„Wir sind systemrelevant“: Mindener Fitnessstudio-Inhaber kritisieren Lockdown-Entscheidung Fabian Terwey Minden. Angestrengt stemmen die Studiobesucher die Hanteln. Sie turnen auf dem Boden und strampeln auf den Fahrrädern. Auf den ersten Blick scheint alles normal im Sport- und Gesundheitszentrum Genius an der Stiftsallee. Doch der Schein trügt. Denn im Fitnessstudio schwitzen ausschließlich die Kunden, die auf ärztliche Verordnung im Rahmen der Physiotherapie kommen dürfen. Alle anderen Mitglieder des Studios erhalten im November wegen des Teil-Lockdowns keinen Zutritt. Das sieht die aktuelle Corona-Schutzverordnung in NRW für die Fitnessbranche so vor. Als gerecht empfindet das Genius-Inhaber Marc Raulwing nicht. Er ärgert sich über die Aussperrung. Ebenso wie zwei seiner Mindener Kollegen: Nicole Büning vom Workout Fitnessclub an der Stiftsallee und Stefan Vierig von AS Sport an der Ringstraße. Ein Gespräch inmitten der Krise. Nicole Büning: „Wir hätten uns für das Pressegespräch eigentlich bei mir im Studio treffen sollen. Da ist das Licht aus, bei dir hier ist dagegen ja richtig was los, Marc. Das ist nicht repräsentativ." Marc Raulwing: „Ja, das sind die Leute für die Krankengymnastik. Die sind momentan ja zulässig. Sonst habe ich aber die dreifache Anzahl an Leuten im Laden." Es sind schwere Zeiten für Ihre Branche. Was spricht Ihrer Meinung nach aktuell gegen verschlossene Türen bei Fitnessstudios? Nicole Büning: „Fitnessstudios sind nicht mehr nur Muckibuden, sondern gerade die kleineren inhabergeführten Studios sind gesundheitsorientiert und dienen der Prävention. Sport schüttet Endorphine sogenannte Glückshormone aus. Ein gezieltes Herz-Kreislauf- und Krafttraining fördert die Myokinausschüttung. Das sind Botenstoffe der Muskulatur, die nachweislich das Immunsystem stärken. Wir sind also systemrelevant." Marc Raulwing: „Die Entscheidung, dass alle Fitnessstudios schließen müssen, schert alle über einen Kamm. Dabei differenzieren wir inhabergeführte Studios uns erheblich von unseren Freunden aus dem Discounter-Bereich. Wir haben viel für die Sicherheit unserer Kunden getan." Stefan Vierig: „Unsere Kunden haben die Auflagen nach dem ersten Lockdown sofort voll akzeptiert. Aus Dankbarkeit, wieder etwas tun zu können, wurde so viel desinfiziert, dass ich in Kürze die Polsterungen wohl austauschen muss. Es wurde bei der jetzigen Entscheidung kein Augenmaß genommen." Marc Raulwing „Es ist ähnlich wie in der Gastronomie. Da ist die kleine Cocktailbar auch etwas anderes als das großflächige Restaurant." Stefan Vierig: „Wir haben in den letzten fünf Monaten alles Geforderte zu 100 Prozent umgesetzt und haben jetzt das, was wir unbedingt für unsere Mitglieder verhindern wollten." Wie groß ist Ihrer Meinung nach die Gefahr mit dem Corona-Virus im Fitnessstudio? Stefan Vierig: „Nach der Wiedereröffnung nach dem ersten Lockdown hatte man natürlich Angst, dass man einen Corona-Fall hat. Die Folgen wären gar nicht abzusehen gewesen. Letztlich hatten wir aber keinen einzigen Corona-Fall und ich sehe uns auch nicht als Gefahrenquelle." Nicole  Büning: „Es hat sich in Studien gezeigt, dass Fitnessstudios in Deutschland kein Hotspot für Corona sind." Marc Raulwing, „Das belegt auch eine europaweite Studie der Universität Rey Juan Carlos in Madrid und der AWRC-Sheffield Hallam University. Die durchschnittliche Infektionsrate in Fitnessstudios liegt da bei 0,78 auf 100.000 Fitnessstudio-Besuchen. An der Tanke oder im Supermarkt kann ich mich genauso gut anstecken." Nicole Büning: „Bei mir im Studio durften zuletzt 15 Personen gleichzeitig auf einer Trainingsfläche von gut 350 Quadratmetern trainieren. Da kann man sich besser aus dem Weg gehen als im Supermarkt." Und finanziell: Wie belastend ist der zweite Lockdown? Nicole Büning: „Schlecht finde ich die Kommunikation der Bundesregierung. Da wird vermeldet, dass auch Inhaber von Fitnessstudios im November 75 Prozent ihrer Einnahmen aus dem Monat des Vorjahres bekommen sollen. Das Geld ist aber erst ab dem 25. November beantragbar und bis heute sind die Rahmenbedingungen nicht bekannt." Marc Raulwing: „Bei mir kommen 60 Prozent des Umsatzes aus dem