Nach dem Zusammenbruch wird die Tennis-Traglufthalle repariert - doch auf Dauer hat der MTK andere Ziele Michael Lorenz Minden. Die Traglufthalle des Mindener Tennisklubs steht seit zwei Wochen wieder – zumindest bis morgen. Dann wird sie abgebaut, weil der Zaun in Blickrichtung Sommerbad erneuert wird und die Sommerrunde in Blickweite ist. Am Wochenende des heftigen Wintereinbruchs Anfang Februar war sie aufgrund des Sturms unter der gewaltigen Schneelast zusammengebrochen. Dabei hat die im Jahr 2010 errichtete temporäre Halle einigen Schaden erlitten. Der Schaden ist durch die Risikoversicherungs-Police abgedeckt. „Allerdings würden wir nur den Zeitwert bekommen“, berichtete Dr. Karl-Joseph Hermanns-Engel, der 2. Vorsitzende des MTK. Hermanns-Engel kümmert sich unter anderem seit Jahren federführend um die aufblasbare Halle, die es nicht nur den MTK-Mitgliedern erlaubt, in den kalten Jahreszeiten auf Sandplätzen zu spielen, sondern auch Aktiven anderer Vereine. Zumindest dann, wenn es gerade keine pandemie-bedingte Einschränkungen gibt. „Sicher ist, dass dieser Schadensfall den Verein richtig Geld gekostet hat und noch kosten wird.“ Der aus dem deutschsprachigen Teil Belgiens stammende Jurist sagt: „Normalerweise können wir die Halle finanziell einigermaßen rentabel betreiben. In Coronazeiten geht das natürlich nicht. In diesem Zusammenhang ist es für uns ein besonders Ärgernis und auch eine Wettbewerbsverzerrung, dass in Niedersachsen die Tennishallen nach wie vor geöffnet sind.“ Die Halle wurde für die kurze Zeit aus mehreren Gründen wieder aufgebaut: Schadenssichtung, Schadensbegrenzung und für notwendig gewordene Reparaturarbeiten. Hermanns-Engel erklärt: „In der ersten Zeit nach dem Einsturz herrschte tiefster Winter, da konnten wir nichts machen. Grundsätzlich ist es für die Beschaffenheit einer solchen Traglufthalle aber nicht gut, wenn sie im Freien auf dem Boden liegt und der Nässe und dem Frost ausgesetzt ist.“ Als die Halle wieder stand, wurde sichtbar: Einige der Lampen waren nicht mehr brauchbar, einige reparaturbedürftig. Bereits von außen gut sichtbar ist der Umstand, dass die Außenhülle in Fetzen am statischen Stahlseilnetz herunterhängt. Diese muss erneuert werden, wenn die Halle im Herbst wieder aufgebaut wird. Bei der Außenhülle handelt es sich um einen UV-Folie, die alle vier Jahre erneuert werden muss. Eine solche UV-Hülle schützt die Traglufthalle nicht nur vor UV-Strahlen, sondern auch vor anderen Umwelteinflüssen. Zudem wurden erste Reparaturen vorgenommen. Ein zentrales Element einer solchen Halle ist die Gebläse-Einrichtung, die dafür sorgt, dass der leichte Überdruck im Inneren der Halle erhalten bleibt. Diese Einrichtung wurde beim Wintereinbruch nicht nennenswert beschädigt. Die Halle wird nun also abgebaut und im Herbst wieder errichtet. Das strategische Ziel des MTK ist aber etwas ganz anderes, wie der 2. Vorsitzende betont: „Auch wenn unsere Halle seit ihrer Errichtung und abgesehen von der Coronazeit ein großer Erfolg ist, kann so eine Traglufthalle nur ein Kompromiss sein. Was wir wollen ist ganz klar eine solide, feststehende, massiv erbaute Halle, die in der Nähe unserer Anlage am Weserstadion errichtet wird und möglichst fußläufig von ihr erreichbar ist. Davon würden nicht nur wir profitieren, sondern auch alle anderen Tennisvereine in der Region. Es gibt ja kaum noch überdachte Plätze in Minden und Umgebung. Leider beißen wir bei den Behörden mit unserem Ansinnen seit Jahren auf Granit.“

Nach dem Zusammenbruch wird die Tennis-Traglufthalle repariert - doch auf Dauer hat der MTK andere Ziele

Die UV-Außenhülle pellt an der Traglufthalle ab wie Haut nach einem starken Sonnenbrand. Foto: Michael Lorenz © Michael Lorenz

Minden. Die Traglufthalle des Mindener Tennisklubs steht seit zwei Wochen wieder – zumindest bis morgen. Dann wird sie abgebaut, weil der Zaun in Blickrichtung Sommerbad erneuert wird und die Sommerrunde in Blickweite ist. Am Wochenende des heftigen Wintereinbruchs Anfang Februar war sie aufgrund des Sturms unter der gewaltigen Schneelast zusammengebrochen. Dabei hat die im Jahr 2010 errichtete temporäre Halle einigen Schaden erlitten.

Der Schaden ist durch die Risikoversicherungs-Police abgedeckt. „Allerdings würden wir nur den Zeitwert bekommen“, berichtete Dr. Karl-Joseph Hermanns-Engel, der 2. Vorsitzende des MTK. Hermanns-Engel kümmert sich unter anderem seit Jahren federführend um die aufblasbare Halle, die es nicht nur den MTK-Mitgliedern erlaubt, in den kalten Jahreszeiten auf Sandplätzen zu spielen, sondern auch Aktiven anderer Vereine. Zumindest dann, wenn es gerade keine pandemie-bedingte Einschränkungen gibt. „Sicher ist, dass dieser Schadensfall den Verein richtig Geld gekostet hat und noch kosten wird.“

Der aus dem deutschsprachigen Teil Belgiens stammende Jurist sagt: „Normalerweise können wir die Halle finanziell einigermaßen rentabel betreiben. In Coronazeiten geht das natürlich nicht. In diesem Zusammenhang ist es für uns ein besonders Ärgernis und auch eine Wettbewerbsverzerrung, dass in Niedersachsen die Tennishallen nach wie vor geöffnet sind.“

Die Halle wurde für die kurze Zeit aus mehreren Gründen wieder aufgebaut: Schadenssichtung, Schadensbegrenzung und für notwendig gewordene Reparaturarbeiten. Hermanns-Engel erklärt: „In der ersten Zeit nach dem Einsturz herrschte tiefster Winter, da konnten wir nichts machen. Grundsätzlich ist es für die Beschaffenheit einer solchen Traglufthalle aber nicht gut, wenn sie im Freien auf dem Boden liegt und der Nässe und dem Frost ausgesetzt ist.“ Als die Halle wieder stand, wurde sichtbar: Einige der Lampen waren nicht mehr brauchbar, einige reparaturbedürftig. Bereits von außen gut sichtbar ist der Umstand, dass die Außenhülle in Fetzen am statischen Stahlseilnetz herunterhängt. Diese muss erneuert werden, wenn die Halle im Herbst wieder aufgebaut wird. Bei der Außenhülle handelt es sich um einen UV-Folie, die alle vier Jahre erneuert werden muss. Eine solche UV-Hülle schützt die Traglufthalle nicht nur vor UV-Strahlen, sondern auch vor anderen Umwelteinflüssen. Zudem wurden erste Reparaturen vorgenommen. Ein zentrales Element einer solchen Halle ist die Gebläse-Einrichtung, die dafür sorgt, dass der leichte Überdruck im Inneren der Halle erhalten bleibt. Diese Einrichtung wurde beim Wintereinbruch nicht nennenswert beschädigt.

Die Halle wird nun also abgebaut und im Herbst wieder errichtet. Das strategische Ziel des MTK ist aber etwas ganz anderes, wie der 2. Vorsitzende betont: „Auch wenn unsere Halle seit ihrer Errichtung und abgesehen von der Coronazeit ein großer Erfolg ist, kann so eine Traglufthalle nur ein Kompromiss sein. Was wir wollen ist ganz klar eine solide, feststehende, massiv erbaute Halle, die in der Nähe unserer Anlage am Weserstadion errichtet wird und möglichst fußläufig von ihr erreichbar ist. Davon würden nicht nur wir profitieren, sondern auch alle anderen Tennisvereine in der Region. Es gibt ja kaum noch überdachte Plätze in Minden und Umgebung. Leider beißen wir bei den Behörden mit unserem Ansinnen seit Jahren auf Granit.“

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