Leichtathleten wollen durchstarten: SV 1860 Minden terminiert Wettkämpfe Thomas Kühlmann Minden. Auch wenn in der Corona-Situation Sport und Vereinsleben nur eingeschränkt stattfinden: Die Leichtathleten des SV 1860 Minden blicken optimistisch in die Zukunft. „Wir haben ein strubbeliges Jahr hinter uns und ein strubbeliges Jahr vor uns. Daher ist es gut, dass wir uns mal wieder sehen, wenn auch nur online“, begrüßte Spartenleiter Achim Schulte die Mitglieder zur Abteilungsversammlung. „Ich bin optimistisch in Sachen Planung für 2021. Mal sehen, was nach Ostern für uns möglich sein wird“, war seine Zuversicht ausstrahlende Botschaft an die Teilnehmer vor den Bildschirmen. Trainer Tapio Linnemöller wartete in seinem Bericht gleich mit einer guten Nachricht auf. „Die neue Tartanbahn, die das Besselgymnasium bekommen wird, hilft uns demnächst enorm weiter. Das ist eine tolle Entwicklung, wir werden die Bahn dann ganzjährig nutzen können“, schilderte der Coach. Allerdings ist das Laufoval wegen der Renovierung vom 25. Mai an erst einmal gesperrt. Linnemöller berichtete auch, dass aufgrund der Pandemie bei den Wettkämpfen eine schwierige Lage vorherrsche, besonders bei offiziellen Meisterschaften. „Der Verband will den Athleten Wettkämpfe ermöglichen, aber es muss sinnvoll sein. In jüngster Vergangenheit waren die Starterfelder oft ein Graus. Wenn in vielen Disziplinen nur zwei Teilnehmer am Start sind, ist man schon frustriert“, sagte der Trainer. Um Abhilfe zu schaffen, sollen die Normen auf den Prüfstand gestellt werden und festgestellt werden, wie viele Teilnehmer pro Disziplin eine offizielle Meisterschaft vertrage. Er berichtete darüber hinaus, dass sich im Verband eine „AG Mitgliedergewinnung“ gebildet hätte, die das Programm während der Wettkämpfe für Sportler und Kampfrichter attraktiver gestalten soll. Doch das sei alles auf das zweite Halbjahr ausgerichtet, da bis zu den Sommerferien alle Maßnahmen, auch die Qualifikationen für den Schulsport-Wettbewerb „Jugend trainiert für Olympia“, abgesagt seien. Linnemöller fuhr fort, dass die Sportschule NRW Kooperationen mit verschiedenen Grundschulen zur Talentförderung eingegangen ist. In diesem Zuge stellte er Ruben Kamminga als neuen Athletik-Cooach des Besselgymnasiums vor, der danach selbst seine Aufgaben bei der Unterstützung der Leichathletiktrainer Tapio Linnemöller und Adrian Schürmann umriss. Linnemöller gab zudem bekannt, dass die Ehrung für den Mehrkampf-Cup in diesem Jahr erstmals online stattfinden wird. „Freitag, 16. April, um 19 Uhr werden wir virtuell ehren, die Geehrten werden zudem ein Paket per Post mit den Preisen bekommen“, sagte Linnemöller und hofft, „dass wir uns bereits im kommenden Jahr zu diesem Anlass wieder persönlich treffen dürfen.“ Positiv blickt auch Anja Schakau in die Zukunft. „Ich habe versucht, meine Kampfrichter trotz Pandemie bei Laune zu halten. Beim einzigen Wettkampf, den wir vom 17. bis 19. Juli veranstaltet haben, war von Müdigkeit bei ihnen jedenfalls nichts zu spüren. Bis zu 20 Kampfrichter pro Wettkampftag hatte ich zur Verfügung. Einfach toll. Alle haben mir signalisiert, dass, sobald wir wieder Wettkämpfe ausrichten dürfen, mit ihnen auf jeden Fall zu rechen ist“, sagte Schakau, die am 26. September 13 neue Kampfrichter ausgebildet hat. „Wir stehen in den Startlöchern“, lautete ihre Botschaft für die Tage nach Corona. Manfred Pahl, 2. Vorsitzender des Gesamtvorstandes, berichtete, dass die Corona-Pandemie bislang keinen erhöhten Mitglieder-Austritt zur Folge gehabt hat. „Wir bewegen uns zwischen 2.300 und 2.400 Mitgliedern“, sagte Pahl, gab aber zu bedenken: „Aufgrund des fehlenden Trainingsangebotes haben wir so gut wie keinen Mitgliederzuwachs, besonders bei der Jugend. Daher werden wir uns in der Zukunft auf Mitgliederzahlen zwischen 2.000 und 2.100 einstellen müssen.“ Aufgrund dieses zu erwartenden Mitgliederrückganges werden dem Verein laut Pahl etwa 20.000 Euro fehlen. In 2020 stand der Einnahmen-Minderung von 80.000 Euro die Ausgaben-Minderung von 70.000 Euro gegenüber. „Das ist alles noch ganz überschaubar, doch allein der ausgefallene Volkslauf hat uns sicherlich 10.000 Euro an Einnahmen gekostet“, sagte Pahl. Diesen Volkslauf hofft Achim Schulte dieses Jahr wieder stattfinden zu lassen, wenn auch in abgespeckter Version und vielleicht unter anderem Namen. „Wir können sicherlich keine 1.200 Teilnehmer für die verschiedenen Streckenlängen auf die Reise schicken. Da müssen wir uns etwas einfallen lassen müssen“, blickte Schulte auf die Traditions-Veranstaltung, die für den 28. August vorgesehen ist. Der SV 1860 plant einige weitere Wettbewerbe: Am 8. Mai den Kinder- und Jugend-Mehrkampftag bis U16, am 6. Juni und 7. August das 1. und 2. Nationale Sportfest für U18 bis Senioren, am 18. September das Kinder- und Jugendsportfest mit Pokalwertung sowie am 7. November den Robert-Hannemann-Gedächtnislauf im Glacis. Sind das noch hoch gesteckte Ziele für die etwas entferntere Zukunft, die auf jeden Fall Flexibilität erfordern, so blickt Heidi Beuke-Meyer für die Jüngsten in die nahe Zukunft. „Im Gegensatz zu den Älteren, die sich auch durch Online-Trainingspläne fit halten können, gehören die Kleinen einfach an die frische Luft und nicht vor den Computer. Daher hoffe ich, dass wir nach Ostern langsam wieder loslegen können und dürfen.“ Genügend Optimismus dafür hat auch sie.

