Spielpläne sind eng getaktet: Erneuter Lockdown bringt Sportler in Zeitnot Astrid Plaßhenrich,Jörg Wehling Minden. Alle sind sich einig: Die Gesundheit geht vor, der Sport muss auch seinen Teil dazu beitragen, dass die Kurve der Infektionszahlen wieder abflacht. Deswegen stößt die Entscheidung, den Trainings- und Spielbetrieb ab Montag auf null zurückzufahren, auf Verständnis. Viele Sportverbände sagten bereits in den vergangenen Tagen ihre Veranstaltungen ab. Der Handballverband Westfalen entschied sich gestern Abend dazu, an diesem Wochenende nicht mehr zu spielen. Was die heimischen Trainer André Torge (Männer-Oberligist TuS 09 Möllbergen), Henrik Thielking (Männer-Verbandsligist TSV Hahlen) und Heiko Breuer vom Frauen-Oberligisten HSG Petershagen/Lahde begrüßen. Aus dem Bereich des Amateurfußballs unterstützen Kreisvorsitzender Thomas Schickentanz und Landesliga-Staffelleiter Friedhelm Spey den sportlichen Lockdown. Fußball Keine Spiele, kein Training – der Betrieb ruht. Erstmals beim ersten Lockdown von Mitte März bis zum offiziellen Saison-Abbruch im Juni, und nun ab sofort bis Ende November. „Diese Entscheidung ist für mich alternativlos“ , sagt Thomas Schickentanz, Kreisvorsitzender im Fußballkreis Minden. Nach den jüngsten Beschlüssen der Bundes- und Landesregierung stellt der Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen (FLVW) den Spielbetrieb komplett ein. Darauf haben sich das Präsidium und die Vorsitzenden der 29 FLVW-Kreise verständigt. Die Unterbrechung gilt seit dem gestrigen Donnerstag und vorerst bis zum Ende der Gültigkeitsdauer Ende November. Betroffen sind alle Meisterschafts-, Pokal- und Freundschaftsspiele. Zudem empfiehlt der Verband, den Trainingsbetrieb ebenfalls sofort einzustellen. Wie es mit der Saison im Amateur-Fußball im allgemeinen und speziell für den Kreis Minden weitergehen wird und ob die Saison pünktlich oder überhaupt beendet werden kann, steht in den Sternen. „An Spekulationen werde ich mich nicht beteiligen“, sagt Schickentanz. „Etwa Mitte November wird sich der Verbandsfußball-Ausschuss wieder zusammensetzen. Bis dato ist dieser Ausschuss im permanenten Austausch mit der Landesregierung. „Abzuwarten bleibt auch die Wetterlage. Sind im Dezember viele Spielstätten gesperrt, könnte das auch zur Folge haben, dass wir direkt in die Winterpause starten.“ Und wie sieht es mit den Auswirkungen der Pandemie im Januar aus? „Das sind diese unklaren Parameter, die ich meine“, sagt Schickentanz. Dem Großteil der 39 Vereine im Fußballkreis Minden spricht Schickentanz ein Lob aus: „Sie haben vorbildlich das Hygienekonzept umgesetzt.“ Als Vorzeige-Vereine sind die SV Kutenhausen-Todtenhausen und der FC Bad Oeynhausen aufgefallen. Trotzdem haben die Fußballer einen konkreten Plan, wie sie in den Spielbetrieb zurückkehren wollen. Sollte im Dezember der Sport wieder anlaufen, erhalten die Mannschaften eine zweiwöchige Vorbereitungszeit. Danach wird ab Mitte Dezember wieder gespielt. „MItte November beraten sich die Kanzlerin und die Ministerpräsidenten neu. Vielleicht wird dann zumindest das Training wieder ermöglicht“, sagt Landesliga-Staffelleiter Friedhelm Spey. Seine persönliche Meinung ist sieht anders aus: „Wir sollten bis Ende des Jahres pausieren.“ Allerdings müsse dann bereits im Januar wieder der Spielbetrieb aufgenommen werden, um bis Ende Juni die Serie zu Ende zu bringen. Futsal Der Spieltag der Futsal-Regionalliga wird am Wochenende noch durchgezogen. Turbo Minden empfängt am Samstagabend, 18 Uhr, den KSV Unna im OMZ. „Wir haben mit unserem Gegner bereits gesprochen. Er will anreisen“, sagt Turbo-Kapitän Egor Pyntja. Die Regionalliga ist Deutschlands höchste Futsalklasse und dem Westdeutschen Fußballverband angeschlossen. Friedhelm Spey, der neben der Staffelleitung der Landesliga auch die der Futsal-Regionalliga leitet, empfiehlt die Spiele ohne Zuschauer auszutragen. „Damit kommen die Vereine den Kommunen enorm entgegen“, meint Spey. Im OMZ sind nach dem Hygienekonzept von Turbo 50 Fans zugelassen. Mehr Sorgen als der aktuelle Spieltag bereitet dem Staffelleiter die weitere Austragung der Saison: „Der Spielplan in der Futsal-Regionalliga ist extrem eng getaktet, zudem müssen wir die weiten Strecken und die Abstellungen der Nationalspieler berücksichtigen.“ Zudem seien in den Schulferien die Hallen geschlossen. „Ich wollte eigentlich um Ostern Nachholspiele ansetzen. Aber das ist nicht möglich“, sagt der Funktionär. Spey plant deshalb eine Saisonverlängerung. Für Egor Pyntja kommt das erneute Herunterfahren des Sports nicht überraschend: „Das war abzusehen. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass wir dann im Dezember wieder starten“, sagt Egor Pyntja. Der Kapitän des Mindener Futsalteams fand es auch falsch, im Frühjahr die Saison 2019/20 abzubrechen: „Ich habe bereits damals gesagt, dass die Serie hätte regulär zu Ende gebracht werden müssen – und wenn es drei Jahre gedauert hätte.“ Handball Henrik Thielking, Trainer des Verbandsligisten TSV Hahlen, hat mit der Komplettabsage durch den Handball-Verband Westfalen (HVW) gerechnet. „Wir Sportler leben ja nicht in einer Blase. Für mich ist es die logische Konsequenz, wenn die Gastronomie schließt, dass auch der Kontaktsport eingestellt wird.“ Am Mittwochabend hatten sich die enttäuschten TSV-Spieler noch einmal – wenn man so will zum „Corona-Abschlusstraining“ – getroffen und unter dem Eindruck des bevorstehenden Lockdowns trainiert. „Auf irgendwelche Trainingsformen habe ich bewusst verzichtet. Die Jungs sollten einfach noch einmal richtig Handball spielen können“, sagt Thielking. Etwas unpassend fand er das vorzeitige Handeln einiger Vereine, die in Eigeninitiative Spielabsagen ausgesprochen hatten. „Da hätte ich mir gewünscht, dass man erst die politische Entscheidung abgewartet hätte.“ Das jetzt generell ein Spiel- und Trainingsverbot besteht, hält er für richtig. „Wenn jeder Verein weiter sein eigenes Ding gemacht hätte, hätten wir irgendwann einen sportlichen Flickenteppich gehabt.“ „Extrem schade, aber richtig“ findet auch Heiko Breuer, Trainer des Frauen-Oberligisten HSG Petershagen/Lahde, die getroffene Entscheidung. „Wir mussten aufgrund des Spielplanes lange bis zum ersten Meisterschaftsspiel warten und das erste Spiel hatten wir erst am vergangenen Wochenende. So wie es aussieht, wird das unser einziges Spiel in diesem Jahr bleiben“, sagt Breuer. Eigentlich hatte der HSG-Trainer gehofft, dass man vielleicht ohne Zuschauer hätte durchspielen könnte. „Nach der lange Pause hatten alle wirklich große Lust auf Handball. Aber die jetzige Entscheidung müssen wir natürlich respektieren.“ Beim TuS 09 Möllbergen hat man ebenfalls alle Meisterschaftsspiele, die bis zum Wochenende noch hätten stattfinden können, abgesagt. „Auch Hagen ist ein Hochrisikogebiet“, sagt Torge über den Gegner, der nun doch nicht an die Porta kommt. Soweit es möglich ist, möchte Torge aber noch die eine oder andere Einheit bis zum Wochenende absolvieren. „Da wird es darum gehen, das individuelle Training abzustimmen. Jeder bekommt eine Hausaufgabe.“ Aus Torges Sicht ist mit nun bevorstehendem Lockdown auch klar, dass es erst im Januar weitergeht. „Es ist unrealistisch, sofort nach dem Ende des Lockdowns im Dezember wieder den Spielbetrieb aufzunehmen. Ohne Training geht es nun mal nicht.“ Volleyball Andreas Klimm erfuhr von der Spielabsage gegen den Brühler TV am Mittwochabend. Der Volleyballtrainer der Regionalligamannschaft des 1. VC Minden hatte damit gerechnet und ist grundsätzlich für alle Maßnahmen, die zur Eindämmung der Pandemie führen. „Aber ich frage mich, warum nicht differenziert wird“, sagt Klimm. Volleyball ist schließlich keine Kontaktsportart, Abstände können im Training gewahrt werden. Er hat die Befürchtung, dass die Regionalligasaison nicht zu Ende gebracht werden kann. „Wir haben schon sechs Spiele bestritten, andere Mannschaften aber nur drei. Der Spielplan hat auch ohne die Unterbrechungen so gut wie keinen Puffer“, sagt Klimm. Dazu müssen die Mindener bis nach Aachen, Köln oder Bonn fahren, um ihre Partien zu bestreiten. Nachholtermine unter der Woche sind daher undenkbar. Klare Regelung im Fußball Der Fußball- und Leichtathletikverband Westfalen (FLVW) hat für die überkreislichen Ligen klar geregelt, wie die aktuelle Saison mit Pandemie-Pausen geregelt werden soll. Optimalfall: Alle Spiele werden bis Ende Juni 2021 trotz coronabedingter Pausen ausgetragen und gewertet. Minimallösung: Es wird eine „einfache Runde“ bis Ende Juni 2021 gespielt. Wenn 50 Prozent aller Spiele ausgetragen werden, wird die Saison gewertet – mit Meistern, Auf- und Absteigern. Annullierung: Wenn weniger als 50 Prozent der Spiele ausgetragen werden, wird die Saison nicht gewertet. Quotientenregelung: Die kommt zum Einsatz, wenn mehr als 50 Prozent der Spiele ausgetragen worden sind, aber die Mannschaften unterschiedlich viele Spiele auf ihrem Konto haben. (mt)