Fitnessstudio. In diesem Monat habe ich ein paar Einnahmen aus dem Rehasport. Aber da kommt derzeit auch nur ein geringer Teil der Trainierenden. Ich habe in diesem Jahr 8.000 weniger Reha-Check-Ins als noch im Vorjahr. Da ist noch gar nicht klar, wie viel für mich bei der 75-Prozent-Regel überhaupt herumkommt. Noch gravierender wird es im kommenden Jahr. Dann laufen die Abos aus, die in diesem Jahr gekündigt wurden." Stefan Vierig: „Die Frage ist ja auch, wie es im oder nach Dezember für uns weitergeht. Können wir dann öffnen? Ich befürchte, dass der Lockdown bis Mitte Januar anhält. Wir sind im ständigen Austausch mit unseren Mitgliedern und ich muss sagen, dass die Solidarität und das Verständnis der Mitglieder in dieser Situation schon klasse sind. Jedoch sieht es so aus, dass wir drei, vier Monate in diesem Jahr einfach verloren haben und das ist definitiv eine Belastung." Marc Raulwing: "Für mich deckt der Rehasport aktuell grade mal die aktuellen Personalkosten der Kursleiter. Die haben dafür aber weniger Kurzarbeit." Nicole Büning: „Man kann einfach nicht planen. Lieber ist mir, wir bleiben auch im Dezember zu, starten dann aber wieder richtig im Januar." Wenn so die Hände gebunden sind: Welche Lösungen haben Sie für Ihre Kunden gefunden? Nicole Büning: „Viele unserer Mitglieder waren und sind sehr solidarisch und zahlen ihre Mitgliedsbeiträge weiter. Aber das können selbstverständlich nicht alle. Aufgrund der aktuellen Situation geraten viele Menschen auch persönlich in finanzielle Schieflage. Darum haben wir eine Dank-Aktion gestartet. Unsere Mitglieder haben und hatten die Möglichkeit, den Zeitraum der Schließung als Gutschein in einem Zeitraum ihrer Wahl einzulösen und somit dann beitragsfrei gestellt zu werden. Diese Regelung hat sich im Nachhinein aber als Trugschluss erwiesen. Die Lösung, die fehlenden Einnahmen rein wirtschaftlich in die Zukunft zu legen und somit die Belastung zu verteilen, trägt keine Rechnung, da somit der Anspruch der Soforthilfe für den Staat nicht gerechtfertigt ist. Wir hatten ja quasi Einnahmen. Aber sonst hätten wir auch nicht überleben können." Marc Raulwing: „Es wäre für alle Studios tödlich gewesen, wenn wir zwei Monate keine Abos gezogen hätten." Stefan Vierig: „Eine Beitragskompensation der jetzt gezahlten Beiträge, im Laufe des künftigen Mitgliedschaftszeitraums, ist die fairste aller Lösungen. Wir müssen versuchen, die Verluste über einen längeren Zeitraum zu verteilen. Bei einigen anderen Studios sollen die Monate einfach ans Ende drangehängt werden, aber letztlich erhält der Kunde erst dann einen Ausgleich. Dann, wenn er das Studio ja eigentlich gar nicht mehr besuchen möchte." Hatten Sie überlegt, zu klagen? Stefan Vierig: „Ja, das war schon der erste Gedanke. Aus der Enttäuschung heraus. Doch nach den ersten Gerichtsentscheiden habe ich darauf verzichtet. Für unser zweites Studio, E-Motion-Sports-Minden sehe ich es noch anders, da in einigen anderen Bundesländern wie zum Beispiel in Niedersachsen, EMS-Studios geöffnet haben dürfen." Nicole Büning: „Ich bin der juristischen Expertenallianz angegliedert. Es haben bereits am 2. November aus jedem Bundesland Studios geklagt. Für NRW wurde das in Münster abgewiesen. Klagen hat leider wenig Aussicht auf Erfolg und ist für kleine inhabergeführte Studios nicht finanzierbar." Marc Raulwing: „Grundproblem bleibt aber noch ein anderes. Und da sind wir wieder am Anfang unseres Gesprächs: Wir haben jahrelang dafür geworben, dass Fitnessstudios nicht reine Muckibuden, sondern gesundheitsfördernd sind. Jetzt haben wir den Ruf, dass wir Krankheitserreger sind. Und das ist nachweislich falsch." Nicole Büning: „Dem möchte ich mich abschließend gerne anschließen. Das Trainingsverbot trifft gerade die Menschen, denen ihre Gesundheit in Eigenverantwortung so wichtig ist, dass sie Mitglieder in Fitnessclubs geworden sind. Jahrelang haben wir versucht, den Menschen zu erklären, wie wichtig präventives Training für die Fitness und ein gesundes Altern ist. Und nun stellt die Politik uns als Infektionsquelle hin und nimmt den Menschen diese Möglichkeit. Warum wird die Prävention seitens der Politik so wenig unterstützt?"

