Wieder mehr als 1.000 Zuschauer im Weserstadion: Footballer der Minden Wolves feiern Heimsieg Jörg Wehling Minden. Beste Unterhaltung gepaart mit spektakulärem Sport. Das funktioniert auch in Minden. Wieder mehr als 1000 Zuschauer erlebten American Football am Samstag im Mindener Weserstadion und damit den 34:12 (7:6, 7:6, 0:0, 20:0)–Heimsieg der Minden Wolves in der DJK Dom gegen die Iserlohn Titans. Trotz des hohen Erfolges war es ein mühevoller Heimsieg, der erst im letzten Viertel unter Dach und Fach gebracht wurde. Bis dahin hieß es nur 14:12 für die Gastgeber die die beiden ersten Viertel jeweils mit 7:6 für sich entschieden. Für die Fans ein zu knapper Vorsprung angesichts der Mindener Dominanz. An der Vorentscheidung beteiligt im letzten Viertel war Spielertrainer Phil Gamble. „So außer Atem war ich lange nicht mehr“, sagte der spielende Headcoach nach seinem Sprint über den halben Platz. Denn damit gelang dem 36-jährigen in Bielefeld lebenden US-Amerikaner der vorentscheidende Touchdown zum 26:12. Der Extrapunkt und der darauffolgende Touchdown von Mattis Willuhn und dem weiteren Extrapunkt sorgten für den 34:12-Entstand. Damit endete das letzte Viertel 20:0 für Minden. Für den perfekten Auftakt des spektakulären letzten Viertels war Patrick Stieger verantwortlich, dem der Touchdown zum 20:12 gelang. Ganz nebenbei sind die Mindener nun Landesliga-Tabellenführer nach den ersten drei Partien. „Unser erstes Heimspiel war schon sehr gut. Heute haben wir eine Steigerung erlebt vor allem in technischer Hinsicht und hier in der Offensive“, freute sich Gamble über den deutlichen Erfolg. Seine beiden Touchdowns wollte der 36-Jährige aber auch nicht überbewerten. „Gerade im Football ist man nur ein kleiner Teil eines Teams und versucht das bestmögliche für seine Mannschaft herauszuholen.“ Das schöne am Football sicher nicht nur in Minden ist das Zusammenspiel zwischen den Zuschauern und dem Stadionsprechern. Hier standen Christoph Scholz und Axel Trittmacher an den Mirkos, die auf charmante Art den regelunkundigen Zuschauern die Entscheidungen der Schiedsrichter erläuterte. Ohnehin ist der Informationsfluss vom Spielfeld zum Zuschauer kurz, weil die Entscheidungen von den Unparteiischen mitgeteilt werden. „Für uns ist das hier eine schöne Nebenbeschäftigung. Uns macht Football Spaß und unterhalten die Leute mit unserem Wissen“, sagt Axel Trittmacher. Beide stehen ansonsten für die Hildesheim Invaders am Mikrofon. Und wenn es notwendig wird, werden die Zuschauer von den Hildesheimer „Leihgaben“ ermuntert ihre Mannschaft anzufeuern. Und das gelingt ebenfalls perfekt. Die Partie ist ohnehin angesichts des sportlichen Unterhaltungswertes dazu angetan aufzuspringen, mit zu klatschen und zu jubeln. Das können die Zuschauer bereits im ersten Viertel, weil Minden schnell in Führung geht und 7:0 führt. Weil bei den Gastgebern aber auch nicht alles nach Wunsch läuft und sich einige Abspielfehler einschleichen, bleibt die Partie spannend. Die Gastgeber gewinnen beide Viertel, führen aber „nur“ mit 14:12. „Wir hätten schon etwas höher führen können. Aber der Gegner ist auch richtig gut“, lobt Gamble die Iserlohner Mannschaft mit ihren Trainern. „Das ist ein richtig gutes Team, das versucht, stets sauberen Football zu spielen“, sagt Gamble. Die wenigen Verletzungspausen und und die kurze Brutto-Spielzeit von nur gut zwei Stunden deuten darauf hin. Zufrieden ist auch Wolves-Mannschaftsarzt Dr. Ulrich Grünwald, der für seinen Geschmack wenig Arbeit hat in einer körperbetonten Sportart wie Football. „Habe ich wenig zu tun, deutet das auch auf ein technisch guten Sport hin“, sagt Grünwald. Die letzten Minuten des Spiels werden vom Klatschen der Zuschauern und dem Wolfsgeheul der Mindener Wolves begleitet. „Das Zuschauerinteresse ist hier in Minden sehr gut. Wir haben Neugier geweckt und eine Euphorie entfacht. Ich glaube Football in Minden hat eine Chance, sich neben dem Handball hier zu etablieren“, sagt Phil Gamble abschließend. Am kommenden Wochenende ist für die Mindener Wolves spielfrei. Anschließend folgt ein Auswärtsspiel bei den Herne Black Barons. Das nächste Mal im Weserstadion spielen die Mindener Footballer am 2. Oktober. Gegner sind dann die Rheine Raptors. Kickoff ist hier um 15 Uhr.

