Sport-Rückblicke: Vor 20 Jahren gewinnt Tischtennisspieler Tobias Jürgens die NRW-Rangliste Michael Lorenz Minden. Heute vor genau 20 Jahren ließ ein junger Tischtennisspieler aufhorchen, der heute Position eins beim Verbandsligisten TTC Petershagen/Friedewalde bekleidet: Tobias Jürgens, der damals noch bei seinem Heimatverein TTC Rahden spielte, gewann die B-Schüler-Endrangliste des Westdeutschen Tischtennis-Verbandes (WTTV) und durfte sich damit „bester Zwölfjähriger in Nordrhein-Westfalen“ nennen. Wolfgang Jürgens, genannt Sammy, ist ein hierzulande bestens bekannter Tischtennisspieler, der das Talent seines Sohnes Tobias früh erkannte und entsprechend förderte. Ihm gelang es, die Austragung der WTTV-Ranglisten der B- und C-Schüler des Jahres 2001 nach Rahden zu holen, wo er damals ebenfalls spielte. Der Dauerrivale des Rahdener Nachwuchs-Asses war Stefan Höppner, der damals noch beim TuS Quelle in Brackwede spielte. Bis zum Turnier in Rahden hatte Tobias Jürgens meist das Nachsehen gegenüber Höppner, wie er sich erinnert: „Bei den C-Schülern hatte ich noch gegen Stefan verloren. Aber in Rahden hatte ich ganz klar das Ziel, zu gewinnen. Bei den Zuschauern herrschte eine gute Stimmung, und mit denen im Rücken hat es dann ja auch geklappt.“ Tobias Jürgens war Anfang 2001 also die Nummer eins seiner Altersklasse in Nordrhein-Westfalen, dem mit Abstand einwohnerstärksten deutschen Bundesland. Denkt man da über eine Profikarriere nach? Tobias Jürgens beantwortet die Frage so: „Im Hinterkopf hatte ich das auf jeden Fall. Bei den Deutschen Meisterschaften war ich kurz danach auch gesetzt, habe im Achtelfinale aber gegen Hendrik Fuß verloren. Im Viertelfinale hätte ansonsten Dimitri Ovtcharov gewartet. Gegen den hatte zwar keiner eine Chance, aber ich hatte zumindest mal einen Satz gegen ihn gewonnen. Wenn ich mich in Richtung Profi hätte entwickeln wollen, dann hätte ich in ein Internat in Dortmund oder Heidelberg gehen müssen, da waren die Trainingsmöglichkeiten einfach besser. Ich wollte aber lieber zuhause bleiben.“ Zudem war es für ihn als Sohn eines Lehrer-Ehepaars immer klar, dass die Schule Vorrang haben würde. Mit Evgeni Milchin, der beim Rahdener Turnier 2001 Dritter wurde, reiste er Jahre später zu einem Turnier in Österreich. Über seine Erfahrung in Linz sagt Jürgens schmunzelnd: „Ich musste gegen einen spielen, der ungefähr die Nummer 100 in China war. Das Ergebnis aus meiner Sicht: 3:21 und 2:21. So viel zum Thema Profilaufbahn.“ Erfolg hatte er dennoch. So wurde das Team des Söderblom-Gymnasiums Espelkamp im Jahr 2002 mit den Rahdenern Tobias Jürgens, Wasja Lampe, Marc-André Kütemann, Silas Fritz und Kolja Lampe in Berlin Deutscher Meister der Schulen. Tobias Jürgens blieb zunächst in Rahden. 2008 spielte der TTC in der Relegation zur Regionalliga und scheiterte am 1. FC Köln. Jürgens ging ein Jahr später zum Studieren nach Heidelberg. Mit dem TTC Lampertheim spielte er in der Regionalliga. Er kehrte vor zweieinhalb Jahren wieder in die Heimat zurück, arbeitet im IT-Bereich der Firma Espelkamp-Mittwald. Nach zwei Tischtennis-Stationen in Niedersachsen kehrte der nun 32-Jährige vor der laufenden, aber unterbrochenen Saison auch sportlich wieder in den Mühlenkreis zurück und schloss sich dem Verbandsligisten TTC Petershagen/Friedewalde an. Historische Seite als Downloadauf MT.de

Sport-Rückblicke: Vor 20 Jahren gewinnt Tischtennisspieler Tobias Jürgens die NRW-Rangliste

Minden. Heute vor genau 20 Jahren ließ ein junger Tischtennisspieler aufhorchen, der heute Position eins beim Verbandsligisten TTC Petershagen/Friedewalde bekleidet: Tobias Jürgens, der damals noch bei seinem Heimatverein TTC Rahden spielte, gewann die B-Schüler-Endrangliste des Westdeutschen Tischtennis-Verbandes (WTTV) und durfte sich damit „bester Zwölfjähriger in Nordrhein-Westfalen“ nennen.

