinenz wieder auf die Leinwand zu helfen. "Die Muppets" war Herzenssache, ihre Fortsetzung dagegen Kopfsache.