Leichtathletik: Hammerwurf-Talent Sören Klose wechselt zum Erfolgstrainer nach Frankfurt Jörg Wehling Porta Westfalica. Odenwald statt Weserbergland und Hammerwurf im Frankfurter Riederwald statt auf dem Trainingsgelände des VfR Evesen. Das Portaner Hammerwurf-Talent Sören Klose verlässt im Februar die Region und plant seinen nächsten Karriereschritt bei den Leichtathleten der SG Eintracht Frankfurt. „Ich freue mich total darauf und bin sehr gespannt, was mich erwartet. Sicher ist aber, dass es für mich eine ganz andere Welt werden wird “ sagt der 19-Jährige zu seinen ambitionierten Zukunftsplänen. Ein Sprung ins Ungewisse ist der Wechsel in die Main-Metropole aber keinesfalls. Denn Klose bekommt dort einen prominenten Trainer zur Seite gestellt. So wird sich Michael Deyhle, der bereits Kloses Mutter Kirsten Münchow trainierte und zur Bronzemedaille bei den Olympischen Spielen in Sydney 2000 verhalf, um den Portaner kümmern. Deyhle war bis vor kurzem verantwortlicher Trainer der chinesischen Hammerwerfer, beendete aber dort nun seine Tätigkeit.Der 70-jährige Deyhle baut in Fränkisch Crumbach, einer Gemeinde im Odenwald, für den Hessischen Leichtathletik-Verband zudem einen Nachwuchsstützpunkt auf und arbeitet auch als Vereinstrainer bei Eintracht Frankfurt. An beiden Standorten kann Klose nun unter optimalen Bedingungen trainieren. „Natürlich hat es für mich den Ausschlag gegeben, dorthin zu gehen, weil meine Eltern in Frankfurt unter ihm große Erfolge gefeiert haben. Daran möchte ich natürlich sehr gerne anknüpfen und vielleicht Ähnliches erreichen“, sagt Klose und ergänzt: „Ich habe dort perfekte Bedingungen und kann mich ganz auf meinen Sport konzentrieren.“Klose wird seinen Standort ebenfalls im Odenwald beziehen und dann nach Frankfurt pendeln. Dass der 19-Jährige damit auch ein gewisses Risiko eingeht, das ist ihm bewusst. Schließlich endet im Februar kommenden Jahres seine Ausbildung zum KFZ-Mechatroniker. Ihm bleiben dann nur drei Monate Zeit, um sich sportlich erheblich zu verbessern, um in eine Sportförderung zu kommen. Das bedeutet für ihn, dass er dann mit dem schwereren 7,26 Kilogramm-Hammer, den die erwachsenen Werfer schleudern, die 70-Meter Marke übertreffen muss. Dies ist die Qualifikationsnorm, um in die Sportförderkompanie der Bundeswehr aufgenommen zu werden. Stichtag ist der 22. Mai 2022. Kirsten Münchow schlug damals einen ähnlichen Weg ein. Auch sie machte erst neben dem Sport eine Ausbildung und bekam dann die Chance in die Förderkompanie zu kommen. „Damit war für mich der Grundstein gelegt, sich voll und ganz auf das Hammerwerfen konzentrieren zu können“, sagt Münchow. Das war im Jahr 2000 und in dieser Zeit bei Eintracht Frankfurt feierte sie mit Olympia-Bronze ihren größten sportlichen Erfolg. Das ihr Sohn Sören das Zeug dazu hat, diesen Schritt zu meistern, davon ist Münchow überzeugt: „Für mich ist das Risiko kalkulierbar. Ich bin sicher, dass er sich weiter steigern kann und diese Weite locker drin hat.“ Kloses aktuelle Bestweite mit dem schwereren Sportgerät liegt bei rund 65 Metern. Sportlich gesehen ist Sören Klose zurzeit noch unter den gewohnten Trainings-Fittichen von Oma Karin Münchow, wobei der ehrgeizige Athlet schon die Trainingspläne des künftigen Coaches abarbeitet. „Das ist zwar mächtig anstrengend, aber ich weiß ja, wofür ich das mache“, sagt er. Sein tägliches Pensum sieht so aus, dass er nach der Arbeit, die um 16 oder 18 Uhr endet, noch zwei Stunden Training nachschiebt.Ab Februar kommenden Jahres hat er dann die Möglichkeit, den nächsten Schritt in Richtung nationaler Spitze zu gehen und vielleicht sogar darüber hinaus zu internationaler Spitzenklasse zu reifen. Statt auf dem Eveser Trainingsgelände seine Sportgeräte aus dem benachbarten Bach zu ziehen, kann er dann das Frankfurter Vereinszentrum nutzen.Auf den Rat und die Erfahrung seiner Mutter und seiner Oma wird Sören Klose aber sicher weiterhin hören. Denn er weiß, dass dies auch zu großen sportlichen Erfolgen und im Idealfall zu einer Olympiamedaille führen kann.

