Virtuelles Laufprojekt: Mit dem TuS Freya Friedewalde um die Welt Marcus Riechmann Petershagen. Die Pandemie schickt den Sport in den Winterschlaf. Kein Vereinsleben, keine Wettbewerbe, keinen Kontakt zu dem Mitgliedern, Stille in den sozialen Kanälen. Doch damit wollten sich die Verantwortlichen beim TuS Freya Friedewalde nicht abfinden. Zum Jahreswechsel ersann der TuS eine Idee, macht den Mitgliedern Beine und geht gemeinsam auf eine große Reise. „Wir bleiben gemeinsam fit! In 31 Tagen von Friedewalde bis nach ...“ lautet das Projekt, das der Klub im Internet initiiert hat. „Wir haben uns überlegt: Wie bleiben oder wie werden wir sichtbar? Was können wir trotz Corona unseren Mitgliedern bieten?“, erläutert der Vereinsvorsitzende Arne Wohl. Aus der im Vorstand geborenen Idee wurde flugs ein Projekt, an dem sich Mitglieder des Lauftreffs um Claudia Heiden und weitere Helfer beteiligten. Vorstandsmitglied Niklas Feierabend gestaltete ein Logo, auf Facebook und Instagram startete der TuS Aufrufe, und schon ging es am 1. Januar los. „Wir haben es einfach mal online gestellt und wollten sehen, was passiert“, berichtet Wohl. Es passierte eine Menge. Mitglieder und solche, die es irgendwann werden könnten, beteiligen sich und steuern Kilometer bei. Sie laufen, wandern, fahren Rad oder gehen spazieren. Erlaubt ist jede Bewegung an der frischen Luft. Gleich am ersten Tag kamen 174,5 Kilometer zusammen. Am dritten Tag waren es 558 Kilometer und Zeit für eine erste Zielortbestimmung: Bis in den Wintersportort Oberstdorf reichte bereits die Strecke. Von nun an bestimmte die „Januar-Challenge“ die Abendgestaltung bei Arne Wohl. Der Klubchef persönlich addiert die Kilometer, die ihm die Sportler übermitteln. Über Facebook und Instagram, aber auch über WhatsApp, E-Mail oder die gute alte SMS. Wohl zählt, addiert und rechnet dann die theoretisch erreichten Zielorte aus. Orser in Kroatien, Marseille am Mittelmeer, Sardinien und dann nach zehn Tagen und bereits 3551 Kilometer Safaga Island in Ägypten, dem Gastgeberland der Handball-Weltmeisterschaft. Der Klub macht seine Mitglieder nicht nur mobil, sondern nimmt sie in einer Zeit ohne Urlaub mit auf Reisen. „Wir wollten einen Impuls setzen für Bewegung“, erzählt Wohl, der sich mit seinem „guten Vorsatz für den Januar“ selbst aktiv einbringt: „Und wir wollten zeigen: Wir sind zusammen, und wir schaffen gemeinsam etwas.“ Von der Beteiligung ist er überrascht worden. „Mehr als 140 Leute machen mit, auch 15 Nicht-Mitglieder haben schon Kilometer beigesteuert“, sagt Wohl, der auch prominente Petershäger wie Bürgermeister Dirk Breves oder den in Ovenstädt lebenden früheren Handball-Nationalspieler Aaron Ziercke bewegen konnte. Vielleicht bringt der TuS Freya auch andere Klubs auf Trab: „Wir können uns vorstellen, dass es Vereine gibt, die bei der Challenge gegen uns antreten“, hat Wohl die nächste Idee. Der Klub stellt auf der Homepage ein Logo zur Verfügung, dass die Sportler in ihre Bilder einbauen können. Die Fotos kommen in den sozialen Netzwerken zum Einsatz: Beim TuS Freya und bei den Sportlern selbst, die gleichsam auch die Freya-Posts teilen. „So gehen wir als Verein durch das Internet“, freut sich Wohl. Bis zum 31. Januar läuft das Projekt. Mehr als 5000 Kilometer sind bereits auf dem Tacho. „Mal schauen, wie weit wir kommen. Brasilien wäre im Januar kein schlechtes Ziel“, meint der Vereinschef und hat noch eine weitere ambitionierte Destination im Auge: „In Tokio finden die Olympischen Sommerspiele statt.“ Dann müssten seine Sportler aber die stolze Marke von 12.000 Kilometer knacken.