„Wir sind systemrelevant“: Mindener Fitnessstudio-Inhaber kritisieren Lockdown-Entscheidung

Mindener Fitnessstudio-Inhaber: Marc Raulwing (von links) vom Genius Sport- und Gesundheitszentrum, Nicole Büning vom Workout Fitnessclub und Stefan Vierig von AS Sport sind vom Lockdown betroffen. MT-Foto: Fabian Terwey

Minden. Angestrengt stemmen die Studiobesucher die Hanteln. Sie turnen auf dem Boden und strampeln auf den Fahrrädern. Auf den ersten Blick scheint alles normal im Sport- und Gesundheitszentrum Genius an der Stiftsallee. Doch der Schein trügt. Denn im Fitnessstudio schwitzen ausschließlich die Kunden, die auf ärztliche Verordnung im Rahmen der Physiotherapie kommen dürfen. Alle anderen Mitglieder des Studios erhalten im November wegen des Teil-Lockdowns keinen Zutritt. Das sieht die aktuelle Corona-Schutzverordnung in NRW für die Fitnessbranche so vor. Als gerecht empfindet das Genius-Inhaber Marc Raulwing nicht. Er ärgert sich über die Aussperrung. Ebenso wie zwei seiner Mindener Kollegen: Nicole Büning vom Workout Fitnessclub an der Stiftsallee und Stefan Vierig von AS Sport an der Ringstraße. Ein Gespräch inmitten der Krise.

Nicole Büning: „Wir hätten uns für das Pressegespräch eigentlich bei mir im Studio treffen sollen. Da ist das Licht aus, bei dir hier ist dagegen ja richtig was los, Marc. Das ist nicht repräsentativ."

Marc Raulwing: „Ja, das sind die Leute für die Krankengymnastik. Die sind momentan ja zulässig. Sonst habe ich aber die dreifache Anzahl an Leuten im Laden."

Es sind schwere Zeiten für Ihre Branche. Was spricht Ihrer Meinung nach aktuell gegen verschlossene Türen bei Fitnessstudios?