Leichtathleten wollen durchstarten: SV 1860 Minden terminiert Wettkämpfe

Der Mindener Volkslauf des SV 1860 soll in diesem Jahr am 28. August in abgespeckter Form stattfinden. MT-Foto: Marcus Riechmann © Marcus Riechmann

Minden. Auch wenn in der Corona-Situation Sport und Vereinsleben nur eingeschränkt stattfinden: Die Leichtathleten des SV 1860 Minden blicken optimistisch in die Zukunft. „Wir haben ein strubbeliges Jahr hinter uns und ein strubbeliges Jahr vor uns. Daher ist es gut, dass wir uns mal wieder sehen, wenn auch nur online“, begrüßte Spartenleiter Achim Schulte die Mitglieder zur Abteilungsversammlung. „Ich bin optimistisch in Sachen Planung für 2021. Mal sehen, was nach Ostern für uns möglich sein wird“, war seine Zuversicht ausstrahlende Botschaft an die Teilnehmer vor den Bildschirmen.

Trainer Tapio Linnemöller wartete in seinem Bericht gleich mit einer guten Nachricht auf. „Die neue Tartanbahn, die das Besselgymnasium bekommen wird, hilft uns demnächst enorm weiter. Das ist eine tolle Entwicklung, wir werden die Bahn dann ganzjährig nutzen können“, schilderte der Coach. Allerdings ist das Laufoval wegen der Renovierung vom 25. Mai an erst einmal gesperrt. Linnemöller berichtete auch, dass aufgrund der Pandemie bei den Wettkämpfen eine schwierige Lage vorherrsche, besonders bei offiziellen Meisterschaften. „Der Verband will den Athleten Wettkämpfe ermöglichen, aber es muss sinnvoll sein. In jüngster Vergangenheit waren die Starterfelder oft ein Graus. Wenn in vielen Disziplinen nur zwei Teilnehmer am Start sind, ist man schon frustriert“, sagte der Trainer. Um Abhilfe zu schaffen, sollen die Normen auf den Prüfstand gestellt werden und festgestellt werden, wie viele Teilnehmer pro Disziplin eine offizielle Meisterschaft vertrage. Er berichtete darüber hinaus, dass sich im Verband eine „AG Mitgliedergewinnung“ gebildet hätte, die das Programm während der Wettkämpfe für Sportler und Kampfrichter attraktiver gestalten soll. Doch das sei alles auf das zweite Halbjahr ausgerichtet, da bis zu den Sommerferien alle Maßnahmen, auch die Qualifikationen für den Schulsport-Wettbewerb „Jugend trainiert für Olympia“, abgesagt seien.

