Stadtsportverband Minden ist in Aufbruchstimmung Astrid Plaßhenrich Minden. Die Filzstifte quietschten auf dem glatten Papier. Das Gemurmel in dem Gemeinschaftsraum Pro Meißen war ein gutes Zeichen. Die Jahreshauptversammlung des Stadtsportverbandes (SSV) Minden war ganz anders als die Jahres zuvor. Die Vertreter der anwesenden 26 Vereine mussten sich nicht – wie im schlimmsten Frontalunterricht – langatmige Berichte anhören oder wurden von Zahlentiraden erschmettert, sondern waren zum Mitmachen animiert. Sie diskutierten in Kleingruppen darüber, worauf sich der SSV in den kommenden zwölf Monaten konzentrieren soll, machten Vorschläge, wie sich der Verband weiterentwickeln kann und was sie selbst tun können, um den Stadtsportverband zu unterstützen. Die Botschaft ist klar: Der SSV ist in Aufbruchstimmung und will dabei seine Vereine mitnehmen. Sportschützen debattierten mit Fußballern, Kegler mit Volleyballern oder Handballer mit Rettungsschwimmern. Die Vertreter einzelner Sportarten verließen ihre Blase und formulierten auf den weißen Papiertischdecken gemeinsame Ziele. Die hat der SSV-Vorstand fotografiert und nimmt sie in seine nächsten Sitzungen mit. Verkrustete Strukturen sollen nach zwei Jahren Pandemie aufgebrochen werden. „Wir gehen neue Wege, halten aber auch an altbewährtem fest“, sagte der Stadtsportverbandsvorsitzende Gudio Höltke. So soll der Stellenwert des Sports in Minden gestärkt, Jugendarbeit strategisch neu gedacht und entwickelt sowie auf Fördermittel bewusst aufmerksam gemacht werden.Um die ehrgeizigen Ziele zu erreichen, hat sich der Stadtsportverband breiter aufgestellt. Neun Personen gehören inzwischen dem Vorstand an, eine zehnte wird noch gesucht. Durch die Breite lastet nicht die gesamte Verantwortung auf wenige Schultern. „Dazu kann jeder sich auf das konzentrieren, was er gerne macht und was er gut kann“, formuliert der stellvertretende Geschäftsführer Michael Sachtleben weitere Vorteile. Die Diskussion mit den Vereinsvertretern leitete der auf Prozess- und Innovationsberatung spezialisierte Holger Vetter vom Landessportbund NRW. Die SSV-Vorstandsmitglieder setzten sich währenddessen mit an die Tische, hörten zu, man lernte sich kennen. Das kam bei den Vereinsvertretern an. „In einer Diskussion in großer Runde meldet sich meistens niemand zu Wort. Außerdem werden so die Ideen festgehalten und gehen nicht verloren“, sagte Wilfried Naue vom TSV GWD Minden. Das Miteinander wird ab sofort großgeschrieben. Das Verhältnis will der SSV-Vorstand weiter stärken. Schließlich ist der Stadtsportverband für die Mindener Vereine da und kann deren Interessen bei Politik und Verwaltung vertreten.

Stadtsportverband Minden ist in Aufbruchstimmung

Monika Buhmeier vom Schützenverein Aminghausen (von links), SSV-Jugendwartin Katharina Kley, Wilfried Naue vom TSV GWD Minden und Andreas Dieckmann von Union Minden sammeln Ideen, formulieren Wünsche und Ziele. © Astrid Plaßhenrich

Minden. Die Filzstifte quietschten auf dem glatten Papier. Das Gemurmel in dem Gemeinschaftsraum Pro Meißen war ein gutes Zeichen. Die Jahreshauptversammlung des Stadtsportverbandes (SSV) Minden war ganz anders als die Jahres zuvor. Die Vertreter der anwesenden 26 Vereine mussten sich nicht – wie im schlimmsten Frontalunterricht – langatmige Berichte anhören oder wurden von Zahlentiraden erschmettert, sondern waren zum Mitmachen animiert. Sie diskutierten in Kleingruppen darüber, worauf sich der SSV in den kommenden zwölf Monaten konzentrieren soll, machten Vorschläge, wie sich der Verband weiterentwickeln kann und was sie selbst tun können, um den Stadtsportverband zu unterstützen. Die Botschaft ist klar: Der SSV ist in Aufbruchstimmung und will dabei seine Vereine mitnehmen.

Sportschützen debattierten mit Fußballern, Kegler mit Volleyballern oder Handballer mit Rettungsschwimmern. Die Vertreter einzelner Sportarten verließen ihre Blase und formulierten auf den weißen Papiertischdecken gemeinsame Ziele. Die hat der SSV-Vorstand fotografiert und nimmt sie in seine nächsten Sitzungen mit. Verkrustete Strukturen sollen nach zwei Jahren Pandemie aufgebrochen werden. „Wir gehen neue Wege, halten aber auch an altbewährtem fest“, sagte der Stadtsportverbandsvorsitzende Gudio Höltke. So soll der Stellenwert des Sports in Minden gestärkt, Jugendarbeit strategisch neu gedacht und entwickelt sowie auf Fördermittel bewusst aufmerksam gemacht werden.

Um die ehrgeizigen Ziele zu erreichen, hat sich der Stadtsportverband breiter aufgestellt. Neun Personen gehören inzwischen dem Vorstand an, eine zehnte wird noch gesucht. Durch die Breite lastet nicht die gesamte Verantwortung auf wenige Schultern. „Dazu kann jeder sich auf das konzentrieren, was er gerne macht und was er gut kann“, formuliert der stellvertretende Geschäftsführer Michael Sachtleben weitere Vorteile.

Die Diskussion mit den Vereinsvertretern leitete der auf Prozess- und Innovationsberatung spezialisierte Holger Vetter vom Landessportbund NRW. Die SSV-Vorstandsmitglieder setzten sich währenddessen mit an die Tische, hörten zu, man lernte sich kennen. Das kam bei den Vereinsvertretern an. „In einer Diskussion in großer Runde meldet sich meistens niemand zu Wort. Außerdem werden so die Ideen festgehalten und gehen nicht verloren“, sagte Wilfried Naue vom TSV GWD Minden. Das Miteinander wird ab sofort großgeschrieben. Das Verhältnis will der SSV-Vorstand weiter stärken. Schließlich ist der Stadtsportverband für die Mindener Vereine da und kann deren Interessen bei Politik und Verwaltung vertreten.

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