Virtuelles Laufprojekt: Mit dem TuS Freya Friedewalde um die Welt

Daumen hoch: Petershagens Bürgermeister Dirk Breves. © privat

Petershagen. Die Pandemie schickt den Sport in den Winterschlaf. Kein Vereinsleben, keine Wettbewerbe, keinen Kontakt zu dem Mitgliedern, Stille in den sozialen Kanälen. Doch damit wollten sich die Verantwortlichen beim TuS Freya Friedewalde nicht abfinden. Zum Jahreswechsel ersann der TuS eine Idee, macht den Mitgliedern Beine und geht gemeinsam auf eine große Reise. „Wir bleiben gemeinsam fit! In 31 Tagen von Friedewalde bis nach ...“ lautet das Projekt, das der Klub im Internet initiiert hat.

„Wir haben uns überlegt: Wie bleiben oder wie werden wir sichtbar? Was können wir trotz Corona unseren Mitgliedern bieten?“, erläutert der Vereinsvorsitzende Arne Wohl. Aus der im Vorstand geborenen Idee wurde flugs ein Projekt, an dem sich Mitglieder des Lauftreffs um Claudia Heiden und weitere Helfer beteiligten. Vorstandsmitglied Niklas Feierabend gestaltete ein Logo, auf Facebook und Instagram startete der TuS Aufrufe, und schon ging es am 1. Januar los. „Wir haben es einfach mal online gestellt und wollten sehen, was passiert“, berichtet Wohl. Es passierte eine Menge. Mitglieder und solche, die es irgendwann werden könnten, beteiligen sich und steuern Kilometer bei. Sie laufen, wandern, fahren Rad oder gehen spazieren. Erlaubt ist jede Bewegung an der frischen Luft.

Mit Hund an der Hüfte: Aaron Ziercke. Fotos: privat - © privat
Mit Hund an der Hüfte: Aaron Ziercke. Fotos: privat - © privat

Gleich am ersten Tag kamen 174,5 Kilometer zusammen. Am dritten Tag waren es 558 Kilometer und Zeit für eine erste Zielortbestimmung: Bis in den Wintersportort Oberstdorf reichte bereits die Strecke.

Von nun an bestimmte die „Januar-Challenge“ die Abendgestaltung bei Arne Wohl. Der Klubchef persönlich addiert die Kilometer, die ihm die Sportler übermitteln. Über Facebook und Instagram, aber auch über WhatsApp, E-Mail oder die gute alte SMS. Wohl zählt, addiert und rechnet dann die theoretisch erreichten Zielorte aus. Orser in Kroatien, Marseille am Mittelmeer, Sardinien und dann nach zehn Tagen und bereits 3551 Kilometer Safaga Island in Ägypten, dem Gastgeberland der Handball-Weltmeisterschaft. Der Klub macht seine Mitglieder nicht nur mobil, sondern nimmt sie in einer Zeit ohne Urlaub mit auf Reisen.

Bunte Laufschuhe auf bemalten Steinen. - © privat
Bunte Laufschuhe auf bemalten Steinen. - © privat

„Wir wollten einen Impuls setzen für Bewegung“, erzählt Wohl, der sich mit seinem „guten Vorsatz für den Januar“ selbst aktiv einbringt: „Und wir wollten zeigen: Wir sind zusammen, und wir schaffen gemeinsam etwas.“ Von der Beteiligung ist er überrascht worden. „Mehr als 140 Leute machen mit, auch 15 Nicht-Mitglieder haben schon Kilometer beigesteuert“, sagt Wohl, der auch prominente Petershäger wie Bürgermeister Dirk Breves oder den in Ovenstädt lebenden früheren Handball-Nationalspieler Aaron Ziercke bewegen konnte. Vielleicht bringt der TuS Freya auch andere Klubs auf Trab: „Wir können uns vorstellen, dass es Vereine gibt, die bei der Challenge gegen uns antreten“, hat Wohl die nächste Idee.

Der Klub stellt auf der Homepage ein Logo zur Verfügung, dass die Sportler in ihre Bilder einbauen können. Die Fotos kommen in den sozialen Netzwerken zum Einsatz: Beim TuS Freya und bei den Sportlern selbst, die gleichsam auch die Freya-Posts teilen. „So gehen wir als Verein durch das Internet“, freut sich Wohl.

Bis zum 31. Januar läuft das Projekt. Mehr als 5000 Kilometer sind bereits auf dem Tacho. „Mal schauen, wie weit wir kommen. Brasilien wäre im Januar kein schlechtes Ziel“, meint der Vereinschef und hat noch eine weitere ambitionierte Destination im Auge: „In Tokio finden die Olympischen Sommerspiele statt.“ Dann müssten seine Sportler aber die stolze Marke von 12.000 Kilometer knacken.

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