Linnemöller fuhr fort, dass die Sportschule NRW Kooperationen mit verschiedenen Grundschulen zur Talentförderung eingegangen ist. In diesem Zuge stellte er Ruben Kamminga als neuen Athletik-Cooach des Besselgymnasiums vor, der danach selbst seine Aufgaben bei der Unterstützung der Leichathletiktrainer Tapio Linnemöller und Adrian Schürmann umriss. Linnemöller gab zudem bekannt, dass die Ehrung für den Mehrkampf-Cup in diesem Jahr erstmals online stattfinden wird. „Freitag, 16. April, um 19 Uhr werden wir virtuell ehren, die Geehrten werden zudem ein Paket per Post mit den Preisen bekommen“, sagte Linnemöller und hofft, „dass wir uns bereits im kommenden Jahr zu diesem Anlass wieder persönlich treffen dürfen.“

Positiv blickt auch Anja Schakau in die Zukunft. „Ich habe versucht, meine Kampfrichter trotz Pandemie bei Laune zu halten. Beim einzigen Wettkampf, den wir vom 17. bis 19. Juli veranstaltet haben, war von Müdigkeit bei ihnen jedenfalls nichts zu spüren. Bis zu 20 Kampfrichter pro Wettkampftag hatte ich zur Verfügung. Einfach toll. Alle haben mir signalisiert, dass, sobald wir wieder Wettkämpfe ausrichten dürfen, mit ihnen auf jeden Fall zu rechen ist“, sagte Schakau, die am 26. September 13 neue Kampfrichter ausgebildet hat. „Wir stehen in den Startlöchern“, lautete ihre Botschaft für die Tage nach Corona.

Manfred Pahl, 2. Vorsitzender des Gesamtvorstandes, berichtete, dass die Corona-Pandemie bislang keinen erhöhten Mitglieder-Austritt zur Folge gehabt hat. „Wir bewegen uns zwischen 2.300 und 2.400 Mitgliedern“, sagte Pahl, gab aber zu bedenken: „Aufgrund des fehlenden Trainingsangebotes haben wir so gut wie keinen Mitgliederzuwachs, besonders bei der Jugend. Daher werden wir uns in der Zukunft auf Mitgliederzahlen zwischen 2.000 und 2.100 einstellen müssen.“ Aufgrund dieses zu erwartenden Mitgliederrückganges werden dem Verein laut Pahl etwa 20.000 Euro fehlen. In 2020 stand der Einnahmen-Minderung von 80.000 Euro die Ausgaben-Minderung von 70.000 Euro gegenüber. „Das ist alles noch ganz überschaubar, doch allein der ausgefallene Volkslauf hat uns sicherlich 10.000 Euro an Einnahmen gekostet“, sagte Pahl.

Diesen Volkslauf hofft Achim Schulte dieses Jahr wieder stattfinden zu lassen, wenn auch in abgespeckter Version und vielleicht unter anderem Namen. „Wir können sicherlich keine 1.200 Teilnehmer für die verschiedenen Streckenlängen auf die Reise schicken. Da müssen wir uns etwas einfallen lassen müssen“, blickte Schulte auf die Traditions-Veranstaltung, die für den 28. August vorgesehen ist. Der SV 1860 plant einige weitere Wettbewerbe: Am 8. Mai den Kinder- und Jugend-Mehrkampftag bis U16, am 6. Juni und 7. August das 1. und 2. Nationale Sportfest für U18 bis Senioren, am 18. September das Kinder- und Jugendsportfest mit Pokalwertung sowie am 7. November den Robert-Hannemann-Gedächtnislauf im Glacis.

Sind das noch hoch gesteckte Ziele für die etwas entferntere Zukunft, die auf jeden Fall Flexibilität erfordern, so blickt Heidi Beuke-Meyer für die Jüngsten in die nahe Zukunft. „Im Gegensatz zu den Älteren, die sich auch durch Online-Trainingspläne fit halten können, gehören die Kleinen einfach an die frische Luft und nicht vor den Computer. Daher hoffe ich, dass wir nach Ostern langsam wieder loslegen können und dürfen.“ Genügend Optimismus dafür hat auch sie.

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