Spielpläne sind eng getaktet: Erneuter Lockdown bringt Sportler in Zeitnot

Alle Sportvereine haben Hygienekonzepte erarbeitet und vorgelegt, um den Spiel- und Trainingsbetrieb wieder aufzunehmen. Doch auch die schützten nicht vor dem erneuten Lockdown. © MT-Foto: Jörg Wehling

Minden. Alle sind sich einig: Die Gesundheit geht vor, der Sport muss auch seinen Teil dazu beitragen, dass die Kurve der Infektionszahlen wieder abflacht. Deswegen stößt die Entscheidung, den Trainings- und Spielbetrieb ab Montag auf null zurückzufahren, auf Verständnis. Viele Sportverbände sagten bereits in den vergangenen Tagen ihre Veranstaltungen ab. Der Handballverband Westfalen entschied sich gestern Abend dazu, an diesem Wochenende nicht mehr zu spielen. Was die heimischen Trainer André Torge (Männer-Oberligist TuS 09 Möllbergen), Henrik Thielking (Männer-Verbandsligist TSV Hahlen) und Heiko Breuer vom Frauen-Oberligisten HSG Petershagen/Lahde begrüßen. Aus dem Bereich des Amateurfußballs unterstützen Kreisvorsitzender Thomas Schickentanz und Landesliga-Staffelleiter Friedhelm Spey den sportlichen Lockdown.

Fußball

Keine Spiele, kein Training – der Betrieb ruht. Erstmals beim ersten Lockdown von Mitte März bis zum offiziellen Saison-Abbruch im Juni, und nun ab sofort bis Ende November. „Diese Entscheidung ist für mich alternativlos“ , sagt Thomas Schickentanz, Kreisvorsitzender im Fußballkreis Minden.

Nach den jüngsten Beschlüssen der Bundes- und Landesregierung stellt der Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen (FLVW) den Spielbetrieb komplett ein. Darauf haben sich das Präsidium und die Vorsitzenden der 29 FLVW-Kreise verständigt. Die Unterbrechung gilt seit dem gestrigen Donnerstag und vorerst bis zum Ende der Gültigkeitsdauer Ende November. Betroffen sind alle Meisterschafts-, Pokal- und Freundschaftsspiele. Zudem empfiehlt der Verband, den Trainingsbetrieb ebenfalls sofort einzustellen.

