Mehr als nur eine Geschäftsbeziehung: MT-Interview mit René Rast und seinem Manager Dennis Rostek Minden/Bad Driburg. Die große Party fiel aus. Die Pandemie ließ sie nicht zu. Deswegen fuhr der in Minden geborene Audi-Pilot René Rast direkt nach dem Rennen in Hockenheim in seine österreichische Wahlheimat Bregenz. Im Gepäck: sein dritter DTM-Titel. Sein Manager und Freund Dennis Rostek trat ebenfalls direkt die Heimreise nach Bückeburg an. Beide genossen während der Fahrt die Ruhe nach den anstrengenden Wochen. Zwei Tage später standen dann bereits die nächsten Termine an. Eine richtige Ruhepause oder gar Urlaub können sie sich nicht gönnen. Im MT-Doppelinterview sprechen die beiden über stetig wachsenden Druck, guten Rotwein, die anstehende Formel-E-Saison und Minden. Herr Rast, wie viele Glückwunsch-Nachrichten haben Sie nach Ihrem dritten DTM-Titel erhalten? Rast: Tausende. Es haben auch viele alte Freunde und Bekannte aus Minden und Umgebung geschrieben. Es war deutlich zu spüren, dass Ihnen der Titel sehr nahe ging, sehr emotional war. Warum? Rast: Eigentlich hatte ich gedacht: Ob ich den dritten Titel nun hole oder nicht, ist nicht wichtig. Denn nach dem zweiten Titel 2019 hatte ich mich nicht zufrieden gefühlt. In dem Jahr waren wir immer in der Lage, Rennen zu gewinnen. Es fiel uns alles unheimlich leicht. Dann hatten wir die Serie bereits am vorletzten Rennwochenende am Nürburgring gewonnen, aber ausgerechnet da lief es überhaupt nicht. Ich bin Dritter geworden, war unzufrieden mit meiner Leistung und habe mich in dem Augenblick nicht wirklich über den Gesamtsieg gefreut. Aber dieses Jahr war das ganz anders: Wir hatten bis vier Wochen vor Serienende eine echt schlechte Saison, erst dann konnten wir das Blatt wenden. Gleichzeitig war mir bewusst, dass es das letzte Rennen in diesem Auto ist und dass ich mit dem Sieg einer der erfolgreichsten DTM-Piloten und der erfolgreichste Audi-Pilot der Geschichte sein werde. Das hat den Titel so besonders gemacht. Herr Rostek, welchen Stellenwert hat dieser Titel für Sie? Rostek: Einen viel höheren als die ersten beiden. Klar, der erste Titel war auch ganz besonders. Vor drei Jahren waren wir an dem Finalwochenende die absoluten Außenseiter. Niemand hatte daran geglaubt, dass wir den Gesamtsieg noch holen können – wir wahrscheinlich auch nicht. Als wir es dann doch geschafft hatten, hat uns die Situation völlig überrollt. 2019 hat René den Titel sportlich fast im Alleingang gewonnen. Dieses Jahr musste in den vergangenen sechs Wochen das gesamte Team unheimlich hart und zielstrebig arbeiten, damit wir überhaupt noch eine Chance haben. Wer von Ihnen beiden war vor dem letzten Rennwochenende in Hockenheim nervöser? Rostek: In der Woche vor Hockenheim hat René mich bei jedem Telefonat gefragt: Und, bist Du nervös? Ich habe immer vereint und er auch auf meine Gegenfrage. Als ich am Donnerstag dann Richtung Hockenheim gefahren bin, war ich extrem nervös. Ich hatte einfach kein gutes Gefühl, weil die vier Wochen davor einfach zu gut gelaufen waren. Da war kein einziger Haken in den Rennen. Ich dachte, dass kann gar nicht so gut weiterlaufen. René war am Freitagabend dann richtig nervös. Wir trinken an jedem Rennwochenende tatsächlich beim Essen noch ein Glas 0,1 Liter Rotwein, aber er konnte nichts essen. Das ist für mich immer das Zeichen, dass er aufgeregt ist. Einen Tag später war es dann wieder umgekehrt: Ich war nervös und René absolut tiefenentspannt. Rast: „Ich habe in den Tagen vor dem Rennwochenende schon gemerkt, dass ich eine innere Unruhe hatte, die nach dem Rennen dann sofort von mir abgefallen ist. Aber am Freitag und Samstagmorgen spürte ich auch, wie der Druck immer mehr wächst. Plötzlich habe ich hunderte Nachrichten erhalten: „Du schaffst das schon", „Wir glauben an dich", „Wir vertrauen dir". Da habe ich mich gefragt: Warum schreiben die mir auf einmal alle? Mitte des Jahres als es schlecht lief, hat mir doch auch niemand geschrieben. Rostek: Am Freitag nach dem freien Training als René Dritter wurde und Nico Müller gewonnen hatte, kamen Nachrichten mit „Was ist los?" Da dachte ich nur: Gar nichts ist los. Rast: Mit der Frage wurde ich