Sterne des Sports: TuS Friedewalde gewinnt beim Kreis-Entscheid den Hauptpreis Thomas Kühlmann Bad Oeynhausen. Große Freude beim TuS Freya Friedewalde und bei der Gesundheits- und Behinderten-Sportgemeinschaft (GBSG) Herford: Die beiden Vereine wurden gestern Abend beim Kreisentscheid des Wettbewerbs „Sterne des Sports“ mit dem „Großen Stern“ in Bronze, einer Urkunde und jeweils 1.500 Euro Geldprämie ausgezeichnet. Erstmals wurde der Wettbewerb der Volksbanken Deutschlands nach der Fusion der Volksbanken Mindener Land und Herford für die Vereine der Kreissportbünde Minden-Lübbecke und Herford ausgetragen, so dass für jeden Verband je drei Preisträger von der neunköpfigen Jury ermittelt worden waren. Während für den TuS Freya Friedewalde Arne Wohl und Lennart Finke die Auszeichnungen aus den Händen von KSB-Präsident Prof. Dr. Jens Große und Volksbank-Vorstand Peter Scherf entgegennahmen, freuten sich für die GBSG Herford Nicole Aufermann und Sandra Pohlmann über die Preise. „Die Preisträger tun ehrenamtlich viel für die Menschen in unserer Heimat. Dafür wollen wir uns bedanken – bei den ausgezeichneten Vereinen genauso wie bei allen weiteren Bewerbern. Ihre Arbeit ist unendlich wertvoll“, erklärte Peter Scherf im Rahmen der Preisvergabe im Pavillon der Volksbank-Geschäftsstelle in Bad Oeynhausen-Eidinghausen. Zuvor hatte Moderatorin Birgit Kaupmann (Volksbank) noch einmal kurz die insgesamt 19 Bewerbungen präsentiert. Damit verbuchten die beiden Kreise knapp ein Zehntel der 192 eingegangenen Bewerbungsprojekte auf NRW-Ebene für sich. Besonders überzeugte in diesem Jahr die GBSG Herford mit ihrem Projekt „Gemeinsam im Sport gegen Barrieren im Kopf“. Seit sechs Jahren werden vom Verein Projekte an Regelschulen vor Ort durchgeführt, bei denen Schülerinnen und Schüler über den Sport in Kontakt zu Menschen mit geistiger Behinderung kommen und so automatisch Barrieren abbauen. Am Königin-Mathilde-Gymnasium Herford wurde das Projekt mit gemeinsamen Sporttagen inzwischen sogar fest im Lehrplan verankert. Dieser Ansatz überzeugte nicht nur die Jury auf lokaler Ebene, sondern brachte der GBSG sogar eine Nominierung auf Landesebene und eine Einladung zur Landespreisverleihung der „Sterne des Sports“ in Silber am 26. Oktober in Düsseldorf ein. Dort werden drei Sterne sowie drei Förderpreise vergeben – die GBSG gehört somit also auf jeden Fall schon zu den besten sechs Vereinen im Land NRW. Der TuS Freya Friedewalde wiederum stand mit Ausbruch der Corona-Pandemie wie alle anderen Sportvereine vor der Frage: „Wie kann man coronakonform aber trotzdem zusammen Sport treiben?“ Die Lösung war die „Freya-Challenge – in 31 Tagen von Friedewalde bis nach . . . “. Die Mitglieder des Vereins waren im Rahmen dieser virtuellen Weltreise dazu aufgerufen, alle Kilometer, die sie in der Aktionszeit zu Fuß laufend oder walkend, auf dem Rad, auf dem Hometrainer oder auch im Wasser zurückgelegt haben, online zu melden. Täglich kamen neue Teilnehmer hinzu und sogar Nachbarvereine sprangen nach der Verbreitung über die Medien mit auf den Zug auf. So legten am Ende 330 Teilnehmer zwischen zwei und 84 Jahren insgesamt knapp 17.000 Kilometer gemeinsam zurück. Neben diesen beiden Vorzeigeprojekten gingen weitere Auszeichnungen für den zweiten Platz in Form eines „Kleinen Sterns“ in Bronze und weiteren 1.000 Euro Preisgeld an den TV Concordia Enger im Kreis Herford und den TVG Nordhemmern im Kreis Minden-Lübbecke. Lara Kraschinski und Stefan Buchholz nahmen dabei den Preis für Nordhemmern entgegen. Der Klub hatte sich mit dem Projekt „TVG-Kilometer-Challenge“ beworben. Hintergrund: Um nach dem coronabedingten Abbruch des Handball-Spielbetriebes im Frühsommer 2020 und des Sportfestes die enormen finanziellen Ausfälle zu kompensieren und zudem die Vereinsverbundenheit aufrecht zu erhalten sowie sportliche Aktivitäten weiter zu ermöglichen, entstand die Idee der TVG-Kilometer-Challenge 2020 als Ersatz für das Sportfest Ende Juli/Anfang August. Es sollten in einer Woche so viele Kilometer wie möglich laufend, walkend oder radelnd zurückgelegt werden. Anstatt einer Startgebühr organisierte sich jeder Teilnehmer einen persönlichen Sponsor, der einen beliebigen Beitrag pro Kilometer an den Verein spendete. 2021 wurde das Konzept leicht angepasst wiederholt: Der Verein sorgte für den Sponsorenpool, und die Spenden gingen an die Kinder der Grundschule und der Handball-Jugendabteilung. Viele Teilnehmer machten mit und lebten auf diesem Weg Gemeinschaft. Platz drei auf Minden-Lübbecker Ebene belegte schließlich der TuS Lahde/Quetzen mit seinem Projekt #staytogetherathome Live-Event“. Auch diese Idee war dem Einfall von Corona in die Sportwelt geschuldet. Um einen Ersatz für viele ausgefallene Veranstaltungen zu schaffen, hatte der TuS mit einer eigenen Quiz-Show per Livestream für die ganze Familie eine neue Unterhaltungsmöglichkeit geboten. Ein Organisations-Team aus sechs Personen hatte 14 Spiele vorbereitet, bei denen die Zuschauer zuhause raten, schätzen oder sogar mitmachen konnten So verbreitete der Verein Zuversicht, Freude. Kreativität und Gemeinschaft nach innen und außen in der schwierigen Corona-Zeit. Und die Mühen haben sich gelohnt. Bennet Dragon nahm stellvertretend für den Verein den „Kleinen Stern“ sowie eine Geldprämie von 500 Euro entgegen. Auf Herforder Ebene freute sich die TG Herford über Rang drei. für ihr Projekt „Kein Ehrenamt, kein Sport!“

