Leichtathletik: Portaner Hammerwerfer Sören Klose nach Vorkampf-Aus bei U20-EM von sich selbst enttäuscht Thomas Kühlmann Minden/Tallinn. Sören Klose ist stark verschnupft – und das im doppelten Sinne. Auch einen Tag nach seinem Vorkampf-Aus bei der U20-Europameisterschaft im estnischen Tallinn haderte der Portaner Hammerwerfer in Diensten des VfR Evesen immer noch mit seinem Abschneiden. „Ich bin absolut enttäuscht von mir selbst. 68,88 Meter beim besten Versuch ist nicht unbedingt das gewesen, was ich mir für diesen Wettkampf vorgenommen hatte“, sagte der talentierte Werfer, dessen persönliche Bestleistung bei 72,72 Metern liegt, im MT-Gespräch. Denn bereits mit einem 70-Meter-Wurf hätte er locker das Finale der besten Zwölf erreicht. So fehlten ihm am Ende als Vorkampf-13. 51 Zentimeter zur Endkampf-Teilnahme (wir berichteten). Am Ende blieb daher nur Frust, der allerdings auch noch auf andere Umstände gründete. „Leider hatte ich mir im Vorfeld durch die Luft aus der Klimaanlage eine deftige Erkältung eingefangen, die mich dann doch extrem behindert hat. Zudem war der Ring extrem stumpf“, sagte er. Doch damit der widrigen Äußerlichkeiten nicht genug. „Zu allem Überfluss hatte ich mir bei der Arbeit auch noch den Daumen verletzt, so dass ich nur mit starken Schmerzmitteln antreten konnte. Deshalb hatte ich den kompletten Daumen mit Tape versehen und versucht, das Handicap so gut wie möglich auch im Kopf auszublenden“, beschrieb der Portaner seine Gefühlslage während des Wettkampfes. Das gelang ihm jedoch dieses Mal mehr schlecht als recht. „Im Unterbewusstsein hast du natürlich immer im Kopf, dass es mit den Bewegungen nicht ganz rund läuft, hoffst aber im nächsten Moment, dass es irgendwie doch fürs Finale reichen möge. Denn bis zum Finale hätte man ja auch wieder einiges an Zeit gehabt, um Verletzung und Erkältung zu behandeln. Doch es hat nicht sein sollen. Nächstes Mal muss es besser laufen“, blickt Klose nach seinem enttäuschenden Erlebnis in dem baltischen Land schon wieder nach vorn. „Bis wir am Montag zurückfliegen, werde ich jetzt täglich, so gut es geht, weiter hier in Tallinn trainieren und versuchen, die Blessuren auszukurieren. Zudem werde ich mir ein bisschen Freizeit gönnen, ans Meer gehen, mir die Stadt ansehen und die verbleibende Zeit einfach noch genießen“, versucht sich Klose ein wenig über sein Trauma Tallinn hinwegzutrösten. „Am Montag um 17.35 Uhr geht dann unser Flieger von Tallinn nach Hamburg, wo wir wahrscheinlich gegen Mitternacht eintreffen werden“, freut er sich schon auf die Rückkehr. Doch Klose wäre nicht Klose, wenn nicht schon die nächsten Projekte und Ziele in seinem Kopf präsent wären. „Am Wochenende nach der Rückkehr aus Estland habe ich noch frei. Ein Wochenende später steht dann die U20-DM in Rostock an. Da muss ich auf jeden Fall wieder liefern“, ist Klose guten Mutes, sich dann in anderer Form und ohne Verletzung zu präsentieren. „Auch in Tallinn hätte ich ohne Erkältung und Verletzung die 70 Meter locker drin gehabt. Deshalb ist das Ganze ja so ärgerlich und frustend. Doch Schwamm drüber. In Rostock möchte ich auf jeden Fall mal wieder in die Nähe meiner persönlichen Bestweite von 72,72 Metern kommen, die ist ja immerhin schon fast zwei Jahre alt. Meine Saisonbestweite liegt ja schon über 70 Meter, doch möchte ich auf jeden Fall weiter werfen“, hat der Portaner ein klares Ziel vor Augen. Und auch in puncto Platzierung will Klose in Mecklenburg-Vorpommern am besten wieder Nägel mit Köpfen machen. „Ich möchte zumindest Zweiter werden. Dann hätte ich das Ticket für die U20-WM in Nairobi gelöst“, gibt sich der VfR-Athlet guten Mutes, nach dem Einsatz bei den kontinentalen Titelkämpfen im Baltikum auch in der Hauptstadt Kenias beim Kräftemessen der Weltelite das Nationaltrikot tragen zu dürfen. Wann die Weltmeisterschaft stattfindet, ist allerdings aufgrund der diffusen Corona-Lage in dem ostafrikanischen Land noch unklar.