Wie es mit der Saison im Amateur-Fußball im allgemeinen und speziell für den Kreis Minden weitergehen wird und ob die Saison pünktlich oder überhaupt beendet werden kann, steht in den Sternen. „An Spekulationen werde ich mich nicht beteiligen“, sagt Schickentanz. „Etwa Mitte November wird sich der Verbandsfußball-Ausschuss wieder zusammensetzen. Bis dato ist dieser Ausschuss im permanenten Austausch mit der Landesregierung.

„Abzuwarten bleibt auch die Wetterlage. Sind im Dezember viele Spielstätten gesperrt, könnte das auch zur Folge haben, dass wir direkt in die Winterpause starten.“ Und wie sieht es mit den Auswirkungen der Pandemie im Januar aus? „Das sind diese unklaren Parameter, die ich meine“, sagt Schickentanz. Dem Großteil der 39 Vereine im Fußballkreis Minden spricht Schickentanz ein Lob aus: „Sie haben vorbildlich das Hygienekonzept umgesetzt.“ Als Vorzeige-Vereine sind die SV Kutenhausen-Todtenhausen und der FC Bad Oeynhausen aufgefallen.

Trotzdem haben die Fußballer einen konkreten Plan, wie sie in den Spielbetrieb zurückkehren wollen. Sollte im Dezember der Sport wieder anlaufen, erhalten die Mannschaften eine zweiwöchige Vorbereitungszeit. Danach wird ab Mitte Dezember wieder gespielt. „MItte November beraten sich die Kanzlerin und die Ministerpräsidenten neu. Vielleicht wird dann zumindest das Training wieder ermöglicht“, sagt Landesliga-Staffelleiter Friedhelm Spey. Seine persönliche Meinung ist sieht anders aus: „Wir sollten bis Ende des Jahres pausieren.“ Allerdings müsse dann bereits im Januar wieder der Spielbetrieb aufgenommen werden, um bis Ende Juni die Serie zu Ende zu bringen.

Futsal

Der Spieltag der Futsal-Regionalliga wird am Wochenende noch durchgezogen. Turbo Minden empfängt am Samstagabend, 18 Uhr, den KSV Unna im OMZ. „Wir haben mit unserem Gegner bereits gesprochen. Er will anreisen“, sagt Turbo-Kapitän Egor Pyntja. Die Regionalliga ist Deutschlands höchste Futsalklasse und dem Westdeutschen Fußballverband angeschlossen. Friedhelm Spey, der neben der Staffelleitung der Landesliga auch die der Futsal-Regionalliga leitet, empfiehlt die Spiele ohne Zuschauer auszutragen. „Damit kommen die Vereine den Kommunen enorm entgegen“, meint Spey. Im OMZ sind nach dem Hygienekonzept von Turbo 50 Fans zugelassen. Mehr Sorgen als der aktuelle Spieltag bereitet dem Staffelleiter die weitere Austragung der Saison: „Der Spielplan in der Futsal-Regionalliga ist extrem eng getaktet, zudem müssen wir die weiten Strecken und die Abstellungen der Nationalspieler berücksichtigen.“ Zudem seien in den Schulferien die Hallen geschlossen. „Ich wollte eigentlich um Ostern Nachholspiele ansetzen. Aber das ist nicht möglich“, sagt der Funktionär. Spey plant deshalb eine Saisonverlängerung.

Für Egor Pyntja kommt das erneute Herunterfahren des Sports nicht überraschend: „Das war abzusehen. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass wir dann im Dezember wieder starten“, sagt Egor Pyntja. Der Kapitän des Mindener Futsalteams fand es auch falsch, im Frühjahr die Saison 2019/20 abzubrechen: „Ich habe bereits damals gesagt, dass die Serie hätte regulär zu Ende gebracht werden müssen – und wenn es drei Jahre gedauert hätte.“

