Keine Auf- und Absteiger: Der Westdeutsche Volleyball-Verband erklärt die Saison vorzeitig für beendet Minden (mt/nw/apl/tok). Jetzt ist es amtlich: Der Deutsche Volleyball-Verband und der Westdeutsche Volleyball-Verband haben die laufende Saison für beendet erklärt. Das betrifft alle Spielklassen bei den Erwachsenen von den 3. Ligen bis auf Kreisebene. Eine Ausnahme gibt es jedoch beim Nachwuchs. „Den Jugendmannschaften soll die Möglichkeit gegeben werden, noch zu spielen. Die Deutschen Meisterschaften, die im Juni stattfinden sollen, sind bisher nicht abgesagt. Das Problem ist die Qualifikation. Wie das gehen soll, weiß im Moment niemand“, erklärte WVV-Sportdirektor Wolfgang Schütz. Bei den Erwachsenen ist die Regelung eindeutig. „Es wird kein Spiel mehr geben“, sagte Schütz. Das bedeutet: Die Saison wird abgebrochen, es gibt keine Meister, keine Aufsteiger und keine Absteiger. Mannschaften, die bereits zurückgezogen haben, werden als abgestiegen gewertet. Bezirkspokale und WVV-Pokal-Wettbewerbe werden ebenfalls nicht ausgetragen. Die Staffeln sollen für die Saison 2021/2022 so bestehen bleiben. Warum es zum Abbruch kam, begründete Schütz wie folgt: „Viele Veranstaltungen waren schon nach hinten geschoben worden, aber jetzt gab es keinen Zeitkorridor mehr. Keiner weiß, wann wir wieder in die Hallen dürfen, geschweige denn unter wettkampfmäßigen Bedingungen trainieren können. Bei einem Vorlauf könnte frühestens im Mai gespielt werden. Dann blieben nur noch vier bis fünf Wochen bis zu den Sommerferien. Das geht nicht.“ Der Ablauf zur Meldung für die Saison 2021/22 sowie weitere Details werden in den nächsten Wochen vom Spielausschuss festgelegt. Der Jugendspielbetrieb bleibt weiterhin ausgesetzt. Sobald Lockerungen einen Trainings- und Spielbetrieb wieder erlauben, wird der Jugendspielausschuss für die dann noch interessierten Teams Vergleichswettkämpfe anbieten. „Wir appellieren an alle Volleyballerinnen und Volleyballer, dass sie als Mitglieder ihren Vereinen treu bleiben und sich nicht von unserer schönen Sportart abwenden“, heißt es in einer offiziellen WVV-Meldung, Der Schutz aller habe aber oberste Priorität. „Diese Entscheidung war in den vergangenen Wochen absehbar. Je weiter sich der Lockdown hinzog, desto geringer waren die Chancen, die Spielzeit gerecht zu Ende zu bringen, da man mit Amateuren nicht mal eben unter der Woche ein oder zwei Spiele nachholen kann, die unter Umständen in Düren oder Aachen sind“, respektiert Andreas Klimm, Trainer der Regionalliga-Männer des 1. VC Minden, die Verbandsentscheidung. „Ich hätte die Saison gern zu Ende gespielt, denn ich bin sicher, wir hätten zwar mit dem Aufstieg nichts zu tun gehabt, mit dem Abstieg jedoch auch nicht. Daher werden wir unseren Fokus jetzt auf die neue Saison legen und unser Startecht in der Regionalliga wieder in Anspruch nehmen“, sagt er weiter. „Bitter ist die Sache nur für unsere zweite Mannschaft. Wir sind in der Landesliga mit drei Siegen aus den ersten Spielen gestartet und hätten sicher beste Chancen auf den Aufstieg gehabt. Doch auch da nehmen wir halt einen neuen Anlauf.“ Richtig findet den Entschluss auch Peter Mehwald, Vorsitzender des Volleyball-Kreises Minden-Ravensberg. „Die Entscheidung war längst überfällig. Gerade angesichts der immer häufiger auftretenden Mutationen sowie der wieder steigenden Inzidenzzahlen muss die Gesundheit oberste Priorität haben. Jetzt hat man wenigstens ein wenig Vorlauf, um die Planungen für die neue Saison zu beginnen.“

Keine Auf- und Absteiger: Der Westdeutsche Volleyball-Verband erklärt die Saison vorzeitig für beendet

VC Mindens Daniel Riesen in Aktion. Für die Volleyballer ist die Saison beendet. MT-Foto: Kühlmann © Thomas Kühlmann

Minden (mt/nw/apl/tok). Jetzt ist es amtlich: Der Deutsche Volleyball-Verband und der Westdeutsche Volleyball-Verband haben die laufende Saison für beendet erklärt. Das betrifft alle Spielklassen bei den Erwachsenen von den 3. Ligen bis auf Kreisebene. Eine Ausnahme gibt es jedoch beim Nachwuchs.

