Para-Sportler Sebastian Dietz holt EM-Bronze im Kugelstoßen Bydgoszcz/BadOeynhausen(jk). Paralympics-Sieger Sebastian Dietz hat bei den Leichtathletik-Europameisterschaften im polnischen Bydgoszcz zwar Bronze im Kugelstoßen (F 36) geholt, war aber dennoch nicht ganz zufrieden. Der 36-Jährige von der BSG Bad Oeynhausen landete mit Saisonbestweite von 14,50 Metern auf Platz drei hinter den beiden starken Russen Alan Kokoity (15,92) und Vladimir Sviridov (15,71). „Grundsätzlich war es wichtig, die Europameisterschaft auf dem Weg nach Tokio mitzunehmen, aber es ist nur ein Step, es ist aus vollem Training. Wichtig war es, mich nach Dubai – als ich auf die Schnauze bekommen habe – zurückzumelden“, sagte Dietz. Er und sein Trainer Alexander Holstein rechnen damit, bei den Paralympics für eine Medaille möglicherweise über 16 Meter stoßen zu müssen. Dennoch war er mit seinem Wettkampf einverstanden: „Ich kann zum jetzigen Zeitpunkt mit Rang drei in Europa leben, es ist eine Medaille und ich habe gezeigt, dass ich da bin. Das ist jetzt auch nicht überragend, aber immerhin mal eine Weite. Knallen muss es in Tokio, nicht hier – und deshalb ist es eine gewonnene Medaille, die wir mitnehmen.“ Der sehbehinderte Sprinter (T12) Marcel Böttger, der wie Sebastian Dietz für die BSG Bad Oeynhausen startet, überzeugte mit seinem Guide Alexander Kosenkow vor allem im Vorlauf: In 10,95 Sekunden blieben die beiden erstmals unter der Elf-Sekunden-Marke und zogen direkt ins Finale ein. „Ich weiß noch gar nicht, was ich sagen soll“, sagte der 28-jährige Böttger direkt danach glücklich. Im Finale blieb dem BSG-Duo trotz der zweitschnellsten Vorlaufzeit nur Platz vier. In 11,10 Sekunden fehlten vier Hundertstel zur Medaille. „Die Reaktionszeit am Start war nicht gut“, sagte Kosenkow: „Wenn dir die anderen dann wegrennen, verkrampfst du und kannst nicht so frei sprinten wie im Vorlauf, als wir vorne weggelaufen sind. Nichtsdestotrotz ist das eine gute Zeit, aber der vierte Platz ist gerade eine kleine Enttäuschung.“

Para-Sportler Sebastian Dietz holt EM-Bronze im Kugelstoßen

Sebastian Dietz nahm bei der EM in Polen eine Medaille mit. Foto: imago © imago images/Beautiful Sports

Bydgoszcz/BadOeynhausen(jk). Paralympics-Sieger Sebastian Dietz hat bei den Leichtathletik-Europameisterschaften im polnischen Bydgoszcz zwar Bronze im Kugelstoßen (F 36) geholt, war aber dennoch nicht ganz zufrieden. Der 36-Jährige von der BSG Bad Oeynhausen landete mit Saisonbestweite von 14,50 Metern auf Platz drei hinter den beiden starken Russen Alan Kokoity (15,92) und Vladimir Sviridov (15,71).

„Grundsätzlich war es wichtig, die Europameisterschaft auf dem Weg nach Tokio mitzunehmen, aber es ist nur ein Step, es ist aus vollem Training. Wichtig war es, mich nach Dubai – als ich auf die Schnauze bekommen habe – zurückzumelden“, sagte Dietz. Er und sein Trainer Alexander Holstein rechnen damit, bei den Paralympics für eine Medaille möglicherweise über 16 Meter stoßen zu müssen. Dennoch war er mit seinem Wettkampf einverstanden: „Ich kann zum jetzigen Zeitpunkt mit Rang drei in Europa leben, es ist eine Medaille und ich habe gezeigt, dass ich da bin. Das ist jetzt auch nicht überragend, aber immerhin mal eine Weite. Knallen muss es in Tokio, nicht hier – und deshalb ist es eine gewonnene Medaille, die wir mitnehmen.“

Der sehbehinderte Sprinter (T12) Marcel Böttger, der wie Sebastian Dietz für die BSG Bad Oeynhausen startet, überzeugte mit seinem Guide Alexander Kosenkow vor allem im Vorlauf: In 10,95 Sekunden blieben die beiden erstmals unter der Elf-Sekunden-Marke und zogen direkt ins Finale ein. „Ich weiß noch gar nicht, was ich sagen soll“, sagte der 28-jährige Böttger direkt danach glücklich.

Im Finale blieb dem BSG-Duo trotz der zweitschnellsten Vorlaufzeit nur Platz vier. In 11,10 Sekunden fehlten vier Hundertstel zur Medaille. „Die Reaktionszeit am Start war nicht gut“, sagte Kosenkow: „Wenn dir die anderen dann wegrennen, verkrampfst du und kannst nicht so frei sprinten wie im Vorlauf, als wir vorne weggelaufen sind. Nichtsdestotrotz ist das eine gute Zeit, aber der vierte Platz ist gerade eine kleine Enttäuschung.“

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