Nicole Büning: „Fitnessstudios sind nicht mehr nur Muckibuden, sondern gerade die kleineren inhabergeführten Studios sind gesundheitsorientiert und dienen der Prävention. Sport schüttet Endorphine sogenannte Glückshormone aus. Ein gezieltes Herz-Kreislauf- und Krafttraining fördert die Myokinausschüttung. Das sind Botenstoffe der Muskulatur, die nachweislich das Immunsystem stärken. Wir sind also systemrelevant."

Marc Raulwing:Die Entscheidung, dass alle Fitnessstudios schließen müssen, schert alle über einen Kamm. Dabei differenzieren wir inhabergeführte Studios uns erheblich von unseren Freunden aus dem Discounter-Bereich. Wir haben viel für die Sicherheit unserer Kunden getan."

Stefan Vierig: „Unsere Kunden haben die Auflagen nach dem ersten Lockdown sofort voll akzeptiert. Aus Dankbarkeit, wieder etwas tun zu können, wurde so viel desinfiziert, dass ich in Kürze die Polsterungen wohl austauschen muss. Es wurde bei der jetzigen Entscheidung kein Augenmaß genommen."

Marc Raulwing „Es ist ähnlich wie in der Gastronomie. Da ist die kleine Cocktailbar auch etwas anderes als das großflächige Restaurant."

Stefan Vierig: „Wir haben in den letzten fünf Monaten alles Geforderte zu 100 Prozent umgesetzt und haben jetzt das, was wir unbedingt für unsere Mitglieder verhindern wollten."

Wie groß ist Ihrer Meinung nach die Gefahr mit dem Corona-Virus im Fitnessstudio?

Stefan Vierig: „Nach der Wiedereröffnung nach dem ersten Lockdown hatte man natürlich Angst, dass man einen Corona-Fall hat. Die Folgen wären gar nicht abzusehen gewesen. Letztlich hatten wir aber keinen einzigen Corona-Fall und ich sehe uns auch nicht als Gefahrenquelle."

Nicole  Büning: „Es hat sich in Studien gezeigt, dass Fitnessstudios in Deutschland kein Hotspot für Corona sind."

Marc Raulwing, „Das belegt auch eine europaweite Studie der Universität Rey Juan Carlos in Madrid und der AWRC-Sheffield Hallam University. Die durchschnittliche Infektionsrate in Fitnessstudios liegt da bei 0,78 auf 100.000 Fitnessstudio-Besuchen. An der Tanke oder im Supermarkt kann ich mich genauso gut anstecken."

Nicole Büning: „Bei mir im Studio durften zuletzt 15 Personen gleichzeitig auf einer Trainingsfläche von gut 350 Quadratmetern trainieren. Da kann man sich besser aus dem Weg gehen als im Supermarkt."

Und finanziell: Wie belastend ist der zweite Lockdown?

Nicole Büning: „Schlecht finde ich die Kommunikation der Bundesregierung. Da wird vermeldet, dass auch Inhaber von Fitnessstudios im November 75 Prozent ihrer Einnahmen aus dem Monat des Vorjahres bekommen sollen. Das Geld ist aber erst ab dem 25. November beantragbar und bis heute sind die Rahmenbedingungen nicht bekannt."

Marc Raulwing: „Bei mir kommen 60 Prozent des Umsatzes aus dem Fitnessstudio. In diesem Monat habe ich ein paar Einnahmen aus dem Rehasport. Aber da kommt derzeit auch nur ein geringer Teil der Trainierenden. Ich habe in diesem Jahr 8.000 weniger Reha-Check-Ins als noch im Vorjahr. Da ist noch gar nicht klar, wie viel für mich bei der 75-Prozent-Regel überhaupt herumkommt. Noch gravierender wird es im kommenden Jahr. Dann laufen die Abos aus, die in diesem Jahr gekündigt wurden."

Stefan Vierig: „Die Frage ist ja auch, wie es im oder nach Dezember für uns weitergeht. Können wir dann öffnen? Ich befürchte, dass der Lockdown bis Mitte Januar anhält. Wir sind im ständigen Austausch mit unseren Mitgliedern und ich muss sagen, dass die Solidarität und das Verständnis der Mitglieder in dieser Situation schon klasse sind. Jedoch sieht es so aus, dass wir drei, vier Monate in diesem Jahr einfach verloren haben und das ist definitiv eine Belastung."

