Sportausschuss: Geld ist da, Personal fehlt massenhaft - Stadt Minden stellt Projekt "Sport und Inklusion" sowie Schwimminitiative vor Thomas Kühlmann Minden. Das Konzept einer Schwimminitiative sowie das Projekt „Sport und Inklusion“ – zwei Maßnahmen, die gerade in Zeiten der Corona-Pandemie enorm wichtig und dessen Umsetzung daher immer wieder angefragt wird – hat sich die Stadt Minden jetzt besonders auf die Fahne geschrieben. Bei der Sitzung des Sportausschusses im Mindener Besselgymnasium erläuterte Sarah Boy vom Verein GWD Minden und gleichzeitig Projekt-Koordinatorin von „Sport und Inklusion“ jetzt die Umsetzung beider Vorhaben. Ziel des Inklusions-Vorhabens, das durch die „Aktion Mensch“ gefördert wird, soll demnach sein, in Minden eine inklusive Sportlandschaft zu entwickeln. Sarah Boy wird bei ihrer Arbeit von einer Steuerungsgruppe, bestehend aus Vertretern des Sportbüros, der Lebenshilfe, von GWD Minden und dem Beirat für Menschen mit Behinderung sowie Ehrenamtlichen, unterstützt. „Unsere oberste Prämisse ist die Sensibilisierung der Mindener Sportlandschaft für ein gemeinsames Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderung im Sport. Dafür wollen wir ein Netzwerk aufbauen, in dem sich Menschen mit und ohne Behinderung selbstverständlich und ohne Vorurteile begegnen. Zudem sollen Ängste und Zweifel abgebaut und neue Begegnungen im Sport geschaffen werden“, erläuterte Boy die Eckpunkte des Projektes. Die praktische Umsetzung umfasst drei Handlungsfelder. „Wir wollen Sportangebote schaffen und Zugänge ermöglichen, Bildungsangebote entwickeln und umsetzen sowie die Vernetzung und Öffentlichkeitsarbeit ausbauen“, erklärte Boy die Themengebiete. Sie gab aber auch einen Einblick, was bislang bereits an konkreten Maßnahmen initiiert wurde. „Momentan laufen Angebote wie Rollstuhl-Training, Spiel und Bewegung, Hockergymnastik, Aqua-Fitness, Offene Sporthalle für Erwachsene sowie auch Online-Sportangebote“, zählte sie nur einige Kurse auf. Zudem sei im Oktober 2020 ein Sicherheitscheck für Rollstühle und Rollatoren durchgeführt worden. „Es sind auch Kooperationen zwischen Vereinen und Einrichtungen eingegangen worden. Diese sollen noch verstärkt werden“, hob Boy diesen wichtigen Punkt hervor. Hintergrund: Für eigene Angebote zum Projekt „Sport und Inklusion“ könnte es zu Engpässen bei den Hallenbelegungszeiten kommen. „Wenn die Projekte an die Klubs angedockt werden, können die Vereine dann auch selbst für Hallenzeiten garantieren“, sagte Boy, die auch klarmachte, dass die Förderung von der „Aktion Mensch“ nach fünf Jahren auf jeden Fall ausläuft. Nicht minder am Herzen liegt der Stadt Minden jedoch das Konzept der Schwimminitiative, das Boy für den erkrankten Hendrik Thielking vom Sportbüro erläuterte. „Durch die pandemiebedingte Schließung der Schwimmbäder hatten insbesondere die Kinder und Jugendlichen über mehrere Monate nicht die Möglichkeit, die Schwimmfähigkeit zu erlangen oder zu verbessern. Hier setzt der Ratsbeschluss zu dieser Thematik an, welcher sich konkret auf Kinder bis zwölf Jahren bezieht und für dessen Umsetzung Mittel für zielgruppenspezifische Maßnahmen bereitstehen“, sagte Boy und ging schnell auf die konkreten Angebote ein. „Zum einen haben wir Kompaktkurse in den Sommerferien für sieben Mindener Schulen durchgeführt, bei denen 45 Jungen und Mädchen von den 64 Teilnehmern das Seepferdchen erworben haben. Daher kommen wird zusammen mit den Schwimmkursen im Melittabad und in der Kreisschwimmhalle auf insgesamt 16 Kurse. Zudem sind noch zwei Kurse in den Herbstferien geplant, deren Finanzierung über die Initiative ’NRW kann schwimmen’ laufen soll. Dann haben wir 200 Kinder erreicht“, erklärte Boy. Die beiden anderen Säulen bilden die Unterstützung der Schulen sowie das Schwimmen im Offenen Ganztag. Die Schulen sollen im Sekundarbereich mangels Ressourcen mit der Finanzierung eines Schwimmtrainers unterstützt werden. Zudem soll das Schulschwimmen der Käthe-Kollwitz-Realschule im Melittabad initiiert werden. Beim Offenen Ganztag sollen langfristige und regelmäßige Kurse angeboten werden. Hier stellen die Verfügbarkeit von entsprechenden Wasserflächen sowie Kosten für Schwimmtrainer und die Beförderung der Kinder noch Probleme dar.