Leichtathletik: Hammerwurf-Talent Sören Klose wechselt zum Erfolgstrainer nach Frankfurt

Sören Klose, hier noch im Trikot seines bisherigen Klubs VfR Evesen, wechselt im Frühjahr zur SG Eintracht Frankfurt und zum Erfolgstrainer Michael Deyhle. Foto: Imago Images © imago images/Eibner

Porta Westfalica. Odenwald statt Weserbergland und Hammerwurf im Frankfurter Riederwald statt auf dem Trainingsgelände des VfR Evesen. Das Portaner Hammerwurf-Talent Sören Klose verlässt im Februar die Region und plant seinen nächsten Karriereschritt bei den Leichtathleten der SG Eintracht Frankfurt. „Ich freue mich total darauf und bin sehr gespannt, was mich erwartet. Sicher ist aber, dass es für mich eine ganz andere Welt werden wird “ sagt der 19-Jährige zu seinen ambitionierten Zukunftsplänen.

Ein Sprung ins Ungewisse ist der Wechsel in die Main-Metropole aber keinesfalls. Denn Klose bekommt dort einen prominenten Trainer zur Seite gestellt. So wird sich Michael Deyhle, der bereits Kloses Mutter Kirsten Münchow trainierte und zur Bronzemedaille bei den Olympischen Spielen in Sydney 2000 verhalf, um den Portaner kümmern. Deyhle war bis vor kurzem verantwortlicher Trainer der chinesischen Hammerwerfer, beendete aber dort nun seine Tätigkeit.

Der 70-jährige Deyhle baut in Fränkisch Crumbach, einer Gemeinde im Odenwald, für den Hessischen Leichtathletik-Verband zudem einen Nachwuchsstützpunkt auf und arbeitet auch als Vereinstrainer bei Eintracht Frankfurt. An beiden Standorten kann Klose nun unter optimalen Bedingungen trainieren. „Natürlich hat es für mich den Ausschlag gegeben, dorthin zu gehen, weil meine Eltern in Frankfurt unter ihm große Erfolge gefeiert haben. Daran möchte ich natürlich sehr gerne anknüpfen und vielleicht Ähnliches erreichen“, sagt Klose und ergänzt: „Ich habe dort perfekte Bedingungen und kann mich ganz auf meinen Sport konzentrieren.“

Klose wird seinen Standort ebenfalls im Odenwald beziehen und dann nach Frankfurt pendeln. Dass der 19-Jährige damit auch ein gewisses Risiko eingeht, das ist ihm bewusst. Schließlich endet im Februar kommenden Jahres seine Ausbildung zum KFZ-Mechatroniker. Ihm bleiben dann nur drei Monate Zeit, um sich sportlich erheblich zu verbessern, um in eine Sportförderung zu kommen. Das bedeutet für ihn, dass er dann mit dem schwereren 7,26 Kilogramm-Hammer, den die erwachsenen Werfer schleudern, die 70-Meter Marke übertreffen muss. Dies ist die Qualifikationsnorm, um in die Sportförderkompanie der Bundeswehr aufgenommen zu werden. Stichtag ist der 22. Mai 2022.

Kirsten Münchow schlug damals einen ähnlichen Weg ein. Auch sie machte erst neben dem Sport eine Ausbildung und bekam dann die Chance in die Förderkompanie zu kommen. „Damit war für mich der Grundstein gelegt, sich voll und ganz auf das Hammerwerfen konzentrieren zu können“, sagt Münchow. Das war im Jahr 2000 und in dieser Zeit bei Eintracht Frankfurt feierte sie mit Olympia-Bronze ihren größten sportlichen Erfolg.

Das ihr Sohn Sören das Zeug dazu hat, diesen Schritt zu meistern, davon ist Münchow überzeugt: „Für mich ist das Risiko kalkulierbar. Ich bin sicher, dass er sich weiter steigern kann und diese Weite locker drin hat.“ Kloses aktuelle Bestweite mit dem schwereren Sportgerät liegt bei rund 65 Metern.

Sportlich gesehen ist Sören Klose zurzeit noch unter den gewohnten Trainings-Fittichen von Oma Karin Münchow, wobei der ehrgeizige Athlet schon die Trainingspläne des künftigen Coaches abarbeitet. „Das ist zwar mächtig anstrengend, aber ich weiß ja, wofür ich das mache“, sagt er. Sein tägliches Pensum sieht so aus, dass er nach der Arbeit, die um 16 oder 18 Uhr endet, noch zwei Stunden Training nachschiebt.

Ab Februar kommenden Jahres hat er dann die Möglichkeit, den nächsten Schritt in Richtung nationaler Spitze zu gehen und vielleicht sogar darüber hinaus zu internationaler Spitzenklasse zu reifen. Statt auf dem Eveser Trainingsgelände seine Sportgeräte aus dem benachbarten Bach zu ziehen, kann er dann das Frankfurter Vereinszentrum nutzen.

Auf den Rat und die Erfahrung seiner Mutter und seiner Oma wird Sören Klose aber sicher weiterhin hören. Denn er weiß, dass dies auch zu großen sportlichen Erfolgen und im Idealfall zu einer Olympiamedaille führen kann.

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