Wieder mehr als 1.000 Zuschauer im Weserstadion: Footballer der Minden Wolves feiern Heimsieg

Auf und davon: Runningback Phil Gamble (am Ball)) hält seine Gegner auf Distanz und schafft für die Mindener wichtigen Raumgewinn. Sein Mitspieler Marcel Wiegmann (2.v.l.) kann nicht mehr eingreifen. MT-Foto: Jörg Wehling © Jörg Wehling

Minden. Beste Unterhaltung gepaart mit spektakulärem Sport. Das funktioniert auch in Minden. Wieder mehr als 1000 Zuschauer erlebten American Football am Samstag im Mindener Weserstadion und damit den 34:12 (7:6, 7:6, 0:0, 20:0)–Heimsieg der Minden Wolves in der DJK Dom gegen die Iserlohn Titans. Trotz des hohen Erfolges war es ein mühevoller Heimsieg, der erst im letzten Viertel unter Dach und Fach gebracht wurde. Bis dahin hieß es nur 14:12 für die Gastgeber die die beiden ersten Viertel jeweils mit 7:6 für sich entschieden. Für die Fans ein zu knapper Vorsprung angesichts der Mindener Dominanz.

An der Vorentscheidung beteiligt im letzten Viertel war Spielertrainer Phil Gamble. „So außer Atem war ich lange nicht mehr“, sagte der spielende Headcoach nach seinem Sprint über den halben Platz. Denn damit gelang dem 36-jährigen in Bielefeld lebenden US-Amerikaner der vorentscheidende Touchdown zum 26:12. Der Extrapunkt und der darauffolgende Touchdown von Mattis Willuhn und dem weiteren Extrapunkt sorgten für den 34:12-Entstand. Damit endete das letzte Viertel 20:0 für Minden.

Für den perfekten Auftakt des spektakulären letzten Viertels war Patrick Stieger verantwortlich, dem der Touchdown zum 20:12 gelang. Ganz nebenbei sind die Mindener nun Landesliga-Tabellenführer nach den ersten drei Partien.

„Unser erstes Heimspiel war schon sehr gut. Heute haben wir eine Steigerung erlebt vor allem in technischer Hinsicht und hier in der Offensive“, freute sich Gamble über den deutlichen Erfolg. Seine beiden Touchdowns wollte der 36-Jährige aber auch nicht überbewerten. „Gerade im Football ist man nur ein kleiner Teil eines Teams und versucht das bestmögliche für seine Mannschaft herauszuholen.“

Das schöne am Football sicher nicht nur in Minden ist das Zusammenspiel zwischen den Zuschauern und dem Stadionsprechern. Hier standen Christoph Scholz und Axel Trittmacher an den Mirkos, die auf charmante Art den regelunkundigen Zuschauern die Entscheidungen der Schiedsrichter erläuterte.

Ohnehin ist der Informationsfluss vom Spielfeld zum Zuschauer kurz, weil die Entscheidungen von den Unparteiischen mitgeteilt werden. „Für uns ist das hier eine schöne Nebenbeschäftigung. Uns macht Football Spaß und unterhalten die Leute mit unserem Wissen“, sagt Axel Trittmacher. Beide stehen ansonsten für die Hildesheim Invaders am Mikrofon.

Und wenn es notwendig wird, werden die Zuschauer von den Hildesheimer „Leihgaben“ ermuntert ihre Mannschaft anzufeuern. Und das gelingt ebenfalls perfekt. Die Partie ist ohnehin angesichts des sportlichen Unterhaltungswertes dazu angetan aufzuspringen, mit zu klatschen und zu jubeln.

Das können die Zuschauer bereits im ersten Viertel, weil Minden schnell in Führung geht und 7:0 führt. Weil bei den Gastgebern aber auch nicht alles nach Wunsch läuft und sich einige Abspielfehler einschleichen, bleibt die Partie spannend. Die Gastgeber gewinnen beide Viertel, führen aber „nur“ mit 14:12.

„Wir hätten schon etwas höher führen können. Aber der Gegner ist auch richtig gut“, lobt Gamble die Iserlohner Mannschaft mit ihren Trainern. „Das ist ein richtig gutes Team, das versucht, stets sauberen Football zu spielen“, sagt Gamble. Die wenigen Verletzungspausen und und die kurze Brutto-Spielzeit von nur gut zwei Stunden deuten darauf hin.

Zufrieden ist auch Wolves-Mannschaftsarzt Dr. Ulrich Grünwald, der für seinen Geschmack wenig Arbeit hat in einer körperbetonten Sportart wie Football. „Habe ich wenig zu tun, deutet das auch auf ein technisch guten Sport hin“, sagt Grünwald.

Die letzten Minuten des Spiels werden vom Klatschen der Zuschauern und dem Wolfsgeheul der Mindener Wolves begleitet. „Das Zuschauerinteresse ist hier in Minden sehr gut. Wir haben Neugier geweckt und eine Euphorie entfacht. Ich glaube Football in Minden hat eine Chance, sich neben dem Handball hier zu etablieren“, sagt Phil Gamble abschließend.

Am kommenden Wochenende ist für die Mindener Wolves spielfrei. Anschließend folgt ein Auswärtsspiel bei den Herne Black Barons. Das nächste Mal im Weserstadion spielen die Mindener Footballer am 2. Oktober. Gegner sind dann die Rheine Raptors. Kickoff ist hier um 15 Uhr.

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