Sterne des Sports: TuS Friedewalde gewinnt beim Kreis-Entscheid den Hauptpreis

Peter Scherf (Volksbank Herford-Mindener Land/links) und Minden-Lübbeckes KSB-Präsident Jens Große (rechts) zeichneten die Minden-Lübbecker Preisträger (von links) Stefan Buchholz, Lara Kraschinski (beide TVG Nordhemmern), Arne Wohl, Lennart Finke (beide TuS Freya Friedewalde) und Bennet Dragon (TuS Lahde/Quetzen) aus. MT-Foto: Thomas Kühlmann © Thomas Kühlmann

Bad Oeynhausen. Große Freude beim TuS Freya Friedewalde und bei der Gesundheits- und Behinderten-Sportgemeinschaft (GBSG) Herford: Die beiden Vereine wurden gestern Abend beim Kreisentscheid des Wettbewerbs „Sterne des Sports“ mit dem „Großen Stern“ in Bronze, einer Urkunde und jeweils 1.500 Euro Geldprämie ausgezeichnet. Erstmals wurde der Wettbewerb der Volksbanken Deutschlands nach der Fusion der Volksbanken Mindener Land und Herford für die Vereine der Kreissportbünde Minden-Lübbecke und Herford ausgetragen, so dass für jeden Verband je drei Preisträger von der neunköpfigen Jury ermittelt worden waren. Während für den TuS Freya Friedewalde Arne Wohl und Lennart Finke die Auszeichnungen aus den Händen von KSB-Präsident Prof. Dr. Jens Große und Volksbank-Vorstand Peter Scherf entgegennahmen, freuten sich für die GBSG Herford Nicole Aufermann und Sandra Pohlmann über die Preise.

„Die Preisträger tun ehrenamtlich viel für die Menschen in unserer Heimat. Dafür wollen wir uns bedanken – bei den ausgezeichneten Vereinen genauso wie bei allen weiteren Bewerbern. Ihre Arbeit ist unendlich wertvoll“, erklärte Peter Scherf im Rahmen der Preisvergabe im Pavillon der Volksbank-Geschäftsstelle in Bad Oeynhausen-Eidinghausen.

Zuvor hatte Moderatorin Birgit Kaupmann (Volksbank) noch einmal kurz die insgesamt 19 Bewerbungen präsentiert. Damit verbuchten die beiden Kreise knapp ein Zehntel der 192 eingegangenen Bewerbungsprojekte auf NRW-Ebene für sich.