Handball

Henrik Thielking, Trainer des Verbandsligisten TSV Hahlen, hat mit der Komplettabsage durch den Handball-Verband Westfalen (HVW) gerechnet. „Wir Sportler leben ja nicht in einer Blase. Für mich ist es die logische Konsequenz, wenn die Gastronomie schließt, dass auch der Kontaktsport eingestellt wird.“ Am Mittwochabend hatten sich die enttäuschten TSV-Spieler noch einmal – wenn man so will zum „Corona-Abschlusstraining“ – getroffen und unter dem Eindruck des bevorstehenden Lockdowns trainiert. „Auf irgendwelche Trainingsformen habe ich bewusst verzichtet. Die Jungs sollten einfach noch einmal richtig Handball spielen können“, sagt Thielking. Etwas unpassend fand er das vorzeitige Handeln einiger Vereine, die in Eigeninitiative Spielabsagen ausgesprochen hatten. „Da hätte ich mir gewünscht, dass man erst die politische Entscheidung abgewartet hätte.“ Das jetzt generell ein Spiel- und Trainingsverbot besteht, hält er für richtig. „Wenn jeder Verein weiter sein eigenes Ding gemacht hätte, hätten wir irgendwann einen sportlichen Flickenteppich gehabt.“

„Extrem schade, aber richtig“ findet auch Heiko Breuer, Trainer des Frauen-Oberligisten HSG Petershagen/Lahde, die getroffene Entscheidung. „Wir mussten aufgrund des Spielplanes lange bis zum ersten Meisterschaftsspiel warten und das erste Spiel hatten wir erst am vergangenen Wochenende. So wie es aussieht, wird das unser einziges Spiel in diesem Jahr bleiben“, sagt Breuer. Eigentlich hatte der HSG-Trainer gehofft, dass man vielleicht ohne Zuschauer hätte durchspielen könnte. „Nach der lange Pause hatten alle wirklich große Lust auf Handball. Aber die jetzige Entscheidung müssen wir natürlich respektieren.“

Beim TuS 09 Möllbergen hat man ebenfalls alle Meisterschaftsspiele, die bis zum Wochenende noch hätten stattfinden können, abgesagt. „Auch Hagen ist ein Hochrisikogebiet“, sagt Torge über den Gegner, der nun doch nicht an die Porta kommt. Soweit es möglich ist, möchte Torge aber noch die eine oder andere Einheit bis zum Wochenende absolvieren. „Da wird es darum gehen, das individuelle Training abzustimmen. Jeder bekommt eine Hausaufgabe.“ Aus Torges Sicht ist mit nun bevorstehendem Lockdown auch klar, dass es erst im Januar weitergeht. „Es ist unrealistisch, sofort nach dem Ende des Lockdowns im Dezember wieder den Spielbetrieb aufzunehmen. Ohne Training geht es nun mal nicht.“

Volleyball

Andreas Klimm erfuhr von der Spielabsage gegen den Brühler TV am Mittwochabend. Der Volleyballtrainer der Regionalligamannschaft des 1. VC Minden hatte damit gerechnet und ist grundsätzlich für alle Maßnahmen, die zur Eindämmung der Pandemie führen. „Aber ich frage mich, warum nicht differenziert wird“, sagt Klimm. Volleyball ist schließlich keine Kontaktsportart, Abstände können im Training gewahrt werden. Er hat die Befürchtung, dass die Regionalligasaison nicht zu Ende gebracht werden kann. „Wir haben schon sechs Spiele bestritten, andere Mannschaften aber nur drei. Der Spielplan hat auch ohne die Unterbrechungen so gut wie keinen Puffer“, sagt Klimm. Dazu müssen die Mindener bis nach Aachen, Köln oder Bonn fahren, um ihre Partien zu bestreiten. Nachholtermine unter der Woche sind daher undenkbar.

Klare Regelung im Fußball

Der Fußball- und Leichtathletikverband Westfalen (FLVW) hat für die überkreislichen Ligen klar geregelt, wie die aktuelle Saison mit Pandemie-Pausen geregelt werden soll.

Optimalfall: Alle Spiele werden bis Ende Juni 2021 trotz coronabedingter Pausen ausgetragen und gewertet.

Minimallösung: Es wird eine „einfache Runde“ bis Ende Juni 2021 gespielt. Wenn 50 Prozent aller Spiele ausgetragen werden, wird die Saison gewertet – mit Meistern, Auf- und Absteigern.

Annullierung: Wenn weniger als 50 Prozent der Spiele ausgetragen werden, wird die Saison nicht gewertet.

Quotientenregelung: Die kommt zum Einsatz, wenn mehr als 50 Prozent der Spiele ausgetragen worden sind, aber die Mannschaften unterschiedlich viele Spiele auf ihrem Konto haben. (mt)

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