„Den Jugendmannschaften soll die Möglichkeit gegeben werden, noch zu spielen. Die Deutschen Meisterschaften, die im Juni stattfinden sollen, sind bisher nicht abgesagt. Das Problem ist die Qualifikation. Wie das gehen soll, weiß im Moment niemand“, erklärte WVV-Sportdirektor Wolfgang Schütz. Bei den Erwachsenen ist die Regelung eindeutig. „Es wird kein Spiel mehr geben“, sagte Schütz.

Das bedeutet: Die Saison wird abgebrochen, es gibt keine Meister, keine Aufsteiger und keine Absteiger. Mannschaften, die bereits zurückgezogen haben, werden als abgestiegen gewertet. Bezirkspokale und WVV-Pokal-Wettbewerbe werden ebenfalls nicht ausgetragen. Die Staffeln sollen für die Saison 2021/2022 so bestehen bleiben.

Warum es zum Abbruch kam, begründete Schütz wie folgt: „Viele Veranstaltungen waren schon nach hinten geschoben worden, aber jetzt gab es keinen Zeitkorridor mehr. Keiner weiß, wann wir wieder in die Hallen dürfen, geschweige denn unter wettkampfmäßigen Bedingungen trainieren können. Bei einem Vorlauf könnte frühestens im Mai gespielt werden. Dann blieben nur noch vier bis fünf Wochen bis zu den Sommerferien. Das geht nicht.“

Der Ablauf zur Meldung für die Saison 2021/22 sowie weitere Details werden in den nächsten Wochen vom Spielausschuss festgelegt.

Der Jugendspielbetrieb bleibt weiterhin ausgesetzt. Sobald Lockerungen einen Trainings- und Spielbetrieb wieder erlauben, wird der Jugendspielausschuss für die dann noch interessierten Teams Vergleichswettkämpfe anbieten. „Wir appellieren an alle Volleyballerinnen und Volleyballer, dass sie als Mitglieder ihren Vereinen treu bleiben und sich nicht von unserer schönen Sportart abwenden“, heißt es in einer offiziellen WVV-Meldung, Der Schutz aller habe aber oberste Priorität.

„Diese Entscheidung war in den vergangenen Wochen absehbar. Je weiter sich der Lockdown hinzog, desto geringer waren die Chancen, die Spielzeit gerecht zu Ende zu bringen, da man mit Amateuren nicht mal eben unter der Woche ein oder zwei Spiele nachholen kann, die unter Umständen in Düren oder Aachen sind“, respektiert Andreas Klimm, Trainer der Regionalliga-Männer des 1. VC Minden, die Verbandsentscheidung. „Ich hätte die Saison gern zu Ende gespielt, denn ich bin sicher, wir hätten zwar mit dem Aufstieg nichts zu tun gehabt, mit dem Abstieg jedoch auch nicht. Daher werden wir unseren Fokus jetzt auf die neue Saison legen und unser Startecht in der Regionalliga wieder in Anspruch nehmen“, sagt er weiter. „Bitter ist die Sache nur für unsere zweite Mannschaft. Wir sind in der Landesliga mit drei Siegen aus den ersten Spielen gestartet und hätten sicher beste Chancen auf den Aufstieg gehabt. Doch auch da nehmen wir halt einen neuen Anlauf.“

Richtig findet den Entschluss auch Peter Mehwald, Vorsitzender des Volleyball-Kreises Minden-Ravensberg. „Die Entscheidung war längst überfällig. Gerade angesichts der immer häufiger auftretenden Mutationen sowie der wieder steigenden Inzidenzzahlen muss die Gesundheit oberste Priorität haben. Jetzt hat man wenigstens ein wenig Vorlauf, um die Planungen für die neue Saison zu beginnen.“

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