Marc Raulwing: "Für mich deckt der Rehasport aktuell grade mal die aktuellen Personalkosten der Kursleiter. Die haben dafür aber weniger Kurzarbeit."

Nicole Büning: „Man kann einfach nicht planen. Lieber ist mir, wir bleiben auch im Dezember zu, starten dann aber wieder richtig im Januar."

Wenn so die Hände gebunden sind: Welche Lösungen haben Sie für Ihre Kunden gefunden?

Nicole Büning: „Viele unserer Mitglieder waren und sind sehr solidarisch und zahlen ihre Mitgliedsbeiträge weiter. Aber das können selbstverständlich nicht alle. Aufgrund der aktuellen Situation geraten viele Menschen auch persönlich in finanzielle Schieflage. Darum haben wir eine Dank-Aktion gestartet. Unsere Mitglieder haben und hatten die Möglichkeit, den Zeitraum der Schließung als Gutschein in einem Zeitraum ihrer Wahl einzulösen und somit dann beitragsfrei gestellt zu werden. Diese Regelung hat sich im Nachhinein aber als Trugschluss erwiesen. Die Lösung, die fehlenden Einnahmen rein wirtschaftlich in die Zukunft zu legen und somit die Belastung zu verteilen, trägt keine Rechnung, da somit der Anspruch der Soforthilfe für den Staat nicht gerechtfertigt ist. Wir hatten ja quasi Einnahmen. Aber sonst hätten wir auch nicht überleben können."

Marc Raulwing: „Es wäre für alle Studios tödlich gewesen, wenn wir zwei Monate keine Abos gezogen hätten."

Stefan Vierig: „Eine Beitragskompensation der jetzt gezahlten Beiträge, im Laufe des künftigen Mitgliedschaftszeitraums, ist die fairste aller Lösungen. Wir müssen versuchen, die Verluste über einen längeren Zeitraum zu verteilen. Bei einigen anderen Studios sollen die Monate einfach ans Ende drangehängt werden, aber letztlich erhält der Kunde erst dann einen Ausgleich. Dann, wenn er das Studio ja eigentlich gar nicht mehr besuchen möchte."

Hatten Sie überlegt, zu klagen?

Stefan Vierig: „Ja, das war schon der erste Gedanke. Aus der Enttäuschung heraus. Doch nach den ersten Gerichtsentscheiden habe ich darauf verzichtet. Für unser zweites Studio, E-Motion-Sports-Minden sehe ich es noch anders, da in einigen anderen Bundesländern wie zum Beispiel in Niedersachsen, EMS-Studios geöffnet haben dürfen."

Nicole Büning: „Ich bin der juristischen Expertenallianz angegliedert. Es haben bereits am 2. November aus jedem Bundesland Studios geklagt. Für NRW wurde das in Münster abgewiesen. Klagen hat leider wenig Aussicht auf Erfolg und ist für kleine inhabergeführte Studios nicht finanzierbar."

Marc Raulwing: „Grundproblem bleibt aber noch ein anderes. Und da sind wir wieder am Anfang unseres Gesprächs: Wir haben jahrelang dafür geworben, dass Fitnessstudios nicht reine Muckibuden, sondern gesundheitsfördernd sind. Jetzt haben wir den Ruf, dass wir Krankheitserreger sind. Und das ist nachweislich falsch."

Nicole Büning: „Dem möchte ich mich abschließend gerne anschließen. Das Trainingsverbot trifft gerade die Menschen, denen ihre Gesundheit in Eigenverantwortung so wichtig ist, dass sie Mitglieder in Fitnessclubs geworden sind. Jahrelang haben wir versucht, den Menschen zu erklären, wie wichtig präventives Training für die Fitness und ein gesundes Altern ist. Und nun stellt die Politik uns als Infektionsquelle hin und nimmt den Menschen diese Möglichkeit. Warum wird die Prävention seitens der Politik so wenig unterstützt?"

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