Paralympics: Streit in der BSG Bad Oeynhausen - Dietz wendet sich ab Bad Oeynhausen (uh). Der Sportler Sebastian Dietz und der Sportfunktionär Holger Diekmann haben offenbar keine gemeinsame Zukunft im Verein „Bewegung, Sport, Gesundheit“ (BSG) Bad Oeynhausen. Der Kugelstoßer will in wenigen Tagen über sein weiteres Vorgehen entscheiden. Klar ist aber offenbar: „Eine BSG mit Dietz und Diekmann wird es nicht geben“, sagte Dietz und machte das ausgerechnet beim Empfang des Bürgermeisters für den Bronzemedaillen-Gewinner der Paralympics von Tokio deutlich. Der BSG-Vorsitzende Diekmann war bei dem Termin im Rathaus nicht dabei. Bürgermeister Lars Bökenkröger lobte Dietz für seine „herausragenden Leistungen“ bei den Paralympics. Der Bürgermeister schenkte dem Kugelstoßer Blumen und der revanchierte sich mit dem Maskottchen der japanischen Präfektur, in der er sein Training vor den Wettbewerben von Tokio absolviert hatte: dem transzendenten Buddha. Bei dem öffentlichen Empfang im Rathaus sparte er jedoch nicht mit Kritik an seinem Vereinsvorsitzenden. „Diese Person hat viel kaputt gemacht.“ Abseits von persönlichen Befindlichkeiten schwelt seit längerem ein Streit. Es geht um das Millionenprojekt des BSG-Vorstands für ein Wassertherapie-Zentrum. Der Sportler musste sich nach eigenen Angaben während der direkten Vorbereitung zu den paralympischen Wettbewerben zahlreicher Kontaktversuche erwehren. Dietz: „Ich habe diese Person blockiert.“ Als er wieder zurück in Bad Oeynhausen war, erzählt Dietz, habe sich Diekmann enttäuscht darüber geäußert, dass der BSG-Sportler „nur Bronze“ geholt habe. Das hat Dietz offenbar den Rest gegeben. Drei Optionen sieht Dietz nun für seine Zukunft. Möglichkeit 1: Diekmann tritt zurück und Dietz bleibt. Möglichkeit 2: Dietz wechselt den Verein. Das Zeitfenster tut sich dafür Anfang Oktober auf. Dafür müsste Dietz allerdings Bad Oeynhausen den Rücken kehren. Und das will der Ausnahmeathlet nicht. Dietz derzeit größte Chance: Der Paralympicsgewinner gründet mit Gleichgesinnten seinen eigenen Behindertensportverein. Politiker, Funktionäre und Bürgermeister zeigten sich dafür offen.

Paralympics: Streit in der BSG Bad Oeynhausen - Dietz wendet sich ab

Kugelstoßer Sebastian Dietz. Foto: imago © Karl-Josef Hildenbrand

Bad Oeynhausen (uh). Der Sportler Sebastian Dietz und der Sportfunktionär Holger Diekmann haben offenbar keine gemeinsame Zukunft im Verein „Bewegung, Sport, Gesundheit“ (BSG) Bad Oeynhausen. Der Kugelstoßer will in wenigen Tagen über sein weiteres Vorgehen entscheiden. Klar ist aber offenbar: „Eine BSG mit Dietz und Diekmann wird es nicht geben“, sagte Dietz und machte das ausgerechnet beim Empfang des Bürgermeisters für den Bronzemedaillen-Gewinner der Paralympics von Tokio deutlich.

Der BSG-Vorsitzende Diekmann war bei dem Termin im Rathaus nicht dabei. Bürgermeister Lars Bökenkröger lobte Dietz für seine „herausragenden Leistungen“ bei den Paralympics. Der Bürgermeister schenkte dem Kugelstoßer Blumen und der revanchierte sich mit dem Maskottchen der japanischen Präfektur, in der er sein Training vor den Wettbewerben von Tokio absolviert hatte: dem transzendenten Buddha.

Bei dem öffentlichen Empfang im Rathaus sparte er jedoch nicht mit Kritik an seinem Vereinsvorsitzenden. „Diese Person hat viel kaputt gemacht.“

Abseits von persönlichen Befindlichkeiten schwelt seit längerem ein Streit. Es geht um das Millionenprojekt des BSG-Vorstands für ein Wassertherapie-Zentrum. Der Sportler musste sich nach eigenen Angaben während der direkten Vorbereitung zu den paralympischen Wettbewerben zahlreicher Kontaktversuche erwehren. Dietz: „Ich habe diese Person blockiert.“

Als er wieder zurück in Bad Oeynhausen war, erzählt Dietz, habe sich Diekmann enttäuscht darüber geäußert, dass der BSG-Sportler „nur Bronze“ geholt habe. Das hat Dietz offenbar den Rest gegeben.

Drei Optionen sieht Dietz nun für seine Zukunft. Möglichkeit 1: Diekmann tritt zurück und Dietz bleibt. Möglichkeit 2: Dietz wechselt den Verein. Das Zeitfenster tut sich dafür Anfang Oktober auf. Dafür müsste Dietz allerdings Bad Oeynhausen den Rücken kehren. Und das will der Ausnahmeathlet nicht. Dietz derzeit größte Chance: Der Paralympicsgewinner gründet mit Gleichgesinnten seinen eigenen Behindertensportverein. Politiker, Funktionäre und Bürgermeister zeigten sich dafür offen.

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