Leichtathletik: Portaner Hammerwerfer Sören Klose nach Vorkampf-Aus bei U20-EM von sich selbst enttäuscht

Der Portaner Hammwerfer Sören Klose musste bei der U20-EM in Estlands Hauptstadt Tallinn ein bittere Enttäuschung verkraften. Gehandiapt durch eine Erkältung und eine Daumenverletzung fehlten dem Athleten des VfR Evesen als Vorkampf-13. 51 Zentimeter zum Finale der besten Zwölf. Foto: MT-Archiv/imago images/Eibner © imago images/Eibner

Minden/Tallinn. Sören Klose ist stark verschnupft – und das im doppelten Sinne. Auch einen Tag nach seinem Vorkampf-Aus bei der U20-Europameisterschaft im estnischen Tallinn haderte der Portaner Hammerwerfer in Diensten des VfR Evesen immer noch mit seinem Abschneiden. „Ich bin absolut enttäuscht von mir selbst. 68,88 Meter beim besten Versuch ist nicht unbedingt das gewesen, was ich mir für diesen Wettkampf vorgenommen hatte“, sagte der talentierte Werfer, dessen persönliche Bestleistung bei 72,72 Metern liegt, im MT-Gespräch. Denn bereits mit einem 70-Meter-Wurf hätte er locker das Finale der besten Zwölf erreicht. So fehlten ihm am Ende als Vorkampf-13. 51 Zentimeter zur Endkampf-Teilnahme (wir berichteten).

Am Ende blieb daher nur Frust, der allerdings auch noch auf andere Umstände gründete. „Leider hatte ich mir im Vorfeld durch die Luft aus der Klimaanlage eine deftige Erkältung eingefangen, die mich dann doch extrem behindert hat. Zudem war der Ring extrem stumpf“, sagte er. Doch damit der widrigen Äußerlichkeiten nicht genug. „Zu allem Überfluss hatte ich mir bei der Arbeit auch noch den Daumen verletzt, so dass ich nur mit starken Schmerzmitteln antreten konnte. Deshalb hatte ich den kompletten Daumen mit Tape versehen und versucht, das Handicap so gut wie möglich auch im Kopf auszublenden“, beschrieb der Portaner seine Gefühlslage während des Wettkampfes. Das gelang ihm jedoch dieses Mal mehr schlecht als recht. „Im Unterbewusstsein hast du natürlich immer im Kopf, dass es mit den Bewegungen nicht ganz rund läuft, hoffst aber im nächsten Moment, dass es irgendwie doch fürs Finale reichen möge. Denn bis zum Finale hätte man ja auch wieder einiges an Zeit gehabt, um Verletzung und Erkältung zu behandeln. Doch es hat nicht sein sollen. Nächstes Mal muss es besser laufen“, blickt Klose nach seinem enttäuschenden Erlebnis in dem baltischen Land schon wieder nach vorn.

„Bis wir am Montag zurückfliegen, werde ich jetzt täglich, so gut es geht, weiter hier in Tallinn trainieren und versuchen, die Blessuren auszukurieren. Zudem werde ich mir ein bisschen Freizeit gönnen, ans Meer gehen, mir die Stadt ansehen und die verbleibende Zeit einfach noch genießen“, versucht sich Klose ein wenig über sein Trauma Tallinn hinwegzutrösten. „Am Montag um 17.35 Uhr geht dann unser Flieger von Tallinn nach Hamburg, wo wir wahrscheinlich gegen Mitternacht eintreffen werden“, freut er sich schon auf die Rückkehr.

Doch Klose wäre nicht Klose, wenn nicht schon die nächsten Projekte und Ziele in seinem Kopf präsent wären. „Am Wochenende nach der Rückkehr aus Estland habe ich noch frei. Ein Wochenende später steht dann die U20-DM in Rostock an. Da muss ich auf jeden Fall wieder liefern“, ist Klose guten Mutes, sich dann in anderer Form und ohne Verletzung zu präsentieren. „Auch in Tallinn hätte ich ohne Erkältung und Verletzung die 70 Meter locker drin gehabt. Deshalb ist das Ganze ja so ärgerlich und frustend. Doch Schwamm drüber. In Rostock möchte ich auf jeden Fall mal wieder in die Nähe meiner persönlichen Bestweite von 72,72 Metern kommen, die ist ja immerhin schon fast zwei Jahre alt. Meine Saisonbestweite liegt ja schon über 70 Meter, doch möchte ich auf jeden Fall weiter werfen“, hat der Portaner ein klares Ziel vor Augen. Und auch in puncto Platzierung will Klose in Mecklenburg-Vorpommern am besten wieder Nägel mit Köpfen machen. „Ich möchte zumindest Zweiter werden. Dann hätte ich das Ticket für die U20-WM in Nairobi gelöst“, gibt sich der VfR-Athlet guten Mutes, nach dem Einsatz bei den kontinentalen Titelkämpfen im Baltikum auch in der Hauptstadt Kenias beim Kräftemessen der Weltelite das Nationaltrikot tragen zu dürfen. Wann die Weltmeisterschaft stattfindet, ist allerdings aufgrund der diffusen Corona-Lage in dem ostafrikanischen Land noch unklar.

Copyright © Mindener Tageblatt 2021
Texte und Fotos von MT.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.
Weiterlesen in Sportmix