Besonders überzeugte in diesem Jahr die GBSG Herford mit ihrem Projekt „Gemeinsam im Sport gegen Barrieren im Kopf“. Seit sechs Jahren werden vom Verein Projekte an Regelschulen vor Ort durchgeführt, bei denen Schülerinnen und Schüler über den Sport in Kontakt zu Menschen mit geistiger Behinderung kommen und so automatisch Barrieren abbauen. Am Königin-Mathilde-Gymnasium Herford wurde das Projekt mit gemeinsamen Sporttagen inzwischen sogar fest im Lehrplan verankert. Dieser Ansatz überzeugte nicht nur die Jury auf lokaler Ebene, sondern brachte der GBSG sogar eine Nominierung auf Landesebene und eine Einladung zur Landespreisverleihung der „Sterne des Sports“ in Silber am 26. Oktober in Düsseldorf ein. Dort werden drei Sterne sowie drei Förderpreise vergeben – die GBSG gehört somit also auf jeden Fall schon zu den besten sechs Vereinen im Land NRW.

Der TuS Freya Friedewalde wiederum stand mit Ausbruch der Corona-Pandemie wie alle anderen Sportvereine vor der Frage: „Wie kann man coronakonform aber trotzdem zusammen Sport treiben?“ Die Lösung war die „Freya-Challenge – in 31 Tagen von Friedewalde bis nach . . . “. Die Mitglieder des Vereins waren im Rahmen dieser virtuellen Weltreise dazu aufgerufen, alle Kilometer, die sie in der Aktionszeit zu Fuß laufend oder walkend, auf dem Rad, auf dem Hometrainer oder auch im Wasser zurückgelegt haben, online zu melden. Täglich kamen neue Teilnehmer hinzu und sogar Nachbarvereine sprangen nach der Verbreitung über die Medien mit auf den Zug auf. So legten am Ende 330 Teilnehmer zwischen zwei und 84 Jahren insgesamt knapp 17.000 Kilometer gemeinsam zurück.

Neben diesen beiden Vorzeigeprojekten gingen weitere Auszeichnungen für den zweiten Platz in Form eines „Kleinen Sterns“ in Bronze und weiteren 1.000 Euro Preisgeld an den TV Concordia Enger im Kreis Herford und den TVG Nordhemmern im Kreis Minden-Lübbecke. Lara Kraschinski und Stefan Buchholz nahmen dabei den Preis für Nordhemmern entgegen. Der Klub hatte sich mit dem Projekt „TVG-Kilometer-Challenge“ beworben. Hintergrund: Um nach dem coronabedingten Abbruch des Handball-Spielbetriebes im Frühsommer 2020 und des Sportfestes die enormen finanziellen Ausfälle zu kompensieren und zudem die Vereinsverbundenheit aufrecht zu erhalten sowie sportliche Aktivitäten weiter zu ermöglichen, entstand die Idee der TVG-Kilometer-Challenge 2020 als Ersatz für das Sportfest Ende Juli/Anfang August. Es sollten in einer Woche so viele Kilometer wie möglich laufend, walkend oder radelnd zurückgelegt werden. Anstatt einer Startgebühr organisierte sich jeder Teilnehmer einen persönlichen Sponsor, der einen beliebigen Beitrag pro Kilometer an den Verein spendete. 2021 wurde das Konzept leicht angepasst wiederholt: Der Verein sorgte für den Sponsorenpool, und die Spenden gingen an die Kinder der Grundschule und der Handball-Jugendabteilung. Viele Teilnehmer machten mit und lebten auf diesem Weg Gemeinschaft.

Platz drei auf Minden-Lübbecker Ebene belegte schließlich der TuS Lahde/Quetzen mit seinem Projekt #staytogetherathome Live-Event“. Auch diese Idee war dem Einfall von Corona in die Sportwelt geschuldet. Um einen Ersatz für viele ausgefallene Veranstaltungen zu schaffen, hatte der TuS mit einer eigenen Quiz-Show per Livestream für die ganze Familie eine neue Unterhaltungsmöglichkeit geboten. Ein Organisations-Team aus sechs Personen hatte 14 Spiele vorbereitet, bei denen die Zuschauer zuhause raten, schätzen oder sogar mitmachen konnten So verbreitete der Verein Zuversicht, Freude. Kreativität und Gemeinschaft nach innen und außen in der schwierigen Corona-Zeit. Und die Mühen haben sich gelohnt. Bennet Dragon nahm stellvertretend für den Verein den „Kleinen Stern“ sowie eine Geldprämie von 500 Euro entgegen. Auf Herforder Ebene freute sich die TG Herford über Rang drei. für ihr Projekt „Kein Ehrenamt, kein Sport!“

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