Sportausschuss: Geld ist da, Personal fehlt massenhaft - Stadt Minden stellt Projekt "Sport und Inklusion" sowie Schwimminitiative vor

Für die Schwimmausbildung von Kindern fehlt es auch in Corona-Zeiten vornehmlich an kompetentem Personal. Zudem sind viele Kurse bereits auf lange Sicht ausgebucht. Symbolfoto: pixabay © pixabay

Minden. Das Konzept einer Schwimminitiative sowie das Projekt „Sport und Inklusion“ – zwei Maßnahmen, die gerade in Zeiten der Corona-Pandemie enorm wichtig und dessen Umsetzung daher immer wieder angefragt wird – hat sich die Stadt Minden jetzt besonders auf die Fahne geschrieben. Bei der Sitzung des Sportausschusses im Mindener Besselgymnasium erläuterte Sarah Boy vom Verein GWD Minden und gleichzeitig Projekt-Koordinatorin von „Sport und Inklusion“ jetzt die Umsetzung beider Vorhaben.

Ziel des Inklusions-Vorhabens, das durch die „Aktion Mensch“ gefördert wird, soll demnach sein, in Minden eine inklusive Sportlandschaft zu entwickeln. Sarah Boy wird bei ihrer Arbeit von einer Steuerungsgruppe, bestehend aus Vertretern des Sportbüros, der Lebenshilfe, von GWD Minden und dem Beirat für Menschen mit Behinderung sowie Ehrenamtlichen, unterstützt. „Unsere oberste Prämisse ist die Sensibilisierung der Mindener Sportlandschaft für ein gemeinsames Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderung im Sport. Dafür wollen wir ein Netzwerk aufbauen, in dem sich Menschen mit und ohne Behinderung selbstverständlich und ohne Vorurteile begegnen. Zudem sollen Ängste und Zweifel abgebaut und neue Begegnungen im Sport geschaffen werden“, erläuterte Boy die Eckpunkte des Projektes. Die praktische Umsetzung umfasst drei Handlungsfelder. „Wir wollen Sportangebote schaffen und Zugänge ermöglichen, Bildungsangebote entwickeln und umsetzen sowie die Vernetzung und Öffentlichkeitsarbeit ausbauen“, erklärte Boy die Themengebiete.

Sie gab aber auch einen Einblick, was bislang bereits an konkreten Maßnahmen initiiert wurde. „Momentan laufen Angebote wie Rollstuhl-Training, Spiel und Bewegung, Hockergymnastik, Aqua-Fitness, Offene Sporthalle für Erwachsene sowie auch Online-Sportangebote“, zählte sie nur einige Kurse auf. Zudem sei im Oktober 2020 ein Sicherheitscheck für Rollstühle und Rollatoren durchgeführt worden. „Es sind auch Kooperationen zwischen Vereinen und Einrichtungen eingegangen worden. Diese sollen noch verstärkt werden“, hob Boy diesen wichtigen Punkt hervor. Hintergrund: Für eigene Angebote zum Projekt „Sport und Inklusion“ könnte es zu Engpässen bei den Hallenbelegungszeiten kommen. „Wenn die Projekte an die Klubs angedockt werden, können die Vereine dann auch selbst für Hallenzeiten garantieren“, sagte Boy, die auch klarmachte, dass die Förderung von der „Aktion Mensch“ nach fünf Jahren auf jeden Fall ausläuft.

Nicht minder am Herzen liegt der Stadt Minden jedoch das Konzept der Schwimminitiative, das Boy für den erkrankten Hendrik Thielking vom Sportbüro erläuterte. „Durch die pandemiebedingte Schließung der Schwimmbäder hatten insbesondere die Kinder und Jugendlichen über mehrere Monate nicht die Möglichkeit, die Schwimmfähigkeit zu erlangen oder zu verbessern. Hier setzt der Ratsbeschluss zu dieser Thematik an, welcher sich konkret auf Kinder bis zwölf Jahren bezieht und für dessen Umsetzung Mittel für zielgruppenspezifische Maßnahmen bereitstehen“, sagte Boy und ging schnell auf die konkreten Angebote ein. „Zum einen haben wir Kompaktkurse in den Sommerferien für sieben Mindener Schulen durchgeführt, bei denen 45 Jungen und Mädchen von den 64 Teilnehmern das Seepferdchen erworben haben. Daher kommen wird zusammen mit den Schwimmkursen im Melittabad und in der Kreisschwimmhalle auf insgesamt 16 Kurse. Zudem sind noch zwei Kurse in den Herbstferien geplant, deren Finanzierung über die Initiative ’NRW kann schwimmen’ laufen soll. Dann haben wir 200 Kinder erreicht“, erklärte Boy.

Die beiden anderen Säulen bilden die Unterstützung der Schulen sowie das Schwimmen im Offenen Ganztag. Die Schulen sollen im Sekundarbereich mangels Ressourcen mit der Finanzierung eines Schwimmtrainers unterstützt werden. Zudem soll das Schulschwimmen der Käthe-Kollwitz-Realschule im Melittabad initiiert werden. Beim Offenen Ganztag sollen langfristige und regelmäßige Kurse angeboten werden. Hier stellen die Verfügbarkeit von entsprechenden Wasserflächen sowie Kosten für Schwimmtrainer und die Beförderung der Kinder noch Probleme dar.

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