Tobias Jürgens als zwölfjähriger Männer-Landesligaspieler des TTC Rahden. Foto: Michael Meier - © Michael Lorenz
Tobias Jürgens als zwölfjähriger Männer-Landesligaspieler des TTC Rahden. Foto: Michael Meier - © Michael Lorenz

Wolfgang Jürgens, genannt Sammy, ist ein hierzulande bestens bekannter Tischtennisspieler, der das Talent seines Sohnes Tobias früh erkannte und entsprechend förderte. Ihm gelang es, die Austragung der WTTV-Ranglisten der B- und C-Schüler des Jahres 2001 nach Rahden zu holen, wo er damals ebenfalls spielte.

Der Dauerrivale des Rahdener Nachwuchs-Asses war Stefan Höppner, der damals noch beim TuS Quelle in Brackwede spielte. Bis zum Turnier in Rahden hatte Tobias Jürgens meist das Nachsehen gegenüber Höppner, wie er sich erinnert: „Bei den C-Schülern hatte ich noch gegen Stefan verloren. Aber in Rahden hatte ich ganz klar das Ziel, zu gewinnen. Bei den Zuschauern herrschte eine gute Stimmung, und mit denen im Rücken hat es dann ja auch geklappt.“

Tobias Jürgens war Anfang 2001 also die Nummer eins seiner Altersklasse in Nordrhein-Westfalen, dem mit Abstand einwohnerstärksten deutschen Bundesland. Denkt man da über eine Profikarriere nach? Tobias Jürgens beantwortet die Frage so: „Im Hinterkopf hatte ich das auf jeden Fall. Bei den Deutschen Meisterschaften war ich kurz danach auch gesetzt, habe im Achtelfinale aber gegen Hendrik Fuß verloren. Im Viertelfinale hätte ansonsten Dimitri Ovtcharov gewartet. Gegen den hatte zwar keiner eine Chance, aber ich hatte zumindest mal einen Satz gegen ihn gewonnen. Wenn ich mich in Richtung Profi hätte entwickeln wollen, dann hätte ich in ein Internat in Dortmund oder Heidelberg gehen müssen, da waren die Trainingsmöglichkeiten einfach besser. Ich wollte aber lieber zuhause bleiben.“

Zudem war es für ihn als Sohn eines Lehrer-Ehepaars immer klar, dass die Schule Vorrang haben würde. Mit Evgeni Milchin, der beim Rahdener Turnier 2001 Dritter wurde, reiste er Jahre später zu einem Turnier in Österreich. Über seine Erfahrung in Linz sagt Jürgens schmunzelnd: „Ich musste gegen einen spielen, der ungefähr die Nummer 100 in China war. Das Ergebnis aus meiner Sicht: 3:21 und 2:21. So viel zum Thema Profilaufbahn.“

Erfolg hatte er dennoch. So wurde das Team des Söderblom-Gymnasiums Espelkamp im Jahr 2002 mit den Rahdenern Tobias Jürgens, Wasja Lampe, Marc-André Kütemann, Silas Fritz und Kolja Lampe in Berlin Deutscher Meister der Schulen.

Tobias Jürgens blieb zunächst in Rahden. 2008 spielte der TTC in der Relegation zur Regionalliga und scheiterte am 1. FC Köln.

Jürgens ging ein Jahr später zum Studieren nach Heidelberg. Mit dem TTC Lampertheim spielte er in der Regionalliga. Er kehrte vor zweieinhalb Jahren wieder in die Heimat zurück, arbeitet im IT-Bereich der Firma Espelkamp-Mittwald. Nach zwei Tischtennis-Stationen in Niedersachsen kehrte der nun 32-Jährige vor der laufenden, aber unterbrochenen Saison auch sportlich wieder in den Mühlenkreis zurück und schloss sich dem Verbandsligisten TTC Petershagen/Friedewalde an.

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