auch ständig konfrontiert. Es war wirklich alles in Ordnung, ich war ja noch nicht mal eine Zehntel langsamer als Nico, das sind vielleicht 30 Zentimeter. Rostek: Die Menschen wissen überhaupt nicht, welchen Riesen-Druck sie unbewusst aufbauen und was sie damit auslösen. Die Fragen kamen ja auch nicht einzeln, sondern geballt. Herr Rast, wann fällt der Druck von Ihnen ab? Rast: Ich freue mich immer, wenn ich im Auto sitze und endlich fahren kann. Am schlimmsten sind die Wartezeiten, sei es die halbe Stunde vor dem Start oder wenn wir um 8 Uhr morgens das erste Meeting haben, das Qualifying aber erst um 10.30 Uhr startet. Herr Rostek, wie geht es Ihnen während der Rennen? Rostek: Am Anfang ist immer alles easy, dann spreche ich noch mit dem Team oder Partnern. Aber wenn es dann auf das Ende hin zugeht und noch alles schiefgehen kann, ist das für mich eine Katastrophe. Beim Rennen am Sonntag war die letzte Viertelstunde eine Vollkatastrophe, die zog sich unendlich. Da habe ich zu Vorstandsmitglied Oliver Hoffmann nur gesagt: Boah, jetzt noch eine ganze Tagesschau. Drei Minuten vor dem Rennende meinte er dann nur ganz trocken zu mir: Jetzt kommen wir langsam zum Wetter. Herr Rostek, was sind an einem Rennwochenende konkret Ihre Aufgaben? Rostek: Können wir das nicht René fragen? Das würde mich mal interessieren, was er so denkt, was ich den ganzen Tag mache. (lacht) Klar! Herr Rast, welche Aufgaben hat Ihr Manager, außer abends einen guten Rotwein auszusuchen? Rast: Dennis hatte früher noch eine ganz andere Rolle als heute. Von 2006 bis 2015 hat er mir sportlich den Fahrplan vorgegeben. Er hat gesagt, wie ich das Rennen angehen muss. Für mich war das auch enorm wichtig, jemanden an meiner Seite zu wissen, der mehr Motorsport-Erfahrung hat. Diese Instruktionen brauche ich heute nicht mehr. Jetzt löscht Dennis die Brände, stellt die wirtschaftlichen Weichen, baut Kontakte auf und pflegt sie. Dazu hält er mir den Rücken frei. Herr Rostek, bauen Sie eine imaginäre Mauer um René auf? Rostek: Zumindest versuche ich das. Es fängt bei so vielen Kleinigkeiten an. Wir kennen uns so viele Jahre und wissen genau, wie wir ticken. Unmittelbar vor dem Start versuchen beispielsweise immer noch Leute, an sein Auto zu kommen. Ich weiß aber genau, dass er das nicht mag und unterbinde es. Eine andere Sache: René muss vor dem Start für ein paar Minuten alleine sein. Ich gehe dann immer hinterher, so dass bloß keine Fernsehkamera das mitbekommt, lasse ihm aber in dem Glauben, dass er alleine ist (Rast lacht). Ich kann René ganz gut lesen, ich weiß genau, was in ihm vorgeht und kann darauf eingehen und reagieren. Ich glaube, das ist auch unser Erfolgsrezept. Die meisten Fahrer bestreiten die Rennen ohne Berater und müssen sich um alles selbst kümmern. Die DTM ist aber eine sehr politische Serie, bei der man sich sehr, sehr gut aufstellen muss. Jetzt schlagen Sie beide ein neues Kapitel auf: Herr Rast, Sie haben ein Cockpit in der im Januar beginnenden Formel-E-Meisterschaft. Was wird Sie erwarten? Rast: Ich bin dieses Jahr bereits sechs Formel-E-Rennen in Berlin gefahren. Aber trotzdem: Ich kenne die Rennstrecken und das Umfeld nicht, und auch das Auto kenne ich nicht besonders gut. Es kommt also viel Neuland auf uns zu, das macht aber auch den Reiz aus. Und ich freue mich aufs Reisen. Genau, anstatt Deutschland, Belgien und die Niederlande heißen die Ziele nun Chile, Saudi Arabien, China oder Monaco. Herr Rostek, gibt es Ihr Terminkalender her, dass Sie René weiterhin bei jedem Rennen begleiten? Rostek: Das ist zumindest der Plan. Vor allem jetzt am Anfang müssen die Zahnräder ineinander gerückt werden. Das ist für mich eine komplett neue Herausforderung, auf die ich mich sehr freue. Wir wollen auch die Gelegenheiten nutzen, um hin und wieder zwei, drei Tage an die Rennwochenenden zu hängen, um uns die Städte anzuschauen. Nach Ihren DTM-Siegen 2017 und 2019 besuchten Sie auch immer Minden. Wann werden wir Sie auf dem Marktplatz wiedersehen? Rostek: Schnellstmöglich. Für mich waren die Termine in Minden immer etwas ganz besonderes, es war der perfekte Saisonabschluss, bei dem wir viele Freunde und Bekannte getroffen haben.

Mehr als nur eine Geschäftsbeziehung: MT-Interview mit René Rast und seinem Manager Dennis Rostek

Kongeniales Duo: Dennis Rostek (links) und René Rast haben ihre stattliche Pokalsammlung vor dem Siegerauto aufgebaut. Der goldene in der Mitte ist Rasts erste DTM-Trophäe. Die steht bei seinem Vater im Wohnzimmer, und der hat – als er ihn Rostek für das Fotoshooting mitgab – klar zur Bedingung gemacht: „Der Pokal darf nicht poliert werden.“ Der Grund: Die Fingerabdrücke seines Sohnes sind darauf noch deutlich zu erkennen. Foto: Agentur Sichtbar © SICHTBARfotografie2020

Minden/Bad Driburg. Die große Party fiel aus. Die Pandemie ließ sie nicht zu. Deswegen fuhr der in Minden geborene Audi-Pilot René Rast direkt nach dem Rennen in Hockenheim in seine österreichische Wahlheimat Bregenz. Im Gepäck: sein dritter DTM-Titel. Sein Manager und Freund Dennis Rostek trat ebenfalls direkt die Heimreise nach Bückeburg an. Beide genossen während der Fahrt die Ruhe nach den anstrengenden Wochen. Zwei Tage später standen dann bereits die nächsten Termine an. Eine richtige Ruhepause oder gar Urlaub können sie sich nicht gönnen. Im MT-Doppelinterview sprechen die beiden über stetig wachsenden Druck, guten Rotwein, die anstehende Formel-E-Saison und Minden.

Herr Rast, wie viele Glückwunsch-Nachrichten haben Sie nach Ihrem dritten DTM-Titel erhalten?

Rast: Tausende. Es haben auch viele alte Freunde und Bekannte aus Minden und Umgebung geschrieben.

Es war deutlich zu spüren, dass Ihnen der Titel sehr nahe ging, sehr emotional war. Warum?

Rast: Eigentlich hatte ich gedacht: Ob ich den dritten Titel nun hole oder nicht, ist nicht wichtig. Denn nach dem zweiten Titel 2019 hatte ich mich nicht zufrieden gefühlt. In dem Jahr waren wir immer in der Lage, Rennen zu gewinnen. Es fiel uns alles unheimlich leicht. Dann hatten wir die Serie bereits am vorletzten Rennwochenende am Nürburgring gewonnen, aber ausgerechnet da lief es überhaupt nicht. Ich bin Dritter geworden, war unzufrieden mit meiner Leistung und habe mich in dem Augenblick nicht wirklich über den Gesamtsieg gefreut. Aber dieses Jahr war das ganz anders: Wir hatten bis vier Wochen vor Serienende eine echt schlechte Saison, erst dann konnten wir das Blatt wenden. Gleichzeitig war mir bewusst, dass es das letzte Rennen in diesem Auto ist und dass ich mit dem Sieg einer der erfolgreichsten DTM-Piloten und der erfolgreichste Audi-Pilot der Geschichte sein werde. Das hat den Titel so besonders gemacht.

Herr Rostek, welchen Stellenwert hat dieser Titel für Sie?

Rostek: Einen viel höheren als die ersten beiden. Klar, der erste Titel war auch ganz besonders. Vor drei Jahren waren wir an dem Finalwochenende die absoluten Außenseiter. Niemand hatte daran geglaubt, dass wir den Gesamtsieg noch holen können – wir wahrscheinlich auch nicht. Als wir es dann doch geschafft hatten, hat uns die Situation völlig überrollt. 2019 hat René den Titel sportlich fast im Alleingang gewonnen. Dieses Jahr musste in den vergangenen sechs Wochen das gesamte Team unheimlich hart und zielstrebig arbeiten, damit wir überhaupt noch eine Chance haben.

Wer von Ihnen beiden war vor dem letzten Rennwochenende in Hockenheim nervöser?

Rostek: In der Woche vor Hockenheim hat René mich bei jedem Telefonat gefragt: Und, bist Du nervös? Ich habe immer vereint und er auch auf meine Gegenfrage. Als ich am Donnerstag dann Richtung Hockenheim gefahren bin, war ich extrem nervös. Ich hatte einfach kein gutes Gefühl, weil die vier Wochen davor einfach zu gut gelaufen waren. Da war kein einziger Haken in den Rennen. Ich dachte, dass kann gar nicht so gut weiterlaufen. René war am Freitagabend dann richtig nervös. Wir trinken an jedem Rennwochenende tatsächlich beim Essen noch ein Glas 0,1 Liter Rotwein, aber er konnte nichts essen. Das ist für mich immer das Zeichen, dass er aufgeregt ist. Einen Tag später war es dann wieder umgekehrt: Ich war nervös und René absolut tiefenentspannt.

Rast: „Ich habe in den Tagen vor dem Rennwochenende schon gemerkt, dass ich eine innere Unruhe hatte, die nach dem Rennen dann sofort von mir abgefallen ist. Aber am Freitag und Samstagmorgen spürte ich auch, wie der Druck immer mehr wächst. Plötzlich habe ich hunderte Nachrichten erhalten: „Du schaffst das schon", „Wir glauben an dich", „Wir vertrauen dir". Da habe ich mich gefragt: Warum schreiben die mir auf einmal alle? Mitte des Jahres als es schlecht lief, hat mir doch auch niemand geschrieben.

Rostek: Am Freitag nach dem freien Training als René Dritter wurde und Nico Müller gewonnen hatte, kamen Nachrichten mit „Was ist los?" Da dachte ich nur: Gar nichts ist los.

Rast: Mit der Frage wurde ich auch ständig konfrontiert. Es war wirklich alles in Ordnung, ich war ja noch nicht mal eine Zehntel langsamer als Nico, das sind vielleicht 30 Zentimeter.

Rostek: Die Menschen wissen überhaupt nicht, welchen Riesen-Druck sie unbewusst aufbauen und was sie damit auslösen. Die Fragen kamen ja auch nicht einzeln, sondern geballt.

Herr Rast, wann fällt der Druck von Ihnen ab?

Rast: Ich freue mich immer, wenn ich im Auto sitze und endlich fahren kann. Am schlimmsten sind die Wartezeiten, sei es die halbe Stunde vor dem Start oder wenn wir um 8 Uhr morgens das erste Meeting haben, das Qualifying aber erst um 10.30 Uhr startet.

Herr Rostek, wie geht es Ihnen während der Rennen?

Rostek: Am Anfang ist immer alles easy, dann spreche ich noch mit dem Team oder Partnern. Aber wenn es dann auf das Ende hin zugeht und noch alles schiefgehen kann, ist das für mich eine Katastrophe. Beim Rennen am Sonntag war die letzte Viertelstunde eine Vollkatastrophe, die zog sich unendlich. Da habe ich zu Vorstandsmitglied Oliver Hoffmann nur gesagt: Boah, jetzt noch eine ganze Tagesschau. Drei Minuten vor dem Rennende meinte er dann nur ganz trocken zu mir: Jetzt kommen wir langsam zum Wetter.

Herr Rostek, was sind an einem Rennwochenende konkret Ihre Aufgaben?

Rostek: Können wir das nicht René fragen? Das würde mich mal interessieren, was er so denkt, was ich den ganzen Tag mache. (lacht)

Klar! Herr Rast, welche Aufgaben hat Ihr Manager, außer abends einen guten Rotwein auszusuchen?

Rast: Dennis hatte früher noch eine ganz andere Rolle als heute. Von 2006 bis 2015 hat er mir sportlich den Fahrplan vorgegeben. Er hat gesagt, wie ich das Rennen angehen muss. Für mich war das auch enorm wichtig, jemanden an meiner Seite zu wissen, der mehr Motorsport-Erfahrung hat. Diese Instruktionen brauche ich heute nicht mehr. Jetzt löscht Dennis die Brände, stellt die wirtschaftlichen Weichen, baut Kontakte auf und pflegt sie. Dazu hält er mir den Rücken frei.

Herr Rostek, bauen Sie eine imaginäre Mauer um René auf?

Rostek: Zumindest versuche ich das. Es fängt bei so vielen Kleinigkeiten an. Wir kennen uns so viele Jahre und wissen genau, wie wir ticken. Unmittelbar vor dem Start versuchen beispielsweise immer noch Leute, an sein Auto zu kommen. Ich weiß aber genau, dass er das nicht mag und unterbinde es. Eine andere Sache: René muss vor dem Start für ein paar Minuten alleine sein. Ich gehe dann immer hinterher, so dass bloß keine Fernsehkamera das mitbekommt, lasse ihm aber in dem Glauben, dass er alleine ist (Rast lacht). Ich kann René ganz gut lesen, ich weiß genau, was in ihm vorgeht und kann darauf eingehen und reagieren. Ich glaube, das ist auch unser Erfolgsrezept. Die meisten Fahrer bestreiten die Rennen ohne Berater und müssen sich um alles selbst kümmern. Die DTM ist aber eine sehr politische Serie, bei der man sich sehr, sehr gut aufstellen muss.

Jetzt schlagen Sie beide ein neues Kapitel auf: Herr Rast, Sie haben ein Cockpit in der im Januar beginnenden Formel-E-Meisterschaft. Was wird Sie erwarten?

Rast: Ich bin dieses Jahr bereits sechs Formel-E-Rennen in Berlin gefahren. Aber trotzdem: Ich kenne die Rennstrecken und das Umfeld nicht, und auch das Auto kenne ich nicht besonders gut. Es kommt also viel Neuland auf uns zu, das macht aber auch den Reiz aus. Und ich freue mich aufs Reisen.

Genau, anstatt Deutschland, Belgien und die Niederlande heißen die Ziele nun Chile, Saudi Arabien, China oder Monaco. Herr Rostek, gibt es Ihr Terminkalender her, dass Sie René weiterhin bei jedem Rennen begleiten?

Rostek: Das ist zumindest der Plan. Vor allem jetzt am Anfang müssen die Zahnräder ineinander gerückt werden. Das ist für mich eine komplett neue Herausforderung, auf die ich mich sehr freue. Wir wollen auch die Gelegenheiten nutzen, um hin und wieder zwei, drei Tage an die Rennwochenenden zu hängen, um uns die Städte anzuschauen.

Nach Ihren DTM-Siegen 2017 und 2019 besuchten Sie auch immer Minden. Wann werden wir Sie auf dem Marktplatz wiedersehen?

Rostek: Schnellstmöglich. Für mich waren die Termine in Minden immer etwas ganz besonderes, es war der perfekte Saisonabschluss, bei dem wir viele Freunde und Bekannte